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Mittwoch, 27. Februar 2008

099) Bioweine für jeden Anlaß

Bilder dieses Posts: www.meinklang.at

Bioweine müssen den Vergleich mit konventionellen Weinen nicht scheuen - im Gegenteil: sie bringen durch das Fehlen einiger konventioneller Zusatzstoffe wesentlich schwerer einen Kater...

Normalerweise traue ich mich kaum, mal ein Glas Wein zu trinken. Bei vielen konventionellen können sich schnell Kopfschmerzen melden. Bei einem Biowein ist das kein Problem. Der Kopf bleibt klar und der Wein schmeckt nach Wein! Gewiß, das gibt es auch bei guten konventionellen Weinen - aber bitte, welcher Wein ist zuverlässig kopfschmerzfrei gut? Wenn ich unterwegs bin, weiß ich es erst hinterher :-(

Wer jetzt auch einen Biowein probieren möchte, kann sich z.B. im nächsten Bioladen eine leckere Flasche aussuchen. Denn mittlerweile gehören Bioweine zum Sortiment fast jeden Bioladens. Es gibt auch schon Onlineversandseiten, die Bioweine anbieten - einfach mal unter "Biowein" rumgoogeln. Auch Bioland hat Winzer unter Vertrag. Sie sind im Verzeichnis der Bioland-Winzer zu finden. Dort finden sich von vielen Winzern die Seitenadressen.

Das mittlerweile 20 Jahre alte Schweizer Label Delinat bietet ebenfalls Bioweine. Die Anbauvorschriften und Herstellungsrichtlinien sind dabei laut eigener Aussage strenger als die EU-Vorschriften. Auf ihrem Internetauftritt gibt es viele Interessante Informationen über Weine.

Mittlerweile gibt es sogar eine ganz "neue" Methode im biologischen Weinanbau: der Weinstock wird im Winter nicht mehr geschnitten, sondern darf wild wachsen. Dadurch werden die Trauben zwar kleiner und der Ertrag geringer aber die Trauben sind wesentlich gehaltvoller und der Wein aromatischer. Langsam spricht es sich rum, daß es durch diese Anbaumethode etwas besonderes gibt - aber der Pionier ist und bleibt der "Graupert" von MEINKLANG. Einziger Haken: der Wein wird von der Stehleiter aus geerntet...



Noch eine Besonderheit dieses Weines: er darf in Beton-Eiern reifen. Sie bieten laut Winzer die optimalen Bedingungen zum Reifen des Weines... Es können sogar "Genuß Aktien" hierzu gekauft werden!

Geschenkidee:
Für eingeschworene Weinfreunde ist ein schöner Biowein immer eine nette Überraschung.

Na dann - Prost!

Montag, 4. Februar 2008

076) Freie Ausbildung zum Demeter-Bauern

Bild: Demeter, Zu einer Landwirtschaftlichen Ausbildung gehört vieles...

Freie Ausbildung zum Demeter-Bauern startet in NRW und Hessen - noch Plätze frei

Bio-Lebensmittel sind immer stärker gefragt, aber die Zahl der Menschen, die gute Bioprodukte in der Region anbauen, stagniert. Mit der Freien Ausbildung zum Demeter-Landwirt und Demeter-Gärtner starten die bio-dynamischen Arbeitsgemeinschaften in Hessen und Nordrhein-Westfalen am 01. März 2008 mit einem neuen Lehrjahr, für das noch einige Plätze frei sind.

Seit mehr als zehn Jahren schon bietet die Ausbildung vielfältige Möglichkeiten für junge Menschen. Das erste Jahr dient dazu, die verschiedenen Arbeitsbereiche im Betrieb kennen zu lernen, um dem Lehrling eine umfassende Orientierung zu ermöglichen. Das zweite und dritte Jahr führen zur speziellen Fachausbildung – etwa in die Differenzierung zwischen Landwirten und Gärtnern/Gemüsebauern. Im vierten Lehrjahr liegt der Schwerpunkt auf eigenverantwortlichem Arbeiten und der inhaltlichen Vertiefung eines Themas in einer Jahresarbeit. In allen vier Jahren wird vor allem die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise vertieft.
Innerhalb von Demeter NRW und Demeter Hessen bilden eine Gruppe von interessierten Ausbildern den Initiativkreis, der die Ausbildung verantwortet, organisiert und begleitet. Die Seminare und Veranstaltungen zur theoretischen Ausbildung werden von den Seminarleitern als feste Betreuer eines Jahrganges eigenständig organisiert.

Mehr Infos und Kontakt unter ausbildung@demeter-nrw.de und www.freie-ausbildung.de.
Ansprechpartner sind zudem
Eckard Jungclaussen
Birkenhof
Wilnsdorf
Tel.: 02739-47698
email: e.jungclaussen@12move.de

Martin von Mackensen
Dottenfelderhof
Bad Vilbel
Tel.: 06101-529626
email: mackensen@dottenfelderhof.de

oder Gabriele Heringhaus
Geschäftsstelle Demeter NRW
Witten: 02302-915218
email: ausbildung@demeter-nrw.de oder info@demeter-nrw.de.

(Pressemeldung vom 01.02.2008, demeter-Deutschland)

Donnerstag, 17. Januar 2008

060) Wunsch an alle Landwirte: Anstand statt Abstand!

Bild: www.pixelio.de/ Markus Kräft

Gentechnik kennt keine Grenzen - Gentechnik belastete Pollen fliegen mit dem Wind auch über Entfernungskorridore hinweg auf eigentlich gentechnikfreie Bestände.
Bienen kennen keine Grenzen - Bienen fliegen auch über weitere Entfernungen als der Sicherheitsabstand vorschreibt zu verschiedenen Nektarquellen.

Und dann vermischen sich Genpollen mit genfreien Sorten, und das folgende Saatgut ist gentechnisch verseucht!

Deshalb fordert Demeter jetzt aktuell in einer Pressemitteilung die Landwirte auf: Anstand statt Abstand!

Demeter fordert bei Agro-Gentechnik: Anstand statt Abstand

Demeter, die Vertretung der bio-dynamischen Bäuerinnen und Bauern, fordert bei
Agro-Gentechnik „Anstand statt Abstand“. Passend zur laufenden Gesetzgebungsrunde im Bundestag und zur Eröffnung der größten Verbrauchermesse rund ums Essen, der Internationalen Grünen Woche in Berlin, appelliert Demeter-Aufsichtsrat Franz Obermeyer, Landwirt im Chiemgau, an seine konventionellen Kollegen:
„Die Politik lässt uns bei der Grünen Gentechnik im Regen stehen. Deshalb müssen Bauern jetzt Anstand beweisen. Wenn alle deutschen Landwirte bei der bevorstehenden Aussaat konsequent auf gentechnisch manipuliertes Saatgut verzichten, zeigen sie Charakter und nehmen Verbraucherwünsche ernst.“ Minister Seehofer mute Landwirten und Verbrauchern eine Situation zu, die alle Last denjenigen aufbürde, die Gentechnik auf Äckern und in Lebensmitteln ablehnen und konsequent verhindern wollen. Die Bio-Branche müsse Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Bestandteile in Millionenhöhe finanzieren und habe es immer schwerer, Rohstoffe ohne GVO-Verschmutzung zu finden. „Da ist die Politik unanständig und hat versagt,“ so der bio-dynamische Sprecher.

Gesetzliche Vorgaben zum Abstand zwischen Gentec-Feldern und solchen, die konsequent ohne diese umstrittene Labortechnik bewirtschaftet werden, seien Augenwischerei. Längst habe sich gezeigt, dass Bienen viel weiter fliegen und großräumig Pollen sammeln, so dass mit Meterangaben kein Schutz vor unbeabsichtigter Gen-Verschmutzung zu erzielen sei. Auch bei der Haftung herrsche Unsicherheit, so dass letztlich nur der absolute Verzicht auf Gen-Saat helfe, alle Risiken auszuschließen, betont auch Demeter-Vorstand Stephan Illi.
Er fordert die Verbraucher auf, ganz gezielt Bio-Produkte zu kaufen, weil die immer ohne Einsatz von Gentechnik erzeugt werden, oder zumindest die Produkte mit der jetzt angekündigten Auslobung „Ohne Gentechnik“ zu bevorzugen, damit die „Koalition der Anständigen“ überwältigend groß werde. Illi verweist darauf, dass die bio-dynamische Gemeinschaft ihre Anstrengungen, der gefährlichen Gentechnik lebensfördernde und zukunftsweisende Entwicklungen wie eigene, naturgemäße
Getreide-, Gemüse- und Tierzüchtung entgegen zu stellen, weiter intensiviere.



Soweit der Artikel. Es kann doch nicht o.k. sein, gentechnisch veränderte Planzen mit dem Wissen anzubauen, daß sie gentechnischfreie Bestände "infizieren" können...und das ist in der Landwirtschaft doch wohl mittlerweile überall bekannt... Auch weiß jeder Bauer, daß er während der Ernte Erntegut unterwegs verlieren kann, über Erde an den Rädern, über undichte Transportfahrzeuge, über Erntereste an den Erntefahrzeugen,... Und diese Erntereste, z.B. Mais-, Getreide- oder Rapskörner können irgendwo wieder aufkeimen und ihre gentechnisch manipulierte genetische Information weiter geben - ohne Einhaltung irgendwelcher vorgeschriebenen Abstände...Das kann keiner abstreiten!
Ist es das Wert? Sind die gentechnisch manipulierten Pflanzen soviel besser, daß es sich lohnt, alles damit zu verseuchen? Ganz bestimmt nein!

Deshalb die Bitte an alle Landwirte: boykottiert gentechnisch manipuliertes Saatgut!

Macht alle Mit!

Und ich rufe alle Naturtipps-Leser auf: Sprecht und diskutiert mit Freunden und Verwandten aus dem landwirtschaftlichen Bereich über diesen Gentechnik-Boykotts!

Ihr braucht vorher noch mehr Informationen gegen Gentechnik in der Landwirtschaft: www.keine-gentechnik.de hilft weiter.