Nach der Aktiven Hand - 03 aus dem Naturtipp 209 geht es hier nocheinmal um eine Invasive Pflanze:
Hier in Ungarn treffe ich allerorts auf eine eingeschleppte Pflanze, auf die ich erstmals im Winter über Recherchen zur Vogelfütterung aufmerksam wurde:
Ambrosia, genauer Beifuß-Ambrosie
Diese Invasive Pflanze wurde aus Amerika eingeschleppt und kann bei dem Menschen allergische Reaktionen von traenenden Augen bis zu Asthmatischen Anfaellen auslösen. Da haben wir uns über die Globalisierung wieder mal ein Kuckucksei ins Nest gelegt...
Wie auch immer, jetzt ist die passende Zeit, um das Kraut gut zu erkennen und auszureissen - jede einzelne! Denn in Deutschland haben wir noch eine Chance, die Bestaende wieder auszulöschen. Dazu müssen wir allerdings alle aufmerksam sein und aktiv mitmachen!
Wie das Kraut aussieht, kann ich leider aus urlaubsmaessigen technischen Gründen nicht zeigen, aber in der Google-Bildersuche zu dem Stichwort Ambrosia findet Ihr viele Bilder.
Übrigens:
Das Problem ist so ernst und gross, dass schon verschiedene Aktionsprogramme gegen sie gestartet wurden, unter anderem von Bayern. Dort gibt es ein Aktionsprogramm Ambrosiabekaempfung in Bayern vom Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Wo immer ihr auch lebt, meldet die Pflanze vor Ort und helft mit, sie zu dezimieren!
Denn bei allem Respekt vor dem Leben - diese Invasive Pflanze macht vielen das Leben zur Hölle und gehört ursprünglich nicht in unsere Natur...
Macht alle Mit!
Und wenn Ihr Eure Haende beim Ausreissen der Pflanze fotografiert, dann könnt Ihr auch gleich teilnehmen an der Naturtipps-Aktion "Aktive Haende"
Übrigens:
bei Twitter könnt Ihr alles rund um den Blog unter "Naturtipps" verfolgen
Nachtrag 11.08.2008:
Sehr informative Seite mit Meldebogen: http://www.ambrosiainfo.de/
Nachtrag 14.08.2008:
AGES: Ambrosia breitet sich weiter aus
Sonntag, 3. August 2008
210) Ambrosia - eine stark allergene Invasive Pflanze
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Macht alle mit!
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Sonntag, August 03, 2008
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Freitag, 1. August 2008
209) "Aktive Hände"-03: Keine Chance dem indischen Springkraut
Engagement und konsequenten Einsatz gegen eine Invasive Pflanze (Neophyt) zeigt Marina von Ketteler:
Bild: Marina von Ketteler
Das rosablühende indische Springkraut verdraengt die einheimische Pflanzenwelt - und wird von ihren Haenden ausgerissen.
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Ich lege Hand an das rosablühende indische Springkraut.
Diese Pflanze (Impatiens glandulifera) gehört zur Familie der Balsaminen, Monster genannt ... weil jede 1600 - 4300 Samen produziert. Besonders an Flußufern breitet rosa Monster sich so stark aus, daß die ursprüngliche Vegetation erstickt wird: sogar die große Brennessel muß aufgeben! Also raus damit und kopfüber in den Müllsack.
Grüße von Marina.
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Auch hier kann Naturtipps sich nur anschliessen:
Wer Vorkommen dieser Pflanze in der Natur in seiner Umgebung weiss - reisst sie konsequent aus!
Hier gilt wie bei der Herkulesstaude im Naturtipp 186: sie gehört nicht in unsere Ökosysteme, sie ist mancherorts ein stark dominanter Fremdkörper, auch wenn sie schön ist. Gebt der einheimischen Fauna und Flora ihren Lebensraum zurück.
Und wer mehr über diese Blume, die auch drüsiges Springkraut genannt wird, wissen möchte:
- Wikipediaeintrag
- Bachpatenschaften in Freiburg
- Die Probleme mit der Pflanze sind so stark, dass sich im Haus der Akademie für Natur- und Umweltschutz in Stuttgart Vertreter der Ministerien Ländlicher Raum und Umwelt und Verkehr, der Wasserwirtschaftsverwaltung, der Bezirksstellen für Naturschutz und Landschaftspflege sowie der Verbände zu dem Workshop "Indisches Springkraut - Regulieren statt resignieren?" trafen
- interessante Artikel und Leserbriefe finden sich zu dem Thema entfernen oder nicht auf Freiburg-Schwarzwald.de
Eine Bitte an alle Gartenfreunde:
verbannt die Blume aus Euren Gaerten, sowie eine Ausbreitung in die Umgebung geschehen kann! Und keine Gartenabfaelle in die Natur bringen - solche Stellen sind dann leicht Ausgangpunkt für neue Ausbreitungsgebiete der Blume!
Übrigens:
Die Naturtipps-Jubilaeumsaktion "Aktive Hände" laeuft noch bis zum 31. August.
Macht alle Mit!
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Freitag, August 01, 2008
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Dienstag, 17. Juni 2008
186) Invasive Pflanzen I - die Herkulesstaude
Bild: www.lawwa.lu.ch
Herkulesstaude in voller Pracht...
Kennt Ihr sie? Diese mal schönen und manchmal auch so nützlichen Pflanzen, die mal dieser, mal jener, in andere Länder bringt.
Mal sind sie ein Segen (z.B. bei der Kartoffel), mal kann man sich anschließend kaum noch regen (z.B. bei dem Riesen-Bärenklau)...
...und genau über die gibt es heute weitere Informationen. Denn wer einmal versucht hat, Herkulesstaude in großem Umfang zu entfernen, oder indischen Knöterich oder das drüsige Springkraut, der weiß, wovon ich rede.
Und wer einmal nachgelesen hat über Kudzu in Amerika, der versteht es auch gleich doppeldeutig - denn einerseits bringt das Entfernen Muskelkater und andererseits kann es die Konkurrenz wahrlich einfangen, umwickeln
- 30 cm am Tag schafft der Kudzu
- 10.000 Samen pro Pflanze schafft die Herkulesstaude
- keine andere Pflanze schafft es durch all ihr Gestrüpp
Invasive Pflanzen setzen sich erfolgreich durch gegen die einheimische Konkurrenz - denn sie sind meist schlechteres Klima gewöhnt als in der neuen Heimat und lassen ihre Freßfeinde daheim...
In lockerer Folge wird es bei Naturtipps eine Serie über diesen unwillkommenen eingeschleppten Pflanzenwildwuchs geben. Denn es ist an jedem Einzelnen, ihnen Einhalt zu gebieten. Hier darf sich ausgetobt werden bis zum bitteren Ende -
Aber halt! Es sind Pflanzen und vor diesen sollen wir Achtung haben, trotz alledem! Allerdings einfach zuzuschauen, wie sie die einheimische Pflanzenwelt, und somit auch Tierwelt, verdrängen und verändern, das kann auch nicht der richtige Weg sein...
Den Anfang macht dabei die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, denn sie kann auch uns gefährlich werden!
Eingeführt wurde sie aus dem Kaukasus, angeblich als Bienenfutterpflanze. Wofür auch immer - sie fühlt sich hier sehr zuhause und wächst und wächst und wächst und gefährdet auch uns Menschen:
Denn ihr Pflanzensaft enthält Stoffe, die die Haut lichtempfindlich machen - also das genaue Gegenteil von Sonnenschutzcreme. Die Haut kann so empfindlich werden, daß bei Sonneneinstrahlung Verbrennungen 1. Grades erreicht werden können. Das bedeutet Brandblasen mit anschließenden starken Narben. Bei leichteren Sonnenbränden kann immer noch eine Pigmentierung der Haut als Folgeerscheinung bleiben...
Auch wenn die großen Blätter, hohlen Stengel und riesigen Blütenköpfe noch so locken:
Herkulesstaude ist kein Kinderspielzeug!
Aufgrund dieser Gefahr ist das www voll mit Beiträgen über diese Pflanze. Wer über den Riesenbärenklau gegoogelt, wird mit Berichten zugeworfen.
Hier nur ein paar Regeln, die für das erfolgreiche Beseitigen der Pflanze wichtig sind:
Erst einmal für Euch selber:
- schützt Euch selber! Es darf bei der gesamten Aktion kein Pflanzensaft an Eure Haut kommen! Weder an die Hände, noch ans Gesicht oder irgendwo anders - auch nach dem Duschen bleibt die Haut sonst für mehrere Tage noch sonnenempfindlich
- nicht bei vollem Sonnenlicht arbeiten
- falls doch Pflanzensaft an die Haut kommt, sofort mit einem Tuch o.ä. lichtdicht abdecken. Auch wichtig bei Spielunfällen von Kindern!
...und nun weiter mit der Pflanze:
- freiwillig stirbt sie erst ab, wenn sie ihren Entwicklungszyklus beendet hat und ca. 10.000 Samen erfolgreich gewachsen sind
- wird sie einfach abgemäht, wächst sie immer wieder nach, bis zu 8 Jahre lang
- sie muß wenigstens 8 - 10 cm unter der Erde abgeschnitten werden, um den Vegetationsknoten zu kappen
- beim Entfernen von Blütenköpfen und Samenständen müssen diese verbrannt werden oder in die Restmülltonne! Bei einer Kompostierung besteht die Gefahr, daß Samen ausreifen und später keimen
- beim Entfernen reifer Samenstände unbedingt unten ein Tuch auslegen, da die Samen leicht abfallen und dabei ausstreuen
- es ist ein langer Atem nötig, um eine stark befallene Fläche wieder langfristig frei zu bekommen. Die Samen halten sich bis zu 30 Jahre in der Erde...
- Freßfeinde sind mir hier nicht bekannt. In seiner Heimat, dem Kaukasus wird er aufgrund anderer klimatischer Bedingungen nicht so groß.
Ansonsten gibt es von der Technischen Uni Freiburg eine interessante mehrseitige Ausarbeitung zur Herkulesstaude als pdf-Datei zum Runterladen.
Also, wenn Ihr der Pflanze begegnet - habt Respekt vor dieser großen, stillen und doch so erfolgreichen Eroberin, aber zeigt Ihr auch die Grenzen.
Macht alle Mit -
denn die öffentliche Hand, also Stadt, Land und Regierung, können dieRegulierung der Invasiven Pflanzen nicht leisten! Hier sind wir gefragt, die einheimische Natur zu schützen! Achtet bei der Herkulesstaude besonders auf Einzelexemplare, die neue Standorte 10.000fach besiedeln wollen... Zur Zeit sind sie gut zu erkennen, da sie jetzt aufschießen und ihre riesiegen Knopen zu tollen weißen Blütendolden entfalten...
Und dann noch eins:
Gartenabfälle gehören auf keinen Fall irgendwo in die Natur!
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Dienstag, Juni 17, 2008
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