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Montag, 8. September 2008

235) Die Walnuß und die Aktion Eichhörnchen

Jetzt hat doch prompt das Eichhörnchen Walnüsse vom Tisch bei uns stibitzt- aber ich habe es erwischt und dabei gefilmt!
Und gut, daß es da war und mich mal wieder an die Aktion Eichhörnchen erinnert hat! Mittlerweile gibt es einen übersichtlichen Internetauftritt zu der Aktion, denn es bildet sich zur Zeit der dazu passende Verein: WaldSaat (in Gründung e.V.).

Wer also mit einer Schulklasse selber aktiv z.B. auf einem herbstlichen Wandertag effektiv Wald säen möchte, kann sich jetzt an diese Internetseite wenden! Umweltpädagogik zum Greifen - ganz einfach und effektiv: Aktion Eichhörnchen!


Video: www.naturtipps.de/ Wald schaffen, wie die Natur es macht: Durch Baumsaat...

Jetzt zeigt uns das Video auch noch eine zweite interessante Sache: die Walnüsse sind reif! Und da kann ich jedem, der einen Baum zum Sammeln hat, nur raten, dort auch zu sammeln. Denn schon 3 Walnüsse am Tag geben dem Körper wichtige Mineral- und Nährstoffe! Genaueres dazu erfahrt ihr auf der speziellen Walnußseite. Demnach deckt schon eine handvoll Walnüsse am Tag, oder 50 g den Tagesbedarf eines Erwachsenen an sogenannten Omega-3-Fettsäuren. Auch helfen Walnüsse, den Cholesterinspiegel zu senken und schützen damit das Herz.

Und damit es nicht langweilig wird in der Küche, hat allein webkoch.de über 9000 Einträge zu der Nuß... Bei uns schaffen es die frisch geknackten Nüsse allerdings selten bis in die Küche, sondern werden vorher schon weggeknabbert.

Allergiker sollten allerdings bei dem Genuß von Nüssen vorsichtig sein und testen, ob sie auf Walnüsse reagieren. Auch im Artikel Nuss-Allergie - die versteckte Gefahr gibt es dazu wichtige Informationen. Leider löst die Walnuß häufig Allergien aus, weil sie ein grosses allergisches Potenzial besitzen...

Nichts desto trotz ist der Walnußbaum in der Natur besonders bei Eichhörnchen sehr beliebt. Seine Bedingungen zum erfolgreichen Wachstum: er möchte keine Winterkälte und Spätfröste. Außerdem wächst der Baum gut auf tiefgründigen, frischen, nährstoff- und kalkreichen Lehm- und Tonböden. Leider ist er in unseren Wäldern aber nur wenig verbreitet. Einen Grund dazu gibt uns das folgende Zitat aus Wikipedia:
"Eine zusätzliche Verbreitung als forstliche Wirtschaftsbaumart hat trotz des hochwertigen Holzes bisher kaum stattgefunden, da die Echte Walnuss als konkurrenzschwache Lichtbaumart (in der Jugend jedoch schattentolerant) gilt und somit nur bedingt in gängige Waldbaukonzepte zu integrieren ist. Erste Schritte zur Züchtung geeigneten Pflanzenmaterials und Versuche zur waldbaulichen Behandlung wurden in den letzten Jahren jedoch in die Wege geleitet.

Außerdem ist der Bestand der Walnuss laut dem Kuratorium „Baum des Jahres“ in den letzten Jahren durch übertriebene Nutzung und mangelnde Nachpflanzung in Deutschland stark zurückgegangen, weshalb sie zum „Baum des Jahres 2008“ gewählt wurde."

Mir ist der Baum zur Sommerzeit vor allem willkommen, wenn Mücken, Bremsen und co sich sattfressen wollen. Dann zerreibe ich Blätter in der Hand und reibe mich gerne mit dem Saft ein. Das kann zwar braun färben, ist aber weniger schlimm als die Bisse der Sauger...

Apropos färben - mit Walnußschalen kann man tatsächlich färben - dazu werden die jetzt zur Verfügung stehenden grünbraunen Walnußschalen gebraucht. Wie es genau funktioniert, erfahrt Ihr z.B. auf der verlinkten Seite labbe.de/zzzebra Versucht es doch einmal mit einem alten hellen T-Shirt...

Nun, wer noch einen schönen Platz weiß, kann dort ja mal einfach ein paar einheimische Walnüsse aus der Umgebung vergraben - wer weiß, vielleicht gibt es ja in einigen Jahren dort leckere Nüsse zu sammeln...

Und denkt an die Aktion Eichhörnchen! Gebt die Idee weiter! Denn leichter sind die Zusammenhänge in der Natur kaum an Kinder weiterzugeben - Waldpädagogik mit Spiel und Spaß: Aktion Eichhörnchen!

Jetzt ist Herbst - Jetzt ist Zeit für die"Aktion Eichhörnchen"!

Macht alle Mit!

Nachtrag am 09.09.2008:
"Waldsaat" ist ab heute ein eingetragener gemeinnütziger Verein!
Naturtipps gratuliert!

Sonntag, 6. Juli 2008

199) Nickende Distel ist Blume des Jahres

Bild: www.pixelio.de/ Dieter Kaiser
Die nickende Distel ist für ein Schattendasein viel zu sonnenliebend!

Der Sommer lockt mit vielen vielen schönen, duftenden, bunten, leckeren, dekorativen und exotischen Blüten - eine davon ist die herrlich lila Blüte der Nickenden Distel. Hummeln lieben sie über alles, ebenso viele Schmetterlinge und andere Insekten - nur der Mensch, der verschmäht die Distel ist seinem Garten...

Warum eigentlich?
Lieber beschweren wir uns darüber, daß die Schnecken unsere "tollen" Gartenblumen wegfressen, die Kaninchen wieder mal die Beete leerräumen und gegossen werden muß, sowie es ein wenig trocken wird...

Gewiß, auf den Feldern gilt die Ackerkratzdiestel als schlimmes Unkraut, und das seit Generationen. Wer einmal kurz vor der Getreideernte losgezogen ist, um sie auszureißen, der versteht das schnell. Die Wurzeln sitzen tief. Raus soll sie, damit die Ernte nicht so stark verunreinigt ist und es keine Abzüge bei der Bezahlung gibt...

Aber wie ist es in unseren Gärten? Wir brauchen Blumen im Gemüsebeet, damit die Insekten zur Bestäubung kommen. Die Erbsen und Bohnen können noch so schön blühen, ohne Bestäubung gibt es keine Ernte... Und trotzdem dulden wir nichts zwischen den Pflanzen. Früher in den Bauerngärten war es anders, da blühten viele Blumen in und zwischen den Beeten. Sie hatten Narrenfreiheit in den Gärten...

Aber zurück zur Nickenden Distel - denn um sie geht es ja hier!
Sie wurde von der „Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zum Schutz gefährdeter Pflanzen“ zur Blume des Jahres 2008 gewählt - denn Unkraut vergeht doch, wie der Nabu ganz richtig in seinem Beitrag bemerkt.
Wo sie geht verschwindet aber auch die ihr zugehörige Tierwelt. Früher war sie ein selbstverständlicher Anblick in Dörfern, heute steht sie bereits in drei Bundesländern auf der roten Liste.

Vielleicht sollten wir doch langsam umdenken, und unserer heimischen Pflanzenwelt wieder mehr Platz in unseren Gärten und auf unseren Brachflächen gönnen...
Muß eigentlich jeder Quadratmeter gepflasterter Fläche bewuchsfrei sein? Im Namen der Wirtschaft ja, schließlich verkaufen sich die nutzlosen Unkrautbrenner bedingungslos gut. Erst recht, nachdem in immer mehr Kommunen die Nutzung von Herbiziden zum "sauberhalten" von Pflansterflächen verboten ist. Dabei beeindruckt es den Wurzelbereich recht wenig, ob oben alles abbrennt. Viele Pflanzen stehen auch danach in den Startlöchern, um beim nächsten Regen wieder zu keimen. Wie schön ist doch z.B. der Mauerpfeffer als grün gelber Blickfang zwischen grauen Steinen...

Und wie schön ist die lila Blüte der nickenden Distel als Schmetterlingsfang im Garten! Keine Schnecke und kein Kaninchen wird sich an ihr versuchen. Und im Herbst freuen sich die Vögel über die Samen.
Übrigens ist Distelöl auch für uns Menschen bekanntlich sehr gesund! Manch einer gießt es sich z.B. regelmäßig über seinen Salat.

Also, helft der Blume wieder aus ihrem Dornröschenschlaf und gebt ihr einen Platz im Garten - Saatgut kann z.B. online bestellt werden, einfach danach googeln...

In der Rede von Loki Schmidt zur Blume des Jahres 2008 wird auch noch einmal das Besondere dieser Distel deutlich - und weckt vielleicht noch mehr den Wunsch, sie als Blume im eigenen Garten zu beherbergen!

Macht alle Mit!

Aber Achtung:
Wie immer gilt auch hier, bitte keine Pflanzen oder Samen aus der Natur entwenden - von Museumsgärten über Biogärtnereien bis eben zu Onlineshops gibt es genug reguläre Quellen! Vielleicht hat sie ja auch in einem Garten oder auf dem Grundstück eines Freundes oder Nachbarn überlebt - jetzt blüht sie und ist gut zu finden.

Freitag, 25. April 2008

145) Buchendipp zum Tag des Baumes

Bild: www.pixelio.de/ RainerSturm

Lecker - junge saftiggrüne Rotbuchenblätter!


„Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des
Baumes weist in die Zukunft !“
(Julius Sterling Morton 1872)

Dieses Zitat findet sich auf der Seite "Tag des Baumes" der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Sie hat auch noch einen eigenen Internetauftritt zum Tag des Baumes: tag-des-baumes.de
Dort gibt es auch eine ausführliche Linksammlung zu dem Thema "Umwelt und Natur".

Aktuell gibt es natürlich auch eine Pressemeldung von der Schutzgemeinsaft Deutscher Wald:

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Baumpflanzung mit der Integrationsbeauftragten Prof. Dr. Böhmer

Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Dr. Wolfgang von Geldern, haben gemeinsam mit Kindern einer Berliner Grundschule anlässlich des internationalen "Tages des Baumes" am Haus der Kulturen der Welt einen Götterbaum gepflanzt. "Die Liebe zur Natur verbindet uns alle, unabhängig von der Herkunft. Gerade für Kinder sind gemeinsame Erlebnisse in der Natur etwas Unvergessliches. Ich unterstütze daher gern die Aktion "Check Deinen Wald", bei der sich die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit der türkischen Naturschutzstiftung TEMA zusammengetan hat, um Kindern aus beiden Ländern den Naturschutz näher zu bringen", erklärte Böhmer.
"Wir haben den Garten vom Haus der Kulturen der Welt - einem Forum für die Begegnung verschiedener Kulturen - in Berlin zum Pflanzen ausgewählt, da wir ein Zeichen für die Integration aller Menschen in unsere Gesellschaft setzen wollen", so Dr. von Geldern. Die Themen Wald und Natur eignen sich nach Ansicht der SDW besonders, um Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zusammenzubringen und im gemeinsamen Engagement für deren Erhalt zu Freunden werden zu lassen.
Mehr als 80.000 Bäume werden anlässlich des "Tages des Baumes" von den Mitgliedern der SDW sowie befreundeten Verbänden und Partnern in ganz Deutschland gepflanzt.
Neues Projekt "Check Deinen Wald"

Unter dem Motto "Bäume verbinden" startet die SDW zahlreiche Projekte, unter anderem zusammen mit dem größten türkischen Naturschutzverband, der TEMA-Stiftung. Das Projekt "Check Deinen Wald", in dem Schüler und Schülerinnen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland und in der Türkei ihre Einstellungen, Erfahrungen und Wünsche zum Wald in einem Kurzfilm präsentieren werden, soll gegenseitiges Verständnis und Gemeinschaftsgefühl entwickeln und die Integration fördern.
Götterbaum

Der Götterbaum kommt ursprünglich aus China und Korea, gelangte im 18. Jahrhundert nach Europa und hat sich v.a. als Stadtbaum in Deutschland etabliert. Er ist resistent gegen Salz und Trockenheit und toleriert den von urbanen Luftverunreinigungen ausgehenden Stress besser als andere Stadtbäume.
Tag des Baumes

Um diese zahlreichen Baumpflanzungen der Menschen, insbesondere der Jugend, in den Gemeinden und Schulen zu unterstützen, pflanzte bereits 1952 der erste Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss auf Einladung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. im Bonner Hofgarten einen Ahorn-Baum. Diesem Aufruf sind bis heute viele berühmte Persönlichkeiten gefolgt, wie zum Beispiel in den beiden letzten Jahren die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert.


Weitere Informationen finden Sie unter www.sdw.de oder der Telefonnummer 0228 - 94 59 835 (Pressereferentin: Sabine Krömer-Butz)

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Aktion:
Traditionell werden an diesem Tag also in zahlreichen Veranstaltungen Bäume gepflanzt. Falls Ihr noch einen Platz für einen Baum wißt, dann nutzt den heutigen Tag und pflanzt ihn :-) Schreibt in einem Kommentar, was Ihr wo gepflanzt habt, mal schauen wieviele Bäume Naturtipps zusammenbekommt! Und wenn es erst in den kommenden Tagen klappt - das gilt natürlich auch, hauptsache, es gibt neue Bäume :-)

Welchen Baum? Na hier in den Naturtipps werden ein paar schon mit einigen Ideen dazu beschrieben, vielleicht ist der passende für Euch dabei:

127) Erntezeit für Birkensaft Bei Nachbarn ist der Baum nicht sehr beliebt, da er so oft im Jahr streut - mal Samen, mal Blütenkätzchen mal Blätter - aber der Seele tut der Baum mit dem weiße Stamm und den wehenden Ästen gut...

092) Gelber Schleier im Gebüsch: die Kornelkirsche
Heute ist sie mehr als Busch bekannt, aber eigentlich ist sie ein Baum mit sehr hartem Holz, das sogar schwerer als Wasser ist.

084) Weidenhütte - ein Projekt in unserem Garten
Ich habe gestern z.B. noch Zweige für eine Weidenhütte gesteckt - wenn sie angehen, dann gibt es - Weidenbäume und wenn ich sie schneide, Kopfweiden - Bäume!

048) Maulbeeren: Heiß auf Eis
Bei uns ist der Maulbeerbaum nicht so sehr bekannt, da er eigentlich in südlicheren Ländern zuhaus ist, aber die Vögel freuen sich hier über die leckere Ernte ebenso wie unsereins.

050) Maronenrezepte - süße Winterüberraschung
In warmen Gegenden trägt der Baum auch in Deutschland seine leckeren Früchte, wenn er erst einmal alt genug geworden ist.

Wer noch mehr ausführliche Baumportraits sucht, der findet viele Informationen auf der Seite baum-des-jahres.de Dieses Jahr ist übrigens die Walnuß Baum des Jahres - lecker!

Lecker ist auch das Naturtipps-Rezept zum Tag des Baumes:

Buchendipp
Die frischen jungen Blätter der Rotbuche schmecken leicht säuerlich und sind ein Geheimtipp von Wanderern: Wer unterwegs Durst hat und nichts mehr zu trinken, der kaut ein erfrischendes, junges, zartes - Rotbuchenblatt.

Für den Dipp braucht Ihr:
- einige zarte frische Rotbuchenblätter, Menge nach Geschmack
- Frischkäse (wer es mag auch Schafskäse)
- Joghurt
- zum Würzen, je nach Geschmack z.B. Salz, Pfeffer, milden - scharfen Paprika

Die Buchenblätter waschen und kleinschneiden/-hacken. Den Joghurt und Käse zu einer Creme zusammenrühren. Die zerkleinerten Buchenblätter unterrühren, abschmecken - lecker. Die ideale Creme für ein Frühlingsbuffet. Die Buchen grünen noch nicht? Dann voller Vorfreude abwarten.

Kinder:
Wer im Frühling mit Kindern unterwegs ist, z.B. mit der Schule/ dem Kindergarten oder in der Familie und auf junge zartgrüne Buchenblätter trifft, kann sie einmal probieren lassen. Sie werden überrascht sein und den Baum plötzlich mit anderen Augen sehen - nicht zum Schnitzen, sondern zum Essen und Erfrischen.
Übrigens:
Baumrinden dürfen auf keinen Fall zum Schnitzen verwendet werden. Anstatt auf ihnen mit einem Messer zu "malen" könnt Ihr mit ihnen malen! Mehr dazu findet Ihr unter 056) Bunte Rindenfrottagen selber machen!

Geschenkidee:
Verschenkt doch mal einen Baum zum Pflanzen!

Und: Pflanzt selber einen Baum! Bei mir war es gestern die Weidenhütte zum Austreiben, und bei Euch? Es muß ja keine teure großer Pflanze sein - überall gibt es zur Zeit Baumsprößlinge in der Natur. Mein Garten ist z.B. voll mit Ahorn- und Lindensprößlingen von den darüberstehenden Bäumen. Bestimmt gibt es auch andernorts Baumsprößlinge, von denen Ihr welche mitnehmen und pflegen könnt, bis sie groß sind... Oder es gibt im Garten eine keimende Walnuß/ Haselnuß, die die Eichhörnchen vergessen haben.

Macht alle Mit! und schreibt einen Kommentar davon...

Ansonsten:
Setzt Euch zum Tag des Baumes unter einen Baum und laßt die Seele baumeln...

Montag, 17. März 2008

113) Gewinnspiel: Kuckuck - Vogel des Jahres 2008

Photo: wikipedia/ Per H. Olsen

Jedes Jahr gibt es einen "Vogel des Jahres" - das sind Vogelarten, die besonders bedroht sind oder für einen Lebensraum besonders typisch. Ausgewählt wird die jeweilige Vogelart vom NABU zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern. Seit 1971 gibt es schon diese Aktion. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Vogelarten intensiv vorgestellt und behandelt.

Dieses Jahr ist es also der Kuckuck! Bekannt aus alten Kinderliedern und von manchem Sprichwort... Auch der Ruf dieses Vogels ist den meisten vertraut. Ein Bild von ihm sah manch einer spätestens im Biologieunterricht aufgrund des ungewähnlichen Brutverhaltens. Eigentlich also ist er gut bekannt und doch wird er immer seltener, dieser ursprüngliche Allerweltsvogel. Wem Ruf und Aussehen nicht vertraut sind, kann sich das Video zum Kuckuck vom NABU anschauen.

Der NABU möchte es nun genau wissen und hat ein Gewinnspiel gestartet:
Aktion „Schon gehört?"
Meldet dem NABU den ersten Kuckuck und macht mit bei der Gewinnaktion!


Aber auch ansonsten hat der NABU zahlreiche interessante Informationen und Materialien zu diesem grauen Vogel auf seiner Seite zusammengestellt, u.a.:
- Link zur "Lernwerkstatt zum Kuckuck" für Grund- und Förderschullehrer vom matobe-Verlag
- Mitmachaktion: Kuckuckskartierung
- Bastelbogen für ein Kuckucksmobile
- (Kultur)historische Betrachtungen zum Vogel des Jahres 2008
- Geschichte der Schwarzwälder Kuckucksuhren
- Steckbrief des Kuckucks
- Wie der Brutparasit die Wirtsvögel ausnutzt
- Der Zugvogel
- Schutz und Hilfe
- Literaturhinweise und Adressen von Experten
- online-Kuckucksspiel
- viele aktuelle Termine rund um den Kuckuck

Also, Ohren auf und bis zum ersten Ruf einfach mal die NABU-Seite zum Kuckuck durchsurfen!

Schöne Bilder zu dem Vogel gibt es auch auf natur-lexikon.com

Macht alle Mit!

Freitag, 23. November 2007

017) Monster -> Spinnen -> Tiere!

Die Augen werden groß, der Atem wird schneller, Schweißausbrüche, Fluchtgedanken - oder jetzt sofort ganz schnell zuschlagen, aber unbedingt treffen...

So oder ähnlich geht es vielen, die eine Spinne sehen. Als Kind bin ich schreiend weggerannt, wenn mir eine dieser schwarzen Monsterspinnen auf dem Weg in mein Zimmer im Keller begegnet ist. Dabei bin eigentlich ich ihr begegnet, denn sie saß im Allgemeinen friedlich da. Aber in meinen Augen wollte sie nur eins: mich anspringen!

Zum Glück war meine Mutter schlauer und wußte, daß die Spinne harmlos ist. Sie holte in aller Ruhe ein Glas und eine Karte. Dann stülpte sie das Glas über die Spinne, schob die Karte darunter und brachte das ängstlich im Kreis laufende Tier in den Garten.

Viele Jahre hat es gedauert, bis ich meine Angst überwunden habe, und geduldig brachte meine Mutter jedes dieser "Monster" zurück in die Natur. Irgendwann rannte ich nicht mehr panisch zu Mutti, traute mich sogar auf der anderen Treppenseite an ihr vorbei und... schließlich holte ich selber ein Glas und eine Karte. Ich wollte keine Angst mehr vor dem Tier haben! Entschlossen stellte ich das Glas auf meinen Schreibtisch und beobachtete die Spinne während der Hausaufgaben, wissend, daß sie aus dem Glas nicht raus kommt. Entdeckte, daß sie gar nicht schwarz, sondern braun mit gestreiften Beinen war und schloß schließlich Frieden mit dem behaarten Tierchen.

Mittlerweile bin ich selber Mutter. Spinnen dürfen in Grenzen im Haus bleiben und werden drinnen wie draußen beobachtet. Das Fangen mit Glas und Karte kennen meinen beiden kleinen Jungs schon und beobachten gerne, was darin krabbelt. Denn auch andere Insekten, die sich ins Haus verlaufen oder verflogen haben werden so wieder nach draußen entlassen.

Und heute habe ich also im NABU-Newsletter den Namen meines Kinderschreckens erfahren: es ist die Spinne des Jahres 2008, die ungiftige Große Winkelspinne. Und wer mehr über dieses eigentlich schöne Tier erfahren möchte, muß nur auf die NABU-Seite gehen. Oder gleich auf die Seite von arages.de, der Arachnologischen Gesellschaft e.V.. Schöne Bilder, auch Supernahaufnahmen, gibt es unter Natur-in-NRW.de. Oder Ihr geht auf die entsprechende Seite von Wikipedia.

Dort überall gibt es also Abbildungen der Winkelspinne. Hier im Naturtipps-Blog gibt es aber kein Bild dieses eigentlich schönen Tieres, die Beine sind z. B. gegen die Sonne durchscheinend. So können auch spinnenängstliche Menschen lesen, wie ich Frieden mit den Tieren geschlossen habe. Vielleicht hilft der Tipp ja dem einen oder anderen...

Denn wenn ich höre, daß es Menschen gibt, die aus Angst Spinnen mit Haarspray ansprühen und dabei mit dem Feuerzeug verbrennen, sträuben sich mir die Nackenhaare. Auch das Wegsaugen dieser nützlichen Tiere mit dem Staubsauger ist für mich unbegreiflich. Außerdem sind die Menschen zu bedauern, die so eine Angst vor diesem kleinen ungiftigen Tier entwickelt haben. Schade, daß nicht jeder solch eine geduldige und spinnenfreundliche Mutter hatte oder hat, wie meine es war...