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Mittwoch, 4. November 2009

327) Er hat später Sex als mancher Mensch, ...

...gönnt ihm diesen Moment :-)

Laßt die Finger von ihm
er ist kein Fingerfood
er ist kein Angelfood
er ist gar kein Food

er ist der, der ohne Füße über feuchte Wiesen wandert
er ist der, der in drei Jahren 5.000 km als Jungtier durch das Meer wandert
er ist der, der bei uns GROSS werden will
er ist der, der nicht so schnell aufgibt...

verquirlt in Turbinen
zerschnitten für die Pfanne
in Netzen gefangen
an Haken gehangen
dabei will er bei uns doch nur GROSS werden...

Ihr dürft ihn bewundern
Ihr dürft ihn zeichnen
Ihr dürft über ihn dichten und schreiben
aber ihn zu essen - laßt es bitte bleiben

darauf weist jetzt der WWF hin
sonst ist es bald vorbei mit ihm
... dem Aal:

Bild: www.naturtipps.de

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WWF:

04.11.09, Meere & Küsten

Aal vor dem Aussterben

WWF fordert Fangstop für kommerzielle Fischerei und Sportfischer

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Und wem es in den Fingern nun juckt, schreibt, malt und zeichnet ihn und über ihn, mailt mir die Ergebnisse (naturtipps(add)gmail(punk)com und ich veröffentliche sie hier im Blog :-)

Und wem beim Gedanken an ihn jetzt das Wasser im Munde zusammenlauft - gönnt Euch einen guten Wein, lebt in Erinnerungen und erzählt Euch tolle Geschichten von ihm - aber laßt ihn weiterwandern!

Danke!

Dienstag, 16. Juni 2009

314) NABU ruft zur Meldung von Mehl- und Rauchschwalben auf

Gerade habe ich folgenden Artikel auf der Seite des NABU gefunden, der dort auch als Pressemitteilung steht:

http://nrw.nabu.de/naturerleben/naturtipps/sommer/08255.html

Viele Schwalbennester sind leer geblieben

NABU ruft zur Meldung von Mehl- und Rauchschwalben auf

-->
Düsseldorf
– Wo bleiben die Mehlschwalben? Warum werden die Nester, die seit
vielen Jahren stets voll belegt waren, dieses Jahr nicht genutzt? Was
ist passiert mit unseren Schwalben? Diese und ähnliche Fragen besorgter
Bürger werden dem NABU seit einigen Wochen häufiger gestellt. Denn
viele Nester sind in diesem Frühjahr leer geblieben oder es sind
mancherorts gar keine Schwalben mehr eingetroffen. „Wir nehmen diese
Meldungen sehr ernst, denn leider bestätigen sie die Beobachtungen von
Vogelkundlern in ganz Nordrhein-Westfalen, dass die Schwalbenbestände
bereits seit Jahren stark rückläufig sind,“ sagt Bernd Jellinghaus,
Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im
NABU NRW. Deshalb ruft der NABU alle Bürger auf, Mehl- und
Rauchschwalbenvorkommen, aber auch alle leer gebliebenen Kolonien, zu
melden.

Dieses Jahr seien zwar einige Mehlschwalben sehr spät eingetroffen und
hätten daher erst mit erheblicher Verzögerung mit dem Nestbau und der
Brut begonnen. Aber überall dort, wo die Nester jetzt noch unbesetzt
seien, könnte man davon ausgehen, dass die Brutstätte ungenutzt bliebe.
„Für Ornithologen sind aber auch Meldungen von verwaisten Brutkolonien
wichtig, da man so einen genaueren Überblick darüber erhält, wie stark
der Rückgang tatsächlich ist“, so Jellinghaus. Wichtig bei einer
Meldung an den NABU seien die Angaben zur Schwalbenart sowie die Zahl
der besetzten beziehungsweise unbesetzten Nester. Auch wer Kenntnisse
über verlorengegangene Brutkolonien beispielsweise durch eine
Haussanierung hätte, könne dies unter info (ad) nabu-nrw.de melden.

Dabei seien die Tiere auch von Laien recht leicht auseinanderzuhalten:
Rauchschwalben seien an der rotbraunen Stirn und Kehle, sowie den
langen, spießförmigen Schwanzfedern leicht zu erkennen. Sie bauen ihr
napfförmiges, offenes Lehmnest in der Regel im Innern von Gebäuden.
Mehlschwalben hätten eine auffallend weiße Unterseite und einen weißen
Bürzel (verlängerter Rücken) sowie einen kurzen gegabelten Schwanz. Sie
bauen ein bis auf das Flugloch geschlossenes Lehmnest an den
Außenseiten der Gebäude und brüten meist in Kolonien.

„Fehlende Brutmöglichkeiten und der Rückgang der Nahrungsgrundlage sind
Gründe für den Rückgang unserer Schwalben“, weiß der NABU-Vogelexperte.
Während Hausbesitzer oft ohne Kenntnis der Rechtslage bei einer
Haussanierung die Nester der Mehlschwalben zerstörten, verschlössen
besorgte Landwirte den Rauchschwalben ihre Ställe, um
EU-Hygieneanforderungen gerecht zu werden. "Die Nester der kleinen
Koloniebrüter sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz allerdings
geschützt und dürfen grundsätzlich nicht beschädigt oder abgeschlagen
werden. Auch der Zugang zu bestehenden und genutzten Nestern darf nicht
versperrt werden", erklärt Jellinghaus. Traurige Konsequenz der sich
ständig verschlechternden Lebensbedingungen: In der kürzlich
veröffentlichten neuen Roten Liste der Brutvögel Nordrhein-Westfalens
wird nun auch die Mehlschwalbe als gefährdet eingestuft. Das gilt für
die Rauchschwalbe schon länger.

Aktuell habe ich dazu auch einen Thread eingerichtet:

Wo sind die Schwalben? Wie steht Ihr zu Schwalben am Haus/ im Stall?

http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=5583

Also, wie geht Ihr mit Nestern am Haus um?
Fördert Ihr es, daß die Schwalben bei Euch brüten können?
Oder seid Ihr ganz froh, "wenn es keinen Dreck gibt..."

Mein Vater jedenfalls ist jedes Jahr glücklich, wenn "seine Schwalben" wieder daheim sind :-)

Und der NABU hat auch noch folgenden Artikel unter der selben Internetadresse:

"Nester für Mauersegler- und Schwalben

Tipps zum friedlichen Zusammenleben mit Vögeln am Haus"

http://nrw.nabu.de/naturerleben/naturtipps/sommer/08255.html

Übrigens:

Schwalben am Haus wurden früher immer für Glücksbringer gehalten - vielleicht sollten wir das mal wieder einführe - wenigstens sollten wir sie entsprechend willkommen heißen :-)

Freitag, 20. März 2009

302) Frühlingsangfang: Fellmonster für Kuschelnester

Heute ist der kalendarische Frühlingsanfang - genau genommen um 12.43 Uhr

Nicht nur bei uns Menschen kommen jetzt wieder Frühlingsgefühle und erwachen die Lebensgeister - in der Tier- und Pflanzenwelt ist es ebenso. Und wer zuhaus ein "haarendes Ungeheuer" hat, kann mit ihm jetzt z.B. den Vögeln ganz einfach helfen.

Die ersten beginnen bereits mit dem Nestbau, viele andere werden in den kommenden Wochen folgen. Und was braucht es dazu?
Erstmal suchen die Vögel sich einen geeigneten Platz. Dazu gibt es schon Informationen im Post "064) Nisthilfen für Vögel".
Und es gehört reichlich passendes Nistmaterial dazu - das findet sich nicht so einfach in unseren aufgeräumten Gärten. Eigentlich werden doch feine Zweige, abgestorbenes altes Gras, angerottete Laubblätter und ähnliches gerne zum Nestbau verwendet. Alles Dinge, die in "aufgeräumten Gärten" bei vielen unerwünscht sind... Nun, bei uns wird wenig aufgeräumt in der Hinsicht. Unser Garten muß für viele aufgeräumte Gärten drumherum mit Nistmaterial liefern :-)

Und nun kommen die "Fellmonster" in Aktion!
Wer ein Haustier hat, das gerade naturgemäß im Fellwechsel ist - halt stopp! Nicht die ganzen schönen weichen Haare in die Tonne werfen! Raus damit, im Garten und auf dem nächsten Spaziergang einfach schön verteilen - nicht viel auf einmal, sondern hier etwas und dort noch was - vor allem in der Nähe von möglichen Nistplätzen :-) Die Vögel freuen sich - die Haare sollten nur nicht zu lang sein, daß es keine Verknotungen um Vogelbeine geben kann ;-)

Ich kann mich noch gut an ein Meisennest erinnern, das als Polsterung ganz weiß innen war - die fleißigen Eltern hatten die Haare meines Hundes gesammelt. Ich hatte ihn draußen gebürstet und konnte anschließend die beiden Meisen beim Sammeln beobachten.

Also - für einen schnelleren Nestbau: laßt altes Laub und Gras liegen, auch kleine Zweige dürfen noch in den Beeten bleiben und verteilt noch ein wenig Hundehaar und Pferdefell - denn Hirsch und Reh laufen in den Gärten zum Fellverteilen ja kaum noch rum...

Und weil Nestbau und später die Kükenaufzucht anstrengend sind, stellt den gefiederten Freunden noch eine kleine Bade- und Trinkstelle hin - denn auch Pfützen sterben in Wohngegenden immer mehr aus...

Für einen vogelreichen Frühling :-)

Macht alle Mit!

Freitag, 27. Februar 2009

298) Ideen aktiv umsetzen: Schülerpower für Windkraft

Bei dem Thema "Nachhaltigkeit" sind nicht nur die Politiker und die Wirtschaft gefragt. Die Naturtipps zeigen ja immer wieder Ideen und Möglichkeiten auf, was jeder einzelne im Alltag machen kann für ein nachhaltigeres Leben.

Der 17jährige Schüler Nico Schreitling hat sich jetzt hinaus ein großes Ziel gesetzt für seinen Beitrag für eine lebenswertere Welt: er spart auf eine Windkraftanlage.

Keine kleine für den Garten - nein, eine richtig große im Wert von 1,4 Millionen Euro. Wie ein Schüler das schaffen kann? Das weiß er noch nicht so genau - aber er hat die Baugenehmigung dazu erkämpft, er hat die Kontakte dazu geknüpft und er hat das ganze soweit konkretisiert, daß die Windräder (ja, es sind mittlerweile 2!) auf alle Fälle diesen Sommer gebaut werden - mal schauen, ob eins davon dann seins ist :-)

Ober er seinen Willen durchsetzen kann bis zum Ende?
17-Jähriger Schüler will eigene Windkraftanlage

Ich wünsche es ihm!

Mehr Information gibt es auf der dazu erstellten Webseite. Dort bietet er auch eine Uhr an zum wertsteigernden Tausch, damit er seinem persönlichen Ziel näherkommt: www.meinemuehle.de

Also, resignieren ist leicht - aber motiviert anfangen: das hilft weiter!

Wer eine Idee hat, die das Leben nachhaltiger gestaltet könnte: redet darüber, entwickelt sie weiter, sucht Euch Mitstreiter - fangt an.

Hier noch ein Energie-Projekt, wo angefangen wurde und noch Mitstreiter gesucht werden: Mitstreiter für Solar-Genossenschaft gesucht

Werdet aktiv - setzt Eure Ideen zu einem nachhaltigeren Leben um!
Macht alle Mit!

Und wer aktiv ist - stellt Euer Projekt bei Naturtipps im Rahmen der Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" vor - dafür gehört Euch dann ein eigener Post hier - und wenn es weitergeht auch mehr :-)

So kamen auch die Naturtipps online, durch das aktive Umsetzen einer Idee - allerdings ohne Mitstreiter :-)

Freitag, 31. Oktober 2008

276) 1. November ist Welt-Vegan-Tag

Bild: © Marco Barnebeck(Telemarco) / PIXELIO
1 Tag vegan - 1 Tag symbolische Ruhe für unsere Nutztiere

Veganer zeigen, was im direkten Einsatz möglich ist, um der Welt ein Stück weniger zur Last zu fallen...
Veganer haben Respekt vor dem Leben...
Ich habe größten Respeckt vor Veganern!

Und jetzt haben sie ihren großen Tag: den Welt-Veganer-Tag. Im Folgenden eine Pressemeldung dazu von der TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.:

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(prcenter.de) Am 1. November ist Welt-Vegan-Tag

Frankfurt / Darmstadt · Zum Welt-Vegan-Tag führen Tierrechtsgruppen weltweit Veranstaltungen und Aktionen durch. In Frankfurt und Darmstadt wird die TIRM in der Innenstadt über Veganismus aufklären. Neben diesen Möglichkeiten, sich über die Bandbreite tierleidfreier Lebensweise zu informieren, gibt es am Abend noch die »Welt-Vegan-Tag-Party«: Im Darmstädter Szene-Lokal Habibi werden kulinarische Köstlichkeiten, Musik von veganen Künstlern und ein visueller Rückblick der letzten 8 Jahre Tierrechtsarbeit im Rhein-Main-Gebiet geboten.

Veganismus ist eine Lebenseinstellung, deren Ziel die konsequente Vermeidung von Tierleid ist. Denn nicht nur für Fleisch werden Tiere getötet, auch die Produktion von Milch und Eiern geht - neben den anderen moralischen und ethischen Problematiken - stets damit einher. In beiden Fällen werden die betroffenen Tiere getötet, sobald ihre »Leistung« nachlässt. Für die Milchproduktion müssen Kühe ca. jedes Jahr ein Kalb bekommen, wessen sich der Farmer meist möglichst bald nach der Geburt durch Schlachtung entledigt. Die männlichen Nachkommen von Legehennen werden kurz nach dem Schlüpfen durch Zerhacken, Vergasen oder Ersticken getötet.

Neben dem ethischen Aspekt bietet der Veganismus aber noch weitere Vorteile: Durch das Vermeiden von Tierprodukten nehmen vegan lebende Menschen weit weniger gesättigte Fettsäuren als Mischköstler und gar kein unnötiges oder gar schädliches Cholesterin auf. Veganerinnen und Veganer leiden durchschnittlich seltener an Bluthochdruck, Diabetes, Prostata- oder Dickdarmkrebs und sterben seltener an Herzinfarkt.

Ökologisch gesehen bringt die vegane Ernährung ebenfalls Vorteile: Es ist durchschnittlich 10mal effektiver, pflanzliche Nahrung wie z.B. Soja direkt zu verzehren, als es Tieren zu verfüttern und dann die Tierprodukte zu konsumieren. Auch die Umweltverschmutzung durch Gülle sowie die Zerstörung des südamerikanischen Urwaldes für Futtermittel-Anbauflächen könnte durch Veganismus gestoppt werden. Gerade im Hinblick auf die Diskussion rund um Klimawandel, CO2- und Methangas-Ausstoß sollte man veganer Ernährung mehr Beachtung zukommen lassen.

Im November 1944 wurde in Großbritannien die Vegan Society gegründet, eine Gesellschaft, die der Förderung der veganen Lebensweise gewidmet ist. Anlässlich ihres 50jährigen Bestehens wurde 1994 der 1. November zum Welt-Vegan-Tag ausgerufen. Am nächsten Sonntag werden wieder einmal Veganerinnen und Veganer auf der ganzen Welt diesen Tag nutzen, um ihre Lebensweise bekannter zu machen und über deren Vorzüge zu informieren.

Veganes Probe-Schlemmen in der City
1.11.08, 12-16h: Frankfurt, Hauptwache
1.11.08, 13-17h: Darmstadt, Luisenplatz
Feiern und Networking
1.11.08, 18-23h: Café Habibi, Landwehrstr. 13, Darmstadt

Weitere Informationen: www.veganparty.tirm.de
- Allgemeine Infos zum Welt-Vegan-Tag im Internet unter: www.vegan-tag.de
- Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat: Vegan Brunch im TIRM-Vereinsraum: www.tirm.de/brunch
- Merken! 22.11.08: Soli-Konzert in Darmstadt für österreichische Tierrechtler: www.justice-beatz.de

Angaben zum Autor:
TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.
Pressestelle - Viola Kaesmacher
Idsteinerstr. 77
60326 Frankfurt am Main
Telefon 0173/4148256
presse@tirm.de - www.tirm.de
Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist ein Zusammenschluss von aktiven Tierrechtlerinnen und Tierrechtlern aus dem Rhein-Main-Gebiet und Umgebung. Durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit weist sie auf die alltäglich stattfindende Ausbeutung von wehrlosen Tieren in unserer Gesellschaft hin. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist seit Mitte 2005 ein Verein und wurde vom Finanzamt Frankfurt/Main als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

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Weitere Aktionen zum Welt-Vegan-Tag in Deutschland findet Ihr z.B. auf vegan-tag.de

Gebt den Tieren einen Tag frei - macht mit bei dem Welt-Vegan-Tag und schickt die Welt-Vegan-Tag-E-Card von peta.de mit einem einprägsamen Aufruf zum Mitmachen an alle Eure Freunde! Und hier der entsprechende Peta-Aufruf:
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Der Welt-Vegan-Tag steht vor der Tür und diese E-Card soll Sie und Ihre Freunde dazu ermutigen, den täglich leidenden Tieren einen Tag Ruhe zu geben und sich am 1. November komplett vegan zu ernähren.

Vielleicht nehmen sie den Tag auch zum Anlass, Ihre Ernährung komplett umzustellen. Unter www.goveggie.de finden Sie viele tolle Rezepte.

Für die Neueinsteiger gibt es natürlich immer noch das kostenlose Veggie-Starter-Kit

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Das Veggie-Starter-Kit von Peta steht auch als pdf-Datei zum Download bereit! Und einen PETA-Newsletter könnt Ihr auch bestellen.

Macht alle Mit!

Für die ersten Rezeptideen gibt es hier noch die Google-Liste zu "Vegane Rezepte" oder versucht eins der 275 veganen Rezepte auf chefkoch.de.

1 Tag vegan - 1 Tag "frei" für die Tiere

Übrigens:
Aktuelle Nachrichten zu den Stichworten "vegan" und "vegetarisch" findet Ihr rechts ganz unten im Naturtipps-Nachrichtenticker.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

270) "Aktive-Hände" 05: Zum Schutz der Delphine

Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine
Die Hände Rollo Gebhards wurden aktiv, weil er dem sinnlosen Sterben der Delphine in Treibnetzen nicht länger zusehen wollte!

Er sah sie dort, in den Treibnetzen - gestorben für nichts
Er sah sie sinnlos dahinschweben - Geisternetze
Er wußte - hier mußte er handeln
Er wußte - sein Leben gehört zukünftig den Delphinen


Rollo Gebhard
Aus dem dreifachen Weltumsegler wurde der Gründer von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.


Im Folgenden ein kurzer Bericht von Ulrich Karlowski, Mitarbeiter der Gesellschaft zur Rettung der Delphine. Er wählte auch das Bild für den Bericht unter dem Motto "Aktive Hände" aus:

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Erschüttert vom millionenfachen Sterben der Delfine in den Treibnetzen der Thunfischfänger gründete Weltumsegler Rollo Gebhard 1991 die GRD. Seitdem schlossen sich über 95 % des deutschen Thunfischhandels dem SAFE-Programm für delfinsicher gefangenen Thunfisch an. SAFE ist das umfassendste Meeresschutzprogramm der Welt.

GRD – Weltweiter Einsatz für bedrohte Meeressäuger:

Deutschland – Thunfisch-Kontrollprogramm (SAFE): SAFE bewahrt Tausende Wale und Delfine vor dem grausamen Beifangtod. Publikation einer Verbraucher-Checkliste mit den bestätigten delfinsicheren Thunfischmarken

Peru: Kampf gegen die illegale Delfinjagd, Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung. Projektpartner: ACOREMA (Meeresschutzorganisation, Peru)

Adria (Kroatien): Schutzprojekt zur Rettung der letzten ca. 220 Adria-Delfine. Projektpartner: Delfinschutzorganisation VAL (Zagreb), tierärztliche Fakultät der Universität Zagreb

Spanien / La Gomera: Aufbau von ökologischem Wal- und Delfinbeobachtungstourismus, Einrichtung eines Delfinschutzzentrums. Projektpartner: M.E.E.R.e.V. (Berlin)

Mosambik: Einrichtung eines Schutzgebiets für eine kleine Population von Indopazifischen Buckeldelfinen bei der Inhaca-Insel (Bucht von Maputo). Projektpartner: Universität Maputo, Naturhistorisches Museum Maputo

Dominica: Aufbau und Einrichtung der ersten Walforschungsstation in der Karibik, Etablierung eines Pottwal- und Meeressäugerschutzgebietes

Nord- und Ostsee: Schutz unserer bedrohten heimischen Schweinswale. Projektpartner: NABU, BUND, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere, lokale Behörden und Nationalparkverwaltungen.

„Um Hilfe können Delfine nicht rufen, aber die Signale sind deutlich: ihre Anzahl geht weltweit zurück“, warnt Rollo Gebhard. Helfen Sie mit, das Aussterben der sympathischen Meeressäuger in den Weltmeeren zu verhindern. Werden Sie Förderer, helfen Sie mit Ihrer Spende oder übernehmen Sie eine Delfinpatenschaft.


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Viele weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite der Gesellschaft zur Rettung der Delphine: www.delphinschutz.org.

Auch in verschiedenen Naturtippsposts findet Ihr Informationen über Aktionen von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine:
268) Offshore Windanlagen nur bei lärmarmem Aufbau!
163) (Weser-) Sichtungen des Ostsee-Schweinswales melden
061) Unkonventionelle Spendenaktionen
054) Jahr des Delfins 2007 wurde um ein Jahr velängert

Übrigens:
"Delphinpate" werden könnt Ihr hier:

Geschenkidee:
Im Online-Delphinshop der Gesellschaft gibt es zahlreiche Geschenkartikel für Jung und Alt.

Diese Hände eines waschechten "Seebärens" ;-) freuen sich über jeden, der sie unterstüzt -
Macht alle Mit!

Dienstag, 21. Oktober 2008

268) Offshore Windanlagen nur bei lärmarmem Aufbau!

Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.

Lärm kann krank machen!
Lärm kann töten!

Nicht nur uns Menschen, auch die Tiere - im Meer zum Beispiel die Delphine!
Und sie leiden immer mehr unter dem Bau von Offshore Windanlagen. Denn es gibt zwei Möglichkeiten, sie zu bauen: durch Schwerkraftfundamente oder durch lautes Einrammen in den Meeresboden.

Wie das so ist - das laute Rammen ist günstiger.
Wie das so ist - es ist beliebter beim Bau von Anlagen.
Wie das so ist - es sind noch gaaaaaaanz viele solcher Anlagen geplant!

Da hilft nur eins:
Wer Geld anlegen möchte in Offshore-Windanlagen:
nur in leise gebaute investieren - bitte!
Oder eben nur unter der Bedingung investieren, daß die Anlage lärmarm erbaut wird!
Denn nur über das Geld verstehen die Erbauersolcher Anlagen, daß Lärm auch im Meer unerwünscht und lebensgefährlich ist!

Im Folgenden eine Pressemeldung von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.:
Auf der Seite gibt es noch weitere interessante Pressemitteilungen zu dem Thema!

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Klimaschutz | Offshore-Windenergie: Bundesumweltministerium verabschiedet sich vom Schutz der Schweinswale

Blasenschleier aus der Luft08.10.2008; Neumünster | München | Quickborn – Die Naturschutzverbände Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD), Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) und NABU Schleswig-Holstein erneuern ihre Forderung nach einem effektiven Schallschutz bei allen schallintensiven Arbeiten im Meer. Zur Gründung von Offshore-Anlagen sollten zudem bevorzugt Schwerkraftfundamente zum Einsatz kommen, um Lärm weitgehend zu vermeiden. Explosionen, Rammarbeiten, Sonar und seismische Untersuchung gefährden die heimischen Schweinswale, Kegelrobben und Seehunde. Meeressäuger werden nachhaltig aus ihrem Lebensraum vertrieben und können gravierende Hörschäden erleiden.

Es bleibt ein deutlicher Unterschied, ob Schweinswale einem einzelnen Schallimpuls, oder - wie bei FINO 3 - mehreren tausend Schallimpulsen ausgesetzt sindAnlass für die erneute Forderung sind Ergebnisse von Schallmessungen der Rammarbeiten beim Bau der westlich von Sylt errichteten Windenergie-Forschungsplattform FINO 3, die heute im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg vorgestellt werden. Im Vorwege hatte sich ein Vertreter des Bundesumweltministeriums am Rande der Messe "Husum Wind Energy" so geäußert, dass Rammarbeiten bei Offshore-Projekten angeblich für Schweinswale unproblematisch seien, weil bei FINO 3 ein vorgeschriebener Wert von 160 dB im Abstand von 900 bis 1.000 m eingehalten wurde. Es reiche daher aus, Schweinswale aus diesem Gefahrenbereich zu vergrämen. Man könne so auf weiteren Lärmschutz verzichten.

Wenn in den nächsten Jahren, wie von Teilen des Bundesumweltministeriums gewünscht, tausende Windenergieanlagen im Meer installiert werden, ist allerorten mit enormem Krach zu rechnen. Schweinswale können diesem Lärm dann nicht mehr entkommen.Dieser Einschätzung widersprechen die drei Verbände heftig. "Es ist keine Wissenschaft, vorgefertigte Meinungen aus den Untersuchungsergebnissen herauszulesen", kommentiert Ulrich Karlowski, Biologe der GRD, die Äußerung von Ministerialrat Udo Paschedag. Der vom Umweltbundesamt (UBA) geforderte Grenzwert für den Einzelereignispegel von 160 dB in 750 m Abstand wurde zwar nur um 2 dB überschritten, jedoch nur aufgrund des Einsatzes eines Blasenvorhanges mit 140 m Durchmesser. Ohne Blasenvorhang ergibt sich dagegen eine Überschreitung des Grenzwertes um 14 dB. Dies entspricht wegen der logarithmischen Skalierung einer etwa 25-fach höheren Schallleistung. Der Spitzenpegel überschreitet den Grenzwert von 170 dB sogar um 25 dB.

Insgesamt werten die Verbände die Ergebnisse der Schallmessungen bei Offshore-Rammarbeiten prinzipiell als positiv. Blasenvorhänge sind für den Schallschutz geeignet. Die Verringerung des Breitband-Schalldrucks um bis zu 12 dB durch einen Blasenvorhang verringert die Fläche des Gefahrenbereichs für Meeressäuger um 97 %.

Beim Bau des belgischen Windparks ‚Thornton Bank‘ wurden aber Schwerkraftfundamente in 25 m Wassertiefe eingesetzt, die ohne einen einzigen Rammschlag auskommen. Innovativere Lösungen zur Vermeidung unnötigen Lärms sollten nach Meinung der Verbände daher bei der Bauausführung oberste Priorität haben. Bei unvermeidlichem Lärm müssen die bereits mehrfach erfolgreich erprobten Lärmminderungsmaßnahmen zum Einsatz kommen.

Denn neuere amerikanische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Gefährlichkeit für Meerestiere mit der Anzahl der Rammschläge steigt. "Es bleibt ein deutlicher Unterschied, ob Schweinswale einem einzelnen Schallimpuls, oder - wie bei FINO 3 - mehreren tausend Schallimpulsen ausgesetzt sind", erläutert Biologin Petra Deimer von der GSM. Die Energie von Schallimpulsen addiert sich im Ohr. Dieser Umstand ist im derzeitigen Grenzwert des Umweltbundesamtes noch nicht berücksichtigt. Hier muss nach Ansicht der Verbände nachgebessert werden.

Der UBA-Grenzwert berücksichtigt zudem in keiner Weise die Vertreibung der Schweinswale durch lärmintensive Arbeiten aus ihrem Lebensraum. Auch kumulative Wirkungen wurden bislang nicht in die Betrachtung einbezogen. "Wenn in den nächsten Jahren, wie von Teilen des Bundesumweltministeriums gewünscht, tausende Windenergieanlagen im Meer installiert werden, ist allerorten mit enormem Krach zu rechnen. Schweinswale können diesem Lärm dann nicht mehr entkommen", erklärt Hermann Schultz, Landesvorsitzender des NABU.

-> -> Karte des BSH: "Nordsee Offshore-Windparks; geplant, genehmigt, abgelehnt, im Bau, in Betrieb" (pdf 200kb)

-> -> Watten-Rat: E.ON verlegt Kabel für Offshore-Windpark


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Also - gebt den Delphinen eine Chance:
- laute Arbeiten im Meer nur wenn es nicht anders geht!
- laute Arbeiten im Meer nur mit Blasenvorhang!

Dafür setzt sich die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V
u.a. auch ein - helft Ihr dabei, denn wie so oft, immer ist es ein schwieriger Einsatz gegen die Großen!

Geschenkidee:
Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.

Der GRD-Delfinkalender 2009 (Pressemeldung) ist da! Das ideale Geschenk für Meeresfreunde, und gleichzeitig eine finanzielle Unterstützung für den Verein.

Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.
Geocoin der Gesellschaft

Und für Freunde des Geocachings gibt es sogar Geocoins zur Unterstützung des Vereins!

Macht alle Mit!

Montag, 20. Oktober 2008

267) Kreative Postkartenserie von EuroNatur

Bild: www.euronatur.org/ Postkarten, die zum Nachdenken anregen sollen...


Mit umgewandelten Sätzen aus altbekannten Kinderliedern und dazu passenden nachdenklichen Fragen lenkt die Postkartenserie von EuroNatur die Aufmerksamkeit auf bestimmte in Europa bedrohte Tierarten. Die 5 Motive machen Lust auf mehr, Lust auf eine persönliche Begegnung mit den Tieren - wenn es sie nur häufiger gäbe...
Und genau dafür setzt sich Euronatur ein - bei dieser Postkartenaktion geht es speziell um die finanzielle Unterstützung von Projekten der Stiftung für Robben, Luchse, Kraniche (Zugvögel), Bären und Wölfe.

Wo es die Postkartenserie aus der nachhaltig produzierenden Stiftungs-Druckerei gibt, geht aus dem Ankündigungstext der Stiftung hervor:

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Kampagne zum Schutz europäischer Wildtiere

Die Postkartenserie finden Sie deutschlandweit in bekannten Zoologischen Gärten, Wildparks und Aquarien. Bei der Auswahl der Kampagnen-Partner standen deren Einsatz für Natur- und Artenschutz sowie die Unterbringung der Zootiere im Vordergrund.

Mit unserer Kampagne machen wir auf die Situation sowie den Schutzbedarf von Wildtieren in Europa aufmerksam und regen zum Nachdenken an. Ziel ist es, vor allem auch jüngere Generationen zu motivieren, das kostbare europäische Naturerbe für ihre Nachkommen zu bewahren.

Falls Sie die Postkartenserie anfordern möchten, senden Sie bitte eine kurze Email mit Angabe Ihrer vollständigen Postadresse an kerstin.sauer@euronatur.org. Wir freuen uns auf Sie!

Link zur Kampagne

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Übrigens gab es jetzt aktuell eine Meldung von der NABU über die Zugvogeljagd auf Malta - nach einem gesetzlich erzwungenen ruhigeren Frühjahr ist es nun wohl schlimmer als zuvor:

Zugvogeljagd auf Malta blutiger denn je
Traurige Bilanz beim Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel

Also, schreibt oder spendet mal wieder - zum Schutz der einheimischen Tierwelt!
Macht alle Mit!


Postkartenserienverlosung:
Übrigens könnt Ihr eine von drei Postkartenserien hier bei Naturtipps gewinnen:
schreibt dazu Eure Meinung zu solchen Tierartenorientierten Schutzaktionen auf. Sind sie sinnvoll oder nicht und warum? Schreibt Euren Kommentar dazu unter diesen Post. Am 27.10.2008 gibt es dann die Auslosung unter allen Kommentatoren - es sollte also eine Rückverfolgung möglich sein. Anonyme Kommentare können nicht gewinnen...
Und wie ist das - der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen ;-)

Montag, 13. Oktober 2008

263) 1,5 Billionen Euro Miese: Fisch bewußt einkaufen

Bereits seit 2000 bringt der WWF regelmäßig einen sehr hilfreichen "Fischführer" zum nachhaltigen Einkauf von Fisch raus. Naturtipps berichtete bereits im vergangenen Jahr: 033) Ökologischen Fisch auf den Festtisch!. Da die Fischbestände aber auch dieses Jahr hoffnungslos überfischt wurden, hat sich die Situation weiter verschlechtert. Die Konsequenz: wir müssen Meeresfisch wirklich als Luxus ansehen und ihn entsprechend nach nachhaltigen Gesichtspunkten einkaufen. Dabei hilft der "WWF-Fischführer".

Greenpeace hat ebenfalls eine Einkaufshilfe:
Der Greenpeace-Fischratgeber 2008 ist dieses Jahr aktuell raus gekommen und u.a. als pdf-Datei Fischratgeber runterladbar. Demnach gehören Scholle und Atlantischer Lachs nicht in den Einkaufskorb! So die Aussage der dazugehörigen Pressemeldung.

Wer es noch einfacher mag, kann in Deutschland beim Fischkauf z.B. auf das FSC-Siegel (Marine Stewardship Council) achten und an der Fischtheke solchen Fisch einfordern.

Warum es den heutigen Post zu dem Thema gibt? Es geht immer weiter abwärts mit den Fischbeständen, wie der aktuelle Weltbank-Report zeigt.

Und wie lange es noch so weitergehen kann mit dem Raubzug durch die Meere? Nun, er wird er ja schon heute jedes Jahr mühsamer... Hier ein WWF-Artikel zum Weltbank-Report:

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10.10.08, WWF,Meere & Küsten

Überfischung kostet 1,5 Billionen Euro

WWF zu Weltbank-Report: Der Raubbau in den Meeren kennt nur Verlierer

© Jason Rubens / WWF-Canon

Der WWF fordert angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Verluste durch die Plünderung der Meere ein konsequentes Umsteuern in der Fischereipolitik. Nach einer in dieser Woche von der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlichten Studie gehen der globalen Fischerei wegen schwindender Fischbestände jährlich mindestens 50 Milliarden US-Dollar (36,6 Milliarden Euro) verloren. Für die vergangenen drei Dekaden summiert sich der wirtschaftliche Verlust auf zwei Billionen US-Dollar (1,46 Billionen Euro). Dies entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens.

„Der Fischerei-Wahnsinn kennt nur Verlierer. Die Ozeane werden leer gefischt. Der Lebensraum Meer wird zerstört. Fischer erleiden herbe wirtschaftliche Verluste oder verlieren ihren Job. Eine Milliarde Menschen bangen um ihre wichtigste Nahrungsquelle. Dieses Drama muss ein Ende haben“, kommentiert WWF-Meeresexperte Stephan Lutter die neuen Zahlen.

77 Prozent der globalen Fischbestände gelten als bis an ihre Grenzen befischt oder überfischt. Wird die rücksichtlose Ausbeutung nicht gestoppt, könnten die Meere im Jahr 2050 leer gefischt sein.

Fischer müssen immer mehr Geld aufwenden, längere Strecken zurücklegen und aufwändigere Fanggeräte einsetzen, um ihre Erträge stabil zu halten. Laut FAO und Weltbank gibt es zudem enorme Überkapazitäten – bei gesunden Beständen könnte mit halb soviel Aufwand die gleiche Menge gefangen werden. Jährlich werden etwa 86 Millionen Tonnen Fisch und Meersfrüchte aus den Ozeanen geholt.

Der WWF hatte bereits 2002 für die Kabeljau-Fischerei in Nord- und Ostsee Einkommensverluste von über 415 Millionen Euro pro Jahr berechnet. Denn durch die jahrzehntelange Plünderung sinken die Fangquoten dramatisch.

„Der gesamtwirtschaftliche Schaden rund um den Globus ist noch weitaus größer als von Weltbank und FAO berechnet. Denn die Kosten für die Zerstörung wertvoller Korallenriffe durch Schleppnetze, für Beifänge oder illegale Fischerei sind nicht eingerechnet“, betont WWF-Experte Lutter. Jährlich werden viele Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere als nutzloser Müll wieder über Bord geworfen – darunter zum Beispiel 250.000 Meeresschildkröten und 300.000 Wale. „Diese unglaubliche Verschwendung hat noch kein Preisschild“, so Lutter.

Weite Teile der Fischindustrie überleben nur noch, weil die Politik sie Jahr für Jahr mit über 22 Milliarden Euro Steuergeldern am Leben hält. „Dieses kranke System braucht eine Generalüberholung. Von einer nachhaltigen Fischerei werden alle Beteiligen profitieren – vor allem aber die Meere“, so Lutter. Die EU müsse jetzt beherzt die Reform ihrer bislang gescheiterten Fischereipolitik in Angriff nehmen.


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Wenn man sieht, wieviel "Beifang" wieder über Bord geht, wieviel Fischmehl verfüttert wird, um unseren Fleischunger zu stillen... Das kann einfach nicht gut gehen! Deshalb: Wenn Fisch, dann aus kontrollierten Fängen oder nachhaltiger Fischzucht!
Der aktuelle WWF-Fischführer ist als pdf-Datei runterladbar oder direkt beim WWF zu bestellen. Und Fisch aus nachhaltiger Fischzucht ist zum Beispiel Biolachs.

Übrigens:
Wer meint, daß Fisch dann unbezahlbar wird, hat vielleicht nicht ganz unrecht - dann wird er vielleicht wie nachhaltig produziertes Fleisch eine Geschenkidee... warum nicht nachhaltig erzeugte Tierprodukte verschenken oder zu einem solchen besonderen Essen einladen. Was früher das "Schlachtfest" war, kann doch heute ein Geschenk oder eine Einladung sein - natürlich nicht für Vegetarier oder Veganer...

Wenn Fisch, dann nachhaltig gefangen oder gezüchtet!
Wenn Fleisch, dann ohne Fischmehlfütterung!
Und beides nicht täglich...

Macht alle Mit!

Samstag, 4. Oktober 2008

256) Welttierschutztag

Bild: www.pixelio.de/ Miroslaw


1931 gab es ihn zum ersten Mal - und bis heute ist er nicht überflüssig geworden... :-( der Welttierschutztag. Es gibt so vieles, was der Mensch gedankenlos mit Tieren macht...
Wohl gibt es immer mal wieder neue Gesetze, die die Situation für die Tiere besser machen sollen, aber viel zu sehr werden dabei die Wünsche des Menschen/ der Wirtschaft berücksichtigt...

Dieses Jahr geht es um die möglichst schmerzfreie Kastration von Ferkeln, Naturtipps berichtete bereits über das Thema im Post 156) Ferkelkastration unter Narkose - Online Aktion
Die Aktion läuft immer noch - bis jetzt haben 37.846 Menschen mitgemacht - seid Ihr schon dabei?
Sonst klickt bitte rüber: www.ferkelprotest.de

Und für alle, die noch überlegen, hier die aktuelle Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes e.V. zum Welttierschutztag:

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„Ferkelprotest“ Leitmotto des Welttierschutztages – Prominente Unterstützung

Eine Vielzahl von Prominenten unterstützt den Deutschen Tierschutzbund bei seinem „Ferkelprotest“ zum Welttierschutztag. Neben den Musikern von den Höhnern, der Münchner Zwietracht, dem Schauspieler Hannes Jaenicke und dem Starregisseur Wolfgang Petersen tritt auch TV-Moderatorin Ines Krüger für den Tierschutz ein. Sie alle fordern das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration. Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden in Deutschland jährlich mehr als 22 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung - bei vollem Bewusstsein und vollem Schmerzempfinden werden den Ferkeln beide Hoden mit einem scharfen Messer entfernt. Der Deutsche Tierschutzbund, die ihm angeschlossenen Tierschutzvereine und die Prominenten setzen sich gemeinsam für das Ende dieser Tierqual ein.

„Wir werden konsequent und kompromisslos darum kämpfen, dass diese Ferkelquälerei beendet wird. Ziel muss es sein, dass die Tiere überhaupt nicht mehr kastriert werden dürfen - wenn dies aber durchgeführt wird, um den Ebergeruch zu verhindern, muss es zumindest ohne Schmerzen für die Tiere geschehen. Bei Hunden oder Katzen würde niemand eine solche Tortur zulassen - die Ferkel leiden millionenfach – und das immer noch gesetzlich legitimiert– das muss sich ändern. Deshalb steht das Thema zum diesjährigen Welttierschutztag im Mittelpunkt“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In den Welttierschutzwochen rund um den 4. Oktober protestieren der Deutsche Tierschutzbund und seine über 700 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen mit Infoständen und Aktionen gegen die betäubungslose Ferkelkastration. In Berlin machten die Tierschützer bereits mit ferngesteuert fahrenden und quiekenden Postern auf die Qualen aufmerksam.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert die Bundesregierung und den für Tierschutz zuständigen Bundesminister Horst Seehofer sowie seine Länderkollegen auf, den Tricksereien und Scheinargumenten des Deutschen Bauernverband und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) als Verfechtern der betäubungslosen Kastration nicht nachzugeben und das Tierschutzgesetz entsprechend zu ändern. Auf der Internetseite www.ferkelprotest.de können Tierfreunde sich dem Protest des Deutschen Tierschutzbundes anschließen und erhalten zudem detaillierte Hintergrundinformationen.

Der Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher: Verzichten Sie auf Schweinefleisch oder kaufen sie es nur, wenn Sie sicher sein können, dass die Ferkel schmerzfrei kastriert wurden. Bei allen NEULAND-Landwirten wird das sichergestellt.

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Stell Dir vor, es ist der 4. Oktober und es gibt nur noch Gründe zum Feiern und nichts mehr zum Protestieren :-)

Dies ist ein Schritt in die Richtung -
Macht alle mit!

Und für alle, die noch eine Tierschutzgruppe/ Tierheim in ihrer Nähe suchen, hier eine ausführliche Linksammlung: Tierschutzvereine.de


Nachtrag am 5.10.2008:
Soeben eine Erklärung vom 2. Oktober bei topagrar.com gefunden:
Auf Schmerzmitteleinsatz bei Ferkelkastration geeinigt

War es das dann? Reicht diese Einigung? Und wenn, dann geht es hoffentlich auf europäischer Ebene weiter.

Für Utopia-Mitglieder interessant ist zu dem Thema auch der Dikussionsthread # ferkelprotest.de

Samstag, 27. September 2008

251) Der Sanddorn ist reif

Bild: www.pixelio.de/ H.Schröder
Sanddorn - ein dorniger Busch, der gerne auf sandigen Böden wächst.

...das bedeutet aber nicht automatisch, daß geerntet werden darf! Natürlich wild wachsender Sanddorn steht in Deutschland unter Naturschutz. Bei den vielen Vögeln, die sich davon ernähren, ist das auch gut so. Denn selbst wenn er an manchen Stellen "wie Unkraut wächst" ist er noch lange nicht "vogelfrei"!

Umso mehr lohnt sich ein Sanddornbusch im Garten. Aber Achtung, es gibt männliche und weibliche Pflanzen - und nur die weiblichen bringen auch Ernte. Und dann kann man im Herbst getrost zur Ernte schreiten kan. Und wenn der Busch erst mal groß genug werden durfte, bleibt auch noch genug für die Vögel. Immerhin kann dieser mittelhohe Strauch 1 bis 8 Meter hoch werden.

Die Sanddornbeeren stecken u.a. voller Vitamin C - entsprechend gesund sind Saft, Marmelade, Kompott und Co aus Sanddorn! Und entsprechend beliebt ist der Sanddorn auch. Allerdings ist die Ernte mühsam bis matschig. Denn die Beeren lösen sich nur schwer vom dornigen Stiel ab. Als Trick werden die Beerentragenden Zweige abgeschnitten, eingefroren und gefrorenen Beeren dann "abgeschlagen".

Nun, eine Ernte mit Abschneiden der Zweige - da klingeln erstmal alle Alarmglocken. Aber der Sanddorn scheint es gut zu verkraften und im kommenden Jahr umso besser auszutreiben - wie wir es ja von vielen Gartenbüschen auch kennen... das gleiche kann ja auch bei Brombeeren beobachtet werden, die Zurückgeschnitten werden. Umso stärker wachsen sie wieder nach - allerdings, die Gesamtgröße der Pflanzen wird damit auf alle Fälle eingeschrängt - im eigenen Garten kein Problem...

Und wie immer bei Wildfruchternten - nur dort, wo es genug für die Wildtiere und den Menschen gibt - sonst hängen lassen - und bei Sanddorn sowieso: nicht von wildwachsendem Naturwuchs (Naturschutz).

Da es jedoch auch sehr gute Säft zu kaufen gibt, muß auch nicht unbedingt eine eigene mühsame Ernte sein, um gesund von ihm leben zu können.

Hier im Ruhrgebiet ist er, wahrscheinlich angepflanzt, z.T. auf alten Zechengeländen zu finden. Es ist auch kein Wunder, denn laut Wikipediaeintrag zum Sanddorn "...kann er als Pionierpflanze auf Urgestein gedeihen und baut mit Hilfe der mit ihm in Symbiose lebenden Pilze langsam den Humusgehalt auf..." Außerdem kommt er mit mageren Böden gut zurecht und hat ein weit verzweigtes Wurzelwerk.

Somit ist er wirklich eine Allroundpflanze: gesund, lecker, bei Vögeln zum fressen und nisten beliebt, genügsam sowie stabilisieren und aufbauend. Und wer selber ernten und den Sanddornsaft gewinnen möchte, kann es mit dem Rezept auf cojito.de einmal versuchen. Oder versucht eins der vielen anderen Rezepte, die mit Sanddorn möglich sind. Im Link gibt es nur einige Beispiele, das Web bietet noch mehr...

Also, wer einen sandigen oder mageren Gartenboden hat, auf dem nichts gedeihen will: versucht es mit Sanddorn. Und bei weiblichen Büschen freuen sich auch noch die Tiere. Außerdem sind die dicht an dicht sitzenden orangen Beeren sehr dekorativ im Herbst!

Bild: www.pixelio.de/ Stephan Likar
Feuerdorn - für Vögel o.k., für Menschen schwach giftig.

Aber Achtung: verwechselt ihn nicht mit dem Feuerdorn, der auch gerne als Zierstrauch in Gärten gepflanzt wird! Den Vögeln ist eine Verwechsslung nicht ganz so wichtig - beides wird gerne gefressen und zum Brüten genutzt. Aber für den Menschen gilt der Feuerdorn aus der Familie der Rosengewächse als schwach giftig!

Für mehr einheimische Vielfalt im Garten - pflanzt einheimische Büsche! Und laßt sie auch etwas größer wachsen, damit Vogelnester effektiv versteckt und geschützt gebaut werden können! Denkt daran, wenn jetzt wieder der herbstliche Strauchschnitt kommt!!!

Macht alle Mit!

Freitag, 19. September 2008

244) Die Woche des bürgerlichen Engagements läuft

Engagement macht stark

Was wäre der Tier-, Natur- und Umweltschutz ohne Ehrenamtliche Helfer, ohne bürgerlichen Einsatz - würde es ihn so intensiv geben? Würde es die Natur dann noch so schön geben? Schon seit Jahrzehnten, über einem Jahrhundert, gibt es Menschen, die sich ehrenamtlich für die Natur einsetzen...

Und in der "Woche des bürgerlichen Engagements" wird einmal im Jahr an sie gedacht, gibt es deutschlandweite Aktionen zu dem Thema. Und es ist schön, auf der Liste zu sehen, wieviele Veranstaltungen es gibt.

Da wird deutlich, wieviel Bürgereinsatz es doch gibt! Und das ist gut so! Denn die Arbeit kostet nicht nur Energie sondern bringt auch viel Energie. Sie schützt vor Isolation und fördert das Miteinander. Toll, wenn das dann auch noch für den Natur- und Umweltschutz geschieht. Er ist immerhin einer der drei Säulen, in denen bürgerlicher Einsatz gefragt ist. Die beiden anderen Bereiche sind die Bildung und das Soziale Engagement.

Alle drei zusammen helfen, miteinander statt nebeneinander zu leben.
Naturtipps bietet mit diesem Post der Woche einen Platz:
Ihr seid eingeladen, als Kommentar Menschen und Aktionen zu nennen, die Ihr erwähnenswert findet und die vielleicht auch noch Unterstützung brauchen. Wenn es dazu Internetauftritte gibt, dann gebt einen Link an! Also, laßt uns teilhaben an den vielen Aktiven, die gemeinsam dafür sorgen, daß der Tier-, Natur- und Umweltschutz nicht zu kurz kommt!

Und wer Veranstaltungen zu der Aktionswoche besuchen möchte, findet den Veranstaltungskalender 2008 ebenfalls auf dem Internetauftritt der Aktion: www.engagement-macht-stark.de

Und für aktuelles zum Thema gibt es auch einen Blog "Engagement macht stark"

Also:
- live-Einsatz statt live-Fernsehen
- Engagement statt Langeweile
- Miteinander statt Gegeneinander!
Macht alle Mit!


Aufmerksam geworden bin ich übrigens auf diese Woche durch den Blog Reporter positiver Nachrichten. Er ist immer einen Klick wert...

Freitag, 12. September 2008

238) Ein Vegetarier voller Energie: Neuerscheinung von Thomas D.

Bild: Thomas D/ Voller Energie!

Manche können sich ein Leben ohne Fleisch nicht vorstellen oder grübeln hin und her, wie sie es umsetzen könnten. Für andere ist es der Alltag und sie vermissn nichts, sie leben es voller Überzeugung.

Zu ihnen gehört der Musiker Thomas D. - und mit seiner heutigen Neuerscheinung zeigt er, wie inspirativ seine vegetarische Kommune Mars auf dem Lande für ihn ist:

Kennzeichen D

Übrigens gibt es auf seiner offiziellen Homepage noch viele weitere Informationen über ihn, inclusive eines Podcasts.

Neben seinen musikalischen Aktivitäten ist er u. a. auch für den Tierschutz tätig: so hat er z.B. schon erfolgreich mit der Tierschutzorganisation Peta e.V. zusammengearbeitet

Wenig Fleisch oder auch kein Fleisch essen - es geht!
Hier eine Seite mit Tipps zum Einstieg: vegetarische-initiative.de
Eine Liste mit weiteres Linktipps zum vegetarischen Leben findet Ihr ebenfalls auf der Seite


Den Tieren und der Umwelt zuliebe: Macht alle Mit!


Nachtrag am 13.09.2008:
Welche Vegetarier kenne Ihr, die voller Energie ihre Projekte umsetzen?

Montag, 1. September 2008

229) Spinnen zum Meteorologischen Herbstanfang

Bild. www.pixelio.de/ doro52
Kein Durchgang...


Zum Frühstück noch ein paar frische Kräuter aus dem Garten- das ist Routine...
Terassentür auf, raus gehen - ähh, oh nein - das hab ich nicht gesehen - das feine Geräusch reißender Fäden an meinen Ohren - hart legen sich feste Spinnenwegfäden über mein Gesicht - der Besitzer dieses Netzes hängt neben mir in den Resten und ergreift die Flucht - wie gut, daß ich keine Wespe oder ähnliches bin - kurze Zeit später finde ich zwei riesen Netze mit gut gemästeten Kreuzspinnen vor dem Haus - eine sitzt auf einer eingesponnenen Wespe und eine auf einer Fliege...

Der Herbst kommt, heute ist bereits meteorologicher Herbstanfang - bald fliegen wieder die kleinen Spinnen an ihren Fäden durch den Altweibersommer - die silbernen Fäden habe ich auch - aber als altes Weib fühl ich mich noch nicht...;-)

Und so zeige ich den Kindern erst einmal das weiße Kreuz auf dem Rücken der Spinnen. Soweit ich einmal gelesen habe, ist auch die Kreuzspinne als Giftspinne ungefährlich für uns. Es hieß dort, ihr Biß entspräche ungefähr dem einer Wespe - wie passend, daß sie sich eine Wespe zum Frühstück gewählt hat. Bei arthropods.de lese ich nun, daß ihre Beißzangen kurz sind und sie somit kaum durch unsere Haut dringen kann. Den Kindern erzähle ich, daß Respekt vor den Tieren angesagt ist, aber keine Angst. Der Kleine pustet ans große Netz und wir sehen, wie sich die Dicke flink entfernt - die Natur ist einfach schön.

Übrigens:
Spinnennetze sind aus Eiweiß. Man sollte frische Netze nicht entfernen, da viele Spinnen die Netze auffressen, wenn sie zu schadhaft werden und somit recyclen - das spart Energie und Rohstoff - es gibt viel zu lernen für uns von der Natur!

Eingestaubt alte Netze in Haus hingegen dürfen ruhig entfernt werden. Dort ist niemand mehr zuhaus, die frißt keine Spinne mehr auf...

Übrigens haben bei mir immer ein paar Spinnen Hausrecht - sie halten mir andere Kleintiere fern - denn wenn sie irgendwo leben kann ich davon ausgehen, daß sie dort auch Futter finden. Im Winter haben wiwr meist zwei oder drei Hausspinnen. Meist sind es Weberknechte.

Stört doch einmal eine, wird ein Glas übergestülpt, eine Karte untergeschoben und der ungebetene Gast vorsichtig in Garten verfrachtet. Allerdings erst durch eine intensive Begutachtung durch die Kinder.Bild: www.pixelio.de/ Günther Dotzler
Weberknechte haben bei uns in Grenzen Hausrecht...

Mehr über Spinnen erfahrt ihr im unbebilderten Post 017) Monster -> Spinnen -> Tiere!. Dort erfahrt Ihr auch mehr über die Spinnen des Jahres 2008 - der Winkelspinne.

Spinnen beobachten ja - Spinnen zertreten nein!

Macht alle Mit!

Dienstag, 12. August 2008

215) NABU Fledermausaktion, feine Ohren und Lärm

"Hörst Du es auch? Hier gibt es Fledermäuse!"
"Du spinnst ja, die kann man doch nicht hören!"

Es ist richtig, nur wenig Menschen können sie hören. Aber wenn sie jemand hören kann, kann es ganz schön laut werden für denjenigen...
In Luxor in Aegypten konnte ich einmal nicht mit Freunden abends in einem Restaurant draussen sitzen, da es höllisch laut war - für mich. Es schrie und pfiff und kreischte die ganze Zeit - Fledermäuse in Mengen flogen dort am Nil über uns her... Meine Freunde verstanden mich nicht und schüttelten nur die Köpfe, ich jedoch suchte mir ein ruhigeres Plätzchen ohne Fledermäuse... Bis ca. zum 35. Lebensjahr begleiteten mich die Rufe der Fledermaeuse auf Spaziergängen und Eskursionen auch ohne Fledermausdetektor, mittlerweile sind auch meine Ohren zu unempfindlich und ich vermisse sie, die Freunde der Lüfte. Nun muss ich wie jeder andere genau hinschauen, um sie zu sehen, oder auf einen Fledermausdetektor vertrauen... Aber den plötzlichen fledermaussuchenden Blick nach einem Schrei aus den Lüften auf abendlichen Spaziergaengen gibt es nicht mehr - schade. Mir haben wohl die Kinder zu oft in die Ohren geschrien, ausserdem begleitet mich seit Jahren ein Tinitus, nachdem ein Freund mir ausversehen zu laut ins Ohr schrie - man sollte sich eben nicht in lauten Kneipen schreiend verständigen wollen. Ich tat es nur selten, aber leider doch einmal zu viel!

Insgesamt gehen viele von uns zu unsensibel mit ihrem Gehör um - dabei ist es etwas einmaliges! Es ist etwas sehr wertvolles! Wir sollten uns bewusst werden und unseren Kindern bewusst machen: Es gibt und so viel, die Natur, die Welt nicht nur sehen, sondern auch hören zu können. Was sind ohrenbetäubende Rhytmen gegen das Nagen von Holzwürmern in einem Stamm auf einem Spaziergang. Oder das Knistern von wachsendem Gras, wenn es dürres Laub verschiebt! Kennt ihr das Rascheln eines Ameisenstaates rund um einen Ameisenhaufen? Nein?
Lausch einmal genauer, wenn Ihr draussen seid! Es gibt soviel zu entdecken!

Aber ich schweife vom Thema ab - wollte ich doch über Fledermaeuse schreiben, genauer gesagt über die Fledermausaktion der NABU:

Der NABU lädt ein zur 12. Europäischen Fledermausnacht am 30. und 31. August 2008


Zitat von der Seite:
"Zum zwölften Mal veranstaltet der NABU in diesem Jahr die Batnight in Kooperation mit dem Europäischen Sekretariat für Fledermausschutz. Zur Hauptveranstaltung in Bad Segeberg, Herberge eines der bedeutesten Fledermausquartiere Europas, werden tausende Besucher erwartet. Bundesweit beteiligen sich zahlreiche Gruppen von NABU und LBV mit Veranstaltungen, die am und um das Aktionswochenende 30./31. August Naturfreunden Einblicke in das Leben der lautlosen Nachtjäger bieten."

Ergaenzend zur Batnight gibt es noch ein Fledermaus-Memory des NABU mit tollen Preisen! Dort lernt Ihr auch gleich die bekanntesten Arten auf spielerische Weise kennen. Oder kennt Ihr schon Langohr und co.?

Also - nutzt die Gelegenheit von Batnight und Memory und lernt die Fledermaeuse besser kennen!

Basteltipp:
Wer gerne baut und bastelt, kann einen Fledermauskasten aus Holz bauen und ihn im Garten oder am Haus passend aufhaengen - die Tiere brauchen solche Verstecke zum Schlafen.

Viele interessante Informationen über diese Flieger der Nacht und eine Bauanleitung gibt es u.a. auf der Seite www.fledermausschutz.de. Dort erfahrt Ihr z.B. auch, was man mit einer gefundenen Fledermaus macht, wo es schnelle Hilfe gibt, was für Arten es gibt oder warum sie so bedroht sind.

Geschenkidee:
Solche Fledermauskaesten kann man auch kaufen (z.B. bei NABU) und dann zum Beispiel einem Naturfreund schenken.

Garten:
Durch Blumen, die Nachtfalter anlocken und ernaehren hilft man automatisch auch den Fledermaeusen, da sie u.a. Falter fressen.

Macht alle Mit!


Schützt Ihr bereits Fledermaeuse? Super! Dann macht doch gleich mit bei der Naturtipps-Aktion "Aktive Haende" aus dem Post 200. Unter dem Label "Aktive Haende" seht Ihr bereits eingegangene Beitraege.
Also: schickt Euer Photo und Euren Text an naturtipps (at) gmail . com

Montag, 11. August 2008

214) Heupferd, Eichenschrecke und co.

Überall hüpft und springt es hier im Urlaub - wo es Gras gibt, gibt es auch die grünen Hüpfer. Die Kinder sind begeistert und dürfen für die Becherlupe hin und wieder ein Exemplar zum Ansehen fangen. Mal sind sie von den Streifen auf den Beinen "total begeistert", dann wieder ist es das tolle Grün oder sind es die feinen Fühler... Die genauen Namen interessieren weder den 3jaehrigen, noch den 5jaehrigen, aber das Hinterherhüpfen und anschauen ist schon eine tolle Sache.
Für die, die mehr über Heupferd, Eichenschrecke und co. wissen möchte, gibt es aktuell interessante Informationen auf nabu.de. Denn zur Zeit verirren sich besonders die Eichenschrecken wieder bei abendlicher Beleuchtung in unsere Haeuser: Heimliche und unheimliche Mitbewohner
Heuschrecken in Haus und Garten


Übrigens:
Gegen Insektenanflug bei Nfachtbeleuchtung gibt es spezielle Lampen. Ihr Licht erscheint gelb und wirkt auf die Insektenwelt nicht so anziehend. Sie sind im Handel erhaeltlich und können ganz normal in eine Fassung eingeschraubt werden.
Viele Strassenlaternen werden u.a. deshalb auf das gelbe Licht umgerüstet - denn unsere Lichtbegeisterung bedeutet den Tod für zigmillionen Insekten jaehrlich. Ohne Rücksicht auf Rote Liste oder so...
Selbst das ermüdende Anfliegen von hellerleuchteten Fensterscheiben bedeutet für viele Tiere den Tod, da sie keine Nahrung suchen, sondern fliegen - fliegen - fliegen... Denn sie halten jedes Licht für den Mond, an dem sie sich bei Nacht orientieren...

Also unnötiges Licht aus und Aussenlampen umrüsten in die richtige Farbe!

Macht alle Mit!



Urlaub:
Noch gibt es die Naturtipps unregelmaessig und in Kurzform, denn ich bin unterwegs - haeufig computerfrei... Ab Ende August gibt es dann wieder ausführlichte Naturtipps!

Und bis dahin macht mit bei der Naturtipps-Aktion "Aktive Haende" aus dem Post 200!

Donnerstag, 10. Juli 2008

202) Naturtipps hat gewonnen!

Banner: www.das-wilde-gartenblog.de

Hier gibt es alle Einsendungen zu dem Blogprojekt Gartengestaltung auf www.der-wilde-gartenblog.de




Naturtipps hat mit dem Post 194) Das Ergebnis des Projektes Weidenhütte den 2. Platz gemacht! Es ging bei dem Blogprojekt bei Das wilde Gartenblog um das Thema Gartengestaltung. So wurde das Projekt Weidenhütte zum Abschluß noch einmal richtig gewürdigt - zum einen, wiel ich Euch endlich den Abschluß des Projektes vorgestellt habe und zum anderen durch den Preis. Alle Ergebnisse dieses schönen Blogprojektes gibt es unter Beispiele kreativer Gartengestaltung.

Bild: Naturtipps-Jubiläumsaktion "Aktive Hände"

Und jetzt seid Ihr dran liebe Naturtipps-Freunde:
Bringt Eure Hände ins Spiel und beteiligt Euch an der Naturtipps-Jubiläumsaktion "Aktive Hände" - Macht alle Mit! Die Aktion läuft bis zum 31. August!

Ich freue mich auf Eure Einsendungen - gebt Euren Aktivitäten eine Chance, und stelle sie hier vor. Vielleicht gewinnt ja auch Ihr einen Preis ;-)

Sonntag, 6. Juli 2008

200) Naturtipps-Jubiläumsaktion "Aktive Hände" gestartet - Macht alle Mit!

Bild: www.naturtipps.de
Gundula Kerekes: Diese Hand sorgt für mehr Durchblick im nachhaltigeren Leben - sie recherchiert und schreibt zusammen mit der Schattenhand die Naturtipps



Der 200. Post geht bei Naturtipps online - und das wird gefeiert!
Ein Geschenk bekommen dabei alle, die bei der heute startenden Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" mitmachen:
Denn jeder Teilnehmer bekommt einen Naturtipps-Post für sich und seine Aktivität! Und das funktioniert ganz einfach!

Und damit es mehr Spaß macht mitzumachen:
Unter allen gültigen Einsendungen wird einmal das Buch "Worldchanging: A User's Guide for the 21st Century" und einmal das Buch "Der Mann, der Bäume pflanzte" verlost.


Naturtipps sucht "Aktive Hände" aus dem Tier-/ Natur- und Umweltschutz oder für ein nachhaltigeres Leben!

Fotografiert die Hände einer aktiven Person und berichtet im Rahmen eines Posts über sie und ihre Aktivitäten. Oder fotografiert Eure eigenen Hände, wenn Ihr selber im Tier-/ Natur- oder Umweltschutz aktiv seid und schreibt über Eure Aktivität/-en dabei.

Es kann dabei um private Einzelaktionen ebenso gehen wie um Verbands-, Vereins-, Organisations- oder geschäftliche Aktionen. Das heißt, das Aufziehen von verletzten Wildtieren, das Bewirtschaften eines naturnahen Gartens oder Schneiden von Kopfweiden ist ebenso interessant wie z.B. der Biolandbauer, der Biokäseproduzent oder die Verkäuferin im Naturkostladen oder der Umweltaktivist. Wer sich privat im direkten Umfeld z.B. durch das Aufhängen von Nisthilfen engagiert ist ebenso gefragt, wie der Redakteur, der über solche Themen berichtet oder der Arbeiter, der z.B. Recyclingpapier mit herstellt oder der Beamte/ Angestellte, der bei einer für den Tier-/ Natur- oder Umweltschutz tätigenden Behörde arbeitet. Ob z.B. Schriftsteller, Musiker, Komponist oder Künstler, solange es um diesen Bereich geht bei den Arbeiten...

Ob zu Wasser, an Land oder in der Luft - jeder Bereich ist gefragt.
Ob Forscher oder aktiv Ausführende - der Umweltschutz fängt bei dem Einen an und endet - noch lange nicht - bei dem Anderen.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene - Männder und Frauen - alle sind angesprochen, mitzumachen und ihre Aktivität/-en vorzustellen!
Schulaktionen, Nachbarschaftsaktionen, Stadtaktionen, Privataktionen, Vereinsaktionen, ... - stellt Eure Hände rein und schreibt dazu, was sie für den Tier-/ Natur- oder Umweltschutz oder für ein nachhaltigeres Leben machen!

Oder, oder, oder...

Im Rahmen dieser Aktion möchte Naturtipps zeigen, wie vielfältig das Engagement für eine lebenswerte Zukunft, für die Natur, für eine lebenswerte Welt ist.
Deshalb bekommt jeder Beitrag seinen eigenen Post! Denn schon in den vergangenen 199 Naturtipps wurde deutlich: Tier-/ Natur- und Umweltschutz wird auf viele Arten und in vielen Bereichen betrieben! Ein nachhaltigeres Leben hat viele Gesichter.

Wichtig:
Hier zählen die aktiven Personen - nicht die Gruppen/ Organisationen/ Vereine/ Betriebe/ Firmen o.ä. Sie können wohl mit vorgestellt werden, aber entscheidend ist der Mensch und was er mit seinen Händen für den Tier-/ Natur- oder Umweltschutz macht - schreiben, bauen, basteln, photografieren, füttern, putzen, aufhängen, festhalten, einreißen, tippen, spielen, dirigieren, ...

Teilnahmebedingungen:

1. Photografiert eine Hand/ beide Hände, am Besten, wie sie gerade für den Bereich aktiv sind. Es können z.B. auch mehrere Hände einer Gruppe/ eines Vereins sein. Es können auch mehrere Bilder von den aktiven Händen verschiedener Personen sein, falls sie zusammen aktiv sind. Es kann auch jede Person einen eigenen Beitrag mit einem Photo seiner Hände/ einer seiner Hände schicken und einem Text zu seiner Aktivität/ seinen Aktivitäten.

2. Beschreibt in einem kleinen Artikel, wem die Hände gehören und was die Person/ die Personen aktiv für den Tier-/ Natur- und Umweltschutz machen. Ist diese im Rahmen einer Gruppe/ Organisation/ Verein/ Betrieb/ Firma o.ä., kann diese ebenfalls beschrieben werden. Und denkt dran - weniger ist manchmal mehr ;-) und außerdem könnt Ihr auch noch Verlinkungen mit angeben:

3. Falls es einen Internetauftritt dazu gibt, oder andere Informationsquellen im Internet, gebt den Namen/ den Link der Seite/ -n mit an

4. Schickt Bild/ Bilder und den ausformulierten Text, so, wie er online gehen kann, an naturtipps (ad) gmail.com (als email-Adresse geschrieben!)

5. Ihr müßt die Veröffentlichungsrechte für das Bild/ die Bilder besitzen und erklärt Euch einverstanden, daß Naturtipps die Bilder veröffentlicht und auch zukünftig für den redaktionellen Bereich verwenden darf.

Also:
Nutzt die mittlerweile täglich über 100 Naturtipps-Leser, um Eure Aktivitäten als Vorbild und Beispiel für ein engagiertes und nachhaltigeres Leben vorzustellen. Naturtipps bietet Euch hiermit eine kostenlose Werbemöglichkeit für Euch/ für Eure Idee/ für Eure Gruppe/ für Euren Verein/ für Euer Unternehmen/ nicht für parteipolitische Aktionen ...
... bis zum 31. August 2008!

Macht alle Mit!

Übrigens:
Wer auch zukünftig die Naturtipps für seine Aktionen nutzen möchte, kann Mitglied im Sozialen Netzwerk Naturtipps werden. Schaut Euch einfach mal um dort und meldet Euch kostenlos an - denn eine effektive Vernetzung ist gerade im Tier-, Natur- und Umweltschutz wichtig, damit die Energien jedes einzelnen sich nicht verlaufen sondern vermehren!

Montag, 23. Juni 2008

190) Jungvogel gefunden! Und nu?

Bild: www.pixelio.de/Peashooter
Grünspechte stehen auf der Roten Liste und gehören nicht bei strömendem Regen in große Pfützen...


So stand ich heute abend da...

In der einen Hand eine Schüssel, abgedeckt mit einem Handtuch, in der ein beinahe flügger Grünspecht saß und in der anderen Hand ein dickes Fragezeichen.
Klar ist es Sonntag abend. Klar ist es bereits 20.30 Uhr und keiner mehr erreichbar... Klar war in meinem Kopf Leere...

Nein - ganz leer war er nicht. Der Vogel da drin steht unter Naturschutz, ist also sehr selten. Er saß in einer Pfütze und ruderte mit den Flügeln recht hilflos darin rum. Fangen ließ er sich in den Brennesseln - die Augen vom Brennesselblatt verhängt. So kam ich gut dran, griff beherzt so zu, daß die Flügel gut umschlossen waren und nicht flattern konnten, die Beine raus schauten und nicht klettern konnten. Und dann ab in die Schüssel, mit der ich eigentlich gerade Maulbeeren holen wollte. Und nun stehen wir hier zuhaus im Wohnzimmer.

Es hatte gehagelt, und wie - bis zu 4 cm groß werden die Eisstückchen wohl gewesen sein. Und der kleine Specht hatte sich zu früh aus seiner Höhle getraut und wurde prompt vom Baum gerissen bei dem Wetter. Nachmittags hatte ich ihn noch dort oben im Maulbeerbaum gehört...

Aber was jetzt - draußen goß es wieder in Strömen, der Wind peitschte die Bäume und Mister Mini schimpfte gerade wie es sich für einen Specht gehörte - laut und deutlich.

Der Anruf bei einer Freundin half weiter - ruf doch bei der nächsten Tierklinik an. Na klar- gute Idee, danke! Also Telefonbuch raus und Nummer gewählt - tatsächlich war jemand zu erreichen. Und noch besser, er wußte gleich, an wen ich mich wenden konnte:
Für mich war Herr Dietz aus Duisburg der richtige Ansprechpartner. Er arbeitet mit dem BUND e.V. zusammen und ist anerkannter "Vogelvater". Denn es darf laut Gesetz nicht jeder einfach rumexperimentieren mit Wildtieren, sondern eine weitere Aufzucht soll möglichst in Fachhände gegeben werden... Mittlerweile habe ich auf Wildvogelpflege.de unter "Hinweise" eine Liste mit kompetenten Ansprechpartnern und Adressen gefunden. Mein Herr Dietz ist allerdings nicht dabei.

Nach einem weiteren Telefonat war alles klar und es ging ab nach Duisburg. Bei dem Sturm war es für ihn nicht verwunderlich, daß solch ein kleiner vorwitziger Kerl aus dem Baum gefegt worden war - er war noch nicht flügge... Also richtig gemacht - allein hätte er die kommenden Tage bei dem Wetter wohl nicht durchgestanden...

Denn aufgepaßt! Nicht jeder Jungvogel, der in den Büschen sitzt und piepst ist auch gleich auf Menschenhilfe angewiesen!!! Normalerweise werden die Kleinen weiterhin von ihren Eltern versorgt, bis sie endgültig richtig fliegen können. Siehe Artikel "Jungvogelaufzucht" von der WildvogelPflegestation Marburg. Bevor man schützend seine Hände über solch ein Jungtier hält, sollte man also von weitem beobachten, ob wirklich keine Eltern zum Füttern kommen!

Zitat aus einem Merkblatt der Seite www.Heilbronner-Tierschutz.de:
"Man sollte den Vogel nur dann mitnehmen, wenn sicher ist, daß er verletzt ist und nicht mehr von den Elternvögeln versorgt wird!!! (Eine Stunde lang beobachten!)" Das Merkblatt "Jungvogelaufzucht" kann übrigens ald pdf-Datei runtergeladen werden.

Übrigens:
Unbeholfene Jungvögel sind ein gefundenes "Fressen" für Hauskatzen. Bei vielen sollte man wohl lieber "Spielzeug" schreiben, denn sattfressen können sie sich zuhause. Deshalb sollten zur Zeit der flüggen Jungvögel Hauskatzen im Haus bleiben! Nun kommen gleich wieder die Katzenfreunde, daß das doch viel zu lange wäre - nun, wenn vogelarme Gärten besser sind... allein bei uns sind es drei Haustiger, die durch die Büsche streifen. Und es gibt aus England Hochrechnungen, wieviel Vögel diese Haustiere jedes Jahr ungefähr auf dem Gewissen haben - es sind nicht wenige :-(

Zahlreiche Informationen zur Jungvogelaufzucht gibt es auch auf der Seite www.wildvogelhilfe.org.

Achtung:
Lest ruhig jetzt sofort nach, wie aufwändig es ist, einen Jungvogel aufzuziehen - denn es ist wirklich kein Kinderspiel! Also lieber rechtzeitig in fachkundige Hände geben, oder wenigstens telefonischen Rat einholen!

Macht alle Mit!
Laßt Jungvögel sitzen und beobachtet sie! Greift nur ein, wenn es wirklich notwendig ist!

Und wenn es regnet, oder der Vogel auf der Straße sitzt: Setzt ihn ins schützendes Gebüsch. Vögel riechen nicht und nehmen die Jungen wieder an... Nur sollte dieses Umsetzen möglichst zügig und nicht in Anwesenheit der Eltern geschehen, um diese nicht unnötig zu erschrecken.

Nun, ich hatte meinen neuen "Freund" probeweise auf das Dach des Gartenhauses gesetzt, von wo er gleich wieder auf die Erde flatterte - er war einfach zu durcheinander und das schüztende Gebüsch nicht dicht genug bei dem Unwetter... Und da hier viele Hunde (ohne Leine) spazieren gehen und auch Katzen ihre Runden drehen, hat Herr Dietz nun einen Pflegling mehr - toll und von hier aus noch einmal Danke für diese engagierte Hilfe!

Und wer auch mithelfen möchte, kann ja in der oben verlinkten Liste mal nach der nächsten Adresse schauen und anfragen, ob Hilfe gebraucht wird. Da ganz junge Vögel bis zu 4 mal in der Stunde gefüttert werden müssen, ist es durchaus wahrscheinlich, daß engagierte Vogelfreunde willkommen sind. Spenden übrigens auch, denn die Tiere müssen z. T. auch tierärztlich versorgt werden und brauchen Futter, Käfige, Wärmelampen und co...

Schule/ Kindergarten:
Übrigens besuchen manche dieser Gruppen oder Personen auch gerne zur Aufklärung Schulen und Kindergärten oder empfangen Gruppen. Ruft bei Bedarf einfach mal vor Ort an und fragt nach!

Macht alle Mit!

Freitag, 13. Juni 2008

184) Schnecken

Bild: www.pixelio.de/ Verena N.
Von nahem betrachtet sind sie doch schön - mein kleiner Sohn kann sie stundenlang beobachten...


Was gibt es bloß für Möglichkeiten gegen Schnecken im Garten - nur zur Abschreckung...

Tja, da überlege ich nun schon lange und teste und probiere aus...

Am effektivsten ist für ein Blumenbeet wenigstens vor allem die richtige Blumenwahl. Da gibt es einiges, was Schnecken nicht mögen:
- Pfingstrose, Rose, Hasenglöckchen, Frauenmantel, Osterglocken, Scharbockskraut, Farn, Bartnelke, Rainfarn, Kanadische Goldrute, Akelei, Kugeldistel, Schleierkraut, Ballonblume, Golderdbeere, Goldnessel, Schafgarbe, Storchenschnabel, Sterndolde, Löwenmäulchen, Nelkenarten, Eisenhut, Geißbart, Prachtspiere, Begonie, Rote Spornblume, Montbretie, Weihrauch, Alpenveilchen, Christrose, Taglilie, Purpurglöckchen, Johanniskraut, Fleißiges Lieschen, Lobelie, Pfennigkraut, Nachtkerze, Geranien, Etagenerika, Knöterich, Steinbrecharten, Fetthenne, Hauswurz, Ziest, Kapuzienerkresse, Ehrenpreis, und Nachbars Funkien sind auch immer schön :-)
- Pflanzenportraits für einige dieser Pflanzen gibt es auf www.lubera-rot.ch
- Und eine übersichtliche Liste (Botanischer Name, Höhe, Blütezeit, Standort) sowie einem weiteren Artikel über "Abwehrmaßnahmen gegen Schnecken" und einer zusätzlichen Liste über Schneckenverträgliche Gemüsepflanzen gibt es als runterladbare pdf-Datei von www.mein-schoener-garten.de

Auch bei den Kräutern kann noch einiges erfolgreich gezogen werden:
Zitronenmelisse, Majoran, Thymian, Pimpernelle, Rosmarin

Und hier noch die Gemüsepflanzen:
Chicoree, Endivie, Feldsalat, Fenchel, Mangold, Porree, Radicchio, Spargel, Tomaten, Zuckerhut, Erbsen, Zwiebel

Nun, wer trotzdem unbedingt das Schneckenfutter Nummer 1, die Tagetes, oder ähnlich begehrtes im Garten sehen möchte, hat immer noch keine Lösung. Schneckenkorn gehört nicht in die Naturtipps, Indische Laufenten sind für einen durchschnittlichen Garten zu groß und hungrig, Bierfallen locken die Allerliebsten nur aus der Nachbarschaft auch noch an...

Also weitergesucht...
Eierschalen um einzelne Pflanzen streuen soll helfen, auch Kaffeesatz wird nicht geliebt. In einer Diskussion zu dem Artikel zum Thema Kaffee und Schnecke wird auch noch das Thema der eingewanderten Nacktschnecken mit angesprochen - denn es gab sie wohl nicht immer hier...

Bei mir gibt es um einzelne Pflanzen einfach einen Zweig des Weihrauchs, der rumgelegt und zum Boden hin fixiert wird - da steht selbst die Tagetes sicher wie in einem Hexenring :-)
Und aus dem Sperrmüll nehme ich alte Aquarien/ Terrarien mit und nutze sie als schneckensichere Minigewächshäuser - funktioniert schneckensicher prima. Die Pflanzen können dann wenigstens in Ruhe keimen und die ersten cm wachsen...

Tatsächlich kaufe ich mir im Frühjahr ein paar Weihrauchpflanzen, um den Sommer über genug Zweige für anfällige Pflanzen zu haben. Ins Blumenbeet gepflanzt, können die Äste sogar direkt über den Boden zu den nachbarschaftlichen Pflanzen gelegt werden. Wichtig ist dabei, daß die Schnecken nicht drunterdurch können. Getrockneter und pulverisierter Weihrauch scheint leider nicht so effektiv zu sein.

Bild: www.schneckenzaun.info
Eine langfristig erfolgreiche Abwehr ist ein Schneckenenzaun aus verzinktem Blech.

Den kleinen Gemüsegarten habe ich langfristig erfolgreich mit einem verzinkten Schneckenzaun eingezäunt - der kostet zwar, ist aber stabil und zuverlässig sowie Kinder- und Wetterfest. Ich bin mit einem Zaun von Peter Sadlowski zufrieden. Oder im www ganz einfach beim googeln unter dem Stichwort "Schneckenzaun verzinkt" zu finden. Die Plastikzäune sind leider nicht so trittfest (wichtig besonders bei Kindern) und Kunstoff leidet auch mit der Zeit unter der Sonne und Wettereinflüssen...

Dann gibt es noch elektrische Schneckenzäune, klingt super, erscheint mir aber schwer bewuchsfrei zu halten. Zusätzlich ist er anfälliger gegen mechanische Beanspruchung und benötigt Strom über eine Batterie.

Übrigens fressen Gehäuseschnecken, besonders die Weinbergschnecken, die Gelege der Nacktschnecken. Und wer einen Igel in seinem Garten hat, kann sich ebenfalls glücklich schätzen :-)

Hier eine interessante Bastlerseite, www.pukshofer.com, zum Thema elektrischer Schneckenzaun mit Videos.

Und noch eine Diskussion auf www.tropenland.at. und einen interessanten Artikel auf www.natuerlich-online.ch: Auf der Kriechspur

Wie auch immer Ihr über Schnecken denkt - einen schönen Garten wünscht Euch Naturtipps - und laßt das Schneckenkorn im Schrank stehen, vergeßt auch das Durchschneiden und Ertränken! Ihr kommt ja doch nicht gegen sie an...

Macht alle Mit!