Mittwoch, 15. Oktober 2008

265) Blog Action Day 2008: Poverty - Armut

Bild: www.naturtipps.de/
Frisches Obst und Gemüse schmeckt auch den Armen...


Jedes Jahr gibt es einen Aktionstag, indem die Blogger weltweit aufgerufen sind, gemeinsam über ein Thema zu schreiben. Er nennt sich "Blog Action Day". Dieses Jahr habe auch ich es mitbekommen - und beteilige mich mit diesem Blog daran! Das diesjährige Thema ist Armut...


......ARMUT.......

verdrängen durch Erde an den Händen

Schulgärten und Interkulturelle Gärten als Saatbett neuer Perspektiven


Zur Zeit mache ich bei zwei Projekten mit, die u.a. durch das Bestehen von Armut vor Ort entstanden sind:
dem Neuaufbau eines Schulgartens und dem Aufbau eines Interkulturellen Gartens. Beide Projekte sind u.a. aus dem Wunsch entstanden, der Armut vor Ort ein klein wenig zu begegnen.
Einerseits über die Bereitstellung von Gartenfläche zum Anbau von Lebensmitteln. Aber andererseits auch durch die sozialen Kontakte, die durch die Projekte aufgebaut werden. Denn leicht landen Menschen jenseits der Armutsgrenze auch in der Resignation und ziehen sich zurück in die Isolation - das muß nicht sein!

Erde an den Händen - vielen Menschen gibt das wieder Hoffnung und Kraft. Seien es die Schüler, die sehen, wie Leben kommt und es Ernte gibt. Oder die Teilnehmer im Interkulturellen Garten, die wieder etwas haben, auf das sie sich freuen können. Vor allem gibt es auch wieder ein anderes Thema zum Reden, als nur die Probleme des Alltags. Es kann zusammen gefeiert werden, man trifft sich zwanglos zum Reden und Helfen. Menschen lernen wieder gerade zu gehen und Hoffnung zu haben. Der Geist wird freier und Probleme können vielleicht endlich Lösungen finden. Menschen können gesundes ernten und essen. Und bei übermäßiger Ernte kann auch noch anderen geholfen werden :-)

In manchen Städten haben sich Menschen auch schon selber Flächen genommen und bewirtschaften sie im Rahmen von Guerilla-Gardening Aktionen. Zum Teil ist dies aus dem Bedürfnis entstanden, selber Lebensmittel anzubauen, anstatt hungern oder minderwertige Lebensmittel essen zu müssen.
"Erde an den Händen" - es ist kein Dreck, es ist Leben!

Gärten - sie können so viel mehr sein, als nur Dekoration um das Haus! Warum lassen wir unsere Gärten zu ausschließlichen Ziergärten "verkommen" - sie bergen die Möglichkeit einer regionalen, gesunden und nachhaltigen Ernährung vor der Haustür. Und was wir zuviel ernten, können wir verschenken an jene, die zuwenig haben!
Aktuell zum Beispiel bei der Apfelernte:
wer nicht ernten kann oder will, oder schon genug geerntet hat, kann doch einfach verschenken :-)

Wie viele Menschen haben ein Haus mit Garten und können ihn nicht pflegen!
Wer keine Zeit oder Lust hat, seinen Garten zu pflegen - gebt ihn doch "in Pflege" bei einem (armen) Menschen, der Freude daran hat! Ob es ein Gemüsegarten wird, oder ein Blumengarten - laßt Euch überraschen! Laßt Eure Gärten leben und Leben geben :-) Gebt einem Menschen Hoffnung, Freude, Ernte und "Erde an den Händen"...

Macht alle Mit!


1 Kommentar:

  1. Und wer nicht praktisch helfen kann, für den ist vielleicht ein Mikrokredit was:

    Nachhaltig gegen Armut

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Hallo!
Danke, daß Du die Natur aktiv mitschützt!