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Montag, 16. März 2009

300) Wildkräuterzeit beginnt

Die Natur läßt wieder das Grün sprießen - die Wildkräuterzeit beginnt in der Küche - der Speiseplan wird wieder bunter, grüner und abwechslungsreicher :-)

Aktuell sind bei mir wieder auf dem Speiseplan Brennesseln für das Mittagessen und eine blutreinigende Teekur und Giersch als Rohkost zum Butterbrot und gekocht mit Mittagessen. Das Echte Lungenkraut ist im Garten und wird aktuell bei uns für Tee gegen festsitzenden Husten genutzt.

Leider habe ich keine Vogelmiere in Reichweite - sie kann in milden Wintern den ganzen Winter über geerntet werden - vielleicht siedelt sie sich ja noch in meinem neuen Gemüsegarten an :-) Aktuell ziehe ich aus dem dort wachsenden Löwenzahn "Bleichlöwenzahn" (eigene Wortkreation :-)). Er soll so ähnlich wie Chicoree sein. Dazu wird kopfüber über die Plfanze ein großer Blumentopf mit Loch gestellt. Der Löwenzahn wächst dann zum Lichtloch, bleibt recht bleich durch den Lichtmangel, schmeckt dadurch wohl weniger bitter und hat ein wärmeres, wachstumsförderndes Klima unter dem Topf. Mal schauen, abgedeckt sind bei mir aktuell 8 kräftige Pflanzen.

Übrigens:
Bei der Nutzung von Wildkräutern bitte beachten:
- nur ernten, wo reichlich übrig bleibt
- keine geschützen Pflanzen ernten
- am Besten nicht aus der Natur holen
- auf "saubere" Ernteplätze achten, keine verseuchten Böden, nicht vom Straßenrand, keine Gassistrecken

In dem Sinne wünsche ich ein gesundes Jahr mit vielen leckeren Wildkräutern :-)

Montag, 15. Dezember 2008

291 b) Amaranth und seine Eigenschaften

Der Post 291 a) stellt ausführlich das Projekt "El Pan Alegre" vor. Dabei geht es auch um das "Powerkorn" Amaranth mit seinen landwirtschaftlichen und ernährungsmäßigen tollen Eigenschaften. Zu den ausführlichen Informationen zum Amaranth dort gibt es in diesem Folgepost nun noch einige ergänzende Diagramme zur besseren Übersicht (die Tabellen im Post 291 a) waren leider technisch bedingt nicht voll zu sehen):

Hier also die Daten in übersichtlichen Grafiken (Quelle: Centro de Desarrollo Comunitario A.C. Mexico):


Grafik 01:
Vergleich 01 von Amaranth zu Getreide (Kohlenhydrate, Brennwert, Eisen, Kalzium)


Grafik 02:
Vergleich 02 von Amaranth zu Getreide (Ballaststoffe, Fett, Eiweiß)

Grafik 03:
Vergleich 03 von Amaranth zu Getreide (Eiweiß, Ballaststoffe, Fett, Kohlenhydrate; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)


Grafik 04:
Vergleich 04 von Amaranth zu Getreide (Kalzium, Eisen; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)

Sonntag, 14. Dezember 2008

291 a) Aktive Hände 06: Amaranth für El Pan Alegre / Das Fröhliche Brot

Bild: Madeleine Porr - über den Amaranth arbeitet sie mit ihren Händen an einem ehrgeizigen Projekt mit

Amaranth - ein gesundes Korn, das mir bisher durch die Lappen gegangen ist...

Aber durch eine Vermittlung über Blog Blogpatenschaften gibt es jetzt diesen Beitrag für die Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" und da ist Amaranth ein ganz wichtiger Punkt. Lest selber, welche ehrgeizigen Ziele Madeleine Porr zusammen mit anderen Aktiven mit dem Amaranath verfolgt. Wie Ihr feststellen könnt, hat sie mir eine sehr ausführliche Ausarbeitung zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich auf jeden Fall, alles zu lesen:

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Meine Hände arbeiten daran, mit dem Powerkorn Amaranth und der Biogas-Energie aus organischen Hausabfällen ein Kreislauf-Projekt für Wohnbezirke und Kommunen auf die Beine zu stellen (s. Abb. 1).

Der Projekt-Trägerverein „En Buenas Manos“ e.V. unterstützt dafür zur Zeit den Amaranth-Anbau und die Entwicklung eines lokalen Biogas-Kreislaufs in Kuba. Es gibt auch erste Anfragen aus Deutschland, wo Mehrgenerationen-Projekte und Bioenergie-Dörfer lokale Kreislauf-Lösungen für ihren Energie-Bedarf suchen.

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Wie sieht der vorgeschlagene Kreislauf aus?

Wenn in einem Wohnbezirk der Kreislauf in Gang gekommen ist, trennen in den Haushalten die Familienmitglieder, in den Schul-, Universitäts- und Firmenkantinen die KüchenmitarbeiterInnen und auf dem Markt die VerkäuferInnen die organischen von den übrigen Abfällen.

Die organischen Abfälle werden täglich von geschulten Transport-Fachleuten eingesammelt und einer lokalen Biogas-Anlage zugeführt, wo spezialisierte TechnikerInnen ihre fachgerechte Aufbereitung garantieren und über direkte Gas-Leitungen den Ofen der lokalen Bäckerei mit Biogas versorgen. Der bei diesem Prozess sozusagen nebenbei abfallende hochwertige organische Dünger kommt der (örtlichen) Landwirtschaft zugute – und hier auch dem Amaranth-Anbau –, das Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Warum Amaranth anbauen und essen?

Die Körner dieser außergewöhnlichen Pflanze (s. Abb.2), als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit über die ganze Welt verteilt, haben enorme Qualitäten. 1975 von der US-National Academy of Sciences als bestes pflanzliches Nahrungsmittel für den Menschen öffentlich wiederentdeckt und hervorgehoben, ist Amaranth auch ausdrücklich zur Bekämpfung des Welthungers empfohlen und fliegt bei der NASA seit 1985 als Controlled Ecological Life Support System regelmäßig mit in den Weltraum.

Zudem besitzt er die Fähigkeit, auch auf trockenen und salzhaltigen Böden zu gedeihen und diese Böden dann auch für andere Kulturen (wieder) fruchtbar zu machen. Damit ist die Pflanze in der Lage, gezielt der zunehmenden Versandung von Böden in einem immer breiter werdenden Gürtel entlang des Äquators entgegenzuwirken.

Warum Hausabfälle zu Biogas verarbeiten?

Sie stinken weltweit zum Himmel: die organischen Haushaltsabfälle. Immer noch verrotten sie überwiegend auf Müllhalden, einfach am Straßenrand oder an Flussufern. Das schädigt nicht nur Boden, Wasser und Ozonschicht, sondern ist noch dazu eine enorme Verschwendung, sind doch die organischen Reste des Essens und seiner Vorbereitung, Papier und Gartenabfälle eine Energiequelle erster Güte: Aus ihnen kann das kostbare Biogas gewonnen werden.

Die kleinen Lebewesen, die das können, gehören zu den ältesten auf der Erde: Methanbakterien. Sie sind die erfahrensten Energie-Produzentinnen aller Zeiten – wir menschliche „Energie-Grünschnäbel“ sollten sie also selbstverständlich im Team haben, wenn wir unsere Abhängigkeit von Erdöl, Gas und Kohle beenden wollen.

Lokaler Kreislauf auch beim Austausch Wertstoff gegen Wertmarken

Sinnvollerweise fließen in das Kreislaufkonzept von „EL PAN ALEGRE“ auch die positiven Erfahrungen der Stadtverwaltung in der brasilianischen Millionenstadt Curitiba ein. Um der stetig anwachsenden Müllberge in den Randbezirken Herrin zu werden, entwickelte sie vor über zwanzig Jahren ein äußerst erfolgreiches System („Müll ist kein Müll“), in dem das getrennte Sammeln und Abliefern von recyclebaren Wertstoffen mit Gutscheinen für den öffentlichen Nahverkehr, Saatgut, Bücher, Schulhefte und Bleistifte oder Essen entgolten wird.

Nachhaltig sein heißt die Kinder einbeziehen

In allen Projekt-Teilbereichen von „EL PAN ALEGRE“ werden insbesondere die Kinder als die hauptsächlichen zukünftigen NutznießerInnen mit einbezogen, so dass sie das Ineinandergreifen bzw. Vernetzen verschiedener Kreisläufe mit eigenen Händen lernen können.

Sie säen, betreuen und ernten die Pflanzen (s. Abb.3), aus deren Körnern später das Mehl gewonnen wird; sie bereiten selbst den Teig mit Amaranth-Mehl zu und backen Brot und Kekse.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Und sie tragen mit dazu bei, die zum Backen notwendige Energie zu produzieren, indem sie aktiv die „Müll“-Trennung lernen, die Weiterverarbeitung sehen und so ein Verständnis für den Stoff-Kreislauf organischer Materie entwickeln. Ihr Bewusstsein wird gestärkt, direkt Einfluss auf ihre Lebensbedingungen nehmen zu können.

Zum Trägerverein

Der gemeinnützige Verein „En Buenas Manos“ e.V. arbeitet geschlechter-demokratisch zusammen mit dem IKN (Internationales Süd-Süd-Nord-Wissens-Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung) und der FNBB e.V. (Förder-Gesellschaft für Nachhaltige Biogas- und Bioenergie-Nutzung).
Dann möchte ich noch hinzufügen dass der Verein seine Arbeit bislang nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und wir uns deswegen über jede Spende als Unterstützung freuen (natürlich gegen Spendenbescheinigung).

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2) Informationen zum Amaranth

Der Amaranth (Pseudogetreide, aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse; bot.: Amaranthus spp.)

Die Amaranth-Pflanzen haben einen Saatkopf mit wenig Seitenzweigen, der bis zu 50cm lang wird. Der Samen ist kaum größer als ein Senfkorn, ist cremefarben, golden oder rosa. Eine Pflanze aus so einem kleinen Korn bringt ungefähr 50.000 neue Samenkörner hervor!

Amaranth ist eine der wichtigsten konzentrierten Quellen für Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine wie A, B1, B2, B3 und C; außerdem für Folsäure, Kalzium, Eisen und Phophor. Und er besitzt in außerordentlich hohem Maße essentielle Aminosäuren wie das Lysin, ebenso wie – die gesunden – mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Im Amaranth finden sich doppelt so viel Eiweiß wie in Mais und Reis bzw. 60-80% mehr als im Weizen sowie ein hoher Anteil an Ballaststoffen.

Achtung: da die Tabellen technisch bedingt nicht ganz zu sehen sind, gibt es sie im Folgepost 291 b) Amaranth und seine Eigenschaften als Grafiken abgebildet. Die Tabellen lasse ich hier jedoch stehen, damit sie maschinell ausgelesen werden kann, was mit den Grafiken ja nicht möglich ist.

Amaranth hat einen Proteingehalt von ca. 17% (Weizen nur 12-14%, Reis 7-10% und Mais 9-10%).



Eiweiß
(g)

Ballaststoffe
(g)

Fett
(g)

Kohlenhydrate
(g)

Kalzium
(mg)

Eisen
(mg)

Kalorien

Reis

5,6

0,3

0,6

79,4

9

4,4

360

Weizen

12,8

2,3

1,7

71

29,4

4

334

Mais

9,4

3

4,7

74

7

2,7

365

Hafer

15,8

3

6,9

66

54

5

389
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Amaranth

19

5,6

6

6

250

15

414

Verglichen mit anderen Getreidearten ist der Gehalt der essentiellen Aminosäure Lysin ebenfalls sehr hoch (9,28%). Der Nährwert des Amaranth-Proteins liegt bei 75%. Der Vergleich mit Milch (73%), Gerste (62%), Weizen (56%) und Mais (44%) zeigt den hohen Grad biologischer Verwertbarkeit des Proteins.



Brennwert
(Kalorien)

Eiweiß
(g)

Fett
(g)

Kohlenhydrate
(g)

Ballaststoffe
(g)

Kalzium
(mg)

Eisen
(mg)

Getreide (im Durchschnitt)

342

11

2,7

73

2,1

30

330
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Amaranthus
hypochondriacus

391

15,31

7,12

63,1

2,89

490

455

Amaranth enthält dazu doppelt soviel Kalzium wie Milch. Amaranth sollte mit Milchprodukten zubereitet werden, damit der Darm sie besser verarbeiten kann. Der hohe Eisengehalt und die Aminosäure Lysin machen Amaranth besonders wertvoll.

Die Körnchen können zu Mehl verarbeitet und z.B. Brot, Keksen und Spaghetti beigefügt werden. Aber sie können auch wie Maiskörner »gepoppt« werden (nussiger Geschmack) und dann z.B. Süßspeisen, Müsli, Joghurt, Suppen und Soßen bereichern.

In Deutschland sind Amaranth-Körner roh ebenso wie verarbeitet in der Zwischenzeit in allen Bioladen-Ketten, Bioläden und Reformhäusern zu kaufen.

***

Die Amaranth-Pflanze ist in der Lage, sich auch in trockenen und salzhaltigen Böden zu entwickeln. Wenn sie ausgekeimt hat, wächst sie auch ohne künstliche Wasserzufuhr weiter. Mit ihren vielen Blättern und ihren Wurzeln bietet sie Sonnenschutz und (neue) Lebensgrundlagen für Mikroorganismen in der Erde, so dass sie wieder fruchtbar wird – auch für andere Bodenfrüchte.

In Lateinamerika war der Amaranth bei den Mayas, Inkas und Azteken bereits 4.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein fester Bestandteil ihrer Hochkultur, neben Mais und Bohnen. Wegen ihres schon damals bekannten hohen Nährwerts wurden die Körner wie Gold gehandelt – Powernahrung für starke Völker.

Die Pflanze selbst wurde zum Symbol für Unsterblichkeit, denn die Rispen mit den Blüten – einmal abgeschnitten – halten sich noch lange Zeit (Amaranth > griech. = Pflanze, die nicht verwelkt).

Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der spanische Invasor Hernán Cortés bei Androhung der Todesstrafe den Anbau und den Verzehr von Amaranth verbieten. Katholische Priester hatten sich an den religiösen Zeremonien gestört, bei denen Amaranth-Gebäck dargereicht wurde. Vor allem aber hatten sie herausgefunden, dass der Widerstand der Bevölkerung gegen die spanische Gewaltherrschaft mit den kleinen Amaranth-Körnern genährt wurde.

Für 400 Jahre geriet Amaranth in Lateinamerika nahezu vollständig in Vergessenheit.

In Deutschland wird Amaranth immer bekannter; in Lateinamerika haben nur mexikanische Kleinbauern das alte Wissen bewahrt, während z.B. in Peru ökologisch zertifiziert nur für den Export angebaut wird.

Dass Amaranth ein wahres Natur-Dopingmittel ist, muss dort wie hier noch viel lauter gesagt werden. Vor allem den Kindern und Frauen. Denn sie profitieren am meisten von seiner Kraft.

***

Rezeptbeispiele:

1. Etwas Süßes, ganz leicht zu machen:

Alegría (= Freude)

6 TL Honig und 1 EL Butter vermischen und unter Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen. Wenn die Masse goldbraun ist, 1 Tasse gepoppten Amaranth natur mit einem Holzlöffel einrühren.

Nach Geschmack Sonnenblumenkerne, Kokosflocken, Cornflakes oder Rosinen unterrühren. Die Mischung auf ein Backblech streichen, in Würfel schneiden und abkühlen lassen.

2. Etwas leckeres Herzhaftes:

Amaranth-Mangold-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen

  • 100 g Amaranth-Körner (roh)
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • 300 g Mangold
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2 EL Crème fraîche
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Ei
  • 50 g Haselnussblättchen
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • Öl für die Form

Schritt 1

Amaranth in einem Sieb mit heißem Wasser kurz abspülen. Mit Gemüsebrühe aufkochen, bei schwacher Hitze 40 Min. quellen lassen.

Schritt 2

Mangold waschen und putzen. Die Stiele klein würfeln, die Blätter in breite Streifen schneiden. Fenchel waschen, putzen, halbieren und ohne den mittleren Strunk in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl erhitzen. Knoblauch, Fenchel und Mangoldstiele 2-3 Min. andünsten, Mangoldblätter unterrühren. Mit Salz und Muskat würzen.

Schritt 3

Backofen auf 200° vorheizen. Eine feuerfeste Form einfetten. Crème fraîche mit Zitronensaft und Ei verrühren. Die Hälfte des Gemüses in die Form geben. Amaranth darauf verteilen, mit der Hälfte der Haselnussblättchen und 1 EL Parmesan bestreuen. Mit dem Rest Gemüse abdecken. Crème fraîche darüber gießen. Mit übrigen Haselnussblättchen und Parmesan bestreuen. Im Ofen (Mitte, Umluft 180°) 20 Min. backen.

Haselnussblättchen und Parmesan krönen diesen wunderbar aromatischen Auflauf als Knusperkruste - da greifen nicht nur Vegetarier gerne zu!

***

Zubereitungszeit: unter 30 min

Schwierigkeitsgrad: einfach

Kalorien: 640 kcal pro Portion

Saison oder Anlass: Winter, Herbst

Menüfolge: Hauptspeise

Gerichttyp: Auflauf

Verschiedenes: Gut vorzubereiten, vegetarisch, ohne Alkohol, Glyx

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3) Informationen zum Biogas

Biogas

Biogas besteht hauptsächlich aus Methan (CH4, Anteil: mindestens 60%) und Kohlendioxid (CO2) sowie den Spurengasen Schwefelwasserstoff (H2S), Ammoniak (NH3), Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2).

Unter Luftabschluss zersetzen Methan-Bakterien organische Materie und verwandeln sie seit über 3,5 Millionen Jahren in Biogas und hochwertigen organischen Dünger. Damit sind sie die erfahrensten Energieproduzentinnen auf der Erde.

Biogasanlagen weltweit machen sich dieses Wissen zunutze, bislang in der Mehrzahl mit

Gülle aus der Viehzucht als Ausgangsmaterie. Auch aus den organischen Hausabfällen auf den offiziellen und den wilden Mülldeponien entweicht Biogas – unkontrolliert. Es steigt in die Atmosphäre auf und schädigt dort die Ozonschicht.

In Europa existiert seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts ein regelrechter Boom beim Biogas-Anlagenbau. Auch in Kuba rückt diese Energiequelle immer stärker in den Mittelpunkt der Bemühungen, in der nationalen Energieversorgung Alternativen zum Erdöl zu fördern. So wurde zum Jahresbeginn 2007 eine nationale interdisziplinäre Biogas-Kommission eingerichtet, die die langjährigen Erfahrungen bündeln und extensiv ausbauen soll – auch und gerade mit neuen Ausgangsmaterialien.

Die steigende Bevölkerungszahl und damit auch die zunehmende Menge ihrer Abfälle machen veränderte Entsorgungskonzepte unumgänglich. Wie in anderen Zusammenhängen auch müssen nachhaltige Lösungen lokal ausgerichtet und verankert sowie in Kreisläufen organisiert sein.

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Der Verein verfolgt wirklich sehr ehrgeizige Ziele und ich wünsche ihnen, daß sie über "El Pan Alegre" viele Freunde erreichen können :-) Und wenn es die ersten Amaranth-Ernten des Vereins in Deutschland zu kaufen gibt, erfahrt Ihr es gewiß über Naturtipps...


Bis dahin probiert das Korn einmal, es schmeckt wirklich gut :-)
Amaranth - eine gesunde Kostergänzung, die auch noch bei der Zurückgewinnung versteppter Flächen helfen und die Versteppung aufhalten kann!

Übrigens:
Verschenkt doch als Geschenkidee einfach mal Amaranthprodukte - das ist lecker und gesund - und fairtrade auch noch sozial und bio auch noch nachhaltig :-)

Samstag, 15. November 2008

284b) 1 Jahr UTOPIA.de - Liveblogging von der Award-Preisverleihung

Nun ist die Preisverleihung gerade vorbei - aber der Abend geht noch weiter. Voller Spannung habe ich sie mitverfolgt - über den Utopia Award Live Blog. Da könnt Ihr schon nachlesen, wer in welcher Rubrik warum einen Preis bekommen hat...

Sogar ein Elektrofahrrad hat einen Preis bekommen :-)
Und ein Preis wurde nicht verliehen, wäre aber wohl auch nicht abgeholt worden: die Verhinderer 2008!

Aber hier die genaue Preisverteilung, es gab jeweils einen Jurypreis und einen Publikumspreis (von der Community erwählt):

Kategorie "Organisation"
Jurypreis: Marine Stewardship Council
Publikumspreis: Campact

Kategorie "Unternehmen"
Jurypreis: GLS Bank
Publikumspreis: Ehepaar Sladek, Elektrizitätswerke Schönau

Kategorie "Produkte"
Jurypreis: ganz allgemein alle Elektrofahrräder
Publikumspreis: Peter Kowalsky, Bionade

Kategorie "Ideen"
Jurypreis: Gerhard Timm für Desertec und EcoTopTen, also 2 Gewinner
Publikumspreis: Desertec

Kategorie "Vorbilder"
Jurypreis: Ulla Gahn für ihre Stromwechselparties
Publikumspreis: Benjamin Adrion von "Viva con Agua"

Überraschungspreis:
Architekturbüro Graft Architects (Brad Pitt und das Berliner Architekturbüro Graft bauen mit am neuen New Orleans)

Die Preisverleihung ist gelaufen, ganz viele Bilder dazu gibt es im Live Blog und bestimmt noch viele Infos in den kommenden Tagen auf Utopia.de... In Berlin wird nun noch lange gefeiert, in den verschiedensten Redaktionen werden die Texte zum Award in die Tasten gehauen - aber hier ist Schluß für heute liebe Leute!

Naturtipps gratuliert allen Geehrten und hofft, daß "die Welt" auch etwas davon hat...
Macht weiter!

Und an alle Leser:
klickt die Links durch und sucht Euch passendes für Euer Leben, es sind viele gute Ideen dabei!
Macht alle Mit!

Freitag, 31. Oktober 2008

276) 1. November ist Welt-Vegan-Tag

Bild: © Marco Barnebeck(Telemarco) / PIXELIO
1 Tag vegan - 1 Tag symbolische Ruhe für unsere Nutztiere

Veganer zeigen, was im direkten Einsatz möglich ist, um der Welt ein Stück weniger zur Last zu fallen...
Veganer haben Respekt vor dem Leben...
Ich habe größten Respeckt vor Veganern!

Und jetzt haben sie ihren großen Tag: den Welt-Veganer-Tag. Im Folgenden eine Pressemeldung dazu von der TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.:

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(prcenter.de) Am 1. November ist Welt-Vegan-Tag

Frankfurt / Darmstadt · Zum Welt-Vegan-Tag führen Tierrechtsgruppen weltweit Veranstaltungen und Aktionen durch. In Frankfurt und Darmstadt wird die TIRM in der Innenstadt über Veganismus aufklären. Neben diesen Möglichkeiten, sich über die Bandbreite tierleidfreier Lebensweise zu informieren, gibt es am Abend noch die »Welt-Vegan-Tag-Party«: Im Darmstädter Szene-Lokal Habibi werden kulinarische Köstlichkeiten, Musik von veganen Künstlern und ein visueller Rückblick der letzten 8 Jahre Tierrechtsarbeit im Rhein-Main-Gebiet geboten.

Veganismus ist eine Lebenseinstellung, deren Ziel die konsequente Vermeidung von Tierleid ist. Denn nicht nur für Fleisch werden Tiere getötet, auch die Produktion von Milch und Eiern geht - neben den anderen moralischen und ethischen Problematiken - stets damit einher. In beiden Fällen werden die betroffenen Tiere getötet, sobald ihre »Leistung« nachlässt. Für die Milchproduktion müssen Kühe ca. jedes Jahr ein Kalb bekommen, wessen sich der Farmer meist möglichst bald nach der Geburt durch Schlachtung entledigt. Die männlichen Nachkommen von Legehennen werden kurz nach dem Schlüpfen durch Zerhacken, Vergasen oder Ersticken getötet.

Neben dem ethischen Aspekt bietet der Veganismus aber noch weitere Vorteile: Durch das Vermeiden von Tierprodukten nehmen vegan lebende Menschen weit weniger gesättigte Fettsäuren als Mischköstler und gar kein unnötiges oder gar schädliches Cholesterin auf. Veganerinnen und Veganer leiden durchschnittlich seltener an Bluthochdruck, Diabetes, Prostata- oder Dickdarmkrebs und sterben seltener an Herzinfarkt.

Ökologisch gesehen bringt die vegane Ernährung ebenfalls Vorteile: Es ist durchschnittlich 10mal effektiver, pflanzliche Nahrung wie z.B. Soja direkt zu verzehren, als es Tieren zu verfüttern und dann die Tierprodukte zu konsumieren. Auch die Umweltverschmutzung durch Gülle sowie die Zerstörung des südamerikanischen Urwaldes für Futtermittel-Anbauflächen könnte durch Veganismus gestoppt werden. Gerade im Hinblick auf die Diskussion rund um Klimawandel, CO2- und Methangas-Ausstoß sollte man veganer Ernährung mehr Beachtung zukommen lassen.

Im November 1944 wurde in Großbritannien die Vegan Society gegründet, eine Gesellschaft, die der Förderung der veganen Lebensweise gewidmet ist. Anlässlich ihres 50jährigen Bestehens wurde 1994 der 1. November zum Welt-Vegan-Tag ausgerufen. Am nächsten Sonntag werden wieder einmal Veganerinnen und Veganer auf der ganzen Welt diesen Tag nutzen, um ihre Lebensweise bekannter zu machen und über deren Vorzüge zu informieren.

Veganes Probe-Schlemmen in der City
1.11.08, 12-16h: Frankfurt, Hauptwache
1.11.08, 13-17h: Darmstadt, Luisenplatz
Feiern und Networking
1.11.08, 18-23h: Café Habibi, Landwehrstr. 13, Darmstadt

Weitere Informationen: www.veganparty.tirm.de
- Allgemeine Infos zum Welt-Vegan-Tag im Internet unter: www.vegan-tag.de
- Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat: Vegan Brunch im TIRM-Vereinsraum: www.tirm.de/brunch
- Merken! 22.11.08: Soli-Konzert in Darmstadt für österreichische Tierrechtler: www.justice-beatz.de

Angaben zum Autor:
TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.
Pressestelle - Viola Kaesmacher
Idsteinerstr. 77
60326 Frankfurt am Main
Telefon 0173/4148256
presse@tirm.de - www.tirm.de
Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist ein Zusammenschluss von aktiven Tierrechtlerinnen und Tierrechtlern aus dem Rhein-Main-Gebiet und Umgebung. Durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit weist sie auf die alltäglich stattfindende Ausbeutung von wehrlosen Tieren in unserer Gesellschaft hin. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist seit Mitte 2005 ein Verein und wurde vom Finanzamt Frankfurt/Main als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

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Weitere Aktionen zum Welt-Vegan-Tag in Deutschland findet Ihr z.B. auf vegan-tag.de

Gebt den Tieren einen Tag frei - macht mit bei dem Welt-Vegan-Tag und schickt die Welt-Vegan-Tag-E-Card von peta.de mit einem einprägsamen Aufruf zum Mitmachen an alle Eure Freunde! Und hier der entsprechende Peta-Aufruf:
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Der Welt-Vegan-Tag steht vor der Tür und diese E-Card soll Sie und Ihre Freunde dazu ermutigen, den täglich leidenden Tieren einen Tag Ruhe zu geben und sich am 1. November komplett vegan zu ernähren.

Vielleicht nehmen sie den Tag auch zum Anlass, Ihre Ernährung komplett umzustellen. Unter www.goveggie.de finden Sie viele tolle Rezepte.

Für die Neueinsteiger gibt es natürlich immer noch das kostenlose Veggie-Starter-Kit

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Das Veggie-Starter-Kit von Peta steht auch als pdf-Datei zum Download bereit! Und einen PETA-Newsletter könnt Ihr auch bestellen.

Macht alle Mit!

Für die ersten Rezeptideen gibt es hier noch die Google-Liste zu "Vegane Rezepte" oder versucht eins der 275 veganen Rezepte auf chefkoch.de.

1 Tag vegan - 1 Tag "frei" für die Tiere

Übrigens:
Aktuelle Nachrichten zu den Stichworten "vegan" und "vegetarisch" findet Ihr rechts ganz unten im Naturtipps-Nachrichtenticker.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

275) Lecker! Schwarzwurzelzeit!

Bild: © Michael Franke / PIXELIO
Karamelisierte Schwarzwurzel mit roten Kartoffeln - etwas für die Gourmetküche ;-)


Jetzt bestelle ich sie gerne wieder über die Biokiste: die Schwarzwurzel.

Sie heißt nicht etwa so, weil die Hände beim Schälen "schwarz" werden können, sondern weil sie eine schwarze Schale hat.
Dabei ist das mit dem Schälen ganz einfach - schält man sie unter Wasser, verkleben keine Hände, braucht man keine Handschuhe und muß sie auch nicht erst kochen vor dem Schälen. Ich schneide sie in ca. 10 cm lange Stücke und schäle sie dann in einer Schüssel Wasser - und ausgetrickst.
Danach können sie roh oder gekocht weiterverarbeitet werden, und das lohnt sich!
Denn der aus Spanien stammende "Spargel des armen Mannes" ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Nicht nur, daß er das für Diabetiker leicht verdauliche Inulin enthält, nein, er hat noch viele andere tolle Inhaltsstoffe und einen mit den Erbsen und Bohnen vergleichbaren Nährwert :-) Auf Lebensmittellexikon.de z.B. gibt es alles ganz genau zum Nachlesen.
Und Wikipedia hat schöne Bilder von der Wurzel und der Blume als oberirdischen Teil. Wer weiß schon, daß die Schwarzwurzel zu den Korbblütler gehört und blüht wie z.B. das kleine Habichtskraut?

Mir jedenfalls war das oberirdische Erscheinungsbild der Pflanze noch vor diesem Post unbekannt. Nun weiß ich, daß die als Gemüse angebaute Pflanze meist zweijährig ist und im ersten Jahr geerntet wird.

Bild: © Kurt F. Domnik / PIXELIO
Eine Deutsche Wildform - "Rote oder Violette Schwarzwurzel", sie steht mittlerweile auf der Roten Liste
Bild: © Kurt F. Domnik

Übrigens:
Die Kinder essen sie bei uns auch gerne - ein Grund mehr, der für sie spricht. Sie kann z.B. auch in Teig getaucht und in Fett ausgebacken werden - vielleicht nicht sooo super gesund, aber als Besonderheit lecker...

Also, wer einheimische Abwechslung auf dem Speiseplan sucht, kann den Winter über die Schwarzwurzel mitkochen - denn die ist lecker, aus regionalem Angebot erhältlich und gesund! Sucht Euch eins der leckeren Rezepte z.B. im Internet aus und

Macht alle Mit!

Montag, 13. Oktober 2008

263) 1,5 Billionen Euro Miese: Fisch bewußt einkaufen

Bereits seit 2000 bringt der WWF regelmäßig einen sehr hilfreichen "Fischführer" zum nachhaltigen Einkauf von Fisch raus. Naturtipps berichtete bereits im vergangenen Jahr: 033) Ökologischen Fisch auf den Festtisch!. Da die Fischbestände aber auch dieses Jahr hoffnungslos überfischt wurden, hat sich die Situation weiter verschlechtert. Die Konsequenz: wir müssen Meeresfisch wirklich als Luxus ansehen und ihn entsprechend nach nachhaltigen Gesichtspunkten einkaufen. Dabei hilft der "WWF-Fischführer".

Greenpeace hat ebenfalls eine Einkaufshilfe:
Der Greenpeace-Fischratgeber 2008 ist dieses Jahr aktuell raus gekommen und u.a. als pdf-Datei Fischratgeber runterladbar. Demnach gehören Scholle und Atlantischer Lachs nicht in den Einkaufskorb! So die Aussage der dazugehörigen Pressemeldung.

Wer es noch einfacher mag, kann in Deutschland beim Fischkauf z.B. auf das FSC-Siegel (Marine Stewardship Council) achten und an der Fischtheke solchen Fisch einfordern.

Warum es den heutigen Post zu dem Thema gibt? Es geht immer weiter abwärts mit den Fischbeständen, wie der aktuelle Weltbank-Report zeigt.

Und wie lange es noch so weitergehen kann mit dem Raubzug durch die Meere? Nun, er wird er ja schon heute jedes Jahr mühsamer... Hier ein WWF-Artikel zum Weltbank-Report:

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10.10.08, WWF,Meere & Küsten

Überfischung kostet 1,5 Billionen Euro

WWF zu Weltbank-Report: Der Raubbau in den Meeren kennt nur Verlierer

© Jason Rubens / WWF-Canon

Der WWF fordert angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Verluste durch die Plünderung der Meere ein konsequentes Umsteuern in der Fischereipolitik. Nach einer in dieser Woche von der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlichten Studie gehen der globalen Fischerei wegen schwindender Fischbestände jährlich mindestens 50 Milliarden US-Dollar (36,6 Milliarden Euro) verloren. Für die vergangenen drei Dekaden summiert sich der wirtschaftliche Verlust auf zwei Billionen US-Dollar (1,46 Billionen Euro). Dies entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens.

„Der Fischerei-Wahnsinn kennt nur Verlierer. Die Ozeane werden leer gefischt. Der Lebensraum Meer wird zerstört. Fischer erleiden herbe wirtschaftliche Verluste oder verlieren ihren Job. Eine Milliarde Menschen bangen um ihre wichtigste Nahrungsquelle. Dieses Drama muss ein Ende haben“, kommentiert WWF-Meeresexperte Stephan Lutter die neuen Zahlen.

77 Prozent der globalen Fischbestände gelten als bis an ihre Grenzen befischt oder überfischt. Wird die rücksichtlose Ausbeutung nicht gestoppt, könnten die Meere im Jahr 2050 leer gefischt sein.

Fischer müssen immer mehr Geld aufwenden, längere Strecken zurücklegen und aufwändigere Fanggeräte einsetzen, um ihre Erträge stabil zu halten. Laut FAO und Weltbank gibt es zudem enorme Überkapazitäten – bei gesunden Beständen könnte mit halb soviel Aufwand die gleiche Menge gefangen werden. Jährlich werden etwa 86 Millionen Tonnen Fisch und Meersfrüchte aus den Ozeanen geholt.

Der WWF hatte bereits 2002 für die Kabeljau-Fischerei in Nord- und Ostsee Einkommensverluste von über 415 Millionen Euro pro Jahr berechnet. Denn durch die jahrzehntelange Plünderung sinken die Fangquoten dramatisch.

„Der gesamtwirtschaftliche Schaden rund um den Globus ist noch weitaus größer als von Weltbank und FAO berechnet. Denn die Kosten für die Zerstörung wertvoller Korallenriffe durch Schleppnetze, für Beifänge oder illegale Fischerei sind nicht eingerechnet“, betont WWF-Experte Lutter. Jährlich werden viele Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere als nutzloser Müll wieder über Bord geworfen – darunter zum Beispiel 250.000 Meeresschildkröten und 300.000 Wale. „Diese unglaubliche Verschwendung hat noch kein Preisschild“, so Lutter.

Weite Teile der Fischindustrie überleben nur noch, weil die Politik sie Jahr für Jahr mit über 22 Milliarden Euro Steuergeldern am Leben hält. „Dieses kranke System braucht eine Generalüberholung. Von einer nachhaltigen Fischerei werden alle Beteiligen profitieren – vor allem aber die Meere“, so Lutter. Die EU müsse jetzt beherzt die Reform ihrer bislang gescheiterten Fischereipolitik in Angriff nehmen.


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Wenn man sieht, wieviel "Beifang" wieder über Bord geht, wieviel Fischmehl verfüttert wird, um unseren Fleischunger zu stillen... Das kann einfach nicht gut gehen! Deshalb: Wenn Fisch, dann aus kontrollierten Fängen oder nachhaltiger Fischzucht!
Der aktuelle WWF-Fischführer ist als pdf-Datei runterladbar oder direkt beim WWF zu bestellen. Und Fisch aus nachhaltiger Fischzucht ist zum Beispiel Biolachs.

Übrigens:
Wer meint, daß Fisch dann unbezahlbar wird, hat vielleicht nicht ganz unrecht - dann wird er vielleicht wie nachhaltig produziertes Fleisch eine Geschenkidee... warum nicht nachhaltig erzeugte Tierprodukte verschenken oder zu einem solchen besonderen Essen einladen. Was früher das "Schlachtfest" war, kann doch heute ein Geschenk oder eine Einladung sein - natürlich nicht für Vegetarier oder Veganer...

Wenn Fisch, dann nachhaltig gefangen oder gezüchtet!
Wenn Fleisch, dann ohne Fischmehlfütterung!
Und beides nicht täglich...

Macht alle Mit!

Samstag, 11. Oktober 2008

262) Tierfutter gibt es auch in Bioqualität

Bild: © Heika /PIXELIO
Bionahrung auch für unsere Haustiere...


Immer mehr Menschen ernähren sich bei uns unter nachhaltigen Gesichtspunkten.
Die einen, weil sie hoffen, sich damit gesünder zu ernähren. Die nächsten, weil sie der Umwelt eine Chance geben wollen, mit uns Menschen zurecht zu kommen. Und wieder die nächsten aus beiden Gründen: gesünder leben und möglichst wenig die Umwelt stören...

Da ist es nur konsequent, wenn der Gedanke vom eigenen Teller weiterwandert zum Haustier. Und so wird immer mehr Biofutter gekauft. Eine von Fressnapf in Auftrag gegebene forsa-Studie belegt dieses nun: forsa-Studie zeigt: Bio im Fressnapf ist Trend

Daraus ergeben sich nicht nur für Fressnapf Konsequenzen, auch andere Tierfutterhersteller bieten mittlerweile Tiernahrung in Bioqualität her. Bei google finden sich knapp 50.000 Suchergebnisse für "Biofutter" und immer noch ungefähr 5.470 für "Biofutter haustiere".

Nun, die einen sagen, "man kann nicht die ganze Menschheit allein mit Bioprodukten ernähren" und die anderen kaufen sogar für ihre Haustiere Bio. Wenn es um die Umwelt geht, ist zweiteres auf alle Fälle eine logische Konsequenz! Und wenn wir unseren Fleischkonsum deutlich reduzieren, klappt es auch mit der Bionahrung für alle...

Macht alle Mit!

Übrigens, ein Futtermittelhersteller, der möglichst durchdacht, regional und bio Tierfutter herstellt, ist z.B. petdelight.de.

Wer gute Erfahrung mit anderen Marken gemacht hat, kann sie gerne im Kommentar nennen!

Montag, 6. Oktober 2008

258) Quitten werden erntereif

Bild: www.naturtipps.de
Die Quitten werden gelb! Und das bedeutet, die Erntezeit hat begonnen!

Da werden doch tatsächlich bei freecycle in der Nähe Quitten zum Verschenken angeboten! Diese gesunden und leckeren Früchte gibt es mittlerweile nur noch in so wenig Gärten, daß ich mich gleich begeistert melde! Und tatsächlich, dieses Wochenende waren sie erntereif und ich konnte Quitten ernten!
Erntereif bedeutet laut Wikipedia Quittenartikel übrigens nicht vollreif, sondern gerade im Wechsel von grün zu leuchtend gelb... Und genau das war jetzt der Zeitpunkt, wie auf dem Bild oben gut zu erkennen ist.

Bild: www.naturtipps.de

Es gab eine Kiste voll gepflückter apfelrunder Früchte der Apfelquitte. Parallel dazu gibt es noch die Birnenquitte. Beide sind früh genug geerntet bis zu zwei Monate lagerfähig. Aber Achtung, zu früh geerntet, erreichen sie nicht ihr volles Aroma.
Und dann gab es noch geschüttelte, die gleich für Quittenmus in Topf kamen. Denn Quitten sind stoßempfindlich und werden an Stoßstellen braun - je reifer, umso schneller. Übrigens wird das Muß aus den gerade reif werdenden noch leicht grünen Früchten fester, da die Frucht noch besser geliert.

Bild: www.naturtipps.de

Übrigens ist die Quitte laut Wikipediaeintrag sogar Namensgeber für Marmelade: von portugiesisch marmelo für Quitte. Die fast reifen Früchte und die Samen enthalten viel Pektin. Aber mit den Früchten können auch noch viele andere leckere Rezepte gekocht werden! Bei chefkoch.de gibt es z.B. reichlich Einträge dazu. Und da die Frucht langsam wieder populär wird, werden es auch immer mehr Einträge - aktuell sind es 1311 Treffer zur Suche "quitte". Aus den Früchten gibt es für den vielseitigen Speiseplan Wein, Likör, Gelee, Muß, Saft, Marmelade, und und und ... gewiß auch etwas Leckeres für Euch :-)

Über "Die goldenen Äpfel der Aphrodite" schreibt auch die Ernährungsberatung im Forum ländlicher Raum interessantes. So sollten die Quitten nicht in einem Raum mit anderen Früchten gelagert werden, da jene sonst den Quittenduft annehmen würden. Umgekehrt bringt eine Quitte in einem Raum gleich einen herrlichen Raumduft...

Geschenktipp:
Wer einen Quittebaum oder -strauch verschenken möchte (es gibt weltweit ca. 200 Sorten), um eine der ältesten Obstarten zu verschenken, der verschenkt am Besten im Frühjahr eine einjährige Pflanze. Übrigens ein nettes symbolisches Geschenk: Seit jeher gelten die Quitten als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit.
Da Quitten im Gegensatz zum Beispiel zu Äpfeln selbstfruchtbar sind, reicht eine Pflanze im Garten. Nach ca. 4 bis 8 Jahren gibt es dann die erste Ernte - und bis dahin heißt es eben, schauen, wo es Quittenfrüchte zu verschenken gibt ;-)

Also, die Quitte liegt wieder im Trend - achtet auf Bäume in der Umgebung und daß sie stehenbleiben und im Frühjahr: pflanzt eine Quitte, zumal sie nicht nur lecker sind, sondern auch heilsam sein sollen ;-)

Für Vielfalt in unseren Gärten, die auch unsere einheimische Tierwelt nutzen kann!
Macht alle Mit!

Samstag, 27. September 2008

251) Der Sanddorn ist reif

Bild: www.pixelio.de/ H.Schröder
Sanddorn - ein dorniger Busch, der gerne auf sandigen Böden wächst.

...das bedeutet aber nicht automatisch, daß geerntet werden darf! Natürlich wild wachsender Sanddorn steht in Deutschland unter Naturschutz. Bei den vielen Vögeln, die sich davon ernähren, ist das auch gut so. Denn selbst wenn er an manchen Stellen "wie Unkraut wächst" ist er noch lange nicht "vogelfrei"!

Umso mehr lohnt sich ein Sanddornbusch im Garten. Aber Achtung, es gibt männliche und weibliche Pflanzen - und nur die weiblichen bringen auch Ernte. Und dann kann man im Herbst getrost zur Ernte schreiten kan. Und wenn der Busch erst mal groß genug werden durfte, bleibt auch noch genug für die Vögel. Immerhin kann dieser mittelhohe Strauch 1 bis 8 Meter hoch werden.

Die Sanddornbeeren stecken u.a. voller Vitamin C - entsprechend gesund sind Saft, Marmelade, Kompott und Co aus Sanddorn! Und entsprechend beliebt ist der Sanddorn auch. Allerdings ist die Ernte mühsam bis matschig. Denn die Beeren lösen sich nur schwer vom dornigen Stiel ab. Als Trick werden die Beerentragenden Zweige abgeschnitten, eingefroren und gefrorenen Beeren dann "abgeschlagen".

Nun, eine Ernte mit Abschneiden der Zweige - da klingeln erstmal alle Alarmglocken. Aber der Sanddorn scheint es gut zu verkraften und im kommenden Jahr umso besser auszutreiben - wie wir es ja von vielen Gartenbüschen auch kennen... das gleiche kann ja auch bei Brombeeren beobachtet werden, die Zurückgeschnitten werden. Umso stärker wachsen sie wieder nach - allerdings, die Gesamtgröße der Pflanzen wird damit auf alle Fälle eingeschrängt - im eigenen Garten kein Problem...

Und wie immer bei Wildfruchternten - nur dort, wo es genug für die Wildtiere und den Menschen gibt - sonst hängen lassen - und bei Sanddorn sowieso: nicht von wildwachsendem Naturwuchs (Naturschutz).

Da es jedoch auch sehr gute Säft zu kaufen gibt, muß auch nicht unbedingt eine eigene mühsame Ernte sein, um gesund von ihm leben zu können.

Hier im Ruhrgebiet ist er, wahrscheinlich angepflanzt, z.T. auf alten Zechengeländen zu finden. Es ist auch kein Wunder, denn laut Wikipediaeintrag zum Sanddorn "...kann er als Pionierpflanze auf Urgestein gedeihen und baut mit Hilfe der mit ihm in Symbiose lebenden Pilze langsam den Humusgehalt auf..." Außerdem kommt er mit mageren Böden gut zurecht und hat ein weit verzweigtes Wurzelwerk.

Somit ist er wirklich eine Allroundpflanze: gesund, lecker, bei Vögeln zum fressen und nisten beliebt, genügsam sowie stabilisieren und aufbauend. Und wer selber ernten und den Sanddornsaft gewinnen möchte, kann es mit dem Rezept auf cojito.de einmal versuchen. Oder versucht eins der vielen anderen Rezepte, die mit Sanddorn möglich sind. Im Link gibt es nur einige Beispiele, das Web bietet noch mehr...

Also, wer einen sandigen oder mageren Gartenboden hat, auf dem nichts gedeihen will: versucht es mit Sanddorn. Und bei weiblichen Büschen freuen sich auch noch die Tiere. Außerdem sind die dicht an dicht sitzenden orangen Beeren sehr dekorativ im Herbst!

Bild: www.pixelio.de/ Stephan Likar
Feuerdorn - für Vögel o.k., für Menschen schwach giftig.

Aber Achtung: verwechselt ihn nicht mit dem Feuerdorn, der auch gerne als Zierstrauch in Gärten gepflanzt wird! Den Vögeln ist eine Verwechsslung nicht ganz so wichtig - beides wird gerne gefressen und zum Brüten genutzt. Aber für den Menschen gilt der Feuerdorn aus der Familie der Rosengewächse als schwach giftig!

Für mehr einheimische Vielfalt im Garten - pflanzt einheimische Büsche! Und laßt sie auch etwas größer wachsen, damit Vogelnester effektiv versteckt und geschützt gebaut werden können! Denkt daran, wenn jetzt wieder der herbstliche Strauchschnitt kommt!!!

Macht alle Mit!

Freitag, 12. September 2008

238) Ein Vegetarier voller Energie: Neuerscheinung von Thomas D.

Bild: Thomas D/ Voller Energie!

Manche können sich ein Leben ohne Fleisch nicht vorstellen oder grübeln hin und her, wie sie es umsetzen könnten. Für andere ist es der Alltag und sie vermissn nichts, sie leben es voller Überzeugung.

Zu ihnen gehört der Musiker Thomas D. - und mit seiner heutigen Neuerscheinung zeigt er, wie inspirativ seine vegetarische Kommune Mars auf dem Lande für ihn ist:

Kennzeichen D

Übrigens gibt es auf seiner offiziellen Homepage noch viele weitere Informationen über ihn, inclusive eines Podcasts.

Neben seinen musikalischen Aktivitäten ist er u. a. auch für den Tierschutz tätig: so hat er z.B. schon erfolgreich mit der Tierschutzorganisation Peta e.V. zusammengearbeitet

Wenig Fleisch oder auch kein Fleisch essen - es geht!
Hier eine Seite mit Tipps zum Einstieg: vegetarische-initiative.de
Eine Liste mit weiteres Linktipps zum vegetarischen Leben findet Ihr ebenfalls auf der Seite


Den Tieren und der Umwelt zuliebe: Macht alle Mit!


Nachtrag am 13.09.2008:
Welche Vegetarier kenne Ihr, die voller Energie ihre Projekte umsetzen?

Dienstag, 9. September 2008

236) Ade Fruchtversand. Hallo bringmirbio.de

Bild: bringmirbio.de/ Die Homepage...

Manch einer vermißt bestimmt seinen guten alten "Fruchtversand" - jetzt ist er wieder auferstanden, wie die Pressemitteilung "bringmirbio.de geht an den Start" verrät.

"Bring mir Bio" - da ist kurz und bündig gesagt, was der Kunde will: Bioware!

Und deshalb heiß der neue bundesweiten Lieferservice für Bioprodukte einfach "bringmirbio". Deutschlandweit wird von hier aus Bioware mit frischeanspruch versendet.

Dabei gibt es ein riesiges Angebot durch das sich durchgefuttert und durchgetrunken werden kann. Von Kräutern und Sprossen für Feinschmecker bis zu den alltäglichen Kartoffeln... Von Säften über Kaffee bis zum Likör auch noch einiges dazwischen, was gut runter geht und ganz viele Produkte speziell aus dem Naturkostbereich. Da wird selbst der Tofu nicht vergessen.
Und damit die Kunden, die diesen Onlineversand nutzen, dann nicht doch noch eventuell zig Kilometer bis zum nächsten Bioladen fahren müssen, gibt es auch gleich noch allerlei für Schönheit und Haushalt.

Übrigens gibt es auch eine leckere Rezeptdatenbank mit Einkaufslistenfunktion...

Für Menschen, bei denen der nächste Naturkostladen nicht gleich um die Ecke ist, ist dieses Angebot bestimmt eine gute Alternative zu langen Auto-/ Bus- oder Radfahrten.

Also, zur Neueröffnung dieses Onlineversands gibt es heute den Naturtipp. Wer noch weitere Online Bioversandportale für Lebensmittel und co. weiß, kann sie gerne im Anhang nennen.

Und wer nocheinmal ein Argument für Bio braucht - zum Thema Fleisch gibt es z.B. den Post "069) "The Meatrix" oder "Warum die teuren Biotierprodukte"?" mit einem eindrucksvollen Video.

Auch für Eier aus Freilandhaltung gibt es triftige Gründe... Gegen Käfigeier berichten folgende Naturtipps:
068) Keine Käfigeier in Mensa und Kantine!
074) Keine Käfigeier in Süßwaren!
Die Eier und Nueln in diesem Versand kommen vom Naturland Bauernhof Frey

Übrigens wird auch Ware aus eigenem Bioland-Anbau versendet - u.a. leckeres Feingemüse wie Zuckerschoten oder Artischocken :-)


Bio für alle anstatt konventionell für alle - mit weniger Fleischkonsum ist das kein Problem!
Macht alle Mit!


Bild: bringmirbio.de/ Aus Gewichts- und logistischen Gründen wird in Pappkartons verschickt...
Darum: Wer noch eine Idee hat, was sinnvolles mit den schließlich leeren Lieferkartons geschehen kann, kann es ja bringmirbio einfach mal als Tipp schicken ;-) oder hier als Kommentar schreiben. Denn leere Kartons haben wir schließlich alle immer mal wieder...

Weitere Ökokistenanbieter findet Ihr z.B. unter www.oekokiste.de

Montag, 8. September 2008

235) Die Walnuß und die Aktion Eichhörnchen

Jetzt hat doch prompt das Eichhörnchen Walnüsse vom Tisch bei uns stibitzt- aber ich habe es erwischt und dabei gefilmt!
Und gut, daß es da war und mich mal wieder an die Aktion Eichhörnchen erinnert hat! Mittlerweile gibt es einen übersichtlichen Internetauftritt zu der Aktion, denn es bildet sich zur Zeit der dazu passende Verein: WaldSaat (in Gründung e.V.).

Wer also mit einer Schulklasse selber aktiv z.B. auf einem herbstlichen Wandertag effektiv Wald säen möchte, kann sich jetzt an diese Internetseite wenden! Umweltpädagogik zum Greifen - ganz einfach und effektiv: Aktion Eichhörnchen!


Video: www.naturtipps.de/ Wald schaffen, wie die Natur es macht: Durch Baumsaat...

Jetzt zeigt uns das Video auch noch eine zweite interessante Sache: die Walnüsse sind reif! Und da kann ich jedem, der einen Baum zum Sammeln hat, nur raten, dort auch zu sammeln. Denn schon 3 Walnüsse am Tag geben dem Körper wichtige Mineral- und Nährstoffe! Genaueres dazu erfahrt ihr auf der speziellen Walnußseite. Demnach deckt schon eine handvoll Walnüsse am Tag, oder 50 g den Tagesbedarf eines Erwachsenen an sogenannten Omega-3-Fettsäuren. Auch helfen Walnüsse, den Cholesterinspiegel zu senken und schützen damit das Herz.

Und damit es nicht langweilig wird in der Küche, hat allein webkoch.de über 9000 Einträge zu der Nuß... Bei uns schaffen es die frisch geknackten Nüsse allerdings selten bis in die Küche, sondern werden vorher schon weggeknabbert.

Allergiker sollten allerdings bei dem Genuß von Nüssen vorsichtig sein und testen, ob sie auf Walnüsse reagieren. Auch im Artikel Nuss-Allergie - die versteckte Gefahr gibt es dazu wichtige Informationen. Leider löst die Walnuß häufig Allergien aus, weil sie ein grosses allergisches Potenzial besitzen...

Nichts desto trotz ist der Walnußbaum in der Natur besonders bei Eichhörnchen sehr beliebt. Seine Bedingungen zum erfolgreichen Wachstum: er möchte keine Winterkälte und Spätfröste. Außerdem wächst der Baum gut auf tiefgründigen, frischen, nährstoff- und kalkreichen Lehm- und Tonböden. Leider ist er in unseren Wäldern aber nur wenig verbreitet. Einen Grund dazu gibt uns das folgende Zitat aus Wikipedia:
"Eine zusätzliche Verbreitung als forstliche Wirtschaftsbaumart hat trotz des hochwertigen Holzes bisher kaum stattgefunden, da die Echte Walnuss als konkurrenzschwache Lichtbaumart (in der Jugend jedoch schattentolerant) gilt und somit nur bedingt in gängige Waldbaukonzepte zu integrieren ist. Erste Schritte zur Züchtung geeigneten Pflanzenmaterials und Versuche zur waldbaulichen Behandlung wurden in den letzten Jahren jedoch in die Wege geleitet.

Außerdem ist der Bestand der Walnuss laut dem Kuratorium „Baum des Jahres“ in den letzten Jahren durch übertriebene Nutzung und mangelnde Nachpflanzung in Deutschland stark zurückgegangen, weshalb sie zum „Baum des Jahres 2008“ gewählt wurde."

Mir ist der Baum zur Sommerzeit vor allem willkommen, wenn Mücken, Bremsen und co sich sattfressen wollen. Dann zerreibe ich Blätter in der Hand und reibe mich gerne mit dem Saft ein. Das kann zwar braun färben, ist aber weniger schlimm als die Bisse der Sauger...

Apropos färben - mit Walnußschalen kann man tatsächlich färben - dazu werden die jetzt zur Verfügung stehenden grünbraunen Walnußschalen gebraucht. Wie es genau funktioniert, erfahrt Ihr z.B. auf der verlinkten Seite labbe.de/zzzebra Versucht es doch einmal mit einem alten hellen T-Shirt...

Nun, wer noch einen schönen Platz weiß, kann dort ja mal einfach ein paar einheimische Walnüsse aus der Umgebung vergraben - wer weiß, vielleicht gibt es ja in einigen Jahren dort leckere Nüsse zu sammeln...

Und denkt an die Aktion Eichhörnchen! Gebt die Idee weiter! Denn leichter sind die Zusammenhänge in der Natur kaum an Kinder weiterzugeben - Waldpädagogik mit Spiel und Spaß: Aktion Eichhörnchen!

Jetzt ist Herbst - Jetzt ist Zeit für die"Aktion Eichhörnchen"!

Macht alle Mit!

Nachtrag am 09.09.2008:
"Waldsaat" ist ab heute ein eingetragener gemeinnütziger Verein!
Naturtipps gratuliert!

Sonntag, 31. August 2008

228) Neue Grenzwerte für konventionelles Obst und Gemüse

Bild: www.naturtipps.de
Ungespritzte Erbsen aus eigener Ernte. Da weiß man, was dran und drin ist...

Morgen ist es soweit - die EU sorgt für neue Grenzwerte bei den Pestizidhöchstmengen für konventionelles Obst und Gemüse.

"Na und..." - denkt jetzt vielleicht der eine oder auch "Das kann doch nur gut sein" der andere...

Leider daneben gedacht, es ist für uns in Deutschland weder egal noch gut. Denn die Deutschen Höchstmengen lagen bisher z. T. deutlich niedriger! Soll heißen, was wir ab morgen kaufen, darf legal deutlich höher belastet sein als bisher!

Laut greenpeacce hat dies jedoch fatale Folgen für den Verbraucher, denn demnach sind fast 700 Werte zu hoch angesetzt!
Besonders für unsere Kinder kann es laut Artikel nun gefährlich werden, von manch konventionellem Obst viel zu naschen...

Der Artikel "Die sechste Traube könnte gefährlich sein" von Greenpeace klärt dazu genauer auf!

Da gibt es nur zwei Auswege:
Umsteigen auf Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten oder auf Bioware.

Eigentlich ist es auch kaum verständlich, daß die Gärten ungenutzt in Rasengrün und Einheitsblumenbunt vor sich hin wachsen.

Da tauchen viele Fragen bei mir auf:
Was spricht dagegen, sich wieder einen Nutzgarten anzulegen?
Was spricht dagegen auf öffentlichen Flächen verstärkt pflegeleichte Obstgehölze zu pflanzen anstatt der Ziergehölze?
Warum wird in Schrebergärten immer weniger geerntet und immer mehr gemäht?
Warum nutzen wir nicht den Garten Eden vor unserer Haustür?
Wie lange lassen wir uns noch die systematische Vergiftung unserer Lebensmittel bieten?

Zum Glück gibt es weltweit Projekte, die hoffen lassen, die zeigen, daß nicht alle sich damit abfinden. Da gibt es z.B. die Interkulturellen Gärten, die Guerilla-Gärtner, urban-farming (in etwa Stadt-Landwirtschaft) und die Schulgärten. Wobei es z.B. beim Urban-Farming recht merkwürdige Wege gibt: "Urban Farming" - Ein Zukunftsmarkt, den Sie beobachten sollten

Erfreulicherweise ist laut UTOPIA langsam eine Trendwende zurück zu Gemüsebeeten zu erkennen: Bauer 2.0: zurück zu Gemüsebeeten

Und wer probleme im Garten hat, kann sich z.B. beim Biogartendoktor Onlinehilfe holen!

Denn der Anbau in Form eines Biogartens sollte für uns selbstverständlich werden. Spätestens folgender Greenpeaceartikel gibt doch zu denken: Die giftigen Pestizidpaletten der Agrochemiekonzerne.

Übrigens:
mit der richtigen Sortenwahl ist schon das meiste gewonnen!

Zurück zur Selbstversorgung!
Wenn eine geeignete Fläche da ist - Macht alle Mit!

Freitag, 29. August 2008

226) Holunderbeeren locken zur Ernte

Bild: www.naturtipps.de
Mit einer Gabel lassen sich die schwarzen Beeren leicht lösen zum Weiterverarbeiten.

Nach einem Post im Frühsommer zur Holunderblütenernte locken jetzt die schwarzen gesunden Beeren hinaus. Denn sie sind mindestens so gesund und vielseitig verwendbar wie die Blüten. Viele interessante Informationen bringt die Seite Holunderbeersaft, Gelees und Marmeladen
Kochen mit „Früchten der Saison“: Der September ist Holunder-Monat
von der NABU.

Bei uns wird daraus Marmelade, gemischt mit Maulbeeren oder Brombeeren.

Auf der NABU-Seite gibt es auch leckere Rezepte. Wem diese nicht reichen findet fast 100 weitere Holunderbeerenrezepte bei chefkoch.de. unter anderem gibt es dort auch ein Rezept für Kapern aus grünen Holunderbeeren... Und bei mir gibt es für den Winter immer noch ein Fläschchen leckeren Holunderlikör. Den gibt es bei Halskratzen...

Die Kinder lieben die Pfannekuchen mit Holunderbeeren :-) einfach Schwarze Holunderbeeren in den Pfannkuchenteig und lecker. Oder die reife Dolde in flüssigen Teig tauchen und in Öl ausbacken.

Es gibt so viel Leckeres, daß man daran denken muß, für die Vögel auch noch etwas zu lassen. Zum Glück sind die Büsche ja hoch und wir sind klein - wie heißt es doch so schön in einem Schlager: "die süßesten Früchte schmecken mir und Dir genauso, und nur weil wir klein sind und diese Früchte hoch sind - erreichen wir sie nie..." Dafür singen die Vögel uns dann ihr Dankeschön!

Dazu gibt es auf Huehner-info.de eine kleine Diskussion: Auslauf: Ist Holunder giftig für Hühner?. Fazit: da nur die reifen Beeren runter fallen und hühnererreichbar sind nein. Wilde Vögel fressen sie auch erst im reifen Zustand - dann fallen aber z.B. Stare auch gerne gleich in Massen ein... Über die Giftigkeit für den Menschen schreibt die Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uni Bonn genaue Informationen: es geht dabei um die gering giftige Wirkung des rohen Zwerg-Holunders (Sambucus ebulus). Eine Freundin hat gerade einen unbeabsichtigten Selbstversuch gemacht. Sie aß rohe Holunderbeeren und bekam anschließend Bauchkrämpfe und Durchfall... Früher wurden die rohen Beeren z.B. auch als Abführmittel verwendet... Ja der Holunderstrauch gilt sogar als "Ein Schatz der Volksmedizin für das ganze Jahr" nach wallis-seiten.de

Geschenktipp:
Ein Glas hausgemachter Marmelade ist bei den meisten Gastgebern gerngesehen. Und einem Gartenbesitzer einfach mal einen kleinen Holunderstrauch schenken. Früher hatte jedes Haus seinen Holunderstrauch. Nicht nur, daß er Insekten fern hält. Früher gehörte zu jedem Haus ein Holderstrauch. Eine Tradition, die heute viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist. Mehr über den Holunder im Volksglauben erfahrt Ihr z. B. im Forum bei alraune.org: Pflanzenportraits -> Schwarzer Holunder.

Und nicht nur, daß er im Frühsommer schön blüht und leckere gesunde Blüten geerntet werden können. Jetzt im Spätsommer segnet er das Haus gleich nocheinmal mit einer guten Ernte! Und da suchen viele Gärtner verzweifelt robuste Beeren für ihren Garten und spritzen anfällige Beerensträucher gegen Pilze und co.... Wie so oft - der Prophet ist im eigenen Lande kein gern gesehener Gast. Und der Holunder kein gern gesehener Gartenstrauch wie es scheint :-( Dabei werden mit ihn auch noch automatisch viele Vögel für den Winter "gemästet".

Pflanzt Holunder oder laßt ihn einfach stehen, wenn die Vögel über Ihren Kot erfolgreich einen gesät haben in Eurem Garten! Bei uns wächst seit diesem Jahr ein solche rund ich freue mich schon auf dei erste garteneigene Ernte!

Übrigens hängen das Märchen der Frau Holle und der Holunder eng zusammen. Denn im Frühsommer läßt er es schneien mit seinen weißen Blüten. Frau Holle -> Holderstrauch -> Holunderstrauch. Und zum Schluß noch das Märchen "Holunder tut Wunter"

Macht alle Mit!


Und zum Abschied noch das alte Volkslied "Im Holderstrauch"