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Samstag, 27. Juni 2009

315) Mitmachaktion: 2010 Königinnen für das Ruhrgebiet!

Bild: Pixelio/ JPW.Peters
Bienen für den eigenen Garten...


Nein - das "Blaue Blut" kommt nicht zurück ;-)

Hier geht es eher um das "flüssige Gold"...

Hier geht es um die Bienenköniginnen, den Honig und die Bedeutung der Bienen für Natur und Mensch.

...und hier geht es ums Mitmachen :-)

Und das geht wohl relativ leicht und ist doch effektiv. Allerdings gehört dazu auch
Verantwortungsbewußtsein - denn es geht bei dieser Aktion darum, daheim einen Bienenstock aufzustellen, den Bienen wieder ein Heim zu geben... Mit dieser Aktion möchte der Verein "2010 Königinnen für das Ruhrgebiet" die Natur ins Ruhrgebiet zurück holen, denn Zitat:

"2010 Königinnen für das Ruhrgebiet!
Die Natur ins Ruhrgebiet zurückholen. Der Verein 2010 Königinnen für das Ruhrgebiet tut, was die Biene selbst nicht kann: er spricht in ihrem­­ Inter­esse.

Der Mensch überlebt ohne die Biene nicht! ­­Kein Essen ohne Bienen! Sie bestäuben fast 70% aller Nutzpflanzen. Ohne Bienen gäbe es keine Äpfel, Kirschen und Birnen, in Gärten und Feldern werden Bienen als Bestäuber gebraucht. Selbst bei Raps, der vom Wind bestäubt wird, bringen Bienen 20% mehr Ertrag.
Bienen erhöhen die Artenvielfalt. Sie machen unsere Landschaft bunter. Eine Wiese mit Bienen hat viel mehr verschiedene Blumen, und wenn eine Kuh diese Vielfalt frisst, werden Milch und Fleisch besser. Die Biene ist also nicht nur gut für die Natur, sie ist auch unverzichtbar für die Wirtschaft!

Die Biene überlebt nicht ohne den Menschen! Der Mensch braucht die Bestäubungsleistung der Bienen.
Umgekehrt aber braucht auch die Biene den Menschen. Denn um zu überleben, fehlen ihr in der freien Natur die Wohnmöglichkeiten. Zudem ge­fährden Parasiten den Fortbestand der Bienen, und die können zurzeit nur vom Menschen im Zaum gehalten werden...."

Weiter geht es auf der verlinkten Seite.

Übrigens gibt es in New York schon länger Imker, die auf Dachgärten etc. erfolgreich Bienen halten. Sie verkaufen sogar ihren New Yorker Honig. Besonders interessant ist dabei, daß Honig bei Heuschnupfen helfen kann. Der Körper wird über den Honig mit den Pollen konfrontiert und kann sich so gewöhnen. dazu ist es jedoch wichtig, daß man einheimischen Honig ißt... Nun, mit einem eigenen Volk ist das ja dann kein Problem mehr. Also könnte man mit einem Volk dann gleich mehrere Volltreffer landen :-)

Meines Erachtens ist es eine interessante Aktion, ich werde mal nachhaken und wer weiß, vielleicht gibt es im kommenden Jahr ein Bienenvolk bei uns - Honig essen wir ja eh schon super gerne :-)

Und dann fehlt nur noch eine bienenfreundliche Bepflanzung von Garten/ Balkon und Terrasse und es kommt wieder mehr Leben zu uns :-)

Samstag, 23. Mai 2009

312) "vielfaltleben", große Biodiversitätskampagne in Östereich - Ideen für Deutschland?

In Österreich begann am 22. Mai 2009, dem Internationalen Tag der
Biodiversität eine interessante Aktion. Im Folgenden ein Auszug aus der
Pressemeldung von der Seite vielfaltleben.at:

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Umweltminister Berlakovich „Gemeinden sind wichtige Partner im Artenschutz“

"Presseinformation 20. Mai 2009 Umweltminister Berlakovich am
Internationalen Tag der Artenvielfalt: „Gemeinden sind wichtige Partner
im Artenschutz“ Kampagne vielfaltleben bietet umfangreiche
Möglichkeiten und Hilfestellung dazu.
„vielfaltleben, die große Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums
gemeinsam mit NATURSCHUTZBUND, WWF und BirdLife, braucht die Gemeinden
als zentrale Partner.“ Mit diesem Aufruf wendet sich Umweltminister
Niki Berlakovich am internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai
mit einem Schreiben an alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Denn
sie können auf ihrer Fläche wichtige Maßnahmen für den Schutz der
Biologischen Vielfalt setzen.

Gemeinden haben vor Ort einen großen Einfluss auf die Entwicklung der
Biologischen Vielfalt. Dies kommt bei der Gestaltung von Grünflächen
zum Tragen, aber auch bei der Frage, ob und wie Flächen bebaut werden,
welche Straßenbeleuchtung gewählt wird u.v.m. Auch als
Informationsdrehscheibe und Vorbild haben Gemeinden große Bedeutung..."

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Der original Artikel führt die Aktion noch weiter aus.
Mich interessiert in dem Zusammenhang, was es in Deutschland für
Aktionen innerhalb von Gemeinden gibt, um die Artenvielfalt zu
erhöhen... wer weiß da Aktionen, zum Beispiel in seiner Gemeinde.

Ich kenne z.B. Baumscheibenpatenschaften zur Förderung von Grün in der Stadt.

Was gibt es noch und wo?
Es wäre toll, wenn Anregungen und Links zusammenkämen, mit denen
man dann auch mal an die eigene Stadt herantreten kann. Oder gibt es
vielleicht sogar auch solch Städteübergreifenden Aktionen, z.B. von
Land oder Bund?

Oder Aktionen von Naturschutzverbänden für Gemeinden?

Übrigens gibt es auch regelmäßige Newsletter zu "vielfaltleben", sie können über die oben verlinkte Seite angefordert werden.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

266) Knick-Check in Schleswig Holstein

Bild: © Thomas Max Müller/ PIXELIO
Hecken ziehen sich wie Lebensadern durch landwirtschaftlich genutzte Landschaften - je mehr es von ihnen gibt, umso abwechslungsreicher die Landschaft und umso höher die Artenvielfalt

"Knick-Check? Was ist nun wieder das?", verdatterter Blick...
Knicks heißen Hecken und Buschstreifen in freier Landschft, grob gesagt. Und sie werden immer weniger - wie bestimmt jeder schon beobachten konnte, der regelmäßig in den Feldern spazieren geht.
Dabei sind sie ein wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für unsere Tier- und Pflanzenwelt. Für viele Kleintiere sind sie sogar regelrechte Zugwege von einem Platz zum anderen - denn das Überqueren von großen Felderflächen ist für sie nicht möglich. Und dabei sind solche Wanderungen wichtig für den genetischen Austausch und zum Erhalt der Artenvielfalt!

In Schleswig Holstein ruft der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) jetzt aus aktuellem Anlaß alle Mitbürger auf, beim Knick-Check mitzuhelfen.

Hier der Knick-Check Aufruf des BUND Schleswig Holstein:

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Checkliste für Knicks: BUND bittet um Mithilfe

Holz ist ein begehrter Brennstoff. Seit dem 1.10. dürfen Knicks wieder „auf den Stock gesetzt“ und als Brennholz genutzt werden. Klagen besorgter Bürger in der letzten Saison zeigten, dass es häufig nicht bei einer fachgerechten Knickpflege und –nutzung blieb. Viele Knicks wurden radikal abgeholzt oder unsachgemäß „verstümmelt“. Zusätzlich liegen den Ämtern Anträge auf ein Verschieben von Knicks vor.
Der BUND hat daher eine Checkliste für Knicks entwickelt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

„Wir möchten möglichst viele Informationen über unsere Knicks erhalten, um dann auf gesicherter Grundlage gegenüber Politik und Behörden einen verbesserten Schutz für unsere Knicks einfordern und durchsetzen zu können," so der Sprecher des BUND Arbeitskreis Naturschutz, Reinhard Degener.

Die Checkliste ist so anlegt, dass jeder Laie und Naturfreund damit arbeiten kann. Jeder kann mitmachen und den Zustand einzelner Knicks oder ganzer Knicknetze dokumentieren. Einfache Angaben mittels Ankreuzen oder mit Fotos und Standortangabe genügen bereits. Ziel dieser Erhebung ist nicht eine wissenschaftliche Auswertung. Die gewonnen Daten müssen auch nicht repräsentativ sein. Der BUND möchte jedoch auf mögliche Fehlentwicklungen hinweisen können und ggf. Kontakte vor Ort knüpfen.

„Verbinden Sie doch einen schönen Spaziergang damit, mit der Erhebung unseren Knicks und damit unserer Natur zu helfen“, appelliert die BUND-Landesvorsitzende Sybille Macht-Baumgarten. „Gerade unsere Knicks sind es, die Schleswig-Holsteins Landschaft prägen und unersetzliche Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.“

Die Knick-Checkliste mit leichverständlichen Informationen ist über die Landesgeschäftsstelle Kiel erhältlich oder steht hier zum Download bereit: Knick-Check

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Und wer nicht in Schleswig Holstein lebt:
Knicks und Hecken entlang der Felder sind überall wichtig! Wenn Ihr die Möglichkeit habt, legt neue an und helft bei der Pflege vorhandener! mancherorts haben Umweltverbände diese Aufgaben übernommen. Und gerade in der kalten Jahreszeit sind helfende Hände willkommen! Ebenso bei der Kopfweidenpflege! Es gibt immer etwas zu tun!

Ob Knick-Check oder Knick-Pflege, wem immer es möglich ist:
Macht alle Mit!

Montag, 1. September 2008

229) Spinnen zum Meteorologischen Herbstanfang

Bild. www.pixelio.de/ doro52
Kein Durchgang...


Zum Frühstück noch ein paar frische Kräuter aus dem Garten- das ist Routine...
Terassentür auf, raus gehen - ähh, oh nein - das hab ich nicht gesehen - das feine Geräusch reißender Fäden an meinen Ohren - hart legen sich feste Spinnenwegfäden über mein Gesicht - der Besitzer dieses Netzes hängt neben mir in den Resten und ergreift die Flucht - wie gut, daß ich keine Wespe oder ähnliches bin - kurze Zeit später finde ich zwei riesen Netze mit gut gemästeten Kreuzspinnen vor dem Haus - eine sitzt auf einer eingesponnenen Wespe und eine auf einer Fliege...

Der Herbst kommt, heute ist bereits meteorologicher Herbstanfang - bald fliegen wieder die kleinen Spinnen an ihren Fäden durch den Altweibersommer - die silbernen Fäden habe ich auch - aber als altes Weib fühl ich mich noch nicht...;-)

Und so zeige ich den Kindern erst einmal das weiße Kreuz auf dem Rücken der Spinnen. Soweit ich einmal gelesen habe, ist auch die Kreuzspinne als Giftspinne ungefährlich für uns. Es hieß dort, ihr Biß entspräche ungefähr dem einer Wespe - wie passend, daß sie sich eine Wespe zum Frühstück gewählt hat. Bei arthropods.de lese ich nun, daß ihre Beißzangen kurz sind und sie somit kaum durch unsere Haut dringen kann. Den Kindern erzähle ich, daß Respekt vor den Tieren angesagt ist, aber keine Angst. Der Kleine pustet ans große Netz und wir sehen, wie sich die Dicke flink entfernt - die Natur ist einfach schön.

Übrigens:
Spinnennetze sind aus Eiweiß. Man sollte frische Netze nicht entfernen, da viele Spinnen die Netze auffressen, wenn sie zu schadhaft werden und somit recyclen - das spart Energie und Rohstoff - es gibt viel zu lernen für uns von der Natur!

Eingestaubt alte Netze in Haus hingegen dürfen ruhig entfernt werden. Dort ist niemand mehr zuhaus, die frißt keine Spinne mehr auf...

Übrigens haben bei mir immer ein paar Spinnen Hausrecht - sie halten mir andere Kleintiere fern - denn wenn sie irgendwo leben kann ich davon ausgehen, daß sie dort auch Futter finden. Im Winter haben wiwr meist zwei oder drei Hausspinnen. Meist sind es Weberknechte.

Stört doch einmal eine, wird ein Glas übergestülpt, eine Karte untergeschoben und der ungebetene Gast vorsichtig in Garten verfrachtet. Allerdings erst durch eine intensive Begutachtung durch die Kinder.Bild: www.pixelio.de/ Günther Dotzler
Weberknechte haben bei uns in Grenzen Hausrecht...

Mehr über Spinnen erfahrt ihr im unbebilderten Post 017) Monster -> Spinnen -> Tiere!. Dort erfahrt Ihr auch mehr über die Spinnen des Jahres 2008 - der Winkelspinne.

Spinnen beobachten ja - Spinnen zertreten nein!

Macht alle Mit!

Mittwoch, 2. Juli 2008

195) Sanfte nützliche Brennessel

Bilder: www.naturtipps.de
Jetzt stehen sie wieder riesengroß und manchen störend am Wegesrand...

"Auaaaaa - die hat mich gestochen...", Tränen in den Augen - das gibt es immer wieder. Bei den Kleinen reicht ein winziger falscher Brennesselkontakt schon für ein langes Weinen. Auch wir Erwachsenen spüren es manchmal den ganzen Tag.

Bild: Die Nadeln sind mit bloßem Auge erkennbar...

Dabei gibt es einen recht einfachen Trick gegen das Brennesseljucken:
gleich ein Löwenzahn-, Spitzwegerich-, Breitwegerich- oder Zitrinenmelisseblatt zerreiben und den Saft auf der brennenden Kontaktstelle auftragen. Oder einfach das zerriebene Blatt dort eine kurze Zeit drauf festhalten, daß der Saft einziehen kann. Dann kann wieder gelacht werden, denn recht bald ist das Jucken verrschwunden.

Dabei ist die Brennessel soooo sanft. Habt Ihr Euch schon einmal mit einem Brennesselblatt durch das Gesicht gestreichelt? Nein!? Das ist richtig schön weich, wenn es richtig geschieht.

Dafür fangen wir einmal von vorne an:
Warum brennt die Brennessel?
Damit sie nicht gefressen wird!
Und wie macht sie das?
Sie hat kleine, brüchige und hohle Nadeln auf der Blatt- und Stengelfläche. Diese Nadeln stehen schräg nach oben beziehungsweise am Blatt nach außen - denn der Freßfeind kommt für gewöhnlich von dort. In den Nadeln ist die uns - aua - bekannte Ameisensäure. Kommt man nun unvorsichtig an diese Nadeln, brechen sie ab und die Säure tritt aus. Mit ganz viel Pech dringen sie zuvor noch in die Haut ein, dann juckt es noch mehr.
Und warum dann "sanft"?
Pflücke ich nun vorsichtig ein Blatt vom Stengel, dabei zum Blatt hin ziehend, bricht nichts. Ich lege die Nadeln nieder. Streichel ich dann - vom Stengel zur Blattspitze - über das Blatt, erscheint es durch die niedergelegten Nadeln ganz weich. So kann ich es mir sogar vorsichtig über die Wange ziehen oder das Blatt durch die Finger gleiten lassen. Das beeindruckt nicht nur Kinder :-) Aber nicht andersherum streicheln, dann brechen die Nadeln und - auaaa... - der Löwenzahn wird gebraucht.

Und wird das Blatt dann geschickt zerknüllt und ein wenig zerquetscht, damit alle Nadeln am Blatt brechen und die Ameisensäure sich mit dem Pflanzensaft mischt - dann kann man es auch in aller Ruhe aufessen, das ist lecker und gesund. Die Zuschauer werden noch ungläubiger. Dann noch die Tricks genau zeigen und nachmachen lassen und die Brennessel ist plötzlich eine ganz sanfte... Und das hat sie auch verdient, so nützlich wie sie ist!

Nützlich?
Na klar! Nesselstoff zum Beispiel war früher tatsächlich aus den Fasern der Brennesselstengel - auch heute noch gibt es Produzenten von echtem Nesselstoff, z.B. auf nettleworld.com zu finden.

Wozu?
Das Material ist stabil und angenehm zu fühlen. Außerdem ist der Anbau der Brennessel sehr ökologisch - nichts da mit genveränderten Pflanzen, Pestiziden und so... sondern da gibt es eine vielfältige Tierwelt, die sich auf den Feldern wohlfühlt. Aber schaut selber nach auf der Seite von Nettleworld. Und wer Geld anlegen möchte, kann dort auch Aktien erwerben und damit den Anbau und die Verarbeitung der Brennessel fördern. Es lohnt sich also wirklich, einmal nachzulesen.

Selbst Seife gibt es dort zu bestellen...

Aber auch zuhaus könnt Ihr noch viele tolle Dinge mit der Brennessel machen:
- die Pflanze mit Wasser (und etwas Gesteinsmehl gegen den Geruch) angesetzt, ist als Brennesseljauche verdünnt ein toller Dünger und Pflanzenschutz
- die Samen sind sehr mineralstoffhaltig und gesund. das wußten schon früher die Pferdehändler und gaben "alten Mähren" ordentlich Brennessel ins Futter, bis das Fell wieder glänzte. Für uns ist es lecker, die gesammelten reifen Samen ein wenig zu rösten, dann schmecken sie wie Sesam. Aber man kann sie auch so mit ins Essen nehmen. Da gibt es sogar den Tipp, regelmäßig Samen gegen Haarausfall zu essen, ja sie sollen sogar als Aphrodisiakum wirken...

Bild: An schattigen Plätzen können das ganze Jahr über leckere junge Brennesseln geerntet werden.

- junge Blätter sind lecker gekocht als Spinat. Wer eine Fläche regelmäßig erntet, hat so das ganze Jahr gesundes für die Küche. Bei webkoch.de habe ich auf Anhieb 18 Rezepte dazu gefunden.
- die raupen vieler einheimischer Schmetterlingsarten sind auf ihr zuhaus - sie wissen zu fressen ohne sich zu verbrennen... siehe Wikipedia, Zitat:
" Schmetterlingsweide:
Für die Raupen von rund 50 Schmetterlingsarten sind die Brennnesseln eine Futterpflanze. Die Schmetterlingsarten Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs (auch als Nesselfalter bekannt), Silbergraue Nessel-Höckereule, Dunkelgraue Nessel-Höckereule, Brennnessel-Zünslereule (Hypena obesalis) und das Landkärtchen sind dafür sogar auf die Brennnessel angewiesen, andere Pflanzen kommen für diese Arten nicht in Betracht (Monophagie)"
- in der Heilkunde wirkt sie vor allem als Blutreinigungsmittel und zur Durchspülung der Blase. Die große Brennessel ist eines der ältesten Heilkräuter...

Wer mehr über diese verachtete Wunderpflanze wissen möchte, googelt am besten einmal selber - und bis dahin laßt der Wunderpflanze Platz in Eurem Garten und behandelt sie mit Respekt!

Es gibt übrigens über 613.000 Einträge - und jetzt auch noch diesen Naturtipp :-)

Samstag, 7. Juni 2008

180) Tag der Ozeane

Bild: www.pixelio.de/ Knaddldaddl
Korallenbleiche - das Totengerippe einer einst bunten Welt


Der blaue Planet - vom Weltall aus gesehen ist die Erde der blaue Planet...
Von der Erde aus betrachtet wird sie immer mehr der geplünderte, der tote Planet...

Die recherchen zum Tag der Ozeane machen traurig und verderben den Appetit - den Appetit auf Meeresfisch, gleichgültig ob zertifiziert oder aus Bioaquakultur, ob konventionell oder illegal gefangen...

Die Meere werden so sehr geplündert und übernutzt, daß anstatt der Angelleine nur noch eine stabile Ankerkette hilft - alle Fischerboote gehören angekettet, wie es scheint... Wer weiß da eine Lösung?

Ernährungstechnisch heißt es, wir sollen 2mal wöchentlich Fisch, am Besten Meeresfisch, essen - ökologisch gesehen kann davon momentan nur abgeraten werden. Denn die Meere sind spätestens 2050 wirtschaftlich leer gefischt, wenn es so weitergeht wie bisher. Es muß wesentlich sensibler mit diesem Lebensraum umgegangen werden.

Zur Zeit kann er ein klein wenig durchatmen, da laut Presselmeldung von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. aufgrund der hohen Treibstoffpreise Fischerboote nicht auslaufen - der Diesel kostet mehr, als der Fang einbringt... Davon profitieren auch die Meeressäuger, die massenweise als Beifang in den Netzen und an den Angelleinen ums Leben kommen. Als Kadaver häufig wieder über Bord gehen...

Beifang - wertlos und lästig...
Tiere - wertvoll und lebenswert!

Sehr aufschlußreich über den schlechten Umgang der Menschen mit den Ozeanen ist der Bericht des WWF: Unsere Ozeane: geplündert, verschmutzt und zerstört.
Der 20seitige reich illustrierte Bericht ist als pdf-Datei runterladbar.

Interessante Gedanken zum Tag der Ozeane gibt der Artikel "Kieler Forscher warnen vor nachhaltigen Veränderungen". In ihm wird auch über Gedanken zur zukünftigen Nutzung der Ressourcen geschrieben - Gedanken, die wiederum zu denken geben.

Ach ja - eigentlich ist es ein Tag, an dem die Ozeane gefeiert werden können:
"Seit dem UN-Umweltgipfel von Rio de Janeiro 1992 wird am 8. Juni inoffiziell, aber weltweit, der "World Ocean Day" gefeiert.", wird im Artikel ""Tag der Ozeane" im Tiergarten Schönbrunn" berichtet.

Nachdem Naturtipps schon mehrmals darauf hingewiesen hat, nur zertifizierten Seefisch zu kaufen, kommt langsam die Frage auf, ob wir überhaupt noch Seefisch essen sollten...

"Welche Alternativen gibt es ernährungstechnisch?", frage ich hiermit alle Naturtipps-Leser! "Ist Meeresfisch wirklich so wichtig in der Ernährung?" Ich bin gespannt auf Eure Kommentare...

Und hier noch das Motto dieses Jahres:
"Helping our climate, helping our ocean with a special focus on coral reefs"

Das bedeutet so viel wie:
"Wer unserem Klima hilft, der hilft unseren Ozeanen - mit speziellem Focus auf die Korallenriffe"

Übrigens:
2008 ist unter anderem das internationale Jahr des Riffs!

Mit anderen Worten, neben dem Reduzieren des Fischverzehrs und bewußtem Kauf von Fisch (Post 33) und 35) helfen auch alle Maßnahmen zum Klimaschutz den Meeren!
Und verzichtet im Urlaub auf den Kauf von Korallen, Muscheln und anderen Souveniren aus dem Meer - zumal viele im Urlaubsland angebotenen Dinge gar nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen...

Wer noch weiß, wie wir im eigenen Leben den Ozeanen helfen können - schreibt es als Kommentar!

Macht alle Mit!

...und schaut Euch das Video zu "Deep Blue" auf dem Sozialen Netzwerk Naturtipps an - eigentlich ist das Meer schon gut eingerichtet, auch ohne den Menschen...

Freitag, 30. Mai 2008

172) Urlaubstipp: Kameruns Wildnis bei ökologischer Safari kennenlernen

Bild: Wild Planet Ecoprojects (WPE) - Naturverträglicher Tourismus in Kamerun


Da noch nicht jeder Sommerurlauber weiß, wohin es gehen soll und das perfekte Ziel noch immer nicht gefunden ist, hier ein Tipp für Safari-Freunde:

In Kamerun gibt es ein Projekt, welches den Schutz der wildlebenden Tiere an vorderste Stelle stellt! Hierzu wird die einheimische Bevölkerung mit in das Projekt einbezogen. Somit bekommt der Schutz der Tiere für jeden einen Sinn - denn durch die Kommerzialisierung des Tierschutzes gibt es ein Ziel für die Bevölkerung: den Erhalt der Tierwelt zum eigenen Überleben!

Nicht
"Bushmeat verkaufen"
sondern
"mit Touristen durch die Landschaft laufen"
soll hier die Devise sein, damit Devisen ins Land kommen!

Also, wer einmal Elefanten und die anderen wilden Tiere von nahem sehen will und sein Geld nicht an irgendwelche Investoren weitergeben will - hier ist das richtige Ziel:

“Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

Übrigens:
Das Projekt läuft unter anderem durch das Engagement von Wolfgang Heilmann (Utopia Profil), er ist Gründer und Initiator dieses Projektes zum Naturbezogenen Tourismus!

Ein informatives Interview mit ihm findet Ihr auf gutenachrichtenreporter.wordpress.com

Eine gute Reise wünscht Euch Naturtipps, und schickt ein paar Bilder rüber ;-)

Übrigens könnt Ihr auch von zuhaus aus helfen, denn bei dem Projekt gibt es noch viel zu machen - klickt einfach mal rein! Als ehrenamtliche Helfer vor Ort könnt Ihr dort sogar kostenlos wohnen...
Spenden für die Arbeit vor Ort sind ebenfalls willkommen ;-)

Verfolgt die Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt".

Dienstag, 20. Mai 2008

165) Artenvielfalt selber aktiv fördern

Bild: www.naturtipps.de
Artenvielfalt im eigenen Garten - hier tummeln sich gerade 9 verschiedene Pflanzen auf nicht mal einem qm: Efeu, Giersch, Goldnessel, Pimpernelle, Erdbeere, Hasenglöckchen, Sonnenauge, 1 Nelkenart und Majoran. Jede wächst und blüht zu ihrer Zeit... und in dieser kleinen grünen Wildnis leben viele kleine Tiere von denen z.B. die Gartenvögel leben...


Es ist toll, daß sich die Politiker Gedanken um die Welt machen und was für edle Begriffe sie dafür wählen: "Biodiversität" ist das Thema dieser langen gemeinsamen Woche in Bonn... ich übernehme lieber den leicht verständlichen Begriff "Artenvielfalt". Die Definition des Begriffes "bio-diversi-was" gibt es bei UTOPIA.

Noch besser ist es, wenn wir alle jetzt sofort schon mal aktiv werden und selber die Artenvielfalt erhalten und fördern.
Wie?
Ganz einfach - vor der eigenen Haustür!

Naturtipps gibt ja reichlich Ideen dazu... Das wichtigste ist vor allem, daß wir, anstatt in der Welt um uns herum dauernd aufzuräumen, einfach mal in unseren Köpfen aufräumen:

Was ist wirklich wichtig?

Wie "ordentlich" muß es um mich herum wirklich sein? Garten, Park und co...


Kenne ich eigentlich alles, was ich sehe?
Denn was ich kenne, kann ich noch besser lieben und ist auch keine Unordnung mehr. Ein Löwenzahn ist ein schwer zu entfernendes Unkraut ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten ist lecker in Quark und Salat ist lustig für Kinder ist...

Eine Distel ist ein stacheliges etwas im Garten ist für viele Insekten wichtig ist als Nickende Distel Blume des Jahres 2008...

Der Giersch ist ein stark wucherndes Unkraut ist wichtig für Insekten ist lecker als Spinat...

Die Vogelmiere ist ein stark ausäendes Unkraut im Gemüsegarten ist gesund und lecker im Essen...

Die Wildbiene lebt allein ist friedlich und klein bestäubt unsere Nutzpflanzen...

So könnte ich eine lange Liste von Tieren und Pflanzen aufstellen, die viele in ihrem Garten verachten und ausmerzen, die aber ein wichtiges Puzzlestein im Ganzen sind - Artenvielfalt beschäftigt momentan viele Politiker und Wissenschaftler, nicht nur in Bonn.

Artenvielfalt sollte auch jeden einzelnen beschäftigen - zuhaus, vor der Haustür!

Surft einmal durch die Naturtipps, jeder einzelne kann schon im Alltag soviel machen! Sei es durch
- das Aufhängen von Vogelnistkästen,
- die Unterstützung von Wildbienen und Hummeln, nicht nur durch viele einheimische Blumen und Sträucher im Garten
- das Kennenlernen von Tieren und Pflanzen
- dem Anlegen eines Goldfischfreien Teiches
- das Säen von Bäumen zusammen mit Förstern
- abwechslungsreiches Gestalten eines Grabes
- das Anlegen von Blumenwiesen anstatt ausrollen von Rollrasen
- das Erhalten alter Nutzsorten, denn sie bergen viele wichtige Gene und dulden mehr Vielfalt um sich herum, da sie robuster sind
- Pflegen und Nutzen von Weidenbäumen
- aktiven Amphibienschutz
- den "ungewöhnlichen Winterschlaf" des Blumenbeetes und der richtigen Winterruhe für den Garten
- das Mitmachen bei einer aktiven Gruppe von "Guerilla Gärtnern", derer gibt es schon einige, die auch "offiziell" arbeiten...
- dem bewußten Konsum mit ökologisch verträglichen Produkten vom Biobauern und nachhaltig gefangenem Fisch, geschlagenem Holz...
-> Stichwort LOHAS


Ihr seht, schon allein hier bei Naturtipps ist die Liste lang, was jeder einzelne für den Erhalt der Artenvielfalt leisten kann! Also, schaut und hört in den Medien aufmerksam zu, was die Politiker erzählen und planen und werdet parallel selber aktiv!

Denn es geht nicht nur um den Schutz und Neuaufbau der Wälder... es geht um viel mehr...es geht um jeden Quadratmeter Erde...

Wenn viele Kleine, wenn wir alle, gemeinsam etwas machen, wird es ebenso ein Großes wie bei den wenigen Großen in Bonn, wenn nicht noch Größer ;-)

Und - ganz wichtig - lehrt Eure Kinder und Enkel, die Natur zu schätzen, mehr zu schätzen als Marken, Werbung und Konsum - denn sie ist es, was zählt!!! Nach dem Motto:
Lieber einen Spatz im Garten als ein Logo auf dem Shirt :-)


Also:
Werdet selber aktiv! Macht alle Mit!