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Dienstag, 16. Juni 2009

314) NABU ruft zur Meldung von Mehl- und Rauchschwalben auf

Gerade habe ich folgenden Artikel auf der Seite des NABU gefunden, der dort auch als Pressemitteilung steht:

http://nrw.nabu.de/naturerleben/naturtipps/sommer/08255.html

Viele Schwalbennester sind leer geblieben

NABU ruft zur Meldung von Mehl- und Rauchschwalben auf

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Düsseldorf
– Wo bleiben die Mehlschwalben? Warum werden die Nester, die seit
vielen Jahren stets voll belegt waren, dieses Jahr nicht genutzt? Was
ist passiert mit unseren Schwalben? Diese und ähnliche Fragen besorgter
Bürger werden dem NABU seit einigen Wochen häufiger gestellt. Denn
viele Nester sind in diesem Frühjahr leer geblieben oder es sind
mancherorts gar keine Schwalben mehr eingetroffen. „Wir nehmen diese
Meldungen sehr ernst, denn leider bestätigen sie die Beobachtungen von
Vogelkundlern in ganz Nordrhein-Westfalen, dass die Schwalbenbestände
bereits seit Jahren stark rückläufig sind,“ sagt Bernd Jellinghaus,
Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im
NABU NRW. Deshalb ruft der NABU alle Bürger auf, Mehl- und
Rauchschwalbenvorkommen, aber auch alle leer gebliebenen Kolonien, zu
melden.

Dieses Jahr seien zwar einige Mehlschwalben sehr spät eingetroffen und
hätten daher erst mit erheblicher Verzögerung mit dem Nestbau und der
Brut begonnen. Aber überall dort, wo die Nester jetzt noch unbesetzt
seien, könnte man davon ausgehen, dass die Brutstätte ungenutzt bliebe.
„Für Ornithologen sind aber auch Meldungen von verwaisten Brutkolonien
wichtig, da man so einen genaueren Überblick darüber erhält, wie stark
der Rückgang tatsächlich ist“, so Jellinghaus. Wichtig bei einer
Meldung an den NABU seien die Angaben zur Schwalbenart sowie die Zahl
der besetzten beziehungsweise unbesetzten Nester. Auch wer Kenntnisse
über verlorengegangene Brutkolonien beispielsweise durch eine
Haussanierung hätte, könne dies unter info (ad) nabu-nrw.de melden.

Dabei seien die Tiere auch von Laien recht leicht auseinanderzuhalten:
Rauchschwalben seien an der rotbraunen Stirn und Kehle, sowie den
langen, spießförmigen Schwanzfedern leicht zu erkennen. Sie bauen ihr
napfförmiges, offenes Lehmnest in der Regel im Innern von Gebäuden.
Mehlschwalben hätten eine auffallend weiße Unterseite und einen weißen
Bürzel (verlängerter Rücken) sowie einen kurzen gegabelten Schwanz. Sie
bauen ein bis auf das Flugloch geschlossenes Lehmnest an den
Außenseiten der Gebäude und brüten meist in Kolonien.

„Fehlende Brutmöglichkeiten und der Rückgang der Nahrungsgrundlage sind
Gründe für den Rückgang unserer Schwalben“, weiß der NABU-Vogelexperte.
Während Hausbesitzer oft ohne Kenntnis der Rechtslage bei einer
Haussanierung die Nester der Mehlschwalben zerstörten, verschlössen
besorgte Landwirte den Rauchschwalben ihre Ställe, um
EU-Hygieneanforderungen gerecht zu werden. "Die Nester der kleinen
Koloniebrüter sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz allerdings
geschützt und dürfen grundsätzlich nicht beschädigt oder abgeschlagen
werden. Auch der Zugang zu bestehenden und genutzten Nestern darf nicht
versperrt werden", erklärt Jellinghaus. Traurige Konsequenz der sich
ständig verschlechternden Lebensbedingungen: In der kürzlich
veröffentlichten neuen Roten Liste der Brutvögel Nordrhein-Westfalens
wird nun auch die Mehlschwalbe als gefährdet eingestuft. Das gilt für
die Rauchschwalbe schon länger.

Aktuell habe ich dazu auch einen Thread eingerichtet:

Wo sind die Schwalben? Wie steht Ihr zu Schwalben am Haus/ im Stall?

http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=5583

Also, wie geht Ihr mit Nestern am Haus um?
Fördert Ihr es, daß die Schwalben bei Euch brüten können?
Oder seid Ihr ganz froh, "wenn es keinen Dreck gibt..."

Mein Vater jedenfalls ist jedes Jahr glücklich, wenn "seine Schwalben" wieder daheim sind :-)

Und der NABU hat auch noch folgenden Artikel unter der selben Internetadresse:

"Nester für Mauersegler- und Schwalben

Tipps zum friedlichen Zusammenleben mit Vögeln am Haus"

http://nrw.nabu.de/naturerleben/naturtipps/sommer/08255.html

Übrigens:

Schwalben am Haus wurden früher immer für Glücksbringer gehalten - vielleicht sollten wir das mal wieder einführe - wenigstens sollten wir sie entsprechend willkommen heißen :-)

Freitag, 20. März 2009

302) Frühlingsangfang: Fellmonster für Kuschelnester

Heute ist der kalendarische Frühlingsanfang - genau genommen um 12.43 Uhr

Nicht nur bei uns Menschen kommen jetzt wieder Frühlingsgefühle und erwachen die Lebensgeister - in der Tier- und Pflanzenwelt ist es ebenso. Und wer zuhaus ein "haarendes Ungeheuer" hat, kann mit ihm jetzt z.B. den Vögeln ganz einfach helfen.

Die ersten beginnen bereits mit dem Nestbau, viele andere werden in den kommenden Wochen folgen. Und was braucht es dazu?
Erstmal suchen die Vögel sich einen geeigneten Platz. Dazu gibt es schon Informationen im Post "064) Nisthilfen für Vögel".
Und es gehört reichlich passendes Nistmaterial dazu - das findet sich nicht so einfach in unseren aufgeräumten Gärten. Eigentlich werden doch feine Zweige, abgestorbenes altes Gras, angerottete Laubblätter und ähnliches gerne zum Nestbau verwendet. Alles Dinge, die in "aufgeräumten Gärten" bei vielen unerwünscht sind... Nun, bei uns wird wenig aufgeräumt in der Hinsicht. Unser Garten muß für viele aufgeräumte Gärten drumherum mit Nistmaterial liefern :-)

Und nun kommen die "Fellmonster" in Aktion!
Wer ein Haustier hat, das gerade naturgemäß im Fellwechsel ist - halt stopp! Nicht die ganzen schönen weichen Haare in die Tonne werfen! Raus damit, im Garten und auf dem nächsten Spaziergang einfach schön verteilen - nicht viel auf einmal, sondern hier etwas und dort noch was - vor allem in der Nähe von möglichen Nistplätzen :-) Die Vögel freuen sich - die Haare sollten nur nicht zu lang sein, daß es keine Verknotungen um Vogelbeine geben kann ;-)

Ich kann mich noch gut an ein Meisennest erinnern, das als Polsterung ganz weiß innen war - die fleißigen Eltern hatten die Haare meines Hundes gesammelt. Ich hatte ihn draußen gebürstet und konnte anschließend die beiden Meisen beim Sammeln beobachten.

Also - für einen schnelleren Nestbau: laßt altes Laub und Gras liegen, auch kleine Zweige dürfen noch in den Beeten bleiben und verteilt noch ein wenig Hundehaar und Pferdefell - denn Hirsch und Reh laufen in den Gärten zum Fellverteilen ja kaum noch rum...

Und weil Nestbau und später die Kükenaufzucht anstrengend sind, stellt den gefiederten Freunden noch eine kleine Bade- und Trinkstelle hin - denn auch Pfützen sterben in Wohngegenden immer mehr aus...

Für einen vogelreichen Frühling :-)

Macht alle Mit!

Montag, 20. Oktober 2008

267) Kreative Postkartenserie von EuroNatur

Bild: www.euronatur.org/ Postkarten, die zum Nachdenken anregen sollen...


Mit umgewandelten Sätzen aus altbekannten Kinderliedern und dazu passenden nachdenklichen Fragen lenkt die Postkartenserie von EuroNatur die Aufmerksamkeit auf bestimmte in Europa bedrohte Tierarten. Die 5 Motive machen Lust auf mehr, Lust auf eine persönliche Begegnung mit den Tieren - wenn es sie nur häufiger gäbe...
Und genau dafür setzt sich Euronatur ein - bei dieser Postkartenaktion geht es speziell um die finanzielle Unterstützung von Projekten der Stiftung für Robben, Luchse, Kraniche (Zugvögel), Bären und Wölfe.

Wo es die Postkartenserie aus der nachhaltig produzierenden Stiftungs-Druckerei gibt, geht aus dem Ankündigungstext der Stiftung hervor:

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Kampagne zum Schutz europäischer Wildtiere

Die Postkartenserie finden Sie deutschlandweit in bekannten Zoologischen Gärten, Wildparks und Aquarien. Bei der Auswahl der Kampagnen-Partner standen deren Einsatz für Natur- und Artenschutz sowie die Unterbringung der Zootiere im Vordergrund.

Mit unserer Kampagne machen wir auf die Situation sowie den Schutzbedarf von Wildtieren in Europa aufmerksam und regen zum Nachdenken an. Ziel ist es, vor allem auch jüngere Generationen zu motivieren, das kostbare europäische Naturerbe für ihre Nachkommen zu bewahren.

Falls Sie die Postkartenserie anfordern möchten, senden Sie bitte eine kurze Email mit Angabe Ihrer vollständigen Postadresse an kerstin.sauer@euronatur.org. Wir freuen uns auf Sie!

Link zur Kampagne

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Übrigens gab es jetzt aktuell eine Meldung von der NABU über die Zugvogeljagd auf Malta - nach einem gesetzlich erzwungenen ruhigeren Frühjahr ist es nun wohl schlimmer als zuvor:

Zugvogeljagd auf Malta blutiger denn je
Traurige Bilanz beim Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel

Also, schreibt oder spendet mal wieder - zum Schutz der einheimischen Tierwelt!
Macht alle Mit!


Postkartenserienverlosung:
Übrigens könnt Ihr eine von drei Postkartenserien hier bei Naturtipps gewinnen:
schreibt dazu Eure Meinung zu solchen Tierartenorientierten Schutzaktionen auf. Sind sie sinnvoll oder nicht und warum? Schreibt Euren Kommentar dazu unter diesen Post. Am 27.10.2008 gibt es dann die Auslosung unter allen Kommentatoren - es sollte also eine Rückverfolgung möglich sein. Anonyme Kommentare können nicht gewinnen...
Und wie ist das - der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen ;-)

Samstag, 27. September 2008

251) Der Sanddorn ist reif

Bild: www.pixelio.de/ H.Schröder
Sanddorn - ein dorniger Busch, der gerne auf sandigen Böden wächst.

...das bedeutet aber nicht automatisch, daß geerntet werden darf! Natürlich wild wachsender Sanddorn steht in Deutschland unter Naturschutz. Bei den vielen Vögeln, die sich davon ernähren, ist das auch gut so. Denn selbst wenn er an manchen Stellen "wie Unkraut wächst" ist er noch lange nicht "vogelfrei"!

Umso mehr lohnt sich ein Sanddornbusch im Garten. Aber Achtung, es gibt männliche und weibliche Pflanzen - und nur die weiblichen bringen auch Ernte. Und dann kann man im Herbst getrost zur Ernte schreiten kan. Und wenn der Busch erst mal groß genug werden durfte, bleibt auch noch genug für die Vögel. Immerhin kann dieser mittelhohe Strauch 1 bis 8 Meter hoch werden.

Die Sanddornbeeren stecken u.a. voller Vitamin C - entsprechend gesund sind Saft, Marmelade, Kompott und Co aus Sanddorn! Und entsprechend beliebt ist der Sanddorn auch. Allerdings ist die Ernte mühsam bis matschig. Denn die Beeren lösen sich nur schwer vom dornigen Stiel ab. Als Trick werden die Beerentragenden Zweige abgeschnitten, eingefroren und gefrorenen Beeren dann "abgeschlagen".

Nun, eine Ernte mit Abschneiden der Zweige - da klingeln erstmal alle Alarmglocken. Aber der Sanddorn scheint es gut zu verkraften und im kommenden Jahr umso besser auszutreiben - wie wir es ja von vielen Gartenbüschen auch kennen... das gleiche kann ja auch bei Brombeeren beobachtet werden, die Zurückgeschnitten werden. Umso stärker wachsen sie wieder nach - allerdings, die Gesamtgröße der Pflanzen wird damit auf alle Fälle eingeschrängt - im eigenen Garten kein Problem...

Und wie immer bei Wildfruchternten - nur dort, wo es genug für die Wildtiere und den Menschen gibt - sonst hängen lassen - und bei Sanddorn sowieso: nicht von wildwachsendem Naturwuchs (Naturschutz).

Da es jedoch auch sehr gute Säft zu kaufen gibt, muß auch nicht unbedingt eine eigene mühsame Ernte sein, um gesund von ihm leben zu können.

Hier im Ruhrgebiet ist er, wahrscheinlich angepflanzt, z.T. auf alten Zechengeländen zu finden. Es ist auch kein Wunder, denn laut Wikipediaeintrag zum Sanddorn "...kann er als Pionierpflanze auf Urgestein gedeihen und baut mit Hilfe der mit ihm in Symbiose lebenden Pilze langsam den Humusgehalt auf..." Außerdem kommt er mit mageren Böden gut zurecht und hat ein weit verzweigtes Wurzelwerk.

Somit ist er wirklich eine Allroundpflanze: gesund, lecker, bei Vögeln zum fressen und nisten beliebt, genügsam sowie stabilisieren und aufbauend. Und wer selber ernten und den Sanddornsaft gewinnen möchte, kann es mit dem Rezept auf cojito.de einmal versuchen. Oder versucht eins der vielen anderen Rezepte, die mit Sanddorn möglich sind. Im Link gibt es nur einige Beispiele, das Web bietet noch mehr...

Also, wer einen sandigen oder mageren Gartenboden hat, auf dem nichts gedeihen will: versucht es mit Sanddorn. Und bei weiblichen Büschen freuen sich auch noch die Tiere. Außerdem sind die dicht an dicht sitzenden orangen Beeren sehr dekorativ im Herbst!

Bild: www.pixelio.de/ Stephan Likar
Feuerdorn - für Vögel o.k., für Menschen schwach giftig.

Aber Achtung: verwechselt ihn nicht mit dem Feuerdorn, der auch gerne als Zierstrauch in Gärten gepflanzt wird! Den Vögeln ist eine Verwechsslung nicht ganz so wichtig - beides wird gerne gefressen und zum Brüten genutzt. Aber für den Menschen gilt der Feuerdorn aus der Familie der Rosengewächse als schwach giftig!

Für mehr einheimische Vielfalt im Garten - pflanzt einheimische Büsche! Und laßt sie auch etwas größer wachsen, damit Vogelnester effektiv versteckt und geschützt gebaut werden können! Denkt daran, wenn jetzt wieder der herbstliche Strauchschnitt kommt!!!

Macht alle Mit!

Freitag, 26. September 2008

250) NABU-Mitmachaktion: Birdwatch 2008

Bild: www.pixelio.de/ Michael Bührke
Schwalben am Wasser


Zugvogel-Skyscraper/ NABU
Pate werden für Zugvögel

Heute beim Kanufahren flog eine Schwalbe direkt über dem Wasser und holte sich wohl Insekten von der Oberfläche oder trank eine Runde. Noch sind sie da, diese typischen Sommervögel. Aber nicht mehr lange, dann fliegen sie wieder Richtung Süden und der Winter kann Einzug halten.

Passend dazu startet der NABU wieder seine Birdwatch Vogelbeobachtungsaktion. Nachdem sie 2007 mit Rekordteilnehmerzahlen ablief ist es am 4. und 5. Oktober wieder soweit:
Hier der NABU Aufruf Birdwatch 2008 auf seiner Seite (Zitat):

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Birdwatch 2008
Zugvögel beobachten und melden am Wochenende 4. und 5. Oktober

EuroBirdwatch 2008

Der Birdwatch 2008 findet wieder am ersten Oktober-Wochenende statt, also am 4. und 5. Oktober. Wenn Sie mitmachen möchten, schließen Sie sich einfach NABU-Veranstaltungen an – oder machen Sie unabhängig davon Ihre eigenen Beobachtungen. Wir empfehlen das Mitbringen eines Fernglases oder Spektivs sowie eines Vogelbestimmungsbuches.

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Übrigens ist die Vogelbeobachtung in England ein weitverbreitetes Hobby, daher hat der NABU wohl auch den englischen Begriff übernommen. Und damit es am Wochenende dann besser mit den Bestimmungen klappt, könnt Ihr Euch ja im Vorfeld schon mal mit der Vogelliste zum Birdwatching auseinandersetzen.
Linktipps zu Bestimmungshilfen gibt es u.a. im Post 128) Vogelführungen für Frühaufsteher

Viel Spaß beim Kennenlernen dieser halbheimischen Tierwelt!
Macht alle Mit und lernt ein Stück mehr Heimat kennen!

Aber bitte beachtet - beobachten heißt nicht vertreiben ;-)

Freitag, 29. August 2008

226) Holunderbeeren locken zur Ernte

Bild: www.naturtipps.de
Mit einer Gabel lassen sich die schwarzen Beeren leicht lösen zum Weiterverarbeiten.

Nach einem Post im Frühsommer zur Holunderblütenernte locken jetzt die schwarzen gesunden Beeren hinaus. Denn sie sind mindestens so gesund und vielseitig verwendbar wie die Blüten. Viele interessante Informationen bringt die Seite Holunderbeersaft, Gelees und Marmeladen
Kochen mit „Früchten der Saison“: Der September ist Holunder-Monat
von der NABU.

Bei uns wird daraus Marmelade, gemischt mit Maulbeeren oder Brombeeren.

Auf der NABU-Seite gibt es auch leckere Rezepte. Wem diese nicht reichen findet fast 100 weitere Holunderbeerenrezepte bei chefkoch.de. unter anderem gibt es dort auch ein Rezept für Kapern aus grünen Holunderbeeren... Und bei mir gibt es für den Winter immer noch ein Fläschchen leckeren Holunderlikör. Den gibt es bei Halskratzen...

Die Kinder lieben die Pfannekuchen mit Holunderbeeren :-) einfach Schwarze Holunderbeeren in den Pfannkuchenteig und lecker. Oder die reife Dolde in flüssigen Teig tauchen und in Öl ausbacken.

Es gibt so viel Leckeres, daß man daran denken muß, für die Vögel auch noch etwas zu lassen. Zum Glück sind die Büsche ja hoch und wir sind klein - wie heißt es doch so schön in einem Schlager: "die süßesten Früchte schmecken mir und Dir genauso, und nur weil wir klein sind und diese Früchte hoch sind - erreichen wir sie nie..." Dafür singen die Vögel uns dann ihr Dankeschön!

Dazu gibt es auf Huehner-info.de eine kleine Diskussion: Auslauf: Ist Holunder giftig für Hühner?. Fazit: da nur die reifen Beeren runter fallen und hühnererreichbar sind nein. Wilde Vögel fressen sie auch erst im reifen Zustand - dann fallen aber z.B. Stare auch gerne gleich in Massen ein... Über die Giftigkeit für den Menschen schreibt die Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uni Bonn genaue Informationen: es geht dabei um die gering giftige Wirkung des rohen Zwerg-Holunders (Sambucus ebulus). Eine Freundin hat gerade einen unbeabsichtigten Selbstversuch gemacht. Sie aß rohe Holunderbeeren und bekam anschließend Bauchkrämpfe und Durchfall... Früher wurden die rohen Beeren z.B. auch als Abführmittel verwendet... Ja der Holunderstrauch gilt sogar als "Ein Schatz der Volksmedizin für das ganze Jahr" nach wallis-seiten.de

Geschenktipp:
Ein Glas hausgemachter Marmelade ist bei den meisten Gastgebern gerngesehen. Und einem Gartenbesitzer einfach mal einen kleinen Holunderstrauch schenken. Früher hatte jedes Haus seinen Holunderstrauch. Nicht nur, daß er Insekten fern hält. Früher gehörte zu jedem Haus ein Holderstrauch. Eine Tradition, die heute viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist. Mehr über den Holunder im Volksglauben erfahrt Ihr z. B. im Forum bei alraune.org: Pflanzenportraits -> Schwarzer Holunder.

Und nicht nur, daß er im Frühsommer schön blüht und leckere gesunde Blüten geerntet werden können. Jetzt im Spätsommer segnet er das Haus gleich nocheinmal mit einer guten Ernte! Und da suchen viele Gärtner verzweifelt robuste Beeren für ihren Garten und spritzen anfällige Beerensträucher gegen Pilze und co.... Wie so oft - der Prophet ist im eigenen Lande kein gern gesehener Gast. Und der Holunder kein gern gesehener Gartenstrauch wie es scheint :-( Dabei werden mit ihn auch noch automatisch viele Vögel für den Winter "gemästet".

Pflanzt Holunder oder laßt ihn einfach stehen, wenn die Vögel über Ihren Kot erfolgreich einen gesät haben in Eurem Garten! Bei uns wächst seit diesem Jahr ein solche rund ich freue mich schon auf dei erste garteneigene Ernte!

Übrigens hängen das Märchen der Frau Holle und der Holunder eng zusammen. Denn im Frühsommer läßt er es schneien mit seinen weißen Blüten. Frau Holle -> Holderstrauch -> Holunderstrauch. Und zum Schluß noch das Märchen "Holunder tut Wunter"

Macht alle Mit!


Und zum Abschied noch das alte Volkslied "Im Holderstrauch"

Montag, 23. Juni 2008

190) Jungvogel gefunden! Und nu?

Bild: www.pixelio.de/Peashooter
Grünspechte stehen auf der Roten Liste und gehören nicht bei strömendem Regen in große Pfützen...


So stand ich heute abend da...

In der einen Hand eine Schüssel, abgedeckt mit einem Handtuch, in der ein beinahe flügger Grünspecht saß und in der anderen Hand ein dickes Fragezeichen.
Klar ist es Sonntag abend. Klar ist es bereits 20.30 Uhr und keiner mehr erreichbar... Klar war in meinem Kopf Leere...

Nein - ganz leer war er nicht. Der Vogel da drin steht unter Naturschutz, ist also sehr selten. Er saß in einer Pfütze und ruderte mit den Flügeln recht hilflos darin rum. Fangen ließ er sich in den Brennesseln - die Augen vom Brennesselblatt verhängt. So kam ich gut dran, griff beherzt so zu, daß die Flügel gut umschlossen waren und nicht flattern konnten, die Beine raus schauten und nicht klettern konnten. Und dann ab in die Schüssel, mit der ich eigentlich gerade Maulbeeren holen wollte. Und nun stehen wir hier zuhaus im Wohnzimmer.

Es hatte gehagelt, und wie - bis zu 4 cm groß werden die Eisstückchen wohl gewesen sein. Und der kleine Specht hatte sich zu früh aus seiner Höhle getraut und wurde prompt vom Baum gerissen bei dem Wetter. Nachmittags hatte ich ihn noch dort oben im Maulbeerbaum gehört...

Aber was jetzt - draußen goß es wieder in Strömen, der Wind peitschte die Bäume und Mister Mini schimpfte gerade wie es sich für einen Specht gehörte - laut und deutlich.

Der Anruf bei einer Freundin half weiter - ruf doch bei der nächsten Tierklinik an. Na klar- gute Idee, danke! Also Telefonbuch raus und Nummer gewählt - tatsächlich war jemand zu erreichen. Und noch besser, er wußte gleich, an wen ich mich wenden konnte:
Für mich war Herr Dietz aus Duisburg der richtige Ansprechpartner. Er arbeitet mit dem BUND e.V. zusammen und ist anerkannter "Vogelvater". Denn es darf laut Gesetz nicht jeder einfach rumexperimentieren mit Wildtieren, sondern eine weitere Aufzucht soll möglichst in Fachhände gegeben werden... Mittlerweile habe ich auf Wildvogelpflege.de unter "Hinweise" eine Liste mit kompetenten Ansprechpartnern und Adressen gefunden. Mein Herr Dietz ist allerdings nicht dabei.

Nach einem weiteren Telefonat war alles klar und es ging ab nach Duisburg. Bei dem Sturm war es für ihn nicht verwunderlich, daß solch ein kleiner vorwitziger Kerl aus dem Baum gefegt worden war - er war noch nicht flügge... Also richtig gemacht - allein hätte er die kommenden Tage bei dem Wetter wohl nicht durchgestanden...

Denn aufgepaßt! Nicht jeder Jungvogel, der in den Büschen sitzt und piepst ist auch gleich auf Menschenhilfe angewiesen!!! Normalerweise werden die Kleinen weiterhin von ihren Eltern versorgt, bis sie endgültig richtig fliegen können. Siehe Artikel "Jungvogelaufzucht" von der WildvogelPflegestation Marburg. Bevor man schützend seine Hände über solch ein Jungtier hält, sollte man also von weitem beobachten, ob wirklich keine Eltern zum Füttern kommen!

Zitat aus einem Merkblatt der Seite www.Heilbronner-Tierschutz.de:
"Man sollte den Vogel nur dann mitnehmen, wenn sicher ist, daß er verletzt ist und nicht mehr von den Elternvögeln versorgt wird!!! (Eine Stunde lang beobachten!)" Das Merkblatt "Jungvogelaufzucht" kann übrigens ald pdf-Datei runtergeladen werden.

Übrigens:
Unbeholfene Jungvögel sind ein gefundenes "Fressen" für Hauskatzen. Bei vielen sollte man wohl lieber "Spielzeug" schreiben, denn sattfressen können sie sich zuhause. Deshalb sollten zur Zeit der flüggen Jungvögel Hauskatzen im Haus bleiben! Nun kommen gleich wieder die Katzenfreunde, daß das doch viel zu lange wäre - nun, wenn vogelarme Gärten besser sind... allein bei uns sind es drei Haustiger, die durch die Büsche streifen. Und es gibt aus England Hochrechnungen, wieviel Vögel diese Haustiere jedes Jahr ungefähr auf dem Gewissen haben - es sind nicht wenige :-(

Zahlreiche Informationen zur Jungvogelaufzucht gibt es auch auf der Seite www.wildvogelhilfe.org.

Achtung:
Lest ruhig jetzt sofort nach, wie aufwändig es ist, einen Jungvogel aufzuziehen - denn es ist wirklich kein Kinderspiel! Also lieber rechtzeitig in fachkundige Hände geben, oder wenigstens telefonischen Rat einholen!

Macht alle Mit!
Laßt Jungvögel sitzen und beobachtet sie! Greift nur ein, wenn es wirklich notwendig ist!

Und wenn es regnet, oder der Vogel auf der Straße sitzt: Setzt ihn ins schützendes Gebüsch. Vögel riechen nicht und nehmen die Jungen wieder an... Nur sollte dieses Umsetzen möglichst zügig und nicht in Anwesenheit der Eltern geschehen, um diese nicht unnötig zu erschrecken.

Nun, ich hatte meinen neuen "Freund" probeweise auf das Dach des Gartenhauses gesetzt, von wo er gleich wieder auf die Erde flatterte - er war einfach zu durcheinander und das schüztende Gebüsch nicht dicht genug bei dem Unwetter... Und da hier viele Hunde (ohne Leine) spazieren gehen und auch Katzen ihre Runden drehen, hat Herr Dietz nun einen Pflegling mehr - toll und von hier aus noch einmal Danke für diese engagierte Hilfe!

Und wer auch mithelfen möchte, kann ja in der oben verlinkten Liste mal nach der nächsten Adresse schauen und anfragen, ob Hilfe gebraucht wird. Da ganz junge Vögel bis zu 4 mal in der Stunde gefüttert werden müssen, ist es durchaus wahrscheinlich, daß engagierte Vogelfreunde willkommen sind. Spenden übrigens auch, denn die Tiere müssen z. T. auch tierärztlich versorgt werden und brauchen Futter, Käfige, Wärmelampen und co...

Schule/ Kindergarten:
Übrigens besuchen manche dieser Gruppen oder Personen auch gerne zur Aufklärung Schulen und Kindergärten oder empfangen Gruppen. Ruft bei Bedarf einfach mal vor Ort an und fragt nach!

Macht alle Mit!

Dienstag, 20. Mai 2008

165) Artenvielfalt selber aktiv fördern

Bild: www.naturtipps.de
Artenvielfalt im eigenen Garten - hier tummeln sich gerade 9 verschiedene Pflanzen auf nicht mal einem qm: Efeu, Giersch, Goldnessel, Pimpernelle, Erdbeere, Hasenglöckchen, Sonnenauge, 1 Nelkenart und Majoran. Jede wächst und blüht zu ihrer Zeit... und in dieser kleinen grünen Wildnis leben viele kleine Tiere von denen z.B. die Gartenvögel leben...


Es ist toll, daß sich die Politiker Gedanken um die Welt machen und was für edle Begriffe sie dafür wählen: "Biodiversität" ist das Thema dieser langen gemeinsamen Woche in Bonn... ich übernehme lieber den leicht verständlichen Begriff "Artenvielfalt". Die Definition des Begriffes "bio-diversi-was" gibt es bei UTOPIA.

Noch besser ist es, wenn wir alle jetzt sofort schon mal aktiv werden und selber die Artenvielfalt erhalten und fördern.
Wie?
Ganz einfach - vor der eigenen Haustür!

Naturtipps gibt ja reichlich Ideen dazu... Das wichtigste ist vor allem, daß wir, anstatt in der Welt um uns herum dauernd aufzuräumen, einfach mal in unseren Köpfen aufräumen:

Was ist wirklich wichtig?

Wie "ordentlich" muß es um mich herum wirklich sein? Garten, Park und co...


Kenne ich eigentlich alles, was ich sehe?
Denn was ich kenne, kann ich noch besser lieben und ist auch keine Unordnung mehr. Ein Löwenzahn ist ein schwer zu entfernendes Unkraut ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten ist lecker in Quark und Salat ist lustig für Kinder ist...

Eine Distel ist ein stacheliges etwas im Garten ist für viele Insekten wichtig ist als Nickende Distel Blume des Jahres 2008...

Der Giersch ist ein stark wucherndes Unkraut ist wichtig für Insekten ist lecker als Spinat...

Die Vogelmiere ist ein stark ausäendes Unkraut im Gemüsegarten ist gesund und lecker im Essen...

Die Wildbiene lebt allein ist friedlich und klein bestäubt unsere Nutzpflanzen...

So könnte ich eine lange Liste von Tieren und Pflanzen aufstellen, die viele in ihrem Garten verachten und ausmerzen, die aber ein wichtiges Puzzlestein im Ganzen sind - Artenvielfalt beschäftigt momentan viele Politiker und Wissenschaftler, nicht nur in Bonn.

Artenvielfalt sollte auch jeden einzelnen beschäftigen - zuhaus, vor der Haustür!

Surft einmal durch die Naturtipps, jeder einzelne kann schon im Alltag soviel machen! Sei es durch
- das Aufhängen von Vogelnistkästen,
- die Unterstützung von Wildbienen und Hummeln, nicht nur durch viele einheimische Blumen und Sträucher im Garten
- das Kennenlernen von Tieren und Pflanzen
- dem Anlegen eines Goldfischfreien Teiches
- das Säen von Bäumen zusammen mit Förstern
- abwechslungsreiches Gestalten eines Grabes
- das Anlegen von Blumenwiesen anstatt ausrollen von Rollrasen
- das Erhalten alter Nutzsorten, denn sie bergen viele wichtige Gene und dulden mehr Vielfalt um sich herum, da sie robuster sind
- Pflegen und Nutzen von Weidenbäumen
- aktiven Amphibienschutz
- den "ungewöhnlichen Winterschlaf" des Blumenbeetes und der richtigen Winterruhe für den Garten
- das Mitmachen bei einer aktiven Gruppe von "Guerilla Gärtnern", derer gibt es schon einige, die auch "offiziell" arbeiten...
- dem bewußten Konsum mit ökologisch verträglichen Produkten vom Biobauern und nachhaltig gefangenem Fisch, geschlagenem Holz...
-> Stichwort LOHAS


Ihr seht, schon allein hier bei Naturtipps ist die Liste lang, was jeder einzelne für den Erhalt der Artenvielfalt leisten kann! Also, schaut und hört in den Medien aufmerksam zu, was die Politiker erzählen und planen und werdet parallel selber aktiv!

Denn es geht nicht nur um den Schutz und Neuaufbau der Wälder... es geht um viel mehr...es geht um jeden Quadratmeter Erde...

Wenn viele Kleine, wenn wir alle, gemeinsam etwas machen, wird es ebenso ein Großes wie bei den wenigen Großen in Bonn, wenn nicht noch Größer ;-)

Und - ganz wichtig - lehrt Eure Kinder und Enkel, die Natur zu schätzen, mehr zu schätzen als Marken, Werbung und Konsum - denn sie ist es, was zählt!!! Nach dem Motto:
Lieber einen Spatz im Garten als ein Logo auf dem Shirt :-)


Also:
Werdet selber aktiv! Macht alle Mit!

Freitag, 4. April 2008

128) Vogelführungen für Frühaufsteher

Bild: www.pixelio.de/ Peashooter
Wer den Gesang unserer Vögel kennt, erlebt Spaziergänge gleich viel bunter.


...und für Langschläfer. Denn jeder sollte sie einmal mitgemacht haben - die vogelkundlichen Exkursionen, die besonders jetzt im Frühling zahlreich angeboten werden. Denn wer einmal die zahlreichen Vogelstimmen erklärt und benannt bekam, der geht gleich mit einem ganz anderen Gefühl spazieren.

Plötzlich singt da nicht mehr "ein Vogel", sondern dort im Park singt der Zilp-Zalp und hör, hier gibt es ja auch den winzigen Zaunkönig. Und dort ruft ein Gimpel mit seinem leuchtendroten Bauch das Weibchen...
Und mit einem Mal spürt der Langschläfer das Bedürfnis, wieder einmal früh aufzustehen und mitzugehen - zu einer Vogelkundlichen Wanderung durch die Morgenwelt. Lieber Langschläfer, Du kannst Dich nicht aufraffen - der NABU bietet sogar extra Nachmittags- und Abentouren an!

Ganz aktuell dazu hat jetzt der NABU im Newsletter auf seine zahlreichen NABU-Vogelstimmenwanderungen hingewiesen und einen Artikel auf seiner Internetseite veröffentlicht:

Nix für Morgenmuffel
Machen Sie mit bei einer NABU-Vogelstimmenwanderung

Goldammer auf Zaun - frei
Viele NABU-Gruppen bieten Vogelexkursionen an, auf denen man von erfahrenen Vogelkundlern etwas über die Merkmale der Vogelarten lernen kann. Einige ehrenamtliche Vogelexperten sind wahre "Freaks", die sich ungeheuer für den Vogelschutz einsetzen und über ein enormes Fachwissen verfügen. Da springt bei vielen Exkursionsteilnehmern der Funken über.

Viele Exkursionen sind allerdings nichts für Morgenmuffel, denn sie beginnen kurz vor Sonnenaufgang. Einige NABU-Gruppen bieten deshalb aber auch Führungen am Vormittag oder gegen Abend an. Bei einer Vogelstimmenwanderung können Sie unter fachkundiger Hilfe Vogelstimmen kennen lernen. Wo diese Wanderungen stattfinden, können sie über zwei Wege erfahren. Suchen Sie sich einen passenden Termin in der bundesweiten Termindatenbank. Allerdings sind noch nicht alle Termine in der Datenbank erfasst. Deshalb fragen Sie doch einfach mal bei einer NABU-Gruppe nach.

Übersicht von NABU-Vogelführungen 2008 (geordnet nach Postleitzahlen)


Adressen der nächstgelegenen NABU-Gruppe finden

Testen Sie Ihr Wissen beim NABU-Vogelstimmenquiz

Die häufigsten 40 Gartenvögel

Machen Sie mit bei der großen NABU-Aktion Stunde der Gartenvögel

Mehr zum Thema Vogelschutz und Ornithologie

Aber auch viele andere Vereine, Lehranstalten, Gruppen usw. bieten Wanderungen rund um die Vögel an. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgelistet. Wer für seine Region weitere Termine sucht, muß nur ein wenig googlen oder in der Tageszeitung nachlesen:
- Aktion Frühlingsspaziergänge in NRW von der NUA (Natur- und Umweltschutz Akademie NRW
- LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) - Vogelkundliche Führungen regional suchen in der Termindatenbank
- Amrum.de - Veranstaltungskalender, u.a. mit Vogelkundlichen Wanderungen
- treffpunktwald.de - z.B. Stichwort "vogelkundliche Wanderung" oder "vogelkundliche Führung" in der Suchmaske eingeben, bundesweite Ergebnisse
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - In der Suchmaske auf der Seite "Veranstaltungen" "Vogelkundliche" eingeben
- Arbeitskreis für Vogelkunde und Vogelschutz e.V. - aktiv im Schwabenland
- Vogelkundliche Beobachtungsstation Untermain e.V.
- berlin.de - in der Suchmaske bei "Veranstaltungen" das Stichwort "vogelkundliche" eingeben
- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW - bei der Schnellsuche/ den Suchkriterien Stichwort "vogelkundliche" eingeben

Dies ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten, solche Führungen im Netz zu finden. Passende Suchwörter sind am einfachsten "vogelkundliche" oder "ornithologische".

Übrigens:
Solche Führungen sind eine tolle Möglichkeit, Kindern/ Jugendlichen die Natur näher zu bringen - solange sie freiwillig mitmachen möchten. Ab ca. 13 Jahren haben meine Eltern mit uns solche Führungen mitgemacht. Ganz toll war dann das kleine Fernglas, welches ich zum Gebutstag zur Vogelbeobachtung geschenkt bekam - und ich lausche noch heute gerne dem Gesang der Vögel und stelle mir dann vor, wer dort versteckt im Laub sitzt!

Und wer die Stimmen zuhaus nocheinmal nachhören möchte, kann sich zum Beispiel eine Vogelstimmen-CD kaufen, oder einfach in der Datenbank von Vogelstimmen.de nachforschen. Oder googelt selber unter dem Stichwort "Vogelstimmen", dort kommen viele, z.T. liebevoll gestaltete Seiten zum Thema Vögel und Vogelstimmen! Dort findet Ihr dann auch viele schöne Vogelbilder.
Hier eine kleine Auswahl:
- http://www.vogelstimmen-wehr.de/
- http://www.vogelsuche.de/
- Wer singt denn da - 10 Vogelstimmen mit Bild sowie ein kleines Ratespiel vom WDR
- 12 bekannte Vogelstimmen in Bild und Ton

Wer die Vögel dann genau kennen gelernt hat, der kann mitmachen bei der "Stunde der Gartenvögel" vom 9. bis 12. Mai von der NABU.

Habt Ihr schon den ersten Kuckuck gehört - dann meldet Ihn bei der NABU-Aktion "Schon gehört...?"!

Überhaupt gibt es bei der NABU viele Aktionen zu den Vögeln!

Videos mit Vogelgesang findet Ihr im Sozialen Netzwerk Naturtipps.
Und wenn Euch das Netzwerk gefällt, dann macht doch mit - Tier-, Natur- und Umweltfreunde und -schützer sind willkommen.

So, und jetzt aber gleich nachgeschaut, ob Ihr morgen eine Vogelkundliche Führung in Eurer Nähe mitmachen könnt...

Lernt die Natur kennen - Macht alle Mit!

Nachtrag am 06.06.2008:

Die Auswertung der Aktion "Stunde der Gartenvögel" ist auf der Seite www.nabu.de zu lesen.
Die Ergebnisse der Kuckucksaktion kann mittlerweile auf einer interaktiven Karte bei www.nabu.de gesehen werden.

Montag, 17. März 2008

113) Gewinnspiel: Kuckuck - Vogel des Jahres 2008

Photo: wikipedia/ Per H. Olsen

Jedes Jahr gibt es einen "Vogel des Jahres" - das sind Vogelarten, die besonders bedroht sind oder für einen Lebensraum besonders typisch. Ausgewählt wird die jeweilige Vogelart vom NABU zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern. Seit 1971 gibt es schon diese Aktion. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Vogelarten intensiv vorgestellt und behandelt.

Dieses Jahr ist es also der Kuckuck! Bekannt aus alten Kinderliedern und von manchem Sprichwort... Auch der Ruf dieses Vogels ist den meisten vertraut. Ein Bild von ihm sah manch einer spätestens im Biologieunterricht aufgrund des ungewähnlichen Brutverhaltens. Eigentlich also ist er gut bekannt und doch wird er immer seltener, dieser ursprüngliche Allerweltsvogel. Wem Ruf und Aussehen nicht vertraut sind, kann sich das Video zum Kuckuck vom NABU anschauen.

Der NABU möchte es nun genau wissen und hat ein Gewinnspiel gestartet:
Aktion „Schon gehört?"
Meldet dem NABU den ersten Kuckuck und macht mit bei der Gewinnaktion!


Aber auch ansonsten hat der NABU zahlreiche interessante Informationen und Materialien zu diesem grauen Vogel auf seiner Seite zusammengestellt, u.a.:
- Link zur "Lernwerkstatt zum Kuckuck" für Grund- und Förderschullehrer vom matobe-Verlag
- Mitmachaktion: Kuckuckskartierung
- Bastelbogen für ein Kuckucksmobile
- (Kultur)historische Betrachtungen zum Vogel des Jahres 2008
- Geschichte der Schwarzwälder Kuckucksuhren
- Steckbrief des Kuckucks
- Wie der Brutparasit die Wirtsvögel ausnutzt
- Der Zugvogel
- Schutz und Hilfe
- Literaturhinweise und Adressen von Experten
- online-Kuckucksspiel
- viele aktuelle Termine rund um den Kuckuck

Also, Ohren auf und bis zum ersten Ruf einfach mal die NABU-Seite zum Kuckuck durchsurfen!

Schöne Bilder zu dem Vogel gibt es auch auf natur-lexikon.com

Macht alle Mit!

Sonntag, 10. Februar 2008

083) NABU-Wettbewerb: Erlebter Frühling

Bildquelle: www.pixelio.de, dieter haugk,
Der Steinmarder wird dieses Jahr u. a. gesucht bei "Erlebter Frühling" vom NABU

NABU:

Erlebter Frühling 2008
Der Naturerlebnis-Wettbewerb startet in eine neue Runde


Zum 25. Mal wird ab dem 20. März. das Umweltbildungsprojekt „Erlebter Frühling“ beginnen. Dieses Mal zum Lebensraum Streuobstwiese.

Alle Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, die Lust zum Entdecken haben, sind von der NAJU eingeladen, den Lebensraum Streuobstwiese näher zu erkunden und unsere Frühlingsboten Steinmarder, Wildbiene, Apfelbaum und Kuckuck zu beobachten.

In den umweltpädagogischen Materialen finden sich eine Vielzahl von Ideen und Anregungen, um Kindern den Lebensraum und die Frühlingsboten näher zu bringen.

Alle Kinder sind eingeladen, ob in Schulklassen, Kindergruppen oder allein, ihre Erlebnisse und Entdeckungen rund um ihre Streuobstwiese kreativ darzustellen und an die NAJU zu senden. Die besten Einsendungen belohnt die NAJU mit tollen Preisen.

Mehr Informationen zum Wettbewerb unter www.erlebter-fruehling.de.

Textquelle: www.nabu.de


„Streuobstwiese” wird es am 20. März 2008 zum Frühlingsbeginn beim NAJU-Projekt „Erlebter Frühling” heißen.

Die NAJU ruft alle Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren auf, sich auf Entdeckungstour im Lebensraum „Streuobstwiese” zu begeben und die Frühlingsboten Rote Mauerbiene, Kuckuck, Steinmarder und Apfelbaum zu beobachten.

Textquelle: www.erlebter-fruehling.de

Zu der Aktion gibt es wieder umweltpädagogisches Material, welches auf der Internetseite privat oder auch auch als Klassensätze für Schulbeteiligungen bestellt werden kann.

Übrigens:
In der Naturtipps-Community gibt es ein kleines Video, welches einen Eindruck über die Atmosphäre einer Streuobstwiese vermittelt!

Sonntag, 3. Februar 2008

075) Winterbeet und Vogelschutz

Bild: www.naturtipps.de, Winterbeet mit Narzissen und Sternen im Schnee. Die Laterne brennt abends als gemütlicher Gruß.

Es ist soweit - das Wetter hat auch im Ruhrgebiet endlich Schnee gebracht für mein Winterbeetbild. Nun treffen Oster (bereits hoch geachsene Narzissen) und Weihnachten (Sterne im Schnee) doch noch aufeinander. Unter www.naturtipps.de hatte ich dieses 3 mal 1,50 Meter kleine Beet schon als Weihnachtsbeet vorgestellt - denn ich habe es besonders umwetlfreundlich für den Winter vorbereitet. Und nun - endlich - gibt es die passenden Winterbilder.

Eigentlich ist das Winterbeet ein kleines Fleckchen Erde auf der dunklen Nordseite eines Reihenhauses - eigentlich! Doch in Wirklichkeit ist es ein so abwechslungsreiches Stück Garten, daß immer wieder Vorbeikommende stehenbleiben und es sich ansehen. Erst recht ist es für die Natur ein bunter Lebensraum. Denn unter den Zweigen ist eine dicke Laubschicht, die im Laufe des Winters von Regenwürmern und Co. fast völlig aufgefressen und zu Dünger verarbeitet wird. Sehr zur Freude von Amsel, Zaunkönig und Meise.

Baumpilz an Holunderholz

Am Bordstein entlang liegt altes Holunderholz, damit das Laub nicht auf den Weg fällt. Mittlerweile ist es nicht nur Lebensraum für Asseln, Würmer und Co., sondern die ersten Baumpilze schmücken es. Das Beet wird immer schöner! Denn Natur bedeutet nicht Unordnung, sondern individuelle Schönheit!

Schade, daß immer weniger Gartenbesitzer das Schöne am Garten erkennen. Siehe den Post Das Sterben der Siedlungsgärten in DerWesten.de.

Aber wie wär es, wenn die Gärten dann wenigstens nicht nur pflegeleicht, sondern gleichzeitig auch naturgerecht gestaltet werden! Denn muß ein nicht mehr benötigter Garten wirklich noch so oft gemäht werden, so steril werden?

Könnten nicht zum Beispiel Frühlingsblumenzwiebeln gepflanzt werden und die erste Mahd entsprechend später kommen. Das ist schön bunt für unser Auge und lecker für die ersten hungrigen Nektarfresser.

Könnte nicht zum Beispiel mitten auf dieser Wiese ein großer dorniger Busch wachsen, zum Beispiel für das Auge als riesen Kugel geschnitten. Und für die Vögel als Feindsicherer Brutplatz. Feuerdorn zum Beispiel sieht schön aus, schützt mit den Dornen vor Feinden und gibt den Vögeln lange in den Winter hinein Nahrung! Gewiß, er ist nicht angenehm zu schneiden, aber wer eh einen Landschaftsgärtner zur Pflege des Gartens kommen läßt... Und die haben gewiß das richtige Werkzeug, um mit den Büschen zurecht zu kommen! Und laßt keine Büsche auf den Stock schneiden, weil es vielleicht einfacher ist - das ist das Ende für jeden brutwilligen Vogel. Diese Büsche bilden kaum Vergabelungen, und die brauchen die Vögel für stabile Nester.

Auch sonst gibt es viele vogelgerechte Hölzer, die Nistgelegenheiten oder/ und Futter bieten. Aber sie müssen groß wachsen dürfen, so daß sie wirkliche Verstecke vor Elster, Krähe, Falke und Katze bieten! Gebt Euch einen Ruck liebe Gartenbesitzer und der Natur eine Chance -

Geschenkidee:
Verschenkt zur Pflanzzeit an Gartenbesitzer mit Platz im Garten doch einfach mal einen vogelfreundlichen Busch. Tipps dazu findet Ihr weiter unten.

Macht alle Mit! Danke!

Folgende Seiten geben Anregungen für einen naturnahen Garten - vieles davon kann auch in einem pflegeleichten Garten umgesetzt werden, es muß nur halt bewußt daran gedacht werden:

- Schweizerische Vogelwarte
- WDR 5 - Service
- Naturschutz im Garten
- Liste geeigneter Pflanzen für vogelfreundliche Hecken und Sträucher, www.Wildvogelhilfe.org

Montag, 21. Januar 2008

064) Nisthilfen für Vögel

Bild: www.pixelio.de/ Ulla Trampert

Die erste Amsel hat gestern bei uns ihr Lied gesungen. Um den Frühling einzuläuten ist es noch zu früh. Die Brutsaison der meisten Vögel hat noch nicht begonnen. Lediglich der Fichtenkreuzschnabel zieht wohl zur Zeit erfolgreich seine Jungen in alten Fichtenbeständen auf. Falls er eine gute Nistmöglichkeit hat...

...und darum geht es heute. Noch ist genug Zeit, um den Vögel Nisthilfen für den Frühling und Sommer anzubieten. Aber die Meisen z.B. besuchen auch im Winter gerne Ihre Kästen, um dort zu übernachten. Bei einem extra große Schlafkasten habe ich einmal 7 Meisen morgens losfliegen sehen. Meise für Meise für Meise für Meise... verließ den Kasten. Und abends kamen sie nach und nach wieder. Es war in Waldnähe, die Tiere waren eindeutig froh um diesen sicheren und warmen Gemeinschaftsplatz.

Für Kinder sind solche Beobachtungen die Eintrittstür der Liebe zur Natur.

Was für Nisthilfen gibt es nun und wie können sie möglichst selber hergestellt werden? Im Folgenden gibt es einige Hinweise und Linktipps dazu.

Einen illustrativen Überblick wo was am Haus für Mauersegler, Haussperling, Taube, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe möglich ist, gibt die Seite bauen-tiere.ch. Auch für andere Tierarten wie Igel, Fledermaus oder Molch gibt es hier wertvolle Tipps.

Bei Nabu.de gibt es für 2 Euro plus Porto eine dicke Broschüre mit Bauanleitungen "Wohnen nach Maß" zu bestellen.
Auf der selben Seite werden folgende Tipps ausführlicher erklärt:

- Materialien
- ca. 20 mm dickes unbehandeltes Massivholz von Fichte/ Tanne/ Buche
- Schrauben zur leichteren herbstlichen Reinigung und Kontrolle

- Wohnraum und Maße
- mindestens 12 mal 12 cm Bodenfläche
- Lochunterkante mindestens 17 cm über dem Boden gegen Katze und co.

- Anbringen von Nistkästen
- 2 - 2 Meter Höhe, falls Anleitung nichts anderes verlangt
- Ausrichtung Richtung Osten oder Südosten, sonst leicht zu heiß oder feucht
- an Bäumen mit Alunägeln oder Drahtbügeln befestigen
- gegen Regenwasser eher nach vorne, nie nach hinten überhängen lassen
- Kästen gleicher Bauart mit mindestens 10 m Abstand gegen Revierstreitigkeiten, außer bei Koloniebrütern
- am Besten im Herbst anbringen -> auch Überwinterungsmöglichkeit
- Halbhöhlen an Raubtiersicheren Wänden an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen.

- Reinigung
- nach der Brutsaison wegen möglicher Flöhe, Milben oder Lausfliegen. Also Spätsommer oder erst wieder Februar (falls der Siebenschläfer dort schläft)
- lediglich altes Nest entfernen und ausbürsten, keine Chemie!
- keine Kontrollen während der Brutsaison!

Unter bio-gaertner.de gibt es noch viele weitere Hinweise auf Nisthilfen und Wohlfühlhilfen für Vögel im Garten, die nicht unbedingt geschraubt werden müssen/ können, z. B.:
- alte Bäume für Spechte
- Dornige, dichte Hecken, die vor Raubtieren schützen
- dicke, dichte Nadelgehölze
- Sitzstangen und Astquirle (Büsche nicht auf den Stock setzen, sondern siehe Seite)
- Pfosten als Sitzkrücken für Greifvögel auf Wiesen/ an Feldrainen
- dichte Hecken, Sträucher und Bodendecker für Bodenbrüter
- dornige Gehölze als sichere "Kinderstube"
- wichtige Vogelgehölze: Berberitze, Eberesche, Efeu, Feldahorn, Felsenbirne, Feuerdorn, Hasel, Heckenrose, Hainbuche, Holunder, Kornelkirsche, Liguster, Pfaffenhütchen, Schlehe, Schneeball, Wacholder, Weissdorn, Schwarzdorn, Zierapfel
- dichte Kletterpflanzen an Häusern und Pergolen
- offene Ställe
- anbieten von Wasser- und Sandbademöglichkeiten
- und noch vieles mehr, die Seite ist wirklich sehr schön ausführlich!
- außerdem gibt es die wichtigsten Maße für verschieden Nisthilfen und Hinweise was wo für wen gemacht werden kann.
- großes Kapitel: Was beim Selbstbau beachtet werden muß!
- u.a. keine Sitzstangen an Nistkästen: erleichtern Räubern das Rauben!

...und sind Jungvögel aus dem Nest gefallen gibt es in Bayern folgenden Ansprechpartner:
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. - Verband für Arten- und Biotopschutz, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein, 09174/4775-0 (Fax -75). info@LBV.de. www.lbv.de/

Bild: www.wildvogelhilfe.org

Abbildungen vieler künstlicher Nisthilfen und weitere Informationen bietet die Seite wildvogelhilfe.org
Dort gibt es auch einen Bestellhinweis für wirklich originell kreativ gestaltete Nisthilfen.



Bauanleitungen:

- Spatzenhaus, als pdf-Datei vom NABU
- Mauerseglernistkasten mit 4 Brutplätzen, von mauersegler.klausroggel.de
- Abbildungen eines "Schwalbenhauses", welches mit künstlichen Schwalbennestern besetzt wurde
- Meisen, von http://enterpreis.san-ev.de/webspace/Seeigel.0207
- für Hohltaube, Schleiereule, Steinkauz, Turmfalke und Waldkauz bietet der BUND-Lemgo pdf-Dateien zum Runterladen

Die Seite www.swift.mynetcologne.de bietet Anleitungen für:
- Vierecknistkasten:
Fluglochwand zum Reinigen aufklappbar.

Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling
- Vierecknistkasten:
Dach zum Reinigen aufklappbar.

Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling
- Dreiecknistkasten:
Fluglochwand zum Reinigen abnehmbar;
diese Konstruktion ist etwas schwieriger, da zum Teil auf Gährung gesägt werden muss. Kasten unbedingt, zum Regenschutz, nach vorn geneigt aufhängen!
Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling

Übrigens: Nistkästenbauen ist eine tolle Sache für Kinder, die aktiven Vogelschutz betreiben wollen! Deshalb hat der BUND, Regionalverband Südlicher Oberrhein eine tolle Kinderseite mit Bildergeschichte zum Nistkastenbau!
Dort gibt es neben vielen Tipps Anleitungen für folgende Nistkästen:
- Höhlenbrüter
- Halbhöhlenbrüter
- Mauerseglerkasten
- Schleiereulenkasten
- Baumläuferkasten

...und wer zwei linke Hände oder keine Zeit hat, der kann auch unter vielen Adressen Nistkästen für viele verschiedene Vögel bestellen! Holt Euch den singenden Frühling und Sommer in den Garten!

Geschenkidee:
Verschenkt doch zur Abwechslung einen Nistkasten - selber gebaut oder gekauft. dann hat der Beschenkte im Sommer vielleicht eine doppelte Freude, indem er einer Vogelfamilie zuschauen kann.

...und dann noch den Garten ein wenig wild lassen, damit die gefiederten Freunde auch fressen finden und das Leben wird gleich bunter und schöner!

Macht alle Mit!

08.08.2008 Ergänzung
Nistampeln und Nisttaschen für Rotkehlchen, Zaunkönig, Heckenbraunelle und Amsel bereitstellen. Wie das geht könnt Ihr im Artikel "Eine Ampel, die immer auf grün steht" auf umweltruf.de lesen.

Samstag, 5. Januar 2008

048) Maulbeeren: Heiß auf Eis

Kalt und ungemütlich ist es zur Zeit draußen, auch wenn die Frühlingsboten so mutig aus der Erde schauen - trotzdem, ein Spaziergang ist gesund. Also warm angezogen und los. Schließlich muß der Kompostmüll dringend auf den selbigen. Und der Komposthaufen ist 300 m vom Haus im Kleingarten. Mit den beiden kleinen Kindern meist eine Weltreise. Eltern kennen das :-)

Dort angekommen sammle ich die Zweige von der Wiese. Die Linde hat sich wieder ordentlich putzen lassen vom Wind der vergangenen Tage. Der Maulbeerbaum ließ ebenfalls einiges fallen. Ich schaue nach oben in die beiden alten Bäume, wie sie ihre Äste im feuchtkalten Wind hin und her schaukeln.

Maulbeerbaum? Da war doch noch was! Na klar! Heut gibt es zum Nachtisch Heiß auf Eis!

Dafür habe ich im Sommer Maulbeeren zusammen mit Brombeeren und Sauerkirschen eingekocht. Jetzt fehlt nur noch Eis, das Eingekochte kurz heiß machen, mit Tortenguß gelieren und dann - LECKER!!!

Ich weiß, die Völlerei der Feiertage ist gerade vorbei. Aber bei solch einem grauen Wetter macht es Spaß an den Sommer zu denken und die selbst geernteten Früchte zu genießen ;-)


Da Frucht und Baum in Deutschland recht unbekannt sind, hier noch ein paar Informationen:

Der Geschmack der Frucht ist süß und leicht aromatisch - also kindergeeignet! Unsere sind im Sommer auch kaum von ihnen weg zu bekommen - dann leicht zu erkennen an dauerblauen Fingern und Mündern. Sie sehen übrigens ein wenig aus wie Brombeeren, nur mit Stil. Und daß sie halt auf Bäumen wachsen. Wir pflücken sie auch nicht, sondern ich lege alte Gardinen unter den Baum und sammel dann ca. 3 - 4 Wochen täglich etwa 2 - 5 Kilo auf. Das muß dann sortiert und gewaschen werden und gibt ca. 70 % reine Ernte. Das bedeutet 3 Wochen Maulbeeren mehr als satt... Dazu Marmelade nach einem gewohnten Marmeladenrezept, eingekochte Früchte und eingefrorene Früchte. Die kommende Saison werde ich auch mal entsaften. Also eine Frucht, die sich lohnt.

So sehen reife (schwarz) und unreife (weiß/ rosa) schwarze Maulbeeren im Sommerlaub aus:

Bild: www.pixelio.de/ Kurt Nebehaj


Ein wirklich schöner Baum für den Garten! Die Vögel lieben die Früchte! Aber es ist auch wirklich genug für alle da. Allerdings - es muß schmutzig werden dürfen darunter - wenigstens während der Erntewochen!

Also, wer Spaß hat an dem 6 bis 15 Meter hohen Baum, jetzt eine Baumschule suchen und im Frühjahr pflanzen! Allerdings nur in wärmeren Regionen (z. B. Rheinland). Die weißen und schwarzen Maulbeeren kommen ursprünglich aus Asien. Unser Baum steht im Ruhrgebiet, in Oberhausen. Hier wachsen auch noch mehr Exemplare erfolgreich.

Die Rote Maulbeere aus Nordamerika ist bei uns noch laut Wikipedia praktisch unbekannt, obwohl sie als die frosthärteste Art gilt. Also versucht es doch ansonsten mal mit der roten...
Geschenkidee:
Vielleicht wäre das auch mal eine besondere Geschenkidee, ein kleiner Baum mit einem Glas Marmelade.

Übrigens: die weiße Maulbeere wird zur bekannten Seidenraupenzucht verwendet.

Und medizinisch haben die Maulbeeren auch noch einiges zu bieten - so ist ein Tee aus den Laubblättern angeblich Krebsvorbeugend... Sirup, Saft und Tee von Früchten der Schwarzen Maulbeere gelten laut Wikipedia als heilsam bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Halses.

Und die Blätter des weißen Maulbeerstrauches "Morus nigra" werden bei Ebay als Tee angeboten. Laut Anzeigentext wird der Tee vor allem in Japan und Südasien immer mehr von Teetrinkern geschätzt, da er weniger als 0,01 % Coffein enthält.
Getrocknete Maulbeeren schmecken ähnlich wie Rosinen, nur fehlt der Nachgeschmack. Frisch wird die Frucht in Deutschland nicht zum Kauf angeboten, da sie beim Transport sofort matschig wird... Also wirklich pflanzen!
Ach ja, und richtig verarbeitet kann aus den Beeren angeblich guter Schnaps gebrannt werden ;-) aber leider nicht bei uns...

Nun sind wir vom feuchtkalten Wintertag tatsächlich im heißen Sommer gelandet und über den heißen Tee wieder im Winter - prost.

Leckere Gartengrüße von naturtipps!
Und pflanzt Euch und den Vögeln einen leckeren Baum! Viel Spaß dabei!

Kennt Ihr auch Standorte dieses exotischen und leckeren Baumes? Wenn ja, wo? Eßt und verarbeitet Ihr die Früchte auch? Wozu? Ich suche immer leckere Rezepte.



Naturtipps intern: Habt Ihr noch Ideen und Wunschthemen für die Naturtipps? Schreibt sie in einem Kommentar. Anregungen werden gerne angenommen :-)

Montag, 26. November 2007

019) Winterfütterung von Singvögeln - jetzt aber zacki!

Bildquelle: www.pixelio.de, Fotografin: Heike Hering

Der Winter soll kalt werden dieses Jahr!

Und doch: Jedes Jahr die gleichen Überlegungen - soll ich die Vögel füttern oder nicht. Und wenn ja, wann fange ich am Besten damit an. Wie ich nun erfahren habe, hätte ich schon längst anfangen dürfen, da wir in der Stadt wohnen. Denn hier ist das Nahrungsangebot schon im Herbst knapp - bei den aufgeräumten Gärten um uns her kein Wunder...

Der Internetauftritt der Wildvogelhilfe entledigt mich aller Zweifel. Damit auch Ihr endlich genau Bescheid wißt - und mit den Gegnern der Witterfütterung darüber reden könnt, schaut Euch die Seite über "Das Für und Wider der Fütterung" an.

Und einen Gesamteinstieg über die Vogelwelt findet Ihr hier:
Wildvogelhilfe.org

Übrigens: In unseren Nachbarländern werden seit Jahren umfangreiche Studien über den Einfluss der Vogelfütterung im Winter oder sogar während des gesamten Jahres auf die Populationen verschiedener Wildvogelarten durchgeführt. Sie besagen allesamt, dass die winterliche Fütterung den Tieren ausschließlich nützt, sofern sie artgerecht durchgeführt wird.

Bildquelle: www.pixelio.de, Fotograf: Michael Jurman

Da sind wir bei einem gaaaaanz wichtigen Punkt: sauber, regelmäßig und artgerecht muß die Fütterung sein. Aber das ist kinderleicht:
- Haltet vor allem den Futterplatz sauber und gebt nur Vogelgerechtes Futter. Also kein Menschenessen wie Brot, Chips oder salzige Kartoffeln.
- Der Standort des Futterplatzes sollte ein übersichtlicher Platz mindestens 2 Meter vom nächsten Fenster entfernt (Unfallgefahr!) sein. Übersichtlich für die Vögel, damit Freßfeinde sich nicht anschleichen können. Übersichtlich für Euch, damit ihr vielleicht vom Fenster aus den Tieren zuschauen und sie bestimmen könnt. Aber möglichst auch in der Nähe von Gebüsch, damit die Vögel leicht fliehen können und sich sicherer fühlen. Auch eine Hauswand gibt Sicherheit.
- Der richtige Zeitraum im Jahr ist recht lang. Es kann schon im September mit der Anfütterung begonnen werden. So lernen die Vögel den Platz kennen und wissen in Notzeiten, wo es etwas gibt. Außerdem kommen sie mit Fettreserven in den Winter. Und damit sie zur Brutzeit kräftig sind, darf je nach Wetter auch bis in den April/ Mai mit dem entsprechenden Futter gefüttert werden. Aber Achtung bei warmem Wetter - das Futter wird schneller schlecht!
- Bietet auch sauberes Wasser an. Besonders bei schneefreiem Frostwetter leiden die Tiere Durst.
- Und hier der Tipp für alle Kinder, besonders Schulkinder und Frühaufsteher: Die beste Zeit zum Füttern ist morgens vor der Morgendämmerung. Dann können die Vögel sich nach einer kalten Nacht gleich stärken. Und damit sie auch satt in die Nacht kommen darf 2 Stunden vor der Dunkelheit noch einmal ein Abendbrot gereicht werden, falls der Platz leergefressen ist... Achtung: Fütterungszeiten müssen täglich eingehalten werden - nur weil Sonntag ist, schlafen die Vögel nicht 2 Stunden länger. Sie sitzen im Zweifelsfall hungrig da und warten frierend auf Futter an ihrem Stammplatz... Und in den Ferien kann vielleicht ein Nachbar weiter füttern. Vogelfütterung ist eine verantwortliche Aufgabe die Zuverlässigkeit fordert! Besonders, wenn nur an dem Platz gefüttert wird und drumherum nicht. Denn die Vögel verlassen sich mit der Zeit auf die Futterquelle!
- Je nach Vogelart gibt es unterschiedlich Möglichkeiten der Fütterung. Zwischen Vogelhaus und Knödel gibt es noch manch andere Lösung, die aber hier den Rahmen sprengen, klickt einfach auf den Link.
- Wer Spaß hat, kann auch selber Vogelfutter zubereiten und mischen. Rezepte und Ideen gibt es auch auf der Seite.

TIPP: Legt Euch ein Fernglas und ein Bestimmungsbuch an Euren Beobachtungsplatz, dann könnt Ihr die Tiere besser beobachten und Euren Freunden erzählen, wen ihr beobachtet habt.

Und wer gerne noch weiterlesen möchte zu dem Thema, wird auch auf den folgenden Seiten fündig:
- NABU - Vögel füttern im Winter
- LBV - Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. - Winterfütterung

- Zum Thema Vogelgrippe und Vogelfütterung bietet die Vogelwarte Radolfzell eine pdf-datei zum Runterladen. Danach ist die normale Winterfütterung weiterhin unbedenklich. Und auf Sauberkeit und Hygiene soll ja sowieso geachtet werden, also hinterher gründlich Hände waschen, nicht mit dem Handfeger aus der Küche den Futterplatz sauber machen u.s.w. Auch sollte nicht unnötig viel Staub ausgewirbelt werden, z. B. beim Fegen. Aber das ist ja sowieso zu beachten. Bisher wurde noch kein Fall von Vogelgrippeerkrankung am Futterhaus beobachtet. Kleinvögel gelten bislang als wenig anfällig für die Seuche.
Selbst das Vorkommen eines einzeln vorkommenden toten Vogels ist demnach nicht besorgniserregend. Ältere Tiere und andersweitig geschwächte Tiere schaffen es manchmal noch bis an den Futterplatz und verenden dann in seiner Nähe. Auch Unfallopfer durch Fensterscheiben kann es bei Fütterung in Fensternähe geben. Abgesehen von offensichtlichen Unfallopfern sollten tote Tiere in der Nähe des Futterplatzes beim zuständigen Veterinäramt (in der Regel beim Landratsamt angesiedelt) zur genaueren Untersuchung abgegeben werden. Dann hat man die Gewißheit, daß alles o.k. ist. Dazu eine Plastiktüte über die Hand ziehen und den Vogel mit dieser aufnehmen und darin transportieren oder aber Einweghandschuhe anziehen.

Bildquelle: www.pixelio.de, Fotograf: Kurt Michel

Übrigens: Wenn wir endlich einmal unsere Gärten naturgerechter in den Winter entliessen, dann würden die Vögel auch ohne direkte Fütterung mehr Fressen finden. Aber bis dahin bitte ich Euch: Macht alle mit! - Aber richtig...

Und noch viel Spaß bei der Vogelfütterung!


Übrigens:
Der bayerische Gesundheitsminister hat aktuell eine Pressemitteilung zum Thema Ambrosia und Vogelfutter rausgegeben:

Bernhard: Allergie-Pflanze auch im Winter bekämpfen - nur Ambrosia-freies Vogelfutter verwenden
Auch im Winter muss demnach die Allergie-auslösende Ambrosia-Pflanze weiter bekämpft werden; denn über verunreinigtes Vogelfutter gelangen ihre Samen in den Garten. Darauf machte Bayerns Gesundheitsminister Otmar Bernhard zu Beginn der winterlichen Vogelfütterung aufmerksam und empfahl, beim Kauf auf Ambrosia-freies Vogelfutter zu achten. Bernhard: 'Ambrosiapollen sind starke Allergene. Sie können zu Heuschnupfen und Asthma führen, selbst bei Menschen, die bisher davon verschont waren.'
Am Besten solle möglichst nur Vogelfutter aus deutschem Anbau verfüttert werden.

Wem die Problematik mit der aus Nordamerika eingeführten Ambrosia-Pflanze genauso unbekannt ist, wie mir bis eben, der kann sich unter Aktionsprogramm Ambrosiabekämpfung in Bayern 2007 genauer darüber informieren.