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Freitag, 5. Juni 2009

313) Musik-Sport-Spenden-Aktion für den Artenschutz: Die Lee(h)re der Flüsse


Passend zum Post 311) Müllsammlung per Kanu (die erste Sammlung brachte 2,00 Euro an Pfand) hier eine sehr engagierte Aktion des Künstlers Heinz Ratz:


Der „moralische Triathlon“: 2te Etappe

Pressetext zu der Aktion:

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Vom 20.05.2009 (Lindau / Bodensee) bis zum 17.08. (Kiel / Ostsee) wird Heinz Ratz ca. 1000 km durch deutsche Flüsse schwimmen, am Abend Konzerte mit seiner Band Strom & Wasser geben und Spenden sammeln zugunsten von Artenschutzprojekten. In insgesamt 52 Städten wird er gemeinsam mit Künstlern wie Konstantin Wecker, Bodo Wartke, Ingo Pohlmann, Götz Widmann u.v.a. auftreten. In enger Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D.) werden dabei nicht nur die regionalen Umweltproblematiken und das Ausmaß an Zerstörung und ökologischen Fehlentscheidungen aufgezeigt, sondern auch Alternativen gesucht, Möglichkeiten eines umweltbewussten Umdenkens, Möglichkeiten auch für jeden Einzelnen, aktiv zu werden und gegen eine Politik zu protestieren, die bestimmt wird von wirtschaftlicher Gewinnsucht und Rücksichtslosigkeit.
Nach dem spektakulären “Lauf gegen die Kälte” - www.laufgegendiekaelte.de - bei dem Ratz zu Fuß von Dortmund nach München lief, um zugunsten von Obdachlosen zu spielen und gegen den Sozialabbau zu protestieren, ist das die zweite Etappe des “moralischen Triatlons” dieses in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Liedermachers und Radikalpoeten.

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Link: Trailer zum Flussprojekt des Künstlers Heinz Ratz


Text zum Video, Zitat:
"Die Lee(h)re der Flüsse: 50 Schwimmdemos. 50 Konzerte. Für die Natur. Unter diesem Motto steht ein ungewöhnliches Projekt des Künstlers Heinz Ratz und des BUND. Am 20. Mai startete der Künstler eine rund 1.000 Kilometer lange Schwimmtour durch Deutschlands Flüsse, von Lindau bis Kiel. In über 50 Städten wird er haltmachen und gemeinsam mit Musiker-Kollegen wie Konstantin Wecker und Bodo Wartke auf die Bühne gehen."

Video: Jana Dugnus.

Mehr über die Idee hinter dem Projekt und u.a. auch ein Online-Tagebuch zur Aktion gibt es unter http://www.flussprojekt.de

Bei Twitter könnt Ihr die Aktion unter @flussprojekt verfolgen und auch noch anderswo ist es zu finden:


Die nächsten Termine

  • 04.06.09 in Die Lee(h)re der Flüsse in Trier at Exhaus
  • 05.06.09 in Die Lee(h)re der Flüsse in Marburg at Café Trauma
  • 06.06.09 in Die Lee(h)re der Flüsse in Köln at Underground
  • 07.06.09 in Die Lee(h)re der Flüsse in Bonn at Pantheon
  • 08.06.09 in Die Lee(h)re der Flüsse in Düsseldorf at Zakk
  • RSS
Auf den Konzerten werden Spenden zu gunsten regionaler Artenschutzprojekte gesammelt. Und wer keines der Konzerte besuchen kann, für den gibt es auch ein Spendenkonto zur Aktion:
Spendenkonto: “Die Lee(h)re der Flüsse” | Förde-Sparkasse | BLZ 21050170 | Konto 91054684

Montag, 15. Dezember 2008

291 b) Amaranth und seine Eigenschaften

Der Post 291 a) stellt ausführlich das Projekt "El Pan Alegre" vor. Dabei geht es auch um das "Powerkorn" Amaranth mit seinen landwirtschaftlichen und ernährungsmäßigen tollen Eigenschaften. Zu den ausführlichen Informationen zum Amaranth dort gibt es in diesem Folgepost nun noch einige ergänzende Diagramme zur besseren Übersicht (die Tabellen im Post 291 a) waren leider technisch bedingt nicht voll zu sehen):

Hier also die Daten in übersichtlichen Grafiken (Quelle: Centro de Desarrollo Comunitario A.C. Mexico):


Grafik 01:
Vergleich 01 von Amaranth zu Getreide (Kohlenhydrate, Brennwert, Eisen, Kalzium)


Grafik 02:
Vergleich 02 von Amaranth zu Getreide (Ballaststoffe, Fett, Eiweiß)

Grafik 03:
Vergleich 03 von Amaranth zu Getreide (Eiweiß, Ballaststoffe, Fett, Kohlenhydrate; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)


Grafik 04:
Vergleich 04 von Amaranth zu Getreide (Kalzium, Eisen; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)

Sonntag, 14. Dezember 2008

291 a) Aktive Hände 06: Amaranth für El Pan Alegre / Das Fröhliche Brot

Bild: Madeleine Porr - über den Amaranth arbeitet sie mit ihren Händen an einem ehrgeizigen Projekt mit

Amaranth - ein gesundes Korn, das mir bisher durch die Lappen gegangen ist...

Aber durch eine Vermittlung über Blog Blogpatenschaften gibt es jetzt diesen Beitrag für die Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" und da ist Amaranth ein ganz wichtiger Punkt. Lest selber, welche ehrgeizigen Ziele Madeleine Porr zusammen mit anderen Aktiven mit dem Amaranath verfolgt. Wie Ihr feststellen könnt, hat sie mir eine sehr ausführliche Ausarbeitung zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich auf jeden Fall, alles zu lesen:

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Meine Hände arbeiten daran, mit dem Powerkorn Amaranth und der Biogas-Energie aus organischen Hausabfällen ein Kreislauf-Projekt für Wohnbezirke und Kommunen auf die Beine zu stellen (s. Abb. 1).

Der Projekt-Trägerverein „En Buenas Manos“ e.V. unterstützt dafür zur Zeit den Amaranth-Anbau und die Entwicklung eines lokalen Biogas-Kreislaufs in Kuba. Es gibt auch erste Anfragen aus Deutschland, wo Mehrgenerationen-Projekte und Bioenergie-Dörfer lokale Kreislauf-Lösungen für ihren Energie-Bedarf suchen.

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Wie sieht der vorgeschlagene Kreislauf aus?

Wenn in einem Wohnbezirk der Kreislauf in Gang gekommen ist, trennen in den Haushalten die Familienmitglieder, in den Schul-, Universitäts- und Firmenkantinen die KüchenmitarbeiterInnen und auf dem Markt die VerkäuferInnen die organischen von den übrigen Abfällen.

Die organischen Abfälle werden täglich von geschulten Transport-Fachleuten eingesammelt und einer lokalen Biogas-Anlage zugeführt, wo spezialisierte TechnikerInnen ihre fachgerechte Aufbereitung garantieren und über direkte Gas-Leitungen den Ofen der lokalen Bäckerei mit Biogas versorgen. Der bei diesem Prozess sozusagen nebenbei abfallende hochwertige organische Dünger kommt der (örtlichen) Landwirtschaft zugute – und hier auch dem Amaranth-Anbau –, das Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Warum Amaranth anbauen und essen?

Die Körner dieser außergewöhnlichen Pflanze (s. Abb.2), als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit über die ganze Welt verteilt, haben enorme Qualitäten. 1975 von der US-National Academy of Sciences als bestes pflanzliches Nahrungsmittel für den Menschen öffentlich wiederentdeckt und hervorgehoben, ist Amaranth auch ausdrücklich zur Bekämpfung des Welthungers empfohlen und fliegt bei der NASA seit 1985 als Controlled Ecological Life Support System regelmäßig mit in den Weltraum.

Zudem besitzt er die Fähigkeit, auch auf trockenen und salzhaltigen Böden zu gedeihen und diese Böden dann auch für andere Kulturen (wieder) fruchtbar zu machen. Damit ist die Pflanze in der Lage, gezielt der zunehmenden Versandung von Böden in einem immer breiter werdenden Gürtel entlang des Äquators entgegenzuwirken.

Warum Hausabfälle zu Biogas verarbeiten?

Sie stinken weltweit zum Himmel: die organischen Haushaltsabfälle. Immer noch verrotten sie überwiegend auf Müllhalden, einfach am Straßenrand oder an Flussufern. Das schädigt nicht nur Boden, Wasser und Ozonschicht, sondern ist noch dazu eine enorme Verschwendung, sind doch die organischen Reste des Essens und seiner Vorbereitung, Papier und Gartenabfälle eine Energiequelle erster Güte: Aus ihnen kann das kostbare Biogas gewonnen werden.

Die kleinen Lebewesen, die das können, gehören zu den ältesten auf der Erde: Methanbakterien. Sie sind die erfahrensten Energie-Produzentinnen aller Zeiten – wir menschliche „Energie-Grünschnäbel“ sollten sie also selbstverständlich im Team haben, wenn wir unsere Abhängigkeit von Erdöl, Gas und Kohle beenden wollen.

Lokaler Kreislauf auch beim Austausch Wertstoff gegen Wertmarken

Sinnvollerweise fließen in das Kreislaufkonzept von „EL PAN ALEGRE“ auch die positiven Erfahrungen der Stadtverwaltung in der brasilianischen Millionenstadt Curitiba ein. Um der stetig anwachsenden Müllberge in den Randbezirken Herrin zu werden, entwickelte sie vor über zwanzig Jahren ein äußerst erfolgreiches System („Müll ist kein Müll“), in dem das getrennte Sammeln und Abliefern von recyclebaren Wertstoffen mit Gutscheinen für den öffentlichen Nahverkehr, Saatgut, Bücher, Schulhefte und Bleistifte oder Essen entgolten wird.

Nachhaltig sein heißt die Kinder einbeziehen

In allen Projekt-Teilbereichen von „EL PAN ALEGRE“ werden insbesondere die Kinder als die hauptsächlichen zukünftigen NutznießerInnen mit einbezogen, so dass sie das Ineinandergreifen bzw. Vernetzen verschiedener Kreisläufe mit eigenen Händen lernen können.

Sie säen, betreuen und ernten die Pflanzen (s. Abb.3), aus deren Körnern später das Mehl gewonnen wird; sie bereiten selbst den Teig mit Amaranth-Mehl zu und backen Brot und Kekse.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Und sie tragen mit dazu bei, die zum Backen notwendige Energie zu produzieren, indem sie aktiv die „Müll“-Trennung lernen, die Weiterverarbeitung sehen und so ein Verständnis für den Stoff-Kreislauf organischer Materie entwickeln. Ihr Bewusstsein wird gestärkt, direkt Einfluss auf ihre Lebensbedingungen nehmen zu können.

Zum Trägerverein

Der gemeinnützige Verein „En Buenas Manos“ e.V. arbeitet geschlechter-demokratisch zusammen mit dem IKN (Internationales Süd-Süd-Nord-Wissens-Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung) und der FNBB e.V. (Förder-Gesellschaft für Nachhaltige Biogas- und Bioenergie-Nutzung).
Dann möchte ich noch hinzufügen dass der Verein seine Arbeit bislang nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und wir uns deswegen über jede Spende als Unterstützung freuen (natürlich gegen Spendenbescheinigung).

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2) Informationen zum Amaranth

Der Amaranth (Pseudogetreide, aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse; bot.: Amaranthus spp.)

Die Amaranth-Pflanzen haben einen Saatkopf mit wenig Seitenzweigen, der bis zu 50cm lang wird. Der Samen ist kaum größer als ein Senfkorn, ist cremefarben, golden oder rosa. Eine Pflanze aus so einem kleinen Korn bringt ungefähr 50.000 neue Samenkörner hervor!

Amaranth ist eine der wichtigsten konzentrierten Quellen für Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine wie A, B1, B2, B3 und C; außerdem für Folsäure, Kalzium, Eisen und Phophor. Und er besitzt in außerordentlich hohem Maße essentielle Aminosäuren wie das Lysin, ebenso wie – die gesunden – mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Im Amaranth finden sich doppelt so viel Eiweiß wie in Mais und Reis bzw. 60-80% mehr als im Weizen sowie ein hoher Anteil an Ballaststoffen.

Achtung: da die Tabellen technisch bedingt nicht ganz zu sehen sind, gibt es sie im Folgepost 291 b) Amaranth und seine Eigenschaften als Grafiken abgebildet. Die Tabellen lasse ich hier jedoch stehen, damit sie maschinell ausgelesen werden kann, was mit den Grafiken ja nicht möglich ist.

Amaranth hat einen Proteingehalt von ca. 17% (Weizen nur 12-14%, Reis 7-10% und Mais 9-10%).



Eiweiß
(g)

Ballaststoffe
(g)

Fett
(g)

Kohlenhydrate
(g)

Kalzium
(mg)

Eisen
(mg)

Kalorien

Reis

5,6

0,3

0,6

79,4

9

4,4

360

Weizen

12,8

2,3

1,7

71

29,4

4

334

Mais

9,4

3

4,7

74

7

2,7

365

Hafer

15,8

3

6,9

66

54

5

389
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Amaranth

19

5,6

6

6

250

15

414

Verglichen mit anderen Getreidearten ist der Gehalt der essentiellen Aminosäure Lysin ebenfalls sehr hoch (9,28%). Der Nährwert des Amaranth-Proteins liegt bei 75%. Der Vergleich mit Milch (73%), Gerste (62%), Weizen (56%) und Mais (44%) zeigt den hohen Grad biologischer Verwertbarkeit des Proteins.



Brennwert
(Kalorien)

Eiweiß
(g)

Fett
(g)

Kohlenhydrate
(g)

Ballaststoffe
(g)

Kalzium
(mg)

Eisen
(mg)

Getreide (im Durchschnitt)

342

11

2,7

73

2,1

30

330
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Amaranthus
hypochondriacus

391

15,31

7,12

63,1

2,89

490

455

Amaranth enthält dazu doppelt soviel Kalzium wie Milch. Amaranth sollte mit Milchprodukten zubereitet werden, damit der Darm sie besser verarbeiten kann. Der hohe Eisengehalt und die Aminosäure Lysin machen Amaranth besonders wertvoll.

Die Körnchen können zu Mehl verarbeitet und z.B. Brot, Keksen und Spaghetti beigefügt werden. Aber sie können auch wie Maiskörner »gepoppt« werden (nussiger Geschmack) und dann z.B. Süßspeisen, Müsli, Joghurt, Suppen und Soßen bereichern.

In Deutschland sind Amaranth-Körner roh ebenso wie verarbeitet in der Zwischenzeit in allen Bioladen-Ketten, Bioläden und Reformhäusern zu kaufen.

***

Die Amaranth-Pflanze ist in der Lage, sich auch in trockenen und salzhaltigen Böden zu entwickeln. Wenn sie ausgekeimt hat, wächst sie auch ohne künstliche Wasserzufuhr weiter. Mit ihren vielen Blättern und ihren Wurzeln bietet sie Sonnenschutz und (neue) Lebensgrundlagen für Mikroorganismen in der Erde, so dass sie wieder fruchtbar wird – auch für andere Bodenfrüchte.

In Lateinamerika war der Amaranth bei den Mayas, Inkas und Azteken bereits 4.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein fester Bestandteil ihrer Hochkultur, neben Mais und Bohnen. Wegen ihres schon damals bekannten hohen Nährwerts wurden die Körner wie Gold gehandelt – Powernahrung für starke Völker.

Die Pflanze selbst wurde zum Symbol für Unsterblichkeit, denn die Rispen mit den Blüten – einmal abgeschnitten – halten sich noch lange Zeit (Amaranth > griech. = Pflanze, die nicht verwelkt).

Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der spanische Invasor Hernán Cortés bei Androhung der Todesstrafe den Anbau und den Verzehr von Amaranth verbieten. Katholische Priester hatten sich an den religiösen Zeremonien gestört, bei denen Amaranth-Gebäck dargereicht wurde. Vor allem aber hatten sie herausgefunden, dass der Widerstand der Bevölkerung gegen die spanische Gewaltherrschaft mit den kleinen Amaranth-Körnern genährt wurde.

Für 400 Jahre geriet Amaranth in Lateinamerika nahezu vollständig in Vergessenheit.

In Deutschland wird Amaranth immer bekannter; in Lateinamerika haben nur mexikanische Kleinbauern das alte Wissen bewahrt, während z.B. in Peru ökologisch zertifiziert nur für den Export angebaut wird.

Dass Amaranth ein wahres Natur-Dopingmittel ist, muss dort wie hier noch viel lauter gesagt werden. Vor allem den Kindern und Frauen. Denn sie profitieren am meisten von seiner Kraft.

***

Rezeptbeispiele:

1. Etwas Süßes, ganz leicht zu machen:

Alegría (= Freude)

6 TL Honig und 1 EL Butter vermischen und unter Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen. Wenn die Masse goldbraun ist, 1 Tasse gepoppten Amaranth natur mit einem Holzlöffel einrühren.

Nach Geschmack Sonnenblumenkerne, Kokosflocken, Cornflakes oder Rosinen unterrühren. Die Mischung auf ein Backblech streichen, in Würfel schneiden und abkühlen lassen.

2. Etwas leckeres Herzhaftes:

Amaranth-Mangold-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen

  • 100 g Amaranth-Körner (roh)
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • 300 g Mangold
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2 EL Crème fraîche
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Ei
  • 50 g Haselnussblättchen
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • Öl für die Form

Schritt 1

Amaranth in einem Sieb mit heißem Wasser kurz abspülen. Mit Gemüsebrühe aufkochen, bei schwacher Hitze 40 Min. quellen lassen.

Schritt 2

Mangold waschen und putzen. Die Stiele klein würfeln, die Blätter in breite Streifen schneiden. Fenchel waschen, putzen, halbieren und ohne den mittleren Strunk in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl erhitzen. Knoblauch, Fenchel und Mangoldstiele 2-3 Min. andünsten, Mangoldblätter unterrühren. Mit Salz und Muskat würzen.

Schritt 3

Backofen auf 200° vorheizen. Eine feuerfeste Form einfetten. Crème fraîche mit Zitronensaft und Ei verrühren. Die Hälfte des Gemüses in die Form geben. Amaranth darauf verteilen, mit der Hälfte der Haselnussblättchen und 1 EL Parmesan bestreuen. Mit dem Rest Gemüse abdecken. Crème fraîche darüber gießen. Mit übrigen Haselnussblättchen und Parmesan bestreuen. Im Ofen (Mitte, Umluft 180°) 20 Min. backen.

Haselnussblättchen und Parmesan krönen diesen wunderbar aromatischen Auflauf als Knusperkruste - da greifen nicht nur Vegetarier gerne zu!

***

Zubereitungszeit: unter 30 min

Schwierigkeitsgrad: einfach

Kalorien: 640 kcal pro Portion

Saison oder Anlass: Winter, Herbst

Menüfolge: Hauptspeise

Gerichttyp: Auflauf

Verschiedenes: Gut vorzubereiten, vegetarisch, ohne Alkohol, Glyx

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3) Informationen zum Biogas

Biogas

Biogas besteht hauptsächlich aus Methan (CH4, Anteil: mindestens 60%) und Kohlendioxid (CO2) sowie den Spurengasen Schwefelwasserstoff (H2S), Ammoniak (NH3), Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2).

Unter Luftabschluss zersetzen Methan-Bakterien organische Materie und verwandeln sie seit über 3,5 Millionen Jahren in Biogas und hochwertigen organischen Dünger. Damit sind sie die erfahrensten Energieproduzentinnen auf der Erde.

Biogasanlagen weltweit machen sich dieses Wissen zunutze, bislang in der Mehrzahl mit

Gülle aus der Viehzucht als Ausgangsmaterie. Auch aus den organischen Hausabfällen auf den offiziellen und den wilden Mülldeponien entweicht Biogas – unkontrolliert. Es steigt in die Atmosphäre auf und schädigt dort die Ozonschicht.

In Europa existiert seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts ein regelrechter Boom beim Biogas-Anlagenbau. Auch in Kuba rückt diese Energiequelle immer stärker in den Mittelpunkt der Bemühungen, in der nationalen Energieversorgung Alternativen zum Erdöl zu fördern. So wurde zum Jahresbeginn 2007 eine nationale interdisziplinäre Biogas-Kommission eingerichtet, die die langjährigen Erfahrungen bündeln und extensiv ausbauen soll – auch und gerade mit neuen Ausgangsmaterialien.

Die steigende Bevölkerungszahl und damit auch die zunehmende Menge ihrer Abfälle machen veränderte Entsorgungskonzepte unumgänglich. Wie in anderen Zusammenhängen auch müssen nachhaltige Lösungen lokal ausgerichtet und verankert sowie in Kreisläufen organisiert sein.

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Der Verein verfolgt wirklich sehr ehrgeizige Ziele und ich wünsche ihnen, daß sie über "El Pan Alegre" viele Freunde erreichen können :-) Und wenn es die ersten Amaranth-Ernten des Vereins in Deutschland zu kaufen gibt, erfahrt Ihr es gewiß über Naturtipps...


Bis dahin probiert das Korn einmal, es schmeckt wirklich gut :-)
Amaranth - eine gesunde Kostergänzung, die auch noch bei der Zurückgewinnung versteppter Flächen helfen und die Versteppung aufhalten kann!

Übrigens:
Verschenkt doch als Geschenkidee einfach mal Amaranthprodukte - das ist lecker und gesund - und fairtrade auch noch sozial und bio auch noch nachhaltig :-)

Samstag, 15. November 2008

284b) 1 Jahr UTOPIA.de - Liveblogging von der Award-Preisverleihung

Nun ist die Preisverleihung gerade vorbei - aber der Abend geht noch weiter. Voller Spannung habe ich sie mitverfolgt - über den Utopia Award Live Blog. Da könnt Ihr schon nachlesen, wer in welcher Rubrik warum einen Preis bekommen hat...

Sogar ein Elektrofahrrad hat einen Preis bekommen :-)
Und ein Preis wurde nicht verliehen, wäre aber wohl auch nicht abgeholt worden: die Verhinderer 2008!

Aber hier die genaue Preisverteilung, es gab jeweils einen Jurypreis und einen Publikumspreis (von der Community erwählt):

Kategorie "Organisation"
Jurypreis: Marine Stewardship Council
Publikumspreis: Campact

Kategorie "Unternehmen"
Jurypreis: GLS Bank
Publikumspreis: Ehepaar Sladek, Elektrizitätswerke Schönau

Kategorie "Produkte"
Jurypreis: ganz allgemein alle Elektrofahrräder
Publikumspreis: Peter Kowalsky, Bionade

Kategorie "Ideen"
Jurypreis: Gerhard Timm für Desertec und EcoTopTen, also 2 Gewinner
Publikumspreis: Desertec

Kategorie "Vorbilder"
Jurypreis: Ulla Gahn für ihre Stromwechselparties
Publikumspreis: Benjamin Adrion von "Viva con Agua"

Überraschungspreis:
Architekturbüro Graft Architects (Brad Pitt und das Berliner Architekturbüro Graft bauen mit am neuen New Orleans)

Die Preisverleihung ist gelaufen, ganz viele Bilder dazu gibt es im Live Blog und bestimmt noch viele Infos in den kommenden Tagen auf Utopia.de... In Berlin wird nun noch lange gefeiert, in den verschiedensten Redaktionen werden die Texte zum Award in die Tasten gehauen - aber hier ist Schluß für heute liebe Leute!

Naturtipps gratuliert allen Geehrten und hofft, daß "die Welt" auch etwas davon hat...
Macht weiter!

Und an alle Leser:
klickt die Links durch und sucht Euch passendes für Euer Leben, es sind viele gute Ideen dabei!
Macht alle Mit!

Montag, 18. August 2008

218) Die Weltwasserwoche, Toiletten und das virtuelle Wasser

Ein grosses Wort - eine Woche für das Wasser in der ganzen Welt...

"Was betrifft uns das? Wir haben doch genug?"

Nun ja, jedenfalls kommt so viel aus der Leitung, wie wir uns wünschen. Das dafür teil riesen Projekte realisiert werden, dass das Wasser bei vielen nicht aus der direkten Nachbarschaft kommt - darüber machen wir uns keine Gedanken. Die Technik macht das schon, der Bodensee ist u.a. für Stuttgart da, das Ruhrgebiet wird teilweise mit Uferfiltrat versorgt, das letztendlich einen 7fachen Kreislauf hinter sich hat, und um Hamburg wird das Grundwasser abgepumpt, das weit weg die Baeume vertrocknen - hauptsache, es kommt genug aus der Leitung!

Über das Giessen im Garten hat der Naturtipp 216 berichtet, der Post 117 behandelte das Thema Wasser zum Weltwassertag 2008 und um Wasser für Erdbeeren aus trockenen Regionen ging es im Post 109...

Bei den Erdbeeren ging es- sozusagen - um das virtuelle Wasser, also um das Wasser, das ein Produkt benötigt, bis es bei uns ist. Dazu bringt der WWF jetzt einen Artikel zur Weltwasserwoche 2008:

185 Liter Wasser in einer Tüte Chips

Denn hinter Produkten des taeglichen Bedarfs verstecken sich ungeahnte Wassermassen, so braucht ein Baumwollshirt ca 4000 l - und das in zum Teil wasserarmen Regionen... Mehr zur Weltwasserwoche gibt es neben diesem WWF-Artikel auch noch unter folgenden Überschriften:


- Tod auf Raten an der Ems
- Mangel an Sanitäranlagen Thema der Weltwasserwoche
- Weltwasserwoche in Stockholm
Mangel an Trinkwasser ein Hauptproblem der Menschheit

- Demokratie ist wichtiger als neue Staudämme
- Weltwasserwoche: Experten kämpfen für mehr Toiletten

Und für alle, die genug Toiletten haben: Sie sind keine Mülleimer!Weder für Medikamente -> sie belasten extrem die Klaeranlagen und gelangen so z.T. ins Grundwasser, welches wieder unser Trinkwasser wird!
noch für Lebensmittelreste -> sie füttern z.B. die Ratten im Untergrund
oder für Hygieneartikel -> Damenbinden lösen sich nicht einfach auf im Wasser...

Toiletten sind einfach erfunden für die kleinen und grossen alltaeglichen Geschaefte ausserhalb der Geschaeftswelt!

Egal, was wir rein packen in unser Abwasser - denkt dran: Wasser wird recycelt und landet wieder in unseren Trinkglaesern, in der Suppe und im Wasserhahn! Es laesst sich nicht "wegwerfen" und "endlagern"! Wasser lebt sein eigenes Leben...

Prost!

Macht alle Mit!

Donnerstag, 14. August 2008

216) Regen für den Garten - natürlich und künstlich

Dieser Sommer bringt immer wieder Wasser - von oben. Trotzdem gibt es immer wieder Sommertage, an denen fleissige Gaertner ihre Beete giessen möchten. Unter anderem durch richtige Pflanzenwahl und einen gesunden Boden kann hier viel Wasser eingespart werden! Da ich noch immer im Urlaub bin, über lasse ich weitere Informationen der NABU mit ihrem Artikel

Am besten zur Abendzeit
NABU-Tipps zur Garten-Bewässerung an heißen Sommertagen


auf http://www.nabu.de/m04/m04_02/00581.html

Schützt die Wasserreserven und Eure Geldbeutel,

Macht alle Mit!

Samstag, 7. Juni 2008

180) Tag der Ozeane

Bild: www.pixelio.de/ Knaddldaddl
Korallenbleiche - das Totengerippe einer einst bunten Welt


Der blaue Planet - vom Weltall aus gesehen ist die Erde der blaue Planet...
Von der Erde aus betrachtet wird sie immer mehr der geplünderte, der tote Planet...

Die recherchen zum Tag der Ozeane machen traurig und verderben den Appetit - den Appetit auf Meeresfisch, gleichgültig ob zertifiziert oder aus Bioaquakultur, ob konventionell oder illegal gefangen...

Die Meere werden so sehr geplündert und übernutzt, daß anstatt der Angelleine nur noch eine stabile Ankerkette hilft - alle Fischerboote gehören angekettet, wie es scheint... Wer weiß da eine Lösung?

Ernährungstechnisch heißt es, wir sollen 2mal wöchentlich Fisch, am Besten Meeresfisch, essen - ökologisch gesehen kann davon momentan nur abgeraten werden. Denn die Meere sind spätestens 2050 wirtschaftlich leer gefischt, wenn es so weitergeht wie bisher. Es muß wesentlich sensibler mit diesem Lebensraum umgegangen werden.

Zur Zeit kann er ein klein wenig durchatmen, da laut Presselmeldung von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. aufgrund der hohen Treibstoffpreise Fischerboote nicht auslaufen - der Diesel kostet mehr, als der Fang einbringt... Davon profitieren auch die Meeressäuger, die massenweise als Beifang in den Netzen und an den Angelleinen ums Leben kommen. Als Kadaver häufig wieder über Bord gehen...

Beifang - wertlos und lästig...
Tiere - wertvoll und lebenswert!

Sehr aufschlußreich über den schlechten Umgang der Menschen mit den Ozeanen ist der Bericht des WWF: Unsere Ozeane: geplündert, verschmutzt und zerstört.
Der 20seitige reich illustrierte Bericht ist als pdf-Datei runterladbar.

Interessante Gedanken zum Tag der Ozeane gibt der Artikel "Kieler Forscher warnen vor nachhaltigen Veränderungen". In ihm wird auch über Gedanken zur zukünftigen Nutzung der Ressourcen geschrieben - Gedanken, die wiederum zu denken geben.

Ach ja - eigentlich ist es ein Tag, an dem die Ozeane gefeiert werden können:
"Seit dem UN-Umweltgipfel von Rio de Janeiro 1992 wird am 8. Juni inoffiziell, aber weltweit, der "World Ocean Day" gefeiert.", wird im Artikel ""Tag der Ozeane" im Tiergarten Schönbrunn" berichtet.

Nachdem Naturtipps schon mehrmals darauf hingewiesen hat, nur zertifizierten Seefisch zu kaufen, kommt langsam die Frage auf, ob wir überhaupt noch Seefisch essen sollten...

"Welche Alternativen gibt es ernährungstechnisch?", frage ich hiermit alle Naturtipps-Leser! "Ist Meeresfisch wirklich so wichtig in der Ernährung?" Ich bin gespannt auf Eure Kommentare...

Und hier noch das Motto dieses Jahres:
"Helping our climate, helping our ocean with a special focus on coral reefs"

Das bedeutet so viel wie:
"Wer unserem Klima hilft, der hilft unseren Ozeanen - mit speziellem Focus auf die Korallenriffe"

Übrigens:
2008 ist unter anderem das internationale Jahr des Riffs!

Mit anderen Worten, neben dem Reduzieren des Fischverzehrs und bewußtem Kauf von Fisch (Post 33) und 35) helfen auch alle Maßnahmen zum Klimaschutz den Meeren!
Und verzichtet im Urlaub auf den Kauf von Korallen, Muscheln und anderen Souveniren aus dem Meer - zumal viele im Urlaubsland angebotenen Dinge gar nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen...

Wer noch weiß, wie wir im eigenen Leben den Ozeanen helfen können - schreibt es als Kommentar!

Macht alle Mit!

...und schaut Euch das Video zu "Deep Blue" auf dem Sozialen Netzwerk Naturtipps an - eigentlich ist das Meer schon gut eingerichtet, auch ohne den Menschen...

Montag, 14. April 2008

137) Der Traum vom Gartenteich als Biotop

Bild: www.pixelio.de/ Stephan Dietl
Gartenteiche machen Spaß, auch ohne Goldfische


Aktuell zum Frühling hat der NABU ausführliches Informationsmaterial zu Gartenteichen veröffentlicht und jetzt noch einmal darauf hingewiesen:

Wasserparadiese vor der Haustür
Gartenteiche anlegen und bepflanzen

Daraus geht vor allem hervor, daß ein ökologisch sinnvoller Gartenteich mit einheimischen Fischen besetzt werden sollte und kein Goldfisch oder Koiteich sein sollte. Eigentlich leicht verständlich, da sich beide gerne von Insektenlarven und co ernähren und die möchte man in einem ökologischen Teich ja gerade fördern. Ein paar Beispiele gibt es auf der NABUseite...

Wer also Spaß hat am Beobachten der einheimischen Tierwelt und einen ausreichend großen eigenen Garten besitzt, der kann ja mal überlegen, ob ihm das Leben am Gartenteich Freude macht! Besonders für Kinder bietet solch ein Teich eine gute Möglichkeit zum Beobachten der Natur - aber vorsicht mit kleinen Kindern!!! Für sie reicht ja schon eine Pfütze zum Ertrinken...

Übrigens gibt es für ganz große Gärten auch Angebote von Schwimmteichen - also Teichen, in denen auch gebadet werden kann - für Nichtschwimmer mit Schwimmhilfe und unter Beobachtung bitte.
Einen lustigen Bericht mit vielen Bildern über den Bau eines solch großen Teiches in Ungarn findet ihr auf der Seite von fuellbrandt.de:
Irgenwo in Ungarn / Somogy - Unser Gartenteich.

Über private Erfahrungen mit einem Badeteich berichtet auch die Seite gabriele-friedrichs.de, u.a. mit vielen Linktipps zu dem Thema. Nach dem Motto:
"Badeteich oder Schwimmteich - ein Erlebnis - ein Luxus im eigenen Garten !!
Warum nur einen Gartenteich bauen, wenn man darin auch schwimmen könnte ?"

Und da habt Ihr dann auch die beiden Stichwörter zum Googlen:
"Badeteich" und "Schwimmteich"

Im Sozialen Netzwerk Naturtipps gibt es in der Rubrik Videos unter 137) wieder passende Videos zum Thema. Von der Anlage über die Pflege bis hin zur Nutzung und den Bewohnern, z.B. Wasserläufer und zum Eisbaden...

Und ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß beim Anlegen und Genießen des eigenen Gartenteiches :-)

Samstag, 22. März 2008

117) Weltwassertag 2008 - Motto: Abwasserentsorgung

Bild: www.pixelio.de/ Günter Z.
Abwaser ist der Anfang für die nächste Runde.

Wasser braucht jeder - jeden Tag - weltweit.
Aber daran mangelt es - immer wieder - fast weltweit.
Und wenn es da ist, dann nicht immer wirklich rein - weltweit.

UNICEF zum Weltwassertag am 22. März:
Schmutziges Wasser tötet 4.000 Kinder täglich
Fast jedes fünfte Kind hat weniger als 20 Liter Wasser pro Tag zur Verfügung

"Ja, O.k. - aber bei uns ist doch alle bestens ...", denkt jetzt vielleicht mancher.
So ist es?
Und was ist mit dem Antibiotikum im Trinkwasser?
Was ist mit den Hormonen und hormonaktiven Substanzen, z.B. aus den Anti-Baby-Pillen im Trinkwasser?
Was ist mit den versiegenden Brunnen in manchen Regionen - Deutschlands?
Was ist mit unserem Wasserverhalten in wasserarmen Urlaubsländern?
Was ist mit Skiurlaub auf Kunstschneepisten?
Was ist mit Chemiekalieneinträgen aus der Landwirtschaft in das Oberflächen- und Grundwasser?
Was ist mit...?

Also, auch wir müssen auf das Wasser achten - nicht nur, weil ein hoher Wasserverbrauch unser Konto belastet!

Gerade zum diesjährigen Thema "Wasserentsorgung" hat der BUND einiges, was auch von uns zu beachten ist:
BUND zum Weltwassertag 2008: Wassersparen für Klima und Gewässer

Was hinter der Aktion des Weltwassertages steht, erklärt die UNESCO auf ihrer Seite:
Internationale Dekade „Water for Life“

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Auszug:

"...Am 23. Dezember 2003 wurde der Zeitraum 2005 – 2015 von der 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser für das Leben“ ausgerufen. Am Weltwassertag, dem 22. März 2005, begann diese Dekade. Sie wird am 22. März 2015 enden, dem Datum, an dem voraussichtlich der fünfte und vorerst letzte Weltwasserbericht veröffentlicht werden wird. Koordinierendes Gremium der Dekade ist UN-Water.

Die Dekade soll weltweit die politischen Entscheidungsträger und die allgemeine Öffentlichkeit für Wasserthemen sensibilisieren und Aktionen ins Leben rufen, um bereits international erklärte Verpflichtungen in die Wirklichkeit umzusetzen. Die MDGs im Zusammenhang mit Wasser stehen dabei natürlich im Mittelpunkt, d.h. bis 2015 die Anzahl der Menschen zu halbieren, die keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, sowie nicht nachhaltige Wassernutzungsformen zu beenden. Auf dem Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 wurde dieses Ziel um zwei komplementäre ergänzt, nämlich ein "integriertes Wasserressourcenmanagement" und "Wassereffizienzpläne" bis 2005 zu entwickeln.

Die Aktionsdekade "Wasser für das Leben" verweist darauf, dass im nächsten Jahrzehnt große Anstrengungen von Nöten sind, diese Verpflichtungen zu erfüllen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Frauen, da sie weltweit eine zentrale Rolle im Wassermanagement und in der Wasserversorgung spielen. Wichtige Themen für die Dekade sind: Wasserknappheit, Zugang zu sanitären Einrichtungen und Gesundheit, Wasser und Frauen, Kapazitätenaufbau, Finanzierung, Bewertung, integriertes Wasserressourcenmanagement, grenzüberschreitende Fragen, Umwelt und biologische Vielfalt, Katastrophenvorsorge, Ernährung und Landwirtschaft, Wasserverschmutzung und Energieerzeugung.

Weitere Informationen:

http://www.un.org/waterforlifedecade/ ..."

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Was wir jetzt für das Wasser machen können?
Hier eine kleine Auswahl, bitte ergänzt sie über Kommentare noch mit Euren eigenen Ideen:

- keine Autos auf der Straße waschen: Viele Kommunen haben ein getrenntes Kanalsystem für Haus- und Straßenabwässer. Bei Regenspitzen können sie im Notfall die Straßenabwässer zur Entlastung der Klärwerke ungeklärt ablaufen lassen... Da gehört kein Autowaschwasser rein... Außerdem haben die Waschanlagen Ölabscheider, die im Kanal fehlen. Und Öl belastet die teilweise biologisch arbeitenden Kläranlagen übermäßig...

- keine Medikamentenreste in die Toilette. Eigentlich selbstverständlich, da die Toilette kein Mülleimer ist. Jede Apotheke nimmt Altmedikamente zurück.

- Wenig Medikamente einnehmen. Rückstände der eingenommenen Medikamente werden vom Körper ausgeschieden und gehen in die Kläranlagen. Hormone und Antibiotika können zum Beispiel nicht endgültig ausgefiltert werden und wandern weiter bis in Grundwasser bis ins Trinkwasser bis zu uns zurück...

- Keine Essensreste in die Toilette - logo, die Toilette ist auch hier kein Mülleimer. Die einzigen, die sich darüber freuen sind die Ratten in der Kanalisation. Und da gibt es riesige Exemplare... In England ist die Tradition des weihnachtlichen Truthahns zum Beispiel ein echtes Problem für die Kanalisation. Das Fett wird einfach in den Ausguß geschüttet - von zig Haushalten gleichzeitig - und setzt sich erkaltet an den Kanalwänden ab - lecker, spricht da die Ratte, Weihnachten ist wieder da...

- keine Haare oder Kosmetikreste in die Toilette - immer noch kein Mülleimer. Haare verstopfen zum Teil die Siebe der Kläranlagen, hat mir mal ein Anlagenbetreiber erzählt...

- Regenwasser im Haushalt nutzen, wenn möglich. Es gibt mittlerweile Möglichkeiten, Regenwasser in unterirdischen Tanks zu sammeln für den teilweisen Hausgebrauch. Für die Waschmaschine braucht es dann z. B. weniger Waschmittel, Toilette und Waschmaschine verkalken nicht so schnell, das Portemonnaie wird entlastet...

- Regenwasser für den Garten nutzen, auch hierfür kann in unterirdischen Tanks Wasser gesammelt werden. Für die Pflanzen ist es meist besser verträglich, da es weniger Kalk enthält.

- Wasser aus beim Zähneputzen, und kein Dauerduschen. 20 Minuten Duschen entspricht einem Vollbad enstpricht ca. 150 Liter Wasserverbrauch.

- Auch beim Abwasch in der Küche keine Dauerlaufendes Wasser. Eine effektiv gefüllte Spülmaschine benötigt weniger Wasser als eine durchschnittliche Handwäsche.

- Die Waschmaschine nur mit Vorwäsche laufen lassen, wenn es wirklich notwendig ist. Versucht mal Indische Waschnüsse zum Wäschewaschen ausprobieren...

- Mitmachen bei der Unterschriftenaktion für einen Urangrenzwert in Mineralwasser

- Im Frühsommer/ Sommer den Garten nicht so stark wässern, kein Sprenganlagen verwenden. Dabei verdunstet zu viel Wasser. Durch zu intensives Gießen der Pflanzen bilden diese keine tiefen Wurzeln aus und werden "unselbstständig". Sie vertrocknen dann noch leichter, wenn es mit dem Gießen mal nicht so klappt. Denn wozu soll die Pflanze tiefe Wurzeln entwickeln, wenn es von oben genug Wasser gibt...

- Im Haushalt möglichst wenig aggressive Haushaltsreiniger verwenden - denn sie landen mit dem Abwasser im Kanal... Schmierseife und co. reichen meist.

- Achtung in alten Häusern - wenn sie noch Bleileitungen haben, kein Wasser aus der Leitung trinken, da es bleihaltig sein kann. Wenn möglich die Leitungen austauschen. Bis zum Hausanschluß garantieren die Wasserwerke für Trinkwasserqualität - was dann passiert, liegt in der Hand des Hausbesitzers.

- Ein Rücklaufschutz bei der Dusche in der Badewanne einlaufen. Denn wenn der Duschkopf in der Wanne im Wasser liegt, kann es passieren, daß Wasser zurückzieht in das Leitungssystem und dieses Verunreinigt.

- Achtung bei Warmwasserboilern - sie müssen auf über 60 °C eingestellt sein, oder kurzfristig über 70 °C, damit sich keine Krankheitskeime halten können ( z.B. Legionärskrankheit) Zitat von Wikipedia zur Legionellose: "...Die Legionellen überleben in der Regel Temperaturen nicht, die dauerhaft über 60 °C oder kurzzeitig über 70 °C liegen. Durch vorübergehende Aufheizung des Wassers auf 70 °C und aerosolarme Duschköpfe wird bei Neuinstallationen in Westeuropa der Infektionsgefahr entgegengewirkt..."

Hier noch ein paar Spartipps und Wasserinformationen für Kinder zum Wasser vom Umweltbundesamt. Auch einen Basteltipp für einen eigenen Wasserkreislauf gibt es dort.

49 Wasserspartipps bietet der BUND zusammen mit Geberit auf der Seite ja-zum-wasser.de. Dort gibt es sogar einen WC-Wasser-Spar-Rechner. Außerdem bieten sie Aktionsideen für die Öffentlichkeit mit pdf-Datei zum Downloaden.

Der BUND LV Bremen bietet die Seite bund-wassersparinfo.de
zum Thema. hier gibt ea auch eine Umfrage zum persönlichen Wasserverbrauch.

Übrigens:
Wasser hat ein Gedächtnis/ Bewußtsein. Danach bildet Wasser je nach "Stimmungslage" unterschiedliche Kristalle. Dabei stören zum Beispiel Aggressionen eine harmonische Kristallbildung. Ebenso ist Leitungswasser "verstört", es ist irritiert durch das ganze hin und her in den Leitungen. Zitat von der untenstehenden reiki-Seite: "...Es war für Dr. Emoto sehr spannend Fotos von Quellwasser zu machen, die im Gegensatz stehen zu den eher bedrückenden Fotos von Leitungswasser aus der ganzen Welt..."
Mehr dazu im Buch "Die Botschaft des Wassers" von Masaru Emoto. Bilder zu diesem Thema gibt es zum Beispiel bei reikiakademiemuenster.com
Einen interessanten berich über die Wasserkristalle gibt es bei naturel.biz. Demnach reichen schon die bloßen Gedanken, um das Wasser zu beeinflussen...

Endfrage:
Wie geht es weiter mit dem weltweit wohl ersten Atommüllendlager:
Asse II bei Hannover?
Wird in einigen Generationen das Grundwasser dort Strahlenverseucht sein, weil wir unseren Müll nicht im Griff haben? Es soll sehr wahrscheinlich "kontrolliert" geflutet werden, weil es unkontrollierte Wassereinbrüche gibt... der GAU für solch ein Salzlager ist vor unserer Haustür passiert - und die Politiker ...

Damit die Gedanken dieses Post positiv enden können, hier noch ein Wettbewerb zum Thema Wasser:
Global Water Challenge (GWC) und Ashoka's Changemakers fordern jedermann auf, am Online-Wettbewerb "Innovation vor Ort nutzen und die Wasser- und Abwasserkrise meistern" ("Tapping Local Innovation: Unclogging the Water and Sanitation Crisis") teilzunehmen, um Unternehmer zu entdecken und mit bahnbrechenden Ansätzen zur Lösung des weltweiten Wasser- und Abwasserproblems beizutragen.

Samstag, 8. März 2008

109) Noch keine Saison für Deutsche Erdbeeren

Bild: © WWF / J. Matijevic

Die Deutsche Erdbeersaison beginnt zu spät, so meinen viele Erdbeerfreunde und greifen zu den ausländischen Erdbeerangeboten. Welche Folgen dieses Konsumverhalten hat - darüber denken viele nicht nach - hauptsache frische Erdbeeren...

Der WWF hat zusammen mit der REWE-Group darüber nachgedacht und ein Projekt gestartet, welches den umweltverträglicheren Erdbeeranbau in Spanien fördern soll. Hier der WWF Artikel dazu:

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Früchtchen mit weniger Durst

Berlin: Jetzt kommen sie wieder in die Geschäfte: Früh-Erdbeeren aus Spanien. Der WWF will jetzt mit dem Handelskonzern REWE Group dafür sorgen, dass nur noch Früchte auf den Markt kommen, die hohen Umweltstandards genügen. Denn der Anbau der hierzulande heiß begehrten Früchte ist mit erheblichen Belastungen für die Natur verbunden. Für den WWF ist vor allem der enorme Wasserverbrauch ein Problem. Das mehr als 100.000 Hektar große Naturschutzgebiet Doñana in der andalusischen Provinz Huelva, ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, leidet besonders unter dem Erdbeerboom. Mehr als eine halbe Million Wasservögel überwintern in dem Gebiet. Doch die Landwirtschaft mit Tausenden illegaler Brunnen gräbt dem einmaligen Rast- und Brutgebiet zunehmend das Wasser ab. Es ist vor allem der wachsende Erdbeerhunger vieler Europäer, der die Region reich gemacht hat und zugleich die Natur massiv bedroht.

60 Prozent der Erdbeeren in deutschen Supermärkten stammen aus Spanien. In diesem Jahr kommen von dort erstmals Erdbeeren auf den Markt, bei denen zumindest sichergestellt ist, dass der illegale Anbau schrittweise aufhört, der Pestizideinsatz auf ein Minimum reduziert wird und die Bewässerung sparsam und nicht aus heimlich gebohrten Brunnen fließt. Die REWE Group hat ab diesem Jahr nur Lieferanten unter Vertrag, die garantieren können, dass sie die vom WWF mitentwickelten Mindeststandards der so genannten „Best Alliance“ einhalten.

Die Naturschützer vom WWF begleiten und überprüfen die Umsetzung der Anforderungen. Ziel ist es, den Wasserverbrauch von Jahr zu Jahr zu senken, indem z.B. auf effiziente Tröpfchenbewässerung umgestellt wird. Illegal angelegte, aber von den Verantwortlichen geduldete Erdbeerfelder müssen schrittweise verlagert werden. „Naturschutzgebiete dürfen nicht nur auf dem Papier existieren, sie müssen für die Landwirtschaft tabu sein“, fordert Martin Geiger. Der Leiter des Bereichs Süßwasser beim WWF Deutschland betont: „Wir sind erst am Anfang. Ziel ist es, den Erdbeeranbau in Südspanien insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Die Qualitätskriterien werden nach und nach erhöht und weiter verbessert.“ Das betreffe nicht nur den Wasserverbrauch, sondern auch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. REWE hat zugesichert, grundsätzlich nur noch Obst und Gemüse einzukaufen, das, die gesetzlich zugelassene Höchstmenge an Pestizidrückständen um mindestens 30 Prozent unterschreitet. Diese Verpflichtung gilt auch für die Erdbeeren aus dem Best Alliance-Projekt.

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Naturtipps meint dazu:
Eine gute Idee für Menschen, die meinen, sie oder ihre Kinder könnten es absolut nicht abwarten. Aber selbst Kinder und Jugendliche können warten, Erdbeeren sind eben ein saisonales Obst. Und dadurch wird sie doch erst zu etwas besonderem - die kleine rote süße Verführerin...

Außerdem ist nicht nur die Wasserversorgung und die Chemie ein Problem beim Erdbeeranbau. Wer einmal die Gewächshausflächen gesehen hat, merkt, daß das nichts mit naturnaher Landwirtschaft zu tun haben kann... dort kann kein Vogel und kein Insekt landen...

Und wer einmal überlegt, wie die Früchte zu uns kommen, weiß, das auch das nicht so toll ist - woher kommen denn die Staus auf den Straßen? Doch auch davon, daß so viele Konsumenten auf regionale und saisonale Produkte verzichten und lieber Importware in ihren Einkaufswagen legen...

Hier noch ein paar weiterführende Links. Schon in den vergangenen Jahren waren Früherdbeeren ein heißes Thema:
- Früh- Erdbeeren aus Südeuropa und Afrika, vom Mai 2007
- Selbst das Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. weist in der Schlußbetrachtung zu seinem "Lebensmittel des Monats Juni: Erdbeeren" auf die Umweltproblematik importierter Frühfrüchtchen und deren möglicher Chemischer Belastungen hin.
- Greenpeace-Test: Wieder Giftcocktails in Frueh-Erdbeeren, 2004
- Früherdbeeren aus Marokko stark mit Pestiziden belastet, 2006
- Pflanzenschutzmittelrückstände in Früherdbeeren, Ergebnisse des 1. Quartals 2007

Nun ist die Frage, wie die Untersuchungen dieses Jahr ausfallen werden... Als erste Reaktion kann jedenfalls die REWE-WWF-Aktion gewertet werden.



Bitte, laßt auch die wasserfreundlichen und wahrscheinlich gesünderen Erdbeeren liegen - für jene, die nicht warten können... und die - bitte - greifen dann bei dem Angebot zu...

Macht alle Mit! ... beim Liegenlassen bis zur einheimischen Erdbeersaison im Juni ;-)


Übrigens macht der Blog Naturtipps unverhofft eine Woche Urlaub. Vorraussichtlich am 16. März geht es weiter mit aktuellen Tipps. Bis dahin viel Spaß beim Durchforsten der bisherigen Artikel - denn das lohnt sich immer, da die meisten Posts in ihrer Grundaussage aktuell bleiben.
Da der durchschnittliche Naturtipps-Leser lediglich 2 Seiten pro Besuch liest, bleiben für die Urlaubswoche noch 107!! Posts zum Nachlesen (das reicht ja für 50 Urlaubstage...) - alles Gute dabei wünscht

Gundula,
Autorin und Redakteurin von Naturtipps ;-)