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Sonntag, 21. Dezember 2008

292) Keine Palmölkerzen für Kirche und Haus

Weihnachtszeit - Kerzenzeit
Kerzenzeit - Palmölzeit
Palmölzeit - Feuerzeit

Es ist wirklich traurig, wie schwer es ist, in unserer Wirtschaft ein nachhaltiges Leben zu leben! Manchmal könnte man wirklich verzweifeln - z.B., wenn sogar die Opferkerze flammende Urwälder hinter sich herziehen kann, wenn sogar die Kerzen am Adventskranz indigenen Völkern die Heimat nehmen können. Bereits im vergangenen Jahr gab es bei Naturtipps den Post 037) Aktion: Kein Palmöl in Kerzen
mit einer Unterschriftenaktion von dem Verein Rettet den Regenwald e.V.
Und dieses Jahr ist es wieder Thema, gibt es wieder eine Unterschriftenaktion gegen Palmöl in Kerzen - das gleiche Problem, aber eine andere Firma... Zitat:

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In Deutschland brennen Palmölkerzen - in Indonesien Regenwälder

In Deutschland brennen nicht nur zu Weihnachten Palmölkerzen, sondern in Kirchen sogar das ganze Jahr. Das Kölner Traditionsunternehmen Kerzen Schlösser beliefert kirchliche Einrichtungen in der gesamten Bundesrepublik. Für Palmöl werden in Asien die Regenwälder abgefackelt, eine Katastrophe für die Artenvielfalt, die dort lebenden Menschen und das Weltklima. Kerzen Schlösser ist sich des Problems bewusst, aber aus Kostengründen setzt die Firma auf billiges Palmöl aus Asien.

Protestaktion
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Übrigens gibt es beim Kauf von Kerzen noch mehr zu beachten - denn sie können auch ganz akut Schadstoffe beinhalten, die beim Verbrennen dann in die Raumluft gelangen. Mehr dazu im Post 046) Kerzen gießen und BUND Ökotipp: Kerzen aus schadstoffarmen Rohstoffen

Und diesen Sommer werde ich mir endgültig etwas zum solaren Kerzenschmelzen bauen. Von Imkern kenne ich solche Kästen zum Schmelzen der Wachswaben. Sie sind innen schwarz, oben ist eine Glasscheibe drauf und wenn die Sonne scheint, wird es darin so heiß, daß die Waaben schmelzen... Hat vielleicht jemand eine Bauanleitung dazu, oder einen kleinen alten solaren Schmelzer abzugeben? Und dann muß ich unten nur Kerzenformen mit Docht aufstellen, in welche das Wachs laufen kann - aber das ist mit dem Sandkerzentipp im Post 046) ja auch kein Problem...
Und die Kerzen können dann im kommenden Jahr zu Weihnachten verschenkt werden - vielleicht sogar an die Menschen, die vorher Wachsreste "gespendet" haben ;-)

Also ran, Wachsreste sammeln!
Im Sommer heißt es dann: Kerzenreste recyclen!

Macht alle Mit!

Freitag, 22. August 2008

220) Gentechnikfrei einkleiden

Das wird immer schwieriger... Warum? Nun - Genmanipulierte Baumwolle kommt zunehmend in die Läden, ohne dass wir davon wissen. So berichtet jedenfalls der NABU Artikel : Gentechnik auf unserer Haut Ist Gentechnik unverzichtbar für den Baumwollanbau? Nun wundern sich gewiss einige, dass die Gentechnik auch hier ist... Oh ja, auch bei Baumwolle werden immer mehr gentechnisch veraenderte Pflanzen verwendet. Mehr dazu z.B. im Film “Monsanto, mit Gift und Genen" (http://genfood.wordpress.com/2008/05/30/video-monsanto-mit-gift-und-genen-2/), bei 1 Stunde 15 Minuten. Wer Kleidung aus Gentechnikfreier Baumwolle möchte, muss also wohl erstmal auf Ökokleidung zurückgreifen. Wer Lieferanten weiss, kann sie bitte als Kommentar nennen. Denn das scheint nicht ganz so einfach zu sein, wie eine spannende Diskussion bei utopia.de zeigt: Otto & Co: zwischen Schein und Sein? Hier geht es nicht nur um OTTO... Übrigens: Auch Baumwolle, erst recht ökologische Baumwolle, ist ein begrenztes Gut! Es wird Zeit, won der Gewohnheit Abschied zu nehmen, staendig neues nach der aktuellen Mode zu kaufen! über die Masche "Mode" wird so viel schlechte Qualitaet verkauft, dass es komisch ist, das wir uns Jahr für Jahr darauf einlassen. Gut verarbeitete Kleidung hält problemlos mehrere Jahre! Sie kostet nur auf den ersten Blick mehr - umgerechnet ist sie deutlich günstiger! Individualitaet anstatt Mode - designed Eure Sachen selber. Kauft etwas gut verarbeitetes und gestaltet es selber so um, dass es Euch Spass macht. Dann ist Eure Kleidung auch nach einer Saison noch "in" - und Mode "out" ;-)

Früher in der Schule haben wir die Sachen dann sogar zum Teil getauscht. Das hat Spass gemacht und war toll.

Denn 2mal im Jahr neue Klamotten, das kann nicht für alle nachhaltig geschehen! Wenn das gleich unsere Kinder schon lernen, dann werden sie es spaeter leichter haben, nachhaltig zu leben! Allerdings: Wir müssen es ihnen vorleben! Etwas Neues ist etwas besonderes - und schon sind wir bei dem Thema Second Hand - hier gibt es viele tolle Sachen, die keine neuen Ressourcen verbraucht haben...

Ausserdem können Flicken Sachen erst interessant machen - etwas Kreativitaet und schon ist der Alltag, das Gewöhnliche fort - Naehkurse gibt es z.B. bei der VHS oder kirchlich organisierten Bildungswerken ;-)

Geschenkidee:
Schenkt doch einfach mal einen Gutschein für Kleidung aus ökologischer Baumwolle, oder für einen Second Hand Shop...

Macht alle Mit!

Noch immer Naturtipps ohne Bilder und mit "ae" und "ss" - aber nach dem Urlaub gibt es sie wieder "richtig" :-)

Mittwoch, 20. August 2008

219) BUND.net: Kreativwettbewerb: prima Klima – ohne Kohlekraftwerke

Die Schule faengt in immer mehr Bundeslaendern an - und passend dazu gibt es vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) den folgenden Kreativwettbewerb:

Quelle: Pressemitteilung des BUND
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"Prima Klima – ohne Kohlekraftwerke!"

BUND startet Kreativwettbewerb für mehr Klimaschutz

Berlin: Unter dem Motto „Prima Klima – ohne Kohlekraftwerke!“ ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu einem Kreativwettbewerb auf. Gesucht werden Motive, die sich mit Kohlekraftwerken und Klimazerstörung auseinandersetzen. Die besten drei Beiträge sollen im kommenden Dezember parallel zur UN-Klimakonferenz in Posen (Polen) als Anzeigen in deutschen Tageszeitungen erscheinen. Einen ersten Aufschlag lieferte die Agentur Scholz & Friends aus Hamburg.

Der Umweltverband möchte mit dem Wettbewerb auf den geplanten Bau von deutschlandweit mehr als 25 Kohlekraftwerken aufmerksam machen, die für einen zusätzlichen Ausstoß von etwa 183 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich wären. Das Klimaschutzziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken, könne so nicht erreicht werden. Die dafür verantwortlichen deutschen Energiekonzerne versuchten hingegen, sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen.

Norbert Franck, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BUND: „Die großen Energieunternehmen überbieten sich in ihrer Klima-Rhetorik. Doch statt konsequent die CO2-Bremse zu ziehen, planen Vattenfall, E.on, RWE, EnBW & Co. in Deutschland mehr als 25 neue Kohlekraftwerke. CO2 wollen sie vergraben statt vermeiden. Das ist alles andere als eine kreative Lösung der Energie- und Klimaprobleme. Wir freuen uns auf viele Beiträge, die dem Greenwashing etwas entgegensetzen.“

Mehr Informationen

Zeichnungen, Fotos, Collagen – jede Darstellungsform ist erwünscht und kann bis zum 15. November unter www.bund.net/kreativwettbewerb eingereicht werden. Auf dieser Website ist auch eine druckfähige Vorlage des Motivs von Scholz & Friends als Download zu finden.

Alle Beiträge des Wettbewerbs und weitere Hintergrundinformationen finden Sie unter www.bund.net/klimaschutz.

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So bekommt der Kunstunterricht ein Ziel! Und die Notwendigkeit des Themas kann gleich übernommen werden in andere Unterrichtsfaecher, z.B. nach dem Motto: "Sind Kohlekraftwerke nachhaltig?", oder allgemeiner: "Wie sieht eine nachhaltige Stromwirtschaft aus?". Oder: "Was ist greenwashing? Gibt es das auch in anderen Bereichen?", oder...

Übrigens:
Mitmachen kann jeder - auch privat!

Macht alle Mit!

Sonntag, 30. März 2008

125) Hummelköniginnen helfen

Bereits im warmen Februar waren sie das erste Mal zu beobachten, und noch immer fliegen viele von ihnen suchend durch Gearten, Parks und Naturflaechen - die Hummelköniginnen. Als einzige ihrer Art überleben sie den Winter. Und jetzt heisst es, ein neues Volk aufzubauen - Ihr könnt ihnen dabei helfen.

Auf NABU.de gibt es gute Tipps dazu:

U.a. eine leichte Hilfe zum erfolgreichen Aufpaeppeln von Hummelköniginnen, Zitat:

"Findet man eine entkräftete Hummelkönigin im Garten oder auf der Terrasse, lässt sich dem Tierchen recht einfach helfen. Man kann Ihre Majestät mit bloßen Händen oder einem Stück Papier vorsichtig aufheben. Dann sollte man einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen und dem Tier per Löffel anbieten. Innerhalb einiger Minuten kann sich die Hummel mit ihrem langen Saugrüssel mit bis zu einem Drittel Teelöffel Energie betanken."

Aber auch Tipps zum Bau von Nistkaesten und weiterführende Links zu dem Thema sind vorhanden.

Naturtipps in eigener Sache:
noch bin ich im Urlaub, weshalb die Naturtipps knapp ausfallen - aber die News sind weiterhin auf dem neuesten Stand. Ab Donnerstag bin ich wieder ganz für Euch da. Bis dahin viel Erfolg beim Anlegen eines Hummelnistkastens...

Geschenkidee:
Verschenkt doch einfach mal solch einen Nistkasten an einen Gartenfreund!

Macht alle Mit!

Mittwoch, 26. März 2008

121) Das Fahrad - Tuning statt Neukauf

Fliegendes Fahrrad

Bild: www.pixelio.de/ M.Hauck, Ein sorgfaeltiges Fahrradtuning verleiht, fast, Flügel...

Vom Tunen halte ich ja eigentlich nichts - beim Auto. Jetzt ist mir aber ein Artikel über das Tunen des eigenen Fahrrades bei prcenter.de über den Weg gelaufen.
Die Tipps sind zwar nicht Richtung Umweltschutz ausgelegt, aber ein altes überholtes Rad ist doch mehr wert im Sinne der Nachhaltigkeit, als ein Neues. Auch der Verkehrsclub Deutschland hat Tipps für das frühjahrsfitte Fahrrad.

Wer schnell fahren möchte, muss vielleicht auch einfach mehr trainieren...

Ich selber bin sehr zufrieden mit einem 20 Jahre alten überholten Rad von einer netten Nachbarin. Für die taeglichen Fahrten reicht es vollkommen und die Gefahr des Diebstahls ist auch nicht so gross. Denn ehrlich gesagt ist es mir mehr wert, mit vollen Einkaufstaschen in der Hand das Rad wieder vorzufinden anstatt ein nagelneues Fahrrad nicht wieder zu sehen.

Übrigens ist das besonders für Kinder und Jugendliche eine tolle Aktion. Zum Beispiel können Gruppen einen Fahrradtag veranstalten und Eltern, die geschickt sind dabei, helfen mit. Oder es wird ein Fahrradbüro oder eine ehrenamtliche Fahrradwerkstatt gemeinsam besucht. So lernen die jungen Fahrradbesitzer viel über ihren treuen Untersatz und werden gleichzeitig um ein gute Stück selbstaendiger. Meist gibt es auch in der Nachbarschaft einen Fahrradfan, der mit Tipps und Werkzeug helfen kann - vielleicht gibt es dann nach erfolgreichem Tuning noch einen hausgebackenen Kuchen, das fördert dann auch gleich die Nachbarschaft...

Vielleicht gibt es auch eine Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) vor Ort, die weiterhilft. Sie sind im Allgemeinen sehr hilfsbereit.

Also, wer noch Tipps zum Fahrradtuning hat, möglichst noch zu ökologischen Alternativen - bitte schreibt sie als Kommentar dazu.

Ansonsten:
Macht Eure alte Möhre wieder attraktiv für den Sommer!
Macht alle Mit!

Nachtrag am 1. April 2008, gefunden bei dem pressedienst-fahrrad:
Das ehrliche Dutzend

Der pressedienst-fahrrad kennt sich in Sachen Radfahren aus. Wir wissen auch, warum man nicht Rad fahren sollte. Je genauer man sich das Radfahren betrachtet, desto deutlicher wird dies. Das gilt auf der individuellen wie gesellschaftlichen Ebene.

1.Radwege sind viel zu teuer
Weil Parkplätze so knapp sind, parken Autofahrer ihre Autos mit Vorliebe auf Radwegen. Sie verknappen, rein volkswirtschaftlich betrachtet, also das eh schon knappe Gut Radweg und machen es dadurch teurer. Wahrscheinlich ist das die solideste Erklärung dafür, warum die Verantwortlichen in den Ländern und Gemeinden so wenig neue Radwege bauen. Angesichts der leeren Kassen in den Ländern und Gemeinden hieße es, die Verschuldung der Öffentlichen Hand ins Unermessliche zu steigern, wenn Radfahrer in dieser Situation nach breiteren oder besseren oder einfach nur mehr Radwegen verlangten. Radfahrer, lasst ab von Euren Forderungen nach sicheren Radwegen! Schnallt den Gürtel lieber enger und steigt um aufs Auto, auf dass die Öffentliche Hand eine Chance hat, saniert zu werden.

2.Männer bleibt potent, bleibt vom Rad!
Radfahren ist ungesund. Männer macht der schmale Rennsattel impotent, Frauen frigide. Selbst breite Sättel schnüren in Teilen die Blutzufuhr zu den Geschlechtsteilen ab und stehlen so die Lust. Wer dieser Gefahr entkommt oder sie einfach nur ignoriert, dem droht gleich ein nächstes Ungemach: Radfahren macht süchtig. Das geht so weit, dass Männer ihre blitzenden und blinkenden Hochleistungsrennmaschinen mit ins Wohnzimmer, ja sogar mit ins Schlafzimmer nehmen. Und dort? Na klar, dort grapscht Mann dann nach Felgen oder gelgepolsterten Rennsätteln (siehe oben). Er schielt auf reversgeschnickelte Speichen und vollgekapselte Naben. Das Ergebnis ist längst bekannt: Deutschland gehen die Kinder aus!

3.Gegen Konkurse der Fitnessstudios
Einschätzungen der Fachleute zufolge gehen die meisten Fitnessstudios deshalb in den Konkurs, weil sie es nicht schaffen, ihre Kundenparkplätze ausreichend nahe der Laufbänder zu platzieren. Servicewüste Deutschland! Glaubt man denn wirklich, dem Kunden eines gediegenen Sportstudios auch noch den schweißtreibenden Weg vom Automobil zum Gerät zumuten zu müssen?
Ähnliches gilt für die gesamte Fahrradindustrie einschließlich Zulieferern. Sie alle bauen auf einen Megatrend, nämlich Sport und Wellness, vergessen darüber aber eine Erkenntnis: Die meisten Radbesitzer hätten nach eigener Aussage rein gar nichts gegen das Radfahren, wenn das nicht mit Bewegung verbunden wäre. Deshalb unser Rat an diejenigen, die noch kein Rad haben: Lasst doch gleich die Finger davon!


4.Der technische Fortschritt radelt nicht
Auch Low-Tech-Image Künstler sind oft seismografisch, wie der für wissenschaftliche Einschätzung geschätzte Filmemacher James Cameron: „Nach der 3D-Technik wieder auf 35mm-Film zu wechseln, ist technisch gesehen so, als ob man vom Auto wieder aufs Fahrrad umsteigt“, erklärte James Cameron in einem Interview bereits vor Jahren. Wollen Sie wirklich auf einem rückständigen Fortbewegungsmittel gesehen werden?
(Quelle: http://kino.de/newsvoll.php4?typ=movienews&nr=170094 )

5.Verschönern Sie den Bahnhofsvorplatz
Stellen Sie Ihr Rad deshalb bitte dauerhaft in Ihrer Garage ab oder lagern Sie es in Ihrem Keller ein. Vor dem Bahnhof muss Platz für Drogenhandel und Prostitution sein, Fahrräder egal welchen Alters und Pflegezustand können dort nicht in größerer Zahl gelagert werden.

6.Stilfrage
Weder Doc Martens, noch Cowboystiefel oder Harley-Boots sind mit Klickpedalen kompatibel. Ein echter Mann kann deshalb überhaupt nicht Rad fahren. Er hat deshalb auch kein Fahrrad! Frauen übrigens auch nicht, oder kennen Sie einen Fahrradhersteller, der sein Sortiment auf die Farbskala der L’Oréal-Lippenstifte abgestimmt hat?

7.Sado-Maso oder was?
Der sicherste Weg zu einem schmerzverzerrten Gesicht binnen weniger Minuten ist eine Radtour: Erst schmerzt der Po, dann kneift der Nacken, Genitalien und Hände wetteifern, wer zuerst taub ist und das Gerüttel sorgt für reichlich Kopfschmerzen! Wer sich oder andere quälen möchte, der steigt aufs Rad. Schmerzfreies Radeln ist der Yeti unter den Versprechen der Ergo-Berater!

8.Nur für Maschinenbauer
Links schaltet der kleine Hebel in einen leichteren Gang, der große in einen schwereren. Rechts sorgt der große Hebel für Erleichterung, der kleine hingegen bringt Tempo. Vermeiden Sie zudem die Schaltkombinationen „groß-groß“ und „klein-klein“. Ach ja, bei Kettenschaltung sollten Sie beim leichten Pedalieren schalten, bei der Nabenschaltung hingegen einen Bruchteil einer Sekunde aussetzen... Nach einem Maschinenbaustudium beherrscht jeder sein Citybike, versprochen!

9.Generalverdacht
Olympische Spiele und Weltmeisterschaften haben ihren Glanz verloren nachdem Radsportler anfingen, mit unerlaubten Mitteln ihre Siegeschancen zu erhöhen. Angestachelte Medien haben dies nun unberechtigterweise auf alle anderen Sportarten übertragen und uns den Spaß am TV-übertragenen Sport vermiest. Nicht der Laster ist aller Übel Anfang, sondern der Radler im engen Lycra-Dress! Um allen Medienschaffenden die Grundlage ihrer Hetz-Berichterstattung zu entziehen, müssen auch die Sonntagsradler vom Rad steigen. Ein für alle Mal!

10.Den Fahrraddieben das Handwerk legen
Sie sind die Pest der Innenstadt, herumstreunende Fahrraddiebe, die nebenberuflich drogenabhängig und wohnungslos sind. Will man die Gesellschaft von dieser Geisel befreien, so gibt es nur eine wirkungsvolle Maßnahme: Stellen Sie das Fahrradfahren ein und entsorgen Sie Ihr Rad auf dem Werkstoffhof. Wenn es Ihnen alle Bundesbürger gleich tun, ist den Halunken die Existenzgrundlage entzogen!

11.Nur Fanatiker radeln
Und wieder einmal ignoriert die Religion den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis: Im deutschsprachigen Raum wird jährlich anlässlich der Vorosterzeit das „Autofasten“ propagiert (www.autofasten.de). Ein angesichts der Erkenntnis, dass die Autoindustrie Hauptsäule unserer Wirtschaft ist, unverantwortlicher, ja subversiver und staatszersetzender Akt zivilen Ungehorsams, der viele Tatbestände der Anti-Terror-Gesetze erfüllt. Aufrechte Staatsbürger fahren Auto!

12.Stoppt die Umweltverschmutzung: stoppt das Radfahren
Karl T. Ulrich, Professor an der Wharton School der Universität von Pennsylvania, schockiert die radelnde Ökoszene mit folgender These (http://www.nytimes.com/2006/07/22/business/22online.html?_r=2&oref=slogin&pagewanted=print&oref=slogin): Mit dem Rad unterwegs zu sein verursacht mehr Umweltschäden als das Herumfahren in einem Automobil. Wie kann das sein? Ulrich, der wie sein radelndes Namenspendant mit zwei „L“ bei der Arbeit bisher nicht des Dopings überführt wurde, argumentiert messerscharf: Radfahrer leben gesünder und damit länger. In diesem verlängerten Leben konsumieren sie mehr Energie als sie durchs Radeln einsparen.

Bitte beachten Sie die Sperrfrist zu diesem Artikel: 01.04.08

Montag, 17. März 2008

113) Gewinnspiel: Kuckuck - Vogel des Jahres 2008

Photo: wikipedia/ Per H. Olsen

Jedes Jahr gibt es einen "Vogel des Jahres" - das sind Vogelarten, die besonders bedroht sind oder für einen Lebensraum besonders typisch. Ausgewählt wird die jeweilige Vogelart vom NABU zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern. Seit 1971 gibt es schon diese Aktion. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Vogelarten intensiv vorgestellt und behandelt.

Dieses Jahr ist es also der Kuckuck! Bekannt aus alten Kinderliedern und von manchem Sprichwort... Auch der Ruf dieses Vogels ist den meisten vertraut. Ein Bild von ihm sah manch einer spätestens im Biologieunterricht aufgrund des ungewähnlichen Brutverhaltens. Eigentlich also ist er gut bekannt und doch wird er immer seltener, dieser ursprüngliche Allerweltsvogel. Wem Ruf und Aussehen nicht vertraut sind, kann sich das Video zum Kuckuck vom NABU anschauen.

Der NABU möchte es nun genau wissen und hat ein Gewinnspiel gestartet:
Aktion „Schon gehört?"
Meldet dem NABU den ersten Kuckuck und macht mit bei der Gewinnaktion!


Aber auch ansonsten hat der NABU zahlreiche interessante Informationen und Materialien zu diesem grauen Vogel auf seiner Seite zusammengestellt, u.a.:
- Link zur "Lernwerkstatt zum Kuckuck" für Grund- und Förderschullehrer vom matobe-Verlag
- Mitmachaktion: Kuckuckskartierung
- Bastelbogen für ein Kuckucksmobile
- (Kultur)historische Betrachtungen zum Vogel des Jahres 2008
- Geschichte der Schwarzwälder Kuckucksuhren
- Steckbrief des Kuckucks
- Wie der Brutparasit die Wirtsvögel ausnutzt
- Der Zugvogel
- Schutz und Hilfe
- Literaturhinweise und Adressen von Experten
- online-Kuckucksspiel
- viele aktuelle Termine rund um den Kuckuck

Also, Ohren auf und bis zum ersten Ruf einfach mal die NABU-Seite zum Kuckuck durchsurfen!

Schöne Bilder zu dem Vogel gibt es auch auf natur-lexikon.com

Macht alle Mit!

Dienstag, 26. Februar 2008

097) Weidenhütte wächst weiter

Ups - mit Naturtipps surft Ihr am Puls der Zeit - und das war diesmal zu schnell! Der Post 097) sah heute morgen noch anders aus - ich hatte eine WWF-Nachricht weiterverarbeitet, die morgen erst kommen soll! Also, im Post 098) könnt ihr dann lesen, was Ihr heute morgen schon lesen konntet...was das ist?...Überraschung ;-)

Hier also die Alternative:

Im Post 084) Weidenhütte - ein Projekt in unserem Garten habe ich schon regelmäßig über mein Projekt der Weidenhütte geschrieben. Da der Post aber inzwischen sehr lang ist, gibt es nun hier die Fortsetzung:

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25. Februar

Hallo,
seht Ihr auch, was ich sehe - heute habe ich den ersten senkrechten Stab abgeschnitten, weil es zu eng wurde!!! Ich näher mich dem Ende - die Kinder können es kaum noch abwarten...



Bilder: www.naturtipps.de

Die Zeit hat es erlaubt - die Hütte wächst weiter. Die Zweige im Vorrat werden allerdings auch immer dünner - hoffentlich habe ich genug. Als nächstes muß ich jetzt überlegen, wie hoch sie werden soll und wie ich es dort oben flechte... das wird eng für mich in der Kinderhütte ;-)

Der Eingang ist schon höher als breit - noch passe ich durch.

Samstag, 23. Februar 2008

095) Umfrage: Eure Ideen für "Naturtipps"?

Bild: www.naturtipps.de

Bald hat der Blog "Naturtipps" 100 Posts - es gibt mitterweile täglich eine neue Anregung zum aktiven Tier-, Natur- oder Umweltschutz oder Ideen zum Spaß haben und Kennenlernen der Natur.

Also ist es an der Zeit, einmal in den Wald zu rufen und zu lauschen, wie es herausschallt...

"Haaaalllloooooo! Was habt Ihr für Anregungen und Wünsche für "Naturtipps"? Gibt es ergänzende Ideen oder ist er, so wie er ist, genau richtig für Euch? Was haltet Ihr von der Idee des Sozialen Netzwerkes "Naturtipps"?

----------------- lausch.............!

Was das Soziale Netzwerk "Naturtipps" ist?

Dort können alle Ihre Ideen und Tipps zum Tier-, Natur-, und Umweltschutz und rund um die Natur einbringen. Hier ist keine reine Berichterstattung gefragt, sondern sind immer auch Tipps zu den Themen gefragt... Es können sich zusätzlich Gruppen bilden mit eigenen Foren. Posts fließen zusammen in einer Hauptseite, Videos und Bilder können übersichtlich für alle hochgeladen werden - aber es können auch Privatbereiche nur für den Freundeskreis gebildet werden. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird und weiß selber noch nicht alle Möglichkeiten dieses Angebotes ;-) Schaut doch mal vorbei, ich feue mich über weitere Anregungen, oder macht mit. Allerdings - dort ändert sich noch einiges - wie das so ist im Aufbau...

Meine Idee des Sozialen Netzwerkes "Naturtipps" - ohne Rechner wäre es nicht möglich! Und ich möchte es aufbauen, um Tier-, Natur- und Umweltschützern, und -schützerinnen natürlich, eine themenübergreifende übersichtliche Kommunikations-Plattform zu bieten, die sie aktiv nutzen und mitgestalten können... Über ihre Blogs dort, über öffentliche und nichtöffentliche Gruppen und Foren dort, über ihre Beiträge. Da kann z.B. ein Umweltschützer mal eben schauen, was es im Tierschutz aktuelles gibt, der Tierschützer sich mit einem Klick auch über ökologische Themen informieren und z.B. ein BUNDler schauen, was Greenpeace gerade macht. Es kann ein Aufruf an alle gestartet werden, der von dort weitergetragen werden kann... Alles, ohne auf zig Webseiten vorbeizuschauen - das ist mein Ziel dieses sozialen Netzwerkes.

Denn sie alle wollen doch das Gleiche: der Natur helfen!


Also, schreibt mir doch einen Kommentar oder eine Email an naturtipps add gmail dot com (natürlich in mailmäßiger Schreibweise)!

Übrigens:
Dieser "Ruf in den Wald" ist immer aktuell, auch nach dem 100. Post!

Macht alle Mit!

----------------- lausch............. ;-)

Montag, 18. Februar 2008

090) Eiskunst im eigenen Garten - Teil 1

Bilder: www.naturtipps.de - mit dieser Quellangabe dürfen sie übernommen werden

Heute verrate ich Euch also, wie das Avatar für das Social Network "Naturtipps" entstanden ist! Das Motiv ist kein Ergebnis einer Digitalen Bildbearbeitung, sondern einfach ein Bildausschnitt dieser Eiskunst - im unteren Bereich scheint die Sonne auf unserer Flurglastür...




Der Februar-Vollmond rückt näher, und entsprechend gibt es einen Kälteeinbruch. Mancher Frühaufsteher unter den Frühlingsblumen wird nun wohl leider verfrieren, aber machen wir uns doch Schmuckstücke für den Garten, die speziell für eisige Zeiten sind!

Eiskunst ist kinderleicht!

Anleitung für glänzende "Winterblumen"





Ihr braucht dazu Frostwetter, Plastikförmchen, Plastikteller oder Plastikschalen, Naturmaterialien nach belieben, Faden und kaltes Wasser.
Giest das Wasser ca 3 bis 5 cm hoch in die Gefäße und gebt Naturmaterialien hinzu wie es Euch gefällt. Sie dürfen auch zu den Seiten oder nach oben raus stehen. Die Photos geben Euch Anregungen dazu. Legt auf alle Fälle einen stabilen Faden mit in das Wasser, der wenigstens 10 cm raus schaut und richtig in das Wasser rein reicht. Die Naturmaterialien gebt ihr am Besten draußen mit hinein, wo die Formen auch zum Gefrieren stehen sollen. Dann heißt es nur noch warten, warten und warten. Am besten laßt Ihr alles eine Nacht in Ruhe. Am folgenden Tag ist es dann meistens soweit: Löst vorsichtig das Eis aus den Formen und haltet Euer Kunstwerk am Faden hoch - und wie es glänzt und glitzert, wenn es sich am Licht dreht. Falls sich das Eis nicht aus den Formen löst, stellt sie kurz in die warme Wohnung, wo das Eis etwas schmelzen kann. Dann gehen die Kunstwerke leicht aus den Formen. Aber vorsicht, je dünner das Eis ist, desto leichter bricht es auch. Und nun in den Garten und an schönen Plätzen aufgehängt. In der Sonne glänzen sie besonders schön! Allerdings schmelzen sie dort auch am schnellsten... Wie echte Blumen erfreuen sie uns eben auch nur von kurzer Dauer.

Wer keine Möglichkeit zum Aufhängen hat, kann sich auch "Eis am Stiel machen" und stellt in einem Becher einen Ast in das Wasser. Dann kann er das Kunstwerk anschließend zum Beispiel in einen Schneehaufen stecken.

Bunt bekommt ihr das Eis auch ganz leicht. Dazu müßt ihr nur das Wasser leicht färben. Zum Beispiel indem Ihr Teeblätter ein zweites Mal aufgiest und das Wasser nehmt oder auch ein zweites Mal Kaffee durch den Kaffeefilter laufen laßt. Aber Achtung beim Aufhängen und Aufstellen des gefärbten Eises. Denn wenn es taut, gibt es unter dem Kunstwerk bunte Flecken...

Eiskunst ist vergänglich - hier hängt schon der erste Tropfen unten dran ...


Aus ollen Plastikschalen kommen richtig schöne Gebilde - es kann auch passender "Müll" aus dem Gelben Sack mal als Form ausprobiert werden!

Mit Kindern und Jugendlichen können hier schöne Experimente gemacht werden.

Schule:
So wird z.B. der Physik- und Sachkundeunterricht auch gleich viel spannender... Oder warum in Kunst nicht mal etwas vergängliches machen, was später lediglich noch digital oder als Abzug existiert... Jeder bekommt einen Abzug für ein paar Cent und kann ihn schön aufkleben oder aus mehreren Abzügen eine Collage machen...
Oder es wird erst eine volle Verpackung photographiert, dann eine leere, dann eine wassergefüllte mit Dekoinhalt und schließlich die fertige Eiskunst - und am Ende gibt es eine Collage für eine gemeinsame Eiskunstausstellung, zu der draußen die Kunstwerke aufgehängt werden... Wobei die Ausstellung auch erst später gezeigt werden kann, denn dann sind die Kunstwerke ja eventuell schon geschmolzen...

Bei heike-boden.de gibt es auch noch bunte Ideen rund um Eiskunst aus Müll und Eisexperimente.

Übrigens:
Im Naturtipp 034) Eislaterne für den Garten gibt es noch eine tolle Eisidee...

Geschenkidee:
Anstatt eines Blumenstraußes kann ja mal solch eine "Eisblume" mitgebracht werden. Aber Achtung! Sie kann nicht im geheizten Auto auf längere Strecken mitgenommen werden... ;-)

Auf alle Fälle viel Spaß und einen glänzenden Garten wünsche ich Euch dabei!

Video: Youtube: Eishotel

Montag, 11. Februar 2008

084) Weidenhütte - ein Projekt in unserem Garten

Schön, daß Ihr Euch für Weidenhütten interessiert - warum sonst solltet Ihr nach der überschrift hier lesen...! Allerdings - eins gleich im Voraus - dies wird keine klassische Weidenhütte und hier gibt es auch keine Anleitung zum Bau einer üblichen Weidenhütte - die bekommt Ihr im Post 014) Weidenhütte selber bauen. Unter einer "klassischen Weidenhütte" verstehe ich eben solche, wie sie in dem Post beschrieben werden: sie sollen später wieder austreiben und es ist reichlich Platz vorhanden.

Aber seht selber, was hier passiert - wie die Hütte "wächst"!

Bei uns steht aber nur eine kleine Ecke im Garten unter großen Zedern und Lebensbäumen zur Verfügung. Dort ist es trocken und dunkel - zum Austreiben und wachsen zu dunkel.
Da mir Kinderspielhäuser aus Holz zu massiv sind für solch eine kleine Ecke und Plastik unökologisch und zu auffallend ist, habe ich mich für Weidenzweige entschieden. Selbst wenn die Hütte nicht allzu lange halten sollte, weil sie verrottet - die Kinder werden ihren Spaß haben.
Im Kindergarten stehen Kopfweiden, deren Zweige ich verwenden darf. Sie sind noch recht jung, so daß die dicksten Zweige unten einen Durchmesser von maximal 2.5 cm haben. Aber für die kleine Gartenecke ist das ideal! Und da Weidenhütten im Winter/ Spätwinter am Besten zu bauen sind, geht es jetzt endlich los!

In diesem Post werde ich immer wieder ergänzen, wie es weitergeht, also bitte zum Nachlesen der Fortschritte auf diesen Post 084) Weidenhütte - ein Projekt in unserem Garten kommen!

Im Social Network "Naturtipps" gibt es passende Videos:
- YouTube: Survival! Folge 2/04/07 Korbflechten
- YouTube: Weiden flechten und schneiden mit Alexander Rösch (mdr)

Bilder: www.naturtipps.de, mit dieser Quellenangabe dürfen alle Bilder dieses Artikels übernommen/ veröffentlicht werden.

Oben, also unter diesem Absatz steht der aktuellste Eintrag und ganz unten steht der erste Beitrag. Dann muß nicht jedesmal soviel gescrollt werden! Also, viel Spaß beim Mitverfolgen und Nachlesen dieses
Versuches, eine Weidenhütte zu bauen und flechten!

Los geht es (beim ersten Mal ganz unten auf der Seite!):


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25. Februar
Da der Post hier allmählich zu lang wird, geht es im Post 097) Weidenhütte wächst weiter
weiter...

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24. Februar

Bilder: www.naturtipps.de

Endlich wieder an der Hütte - nach einer Woche Pause... Und auch gleich wieder ein gutes Stück geschafft.

Mittlerweile lege ich mir die Zweige auch auf der anderen Seite der Hütte griffbereit zurecht, da es mühsam ist, sie immer wieder durch die Enge zu fädeln.
Mein Werkzeug bei dieser Aktion ist übrigens recht sparsam:
- große Astschere
- kleine Astschere
- Kneifzange
- Bindfaden, Draht

Mit der Kneifzange drücke ich die Äste vor, wenn ich sie stark biegen muß, besonders an den Enden. Dann brechen sie nicht ganz so leicht, sondern haben mehrere vorgegebene Stellen zum Biegen:

Mit Bindfaden und Draht habe ich provisorisch das Dach oben zusammengebunden, das wird später dann richtig sortiert - sieht momentan echt chaotisch aus... Da es so eng ist unter den Bäumen, hatte ich die Äste bereits gekürzt oben. Allerdings wünsche ich sie mir manchesmal länger zum besseren Fixieren. Aber nun, die Hütte wird am Ende warscheinlich nicht so hoch, also sind sie lang genug...






Na, das sieht doch immer mehr nach einer Hütte aus...
Das Vorwärtskommen wird langsam leichter, da ich an immer mehr Stellen bereits Stäbe überspringen kann. Leider muß ich aber auch aufpassen, daß die waagerechten Äste nicht dicker sind als die senkrechten, sonst knicken mir diese noch ab. Also komme ich doch nicht viel schneller vorwärts - aber für die Hände ist es nicht mehr sooo anstrengend... Die dicken Enden werden jetzt abgeschnitten.
Da das Geflecht am Eingang nicht so schnell wächst, wie an den Kreuzungspunkten, arbeite ich dort die agbeschnittenen Enden zum Teil mit ein.

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17. Februar

Ein sonniger Sonntag mit frostigem Morgen. Die Schneeglöckchen liegen flach, dafür glänzen überall Eisblumen auf den Autofenstern. Den Vormittag verbringen wir bei einem gemütlichen Frühstück drinnen und winden uns einen Weidenkranz. Als Kind hatte ich einmal einen Kranz aus Zweigen einer Trauerweide geflochten und ihn in Wasser gelegt. Der Kranz trieb aus und bekam Wurzeln...
Dieses möchte ich nun mit einem Kranz unserer Kopfweidenzweige ausprobieren. Ich nehme also ein paar dünnere Zweige und winde mit den Jungs zusammen einen kleinen Kranz, der in eine Schale paßt. Nachdem er möglichst flach gedrückt und gerückt wurde haben wir ihn so ins Wasser gelegt, daß er gerade schwimmen möchte. Ein Teil schaut also heraus und ein Teil ist im Wasser. Beim Winden habe ich darauf geachtet, daß die meisten dicken Enden nach unten schauen, so sind sie jetzt im Wasser. Ein Ende wurde nachträglich entsprechend gekürzt. Mal schauen, ob wir zu Ostern einen grünen Kranz als Eierversteck haben...

Zum Nachmittag war ich dann wieder eine Stunde draußen. Die Zweige, welche mir zum Flechten zur Zeit zur Verfügung stehen, sind nur noch recht dünn. Ich entschließe mich schließlich, morgen erst den Rest aus dem Kindergarten zu holen und dann weiterzumachen. Die dünnen Zweige hebe doch doch lieber für den oberen Teil der Hütte auf.


Ein Fortschreiten ist beim Flechten zu merken. Die Wand ist mittlerweile höher als unser kleiner Jägerzaun. Und da die Wände langsam schräg hoch laufen. überspringe ich nun an einer zweiten Stelle eine Senkrechte.
Außerdem flechte ich den Stamm eines kleinen abgestorbenen Lebensbaumes nicht mehr mit ein, da er zu senkrecht steht. Das sind so die kleinen Freuden des Flechtens...







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16. Februar

Super Sonnenwetter lockt aus dem Haus, aber da es doch noch morgendlich kalt ist, wird ersteinmal im Haus gebastelt. Was liegt näher, als mit den beiden Jungs aus kleinen Resten, dünnen Stöckchen, eine Weidenhütte für die kleinen Spieltiere zu flechten.
Eine alte eingerissene Baumscheibe als Unterlage ist schnell gefunden und vorgebohrt.Danach werden die Stüzen der Hütte durch die Löcher gezogen - der zweijährige fädelt die Zweige ein und der vierjährige zieht feste daran, um sie möglichst stabil zu bekommen. Denn durch das Trocknen schrumpfen sie ja noch im Durchmesser. Unten noch alle Zweige gleichlang abschneiden. Wir lassen sie noch ein wenig länger, falls sie nach dem Trocknen nachgeschoben werden müssen - eine Stelzenhütte. Anschließend flechten wir zu dritt die Wände - bis es den Kindern hoch genug ist. Dann wird oben mit einem dünnen Zweig das Dach zusammengebunden. Die Tiere stehen sicher drinnen und von außen können sie noch mit Kinderhänden erreicht werden. Natürlich wurde auch an einen Eingang gedacht... Oben sieht die Hütte aber doch noch reichlich strubbelig aus... Also zur Schere gegriffen und das Ganze etwas handlicher machen...











Na, sieht doch prima aus, unsere erste Weidenhütte:




Nach dem Erfolgserlebnis ging es dann gleich draußen weiter... leider nicht so einfach. An der ersten Stelle wird das Geflecht zu eng und ich überspringe schließlich einen Zweig - ein Fortschritt! Denn es wird enger, weil ich höher komme!

Mittlerweile sind auch die dicken Äste verarbeitet und es flechtet sich insgesamt leichter, aber auch langsamer. Trotzdem, meine Hände freut es. Schließlich ecke ich am zukünftigen Tisch dermaßen an, daß es für heute reicht. Immerhin, mittlerweile kann schon fast von einer Wand geredet werden:


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14./15. Februar

Das Wetter war ungemütlich kalt. Da ich die "Pfosten" wohl doch zu dicht zusammen gestellt habe - 20 cm - ist das Flechten sehr anstrengend. Ab und an ziehe ich einige Zweige durch, da ich aber ohne Handschuhe besser arbeiten kann, sind die Finger schnell feucht kalt wie das Wetter.... Nun, ich habe Zeit und spiele lieber mit den Kindern und kümmer mich - mit Erfolg - mit einem Bekannten um den Rechner. Wobei ich mehr staunend daneben sitze, was er alles macht.

Dafür kann ich jetzt Bilder von den geschnittenen Bäumen aus dem Kindergarten hochladen - super! Und danke an den Fachmann!

Jedes mal zum Schneiden ist die Kamera zuhaus geblieben - darum habe ich extra eine Weide noch stehen gelassen zum Photographieren... So groß also stehen die Zweige in Himmel... Eigentlich sollten sie mal ein Weidengang werden...
Die Köpfe der Bäume sind in einer Höhe, daß ich ohne Leiter nicht arbeiten kann - ich muß schon zu ihnen hinaufsehen. Für Tiere, die sich hier ihr zuhaus einrichten wollen ist das ideal.
Ob mit oder ohne Zweige, ob alt oder jung - Kopfweiden sind immer dekorativ. Wie schön die junge Rinde grün glänzt im Blitz.
Hier ist geradestehen nicht angesagt, auch wenn alle in der Reihe stehen...





Da die Bäume schneller gewachsen sind, als sie geschnitten wurden, mußte im vergangenen Jahr die Motosäge ran. Dadurch gibt es große Astflächen, die die Bäume nun zuwachsen müssen - ideal zum Entwickeln von Höhlen.





In dieser Höhle zum Beispiel habe ich ein altes Vogelnest gefunden. Es war wohl vom vorletzten Jahr, da es schon fast ganz Erde geworden war. Die Weide ließ schon ihre ersten zarten Wurzeln reinwachsen oben in luftiger Höhe...
Ein letzter Blick, bevor auch die letzten Zweige geschnitten werden.








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12. /13. Februar

Im Kindergarten habe ich die letzten sechs Kopfweiden geschnitten. Auch wenn die Bume noch klein sind, sind nun soviel Äste da, daß ich anschließend vielleicht noch etwas im Kintergarten bauen kann.

Aufgrund technischer Probleme kann ich die Bilder dazu nicht inline stellen - sie werden später folgen! Momentan muß ich zu Nachbarn ausweichen - gut, daß es sei gibt! Überhaupt ist gute Nachbarschaft etwas tolles!!! Zum Spaß haben, zum Diskutieren, zum Feiern und eben auch zum Helfen! So, jetzt muß ich aber rüber und ihnen als Dankeschön dasleckere Brot aus dem Post 065) backen

Jedenfalls kann ich Euch von meinem Muskelkater am 13. Februar schreiben - da passierte nämlich dann nichts bei der Hütte. Solch ein Ganzkörpertraining auf der Leiter bin ich momentan als Mutter und Netzsurferin nicht gewöhnt... :-(
Es gab mal andere Zeiten, zum Beispiel, als ich der Landwirtschaft und sptäter in einer Schäferei gearbeitet habe... aber heute ist mein Körper so etwas nicht mehr gewöhnt - na, das wird sich auch wieder ändern! Der Bau der Hütte ist schließlich ein gutes Training.

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11. Februar

Heute mußte erstmal Nachschub ran. Also war ich nachmittags 1 1/2 Stunden am Kindergarten und habe wieder Kopfweiden geschnitten. Da es noch recht junge (wenn auch hohe) Bäume sind, ergaben 6 Bäume zusammen ein schweres Bündel.
Zuhaus ging es 1 Stunde weiter mit dem Flechten. Die Bretter, die zur Fixierung der Haltestangen angebracht waren, habe ich schließlich wieder abgemacht - so hoch bin ich nun immerhin schon, daß sie mich beim Arbeiten behindert haben. Die Stangen waren zu unflexibel - geschafft beende ich den Tag. Und schon ist klar, woher die berühmt Frühjahrsmüdigkeit kommt. Die Tage und die Aktivitäten werden länger und anstrengender. Der ganze Körper ist verkatert. Am Ende der Woche werde ich entweder fit wie ein alter Turnschuh sein oder schachmatt... Egal, hoffentlich steht die Hütte dann. Vor allem muß ich die letzten schönen Tage noch nutzen, denn bei Regen und feuchtem Wetter lockt es mich nicht, mit klammen Fingern das Holz zu ziehen und zu biegen... Also morgen nocheinmal im Kindergarten Zweige schneiden, damit die Bäume fertig sind für den Frühling und weiter flechten. Das Flechten macht richtig Spaß - besonders das Ergebnis gefällt mir immer mehr. Solche natürlichen Flechtmatten sind einfach schön! Wie waren doch die Alternativen zur Flechthütte - Miniholzhütte oder Plastikhaus...



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10. Februar

Es ist Sonntag, das ungewöhnlich warme Februarwetter hält an. Während ich unter dem zukünftigen Dach stehe und anfange, die ersten Zweige einzuflechten, geht ein Prospektverteiler im ärmellosen! Shirt durch die Sonne vorbei. Da ich aber unter den Bäumen im Schatten arbeite, trage ich meine Winterjacke. Die Kinder spielen zeitweise mit draußen - auch in Winterjacke, denn der Schatten ist kühl.
Während ich also die ersten Flechtversuche unternehme, starten die Kinder die erste Invasion der Hütte. Zweige wollen sie keine bringen, stattdessen klettern sie lieber über Zaun und Pfosten und stürmen ein letztes Mal von hinten den Platz...
Immer wieder unterbrochen von Familie, kochen und co. ist das Tagesergebnis eher mager. Das Flechten ist mühsam, da die Zweige für einen Abstand von 20 cm doch zu starr sind... Am Ende sind die Hände vom Flechten und der Körper vom Bücken, Ziehen und Aufstehen müde... Aber das Geflecht sieht schön aus! Schon immer wollte ich mal etwas aus Zweigen flechten. Die Hütte ist jetzt der Einstieg zu diesem Kindheitstraum.






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09. Februar 2008

Eine kleine vertrocknete Kiefer wird so abgesägt, daß der untere Teil noch für einen Tisch genutzt werden kann. Entsprechend muß die Hütte aber auch darum herum gebaut werden. Also stabilisiere ich erstmal mit zwei Brettern, an denen ich die Stützen anbinde.

Die zur Verfügung stehenden Äste sind eigentlich zu dünn (2 cm anstatt 3 - 5 cm), aber auch das erschüttert mich nicht. Schließlich ist das Ganze ein Experiment und die Kinder freuen sich auf alle Fälle schon darauf!
Heute konnte ich zwischen Familie und naturtipps.de immerhin die Stöcke fixieren und größtenteils oben zusammenbinden. Die Taten gehen schnell, aber bis alles beisammen ist und ich mir überlegt habe, wie es klappen könnte in der verwinkelten Ecke...
Morgen geht es weiter - das Wetter ist ja ideal dazu!




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08. Februar 2008

Die Zweige habe ich schon im Dezember von den Kopfweiden im Kindergarten geschnitten. Heute dann ging es endlich los. Erst mal mußte das ganze Totholz in der geplanten Ecke entfernt werden. Die schöne große Zeder hat langsam alle Sträucher unter sich ausgetrocknet. Nun kommt also eine Weidenhütte in die Ecke. Sie soll nicht wurzeln, sondern einfach den Kindern Spaß machen.



Außerdem habe ich die Zweige in der kleinen Ecke eingesteckt. Die Hütte wird ca. 1,50 m mal 1,80 m und 1,75 m hoch... Ein dekorativ vergabelter Rest von einer vertrockneten Kiefer bleibt in der zukünftigen Hütte stehen und soll später zu einem Tisch umgebaut werden.