Mittwoch, 31. Dezember 2008

294) Guten Rutsch!



Für mehr Frieden auf der Erde und ein Leben hin im Einklang mit der Erde.

Guten Rutsch wünsch ich allen mit dieser Eiskunst,
Gundula

Sonntag, 21. Dezember 2008

292) Keine Palmölkerzen für Kirche und Haus

Weihnachtszeit - Kerzenzeit
Kerzenzeit - Palmölzeit
Palmölzeit - Feuerzeit

Es ist wirklich traurig, wie schwer es ist, in unserer Wirtschaft ein nachhaltiges Leben zu leben! Manchmal könnte man wirklich verzweifeln - z.B., wenn sogar die Opferkerze flammende Urwälder hinter sich herziehen kann, wenn sogar die Kerzen am Adventskranz indigenen Völkern die Heimat nehmen können. Bereits im vergangenen Jahr gab es bei Naturtipps den Post 037) Aktion: Kein Palmöl in Kerzen
mit einer Unterschriftenaktion von dem Verein Rettet den Regenwald e.V.
Und dieses Jahr ist es wieder Thema, gibt es wieder eine Unterschriftenaktion gegen Palmöl in Kerzen - das gleiche Problem, aber eine andere Firma... Zitat:

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In Deutschland brennen Palmölkerzen - in Indonesien Regenwälder

In Deutschland brennen nicht nur zu Weihnachten Palmölkerzen, sondern in Kirchen sogar das ganze Jahr. Das Kölner Traditionsunternehmen Kerzen Schlösser beliefert kirchliche Einrichtungen in der gesamten Bundesrepublik. Für Palmöl werden in Asien die Regenwälder abgefackelt, eine Katastrophe für die Artenvielfalt, die dort lebenden Menschen und das Weltklima. Kerzen Schlösser ist sich des Problems bewusst, aber aus Kostengründen setzt die Firma auf billiges Palmöl aus Asien.

Protestaktion
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Übrigens gibt es beim Kauf von Kerzen noch mehr zu beachten - denn sie können auch ganz akut Schadstoffe beinhalten, die beim Verbrennen dann in die Raumluft gelangen. Mehr dazu im Post 046) Kerzen gießen und BUND Ökotipp: Kerzen aus schadstoffarmen Rohstoffen

Und diesen Sommer werde ich mir endgültig etwas zum solaren Kerzenschmelzen bauen. Von Imkern kenne ich solche Kästen zum Schmelzen der Wachswaben. Sie sind innen schwarz, oben ist eine Glasscheibe drauf und wenn die Sonne scheint, wird es darin so heiß, daß die Waaben schmelzen... Hat vielleicht jemand eine Bauanleitung dazu, oder einen kleinen alten solaren Schmelzer abzugeben? Und dann muß ich unten nur Kerzenformen mit Docht aufstellen, in welche das Wachs laufen kann - aber das ist mit dem Sandkerzentipp im Post 046) ja auch kein Problem...
Und die Kerzen können dann im kommenden Jahr zu Weihnachten verschenkt werden - vielleicht sogar an die Menschen, die vorher Wachsreste "gespendet" haben ;-)

Also ran, Wachsreste sammeln!
Im Sommer heißt es dann: Kerzenreste recyclen!

Macht alle Mit!

Montag, 15. Dezember 2008

291 b) Amaranth und seine Eigenschaften

Der Post 291 a) stellt ausführlich das Projekt "El Pan Alegre" vor. Dabei geht es auch um das "Powerkorn" Amaranth mit seinen landwirtschaftlichen und ernährungsmäßigen tollen Eigenschaften. Zu den ausführlichen Informationen zum Amaranth dort gibt es in diesem Folgepost nun noch einige ergänzende Diagramme zur besseren Übersicht (die Tabellen im Post 291 a) waren leider technisch bedingt nicht voll zu sehen):

Hier also die Daten in übersichtlichen Grafiken (Quelle: Centro de Desarrollo Comunitario A.C. Mexico):


Grafik 01:
Vergleich 01 von Amaranth zu Getreide (Kohlenhydrate, Brennwert, Eisen, Kalzium)


Grafik 02:
Vergleich 02 von Amaranth zu Getreide (Ballaststoffe, Fett, Eiweiß)

Grafik 03:
Vergleich 03 von Amaranth zu Getreide (Eiweiß, Ballaststoffe, Fett, Kohlenhydrate; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)


Grafik 04:
Vergleich 04 von Amaranth zu Getreide (Kalzium, Eisen; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)

Sonntag, 14. Dezember 2008

291 a) Aktive Hände 06: Amaranth für El Pan Alegre / Das Fröhliche Brot

Bild: Madeleine Porr - über den Amaranth arbeitet sie mit ihren Händen an einem ehrgeizigen Projekt mit

Amaranth - ein gesundes Korn, das mir bisher durch die Lappen gegangen ist...

Aber durch eine Vermittlung über Blog Blogpatenschaften gibt es jetzt diesen Beitrag für die Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" und da ist Amaranth ein ganz wichtiger Punkt. Lest selber, welche ehrgeizigen Ziele Madeleine Porr zusammen mit anderen Aktiven mit dem Amaranath verfolgt. Wie Ihr feststellen könnt, hat sie mir eine sehr ausführliche Ausarbeitung zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich auf jeden Fall, alles zu lesen:

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Meine Hände arbeiten daran, mit dem Powerkorn Amaranth und der Biogas-Energie aus organischen Hausabfällen ein Kreislauf-Projekt für Wohnbezirke und Kommunen auf die Beine zu stellen (s. Abb. 1).

Der Projekt-Trägerverein „En Buenas Manos“ e.V. unterstützt dafür zur Zeit den Amaranth-Anbau und die Entwicklung eines lokalen Biogas-Kreislaufs in Kuba. Es gibt auch erste Anfragen aus Deutschland, wo Mehrgenerationen-Projekte und Bioenergie-Dörfer lokale Kreislauf-Lösungen für ihren Energie-Bedarf suchen.

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Wie sieht der vorgeschlagene Kreislauf aus?

Wenn in einem Wohnbezirk der Kreislauf in Gang gekommen ist, trennen in den Haushalten die Familienmitglieder, in den Schul-, Universitäts- und Firmenkantinen die KüchenmitarbeiterInnen und auf dem Markt die VerkäuferInnen die organischen von den übrigen Abfällen.

Die organischen Abfälle werden täglich von geschulten Transport-Fachleuten eingesammelt und einer lokalen Biogas-Anlage zugeführt, wo spezialisierte TechnikerInnen ihre fachgerechte Aufbereitung garantieren und über direkte Gas-Leitungen den Ofen der lokalen Bäckerei mit Biogas versorgen. Der bei diesem Prozess sozusagen nebenbei abfallende hochwertige organische Dünger kommt der (örtlichen) Landwirtschaft zugute – und hier auch dem Amaranth-Anbau –, das Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Warum Amaranth anbauen und essen?

Die Körner dieser außergewöhnlichen Pflanze (s. Abb.2), als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit über die ganze Welt verteilt, haben enorme Qualitäten. 1975 von der US-National Academy of Sciences als bestes pflanzliches Nahrungsmittel für den Menschen öffentlich wiederentdeckt und hervorgehoben, ist Amaranth auch ausdrücklich zur Bekämpfung des Welthungers empfohlen und fliegt bei der NASA seit 1985 als Controlled Ecological Life Support System regelmäßig mit in den Weltraum.

Zudem besitzt er die Fähigkeit, auch auf trockenen und salzhaltigen Böden zu gedeihen und diese Böden dann auch für andere Kulturen (wieder) fruchtbar zu machen. Damit ist die Pflanze in der Lage, gezielt der zunehmenden Versandung von Böden in einem immer breiter werdenden Gürtel entlang des Äquators entgegenzuwirken.

Warum Hausabfälle zu Biogas verarbeiten?

Sie stinken weltweit zum Himmel: die organischen Haushaltsabfälle. Immer noch verrotten sie überwiegend auf Müllhalden, einfach am Straßenrand oder an Flussufern. Das schädigt nicht nur Boden, Wasser und Ozonschicht, sondern ist noch dazu eine enorme Verschwendung, sind doch die organischen Reste des Essens und seiner Vorbereitung, Papier und Gartenabfälle eine Energiequelle erster Güte: Aus ihnen kann das kostbare Biogas gewonnen werden.

Die kleinen Lebewesen, die das können, gehören zu den ältesten auf der Erde: Methanbakterien. Sie sind die erfahrensten Energie-Produzentinnen aller Zeiten – wir menschliche „Energie-Grünschnäbel“ sollten sie also selbstverständlich im Team haben, wenn wir unsere Abhängigkeit von Erdöl, Gas und Kohle beenden wollen.

Lokaler Kreislauf auch beim Austausch Wertstoff gegen Wertmarken

Sinnvollerweise fließen in das Kreislaufkonzept von „EL PAN ALEGRE“ auch die positiven Erfahrungen der Stadtverwaltung in der brasilianischen Millionenstadt Curitiba ein. Um der stetig anwachsenden Müllberge in den Randbezirken Herrin zu werden, entwickelte sie vor über zwanzig Jahren ein äußerst erfolgreiches System („Müll ist kein Müll“), in dem das getrennte Sammeln und Abliefern von recyclebaren Wertstoffen mit Gutscheinen für den öffentlichen Nahverkehr, Saatgut, Bücher, Schulhefte und Bleistifte oder Essen entgolten wird.

Nachhaltig sein heißt die Kinder einbeziehen

In allen Projekt-Teilbereichen von „EL PAN ALEGRE“ werden insbesondere die Kinder als die hauptsächlichen zukünftigen NutznießerInnen mit einbezogen, so dass sie das Ineinandergreifen bzw. Vernetzen verschiedener Kreisläufe mit eigenen Händen lernen können.

Sie säen, betreuen und ernten die Pflanzen (s. Abb.3), aus deren Körnern später das Mehl gewonnen wird; sie bereiten selbst den Teig mit Amaranth-Mehl zu und backen Brot und Kekse.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Und sie tragen mit dazu bei, die zum Backen notwendige Energie zu produzieren, indem sie aktiv die „Müll“-Trennung lernen, die Weiterverarbeitung sehen und so ein Verständnis für den Stoff-Kreislauf organischer Materie entwickeln. Ihr Bewusstsein wird gestärkt, direkt Einfluss auf ihre Lebensbedingungen nehmen zu können.

Zum Trägerverein

Der gemeinnützige Verein „En Buenas Manos“ e.V. arbeitet geschlechter-demokratisch zusammen mit dem IKN (Internationales Süd-Süd-Nord-Wissens-Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung) und der FNBB e.V. (Förder-Gesellschaft für Nachhaltige Biogas- und Bioenergie-Nutzung).
Dann möchte ich noch hinzufügen dass der Verein seine Arbeit bislang nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und wir uns deswegen über jede Spende als Unterstützung freuen (natürlich gegen Spendenbescheinigung).

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2) Informationen zum Amaranth

Der Amaranth (Pseudogetreide, aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse; bot.: Amaranthus spp.)

Die Amaranth-Pflanzen haben einen Saatkopf mit wenig Seitenzweigen, der bis zu 50cm lang wird. Der Samen ist kaum größer als ein Senfkorn, ist cremefarben, golden oder rosa. Eine Pflanze aus so einem kleinen Korn bringt ungefähr 50.000 neue Samenkörner hervor!

Amaranth ist eine der wichtigsten konzentrierten Quellen für Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine wie A, B1, B2, B3 und C; außerdem für Folsäure, Kalzium, Eisen und Phophor. Und er besitzt in außerordentlich hohem Maße essentielle Aminosäuren wie das Lysin, ebenso wie – die gesunden – mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Im Amaranth finden sich doppelt so viel Eiweiß wie in Mais und Reis bzw. 60-80% mehr als im Weizen sowie ein hoher Anteil an Ballaststoffen.

Achtung: da die Tabellen technisch bedingt nicht ganz zu sehen sind, gibt es sie im Folgepost 291 b) Amaranth und seine Eigenschaften als Grafiken abgebildet. Die Tabellen lasse ich hier jedoch stehen, damit sie maschinell ausgelesen werden kann, was mit den Grafiken ja nicht möglich ist.

Amaranth hat einen Proteingehalt von ca. 17% (Weizen nur 12-14%, Reis 7-10% und Mais 9-10%).



Eiweiß
(g)

Ballaststoffe
(g)

Fett
(g)

Kohlenhydrate
(g)

Kalzium
(mg)

Eisen
(mg)

Kalorien

Reis

5,6

0,3

0,6

79,4

9

4,4

360

Weizen

12,8

2,3

1,7

71

29,4

4

334

Mais

9,4

3

4,7

74

7

2,7

365

Hafer

15,8

3

6,9

66

54

5

389
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Amaranth

19

5,6

6

6

250

15

414

Verglichen mit anderen Getreidearten ist der Gehalt der essentiellen Aminosäure Lysin ebenfalls sehr hoch (9,28%). Der Nährwert des Amaranth-Proteins liegt bei 75%. Der Vergleich mit Milch (73%), Gerste (62%), Weizen (56%) und Mais (44%) zeigt den hohen Grad biologischer Verwertbarkeit des Proteins.



Brennwert
(Kalorien)

Eiweiß
(g)

Fett
(g)

Kohlenhydrate
(g)

Ballaststoffe
(g)

Kalzium
(mg)

Eisen
(mg)

Getreide (im Durchschnitt)

342

11

2,7

73

2,1

30

330
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Amaranthus
hypochondriacus

391

15,31

7,12

63,1

2,89

490

455

Amaranth enthält dazu doppelt soviel Kalzium wie Milch. Amaranth sollte mit Milchprodukten zubereitet werden, damit der Darm sie besser verarbeiten kann. Der hohe Eisengehalt und die Aminosäure Lysin machen Amaranth besonders wertvoll.

Die Körnchen können zu Mehl verarbeitet und z.B. Brot, Keksen und Spaghetti beigefügt werden. Aber sie können auch wie Maiskörner »gepoppt« werden (nussiger Geschmack) und dann z.B. Süßspeisen, Müsli, Joghurt, Suppen und Soßen bereichern.

In Deutschland sind Amaranth-Körner roh ebenso wie verarbeitet in der Zwischenzeit in allen Bioladen-Ketten, Bioläden und Reformhäusern zu kaufen.

***

Die Amaranth-Pflanze ist in der Lage, sich auch in trockenen und salzhaltigen Böden zu entwickeln. Wenn sie ausgekeimt hat, wächst sie auch ohne künstliche Wasserzufuhr weiter. Mit ihren vielen Blättern und ihren Wurzeln bietet sie Sonnenschutz und (neue) Lebensgrundlagen für Mikroorganismen in der Erde, so dass sie wieder fruchtbar wird – auch für andere Bodenfrüchte.

In Lateinamerika war der Amaranth bei den Mayas, Inkas und Azteken bereits 4.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein fester Bestandteil ihrer Hochkultur, neben Mais und Bohnen. Wegen ihres schon damals bekannten hohen Nährwerts wurden die Körner wie Gold gehandelt – Powernahrung für starke Völker.

Die Pflanze selbst wurde zum Symbol für Unsterblichkeit, denn die Rispen mit den Blüten – einmal abgeschnitten – halten sich noch lange Zeit (Amaranth > griech. = Pflanze, die nicht verwelkt).

Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der spanische Invasor Hernán Cortés bei Androhung der Todesstrafe den Anbau und den Verzehr von Amaranth verbieten. Katholische Priester hatten sich an den religiösen Zeremonien gestört, bei denen Amaranth-Gebäck dargereicht wurde. Vor allem aber hatten sie herausgefunden, dass der Widerstand der Bevölkerung gegen die spanische Gewaltherrschaft mit den kleinen Amaranth-Körnern genährt wurde.

Für 400 Jahre geriet Amaranth in Lateinamerika nahezu vollständig in Vergessenheit.

In Deutschland wird Amaranth immer bekannter; in Lateinamerika haben nur mexikanische Kleinbauern das alte Wissen bewahrt, während z.B. in Peru ökologisch zertifiziert nur für den Export angebaut wird.

Dass Amaranth ein wahres Natur-Dopingmittel ist, muss dort wie hier noch viel lauter gesagt werden. Vor allem den Kindern und Frauen. Denn sie profitieren am meisten von seiner Kraft.

***

Rezeptbeispiele:

1. Etwas Süßes, ganz leicht zu machen:

Alegría (= Freude)

6 TL Honig und 1 EL Butter vermischen und unter Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen. Wenn die Masse goldbraun ist, 1 Tasse gepoppten Amaranth natur mit einem Holzlöffel einrühren.

Nach Geschmack Sonnenblumenkerne, Kokosflocken, Cornflakes oder Rosinen unterrühren. Die Mischung auf ein Backblech streichen, in Würfel schneiden und abkühlen lassen.

2. Etwas leckeres Herzhaftes:

Amaranth-Mangold-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen

  • 100 g Amaranth-Körner (roh)
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • 300 g Mangold
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2 EL Crème fraîche
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Ei
  • 50 g Haselnussblättchen
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • Öl für die Form

Schritt 1

Amaranth in einem Sieb mit heißem Wasser kurz abspülen. Mit Gemüsebrühe aufkochen, bei schwacher Hitze 40 Min. quellen lassen.

Schritt 2

Mangold waschen und putzen. Die Stiele klein würfeln, die Blätter in breite Streifen schneiden. Fenchel waschen, putzen, halbieren und ohne den mittleren Strunk in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl erhitzen. Knoblauch, Fenchel und Mangoldstiele 2-3 Min. andünsten, Mangoldblätter unterrühren. Mit Salz und Muskat würzen.

Schritt 3

Backofen auf 200° vorheizen. Eine feuerfeste Form einfetten. Crème fraîche mit Zitronensaft und Ei verrühren. Die Hälfte des Gemüses in die Form geben. Amaranth darauf verteilen, mit der Hälfte der Haselnussblättchen und 1 EL Parmesan bestreuen. Mit dem Rest Gemüse abdecken. Crème fraîche darüber gießen. Mit übrigen Haselnussblättchen und Parmesan bestreuen. Im Ofen (Mitte, Umluft 180°) 20 Min. backen.

Haselnussblättchen und Parmesan krönen diesen wunderbar aromatischen Auflauf als Knusperkruste - da greifen nicht nur Vegetarier gerne zu!

***

Zubereitungszeit: unter 30 min

Schwierigkeitsgrad: einfach

Kalorien: 640 kcal pro Portion

Saison oder Anlass: Winter, Herbst

Menüfolge: Hauptspeise

Gerichttyp: Auflauf

Verschiedenes: Gut vorzubereiten, vegetarisch, ohne Alkohol, Glyx

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3) Informationen zum Biogas

Biogas

Biogas besteht hauptsächlich aus Methan (CH4, Anteil: mindestens 60%) und Kohlendioxid (CO2) sowie den Spurengasen Schwefelwasserstoff (H2S), Ammoniak (NH3), Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2).

Unter Luftabschluss zersetzen Methan-Bakterien organische Materie und verwandeln sie seit über 3,5 Millionen Jahren in Biogas und hochwertigen organischen Dünger. Damit sind sie die erfahrensten Energieproduzentinnen auf der Erde.

Biogasanlagen weltweit machen sich dieses Wissen zunutze, bislang in der Mehrzahl mit

Gülle aus der Viehzucht als Ausgangsmaterie. Auch aus den organischen Hausabfällen auf den offiziellen und den wilden Mülldeponien entweicht Biogas – unkontrolliert. Es steigt in die Atmosphäre auf und schädigt dort die Ozonschicht.

In Europa existiert seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts ein regelrechter Boom beim Biogas-Anlagenbau. Auch in Kuba rückt diese Energiequelle immer stärker in den Mittelpunkt der Bemühungen, in der nationalen Energieversorgung Alternativen zum Erdöl zu fördern. So wurde zum Jahresbeginn 2007 eine nationale interdisziplinäre Biogas-Kommission eingerichtet, die die langjährigen Erfahrungen bündeln und extensiv ausbauen soll – auch und gerade mit neuen Ausgangsmaterialien.

Die steigende Bevölkerungszahl und damit auch die zunehmende Menge ihrer Abfälle machen veränderte Entsorgungskonzepte unumgänglich. Wie in anderen Zusammenhängen auch müssen nachhaltige Lösungen lokal ausgerichtet und verankert sowie in Kreisläufen organisiert sein.

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Der Verein verfolgt wirklich sehr ehrgeizige Ziele und ich wünsche ihnen, daß sie über "El Pan Alegre" viele Freunde erreichen können :-) Und wenn es die ersten Amaranth-Ernten des Vereins in Deutschland zu kaufen gibt, erfahrt Ihr es gewiß über Naturtipps...


Bis dahin probiert das Korn einmal, es schmeckt wirklich gut :-)
Amaranth - eine gesunde Kostergänzung, die auch noch bei der Zurückgewinnung versteppter Flächen helfen und die Versteppung aufhalten kann!

Übrigens:
Verschenkt doch als Geschenkidee einfach mal Amaranthprodukte - das ist lecker und gesund - und fairtrade auch noch sozial und bio auch noch nachhaltig :-)

Mittwoch, 10. Dezember 2008

290) Angela Merkel jetzt sofort anrufen?

Tja, so schnell kann es kommen, daß Du gebeten wirst, "ganz oben" anzurufen...

Worum es geht?
Das steht genauer im Utopia-Forum unter "JETZT Merkel anrufen und das EU-Klimapaket retten" und ist in einem dazugehörigen YouTube-Video zu sehen.
Dort gibt es den Aufruf auch noch für andere Europäische Länder.

Was meint Ihr?
Abheben, Nummer des Kanzleramtes wählen und die Meinung sagen?

Oder lieber nicht die Leitung blockieren?
Welche friedlichen Alternativen gibt es sonst noch, um kurzfristig noch vor der Entscheidung die Meinung durchzugeben?

Oder haben wir gar kein "Klimaproblem"?

Freitag, 21. November 2008

287) Schön, daß es uns gibt!

Nachhaltiges Leben muß Spaß machen und darf kein schwerer Verzicht sein. Wir müssen uns freuen können darüber, daß wir leben. Es ist ganz wichtig! Denn dann hat es eine Zukunft - die Quadratur des Kreises? Nein!

Sehr schön dazu ist der Vortrag von Prof. Dr. Michael Braungart auf der Utopia-Konferenz am vergangenen Samstag in Berlin.

„Es tut mir leid, aber Nachhaltigkeit ist total langweilig.“

Viel Spaß beim Anhören des Vortrages. Danach macht das Leben wieder mehr Spaß :-)

Dienstag, 18. November 2008

286) Gedanken zu nachhaltiger Mode...

Bild: OTTO
Teilnahmebeitrag zur Blogparade Green Glamour - ausgerufen vom OTTO-Fashion-Blog...

Das ist schick
Das ist hipp
Das ist toll
Das ist teuer (und manchmal auch echt billig)

Das ist Müll...
Das kommt uns teuer zu stehen...

Modeartikel sind auch nachhaltig produziert nicht nachhaltig - denn sie werden zu schnell aussortiert - Abfall - Müll...
Die Modebranche liest es wahrscheinlich nicht gerne - aber konsequent nachhaltige Kleidung und Produkte sollten nicht nur nachhaltig produziert werden, sondern in Optik und Materialeigenschaften auch langlebig sein...
Das paßt mit Mode nicht zusammen, es sei denn, die Modebranche geht über zu deutlich längeren Zeitspannen... Oder dazu, leidglich modische Ergänzungen zu liefern.

Klar, wo bleibt da das Geschäft - aber wo bleibt zur Zeit die Welt?

Alle paar Monate neue Klamotten,
- so schnell wächst keine Baumwolle, wenn wir das für alle Menschen möglich machen wollen
- so schnell wächst keinem Schaf die Wolle, falls es alle Menschen kleiden soll
- so schnell wachsen nicht einmal Brennesseln - aber wenigstens ist ihr Stoff schön und stabil! Die ersten Jeans waren noch Hosen für Jahre - heute sind sie meist, nicht nur modebedingt, höchstens für ein Jahr...

Aber wer es mal mit Nesselkleidung und -stoffen probieren möchte, kann z.B. auf folgender Seite nachschauen, die mir dazu auf Anhieb einfällt. Das Material ist auch nicht 100 % Nessel, aber auf dem Weg dahin:
Nettle World
Und es ist mehr, als nur Kleidung. Hinter dem ganzen steht wirklich der Wille zu Nachhaltigkeit und eine "runde" Firmenphilosophie - aber lest selber.

Und wer selber zeitlose, qualitativ hochwertige, nachhaltig und fair produzierte Kleidung/ Anbieter kennt - Linktipps, Namen oder Adressen sind immer willkommen, besonders auch von Kleinanbietern. Denn ist haltbares Individuelles nicht viel interessanter als vergängliche Mode?

Übrigens:
Nachhaltig produzieren bedeutet auch, mit wenig Transportwegen produzieren. Was nutzt ein Biobaumwollshirt, wenn es schon vor dem Tragen die halbe Welt kennengelernt hat?
Nachhaltig produzieren bedeutet auch sozial fair produzieren...

Wir sollten endlich vom kurzlebigen Glamour-Ross runter kommen und auf eigenen Füßen, mit einem Lachen und Selbstbewußtsein von innen heraus, durch die Welt gehen :-)


Verlinkungen zu den anderen teilnehmenden Blogs findet Ihr im Aufruf zur Blogparade. In den anderen Posts zum Thema gibt es noch reichlich interessante Gedanken zu lesen...

Samstag, 15. November 2008

284b) 1 Jahr UTOPIA.de - Liveblogging von der Award-Preisverleihung

Nun ist die Preisverleihung gerade vorbei - aber der Abend geht noch weiter. Voller Spannung habe ich sie mitverfolgt - über den Utopia Award Live Blog. Da könnt Ihr schon nachlesen, wer in welcher Rubrik warum einen Preis bekommen hat...

Sogar ein Elektrofahrrad hat einen Preis bekommen :-)
Und ein Preis wurde nicht verliehen, wäre aber wohl auch nicht abgeholt worden: die Verhinderer 2008!

Aber hier die genaue Preisverteilung, es gab jeweils einen Jurypreis und einen Publikumspreis (von der Community erwählt):

Kategorie "Organisation"
Jurypreis: Marine Stewardship Council
Publikumspreis: Campact

Kategorie "Unternehmen"
Jurypreis: GLS Bank
Publikumspreis: Ehepaar Sladek, Elektrizitätswerke Schönau

Kategorie "Produkte"
Jurypreis: ganz allgemein alle Elektrofahrräder
Publikumspreis: Peter Kowalsky, Bionade

Kategorie "Ideen"
Jurypreis: Gerhard Timm für Desertec und EcoTopTen, also 2 Gewinner
Publikumspreis: Desertec

Kategorie "Vorbilder"
Jurypreis: Ulla Gahn für ihre Stromwechselparties
Publikumspreis: Benjamin Adrion von "Viva con Agua"

Überraschungspreis:
Architekturbüro Graft Architects (Brad Pitt und das Berliner Architekturbüro Graft bauen mit am neuen New Orleans)

Die Preisverleihung ist gelaufen, ganz viele Bilder dazu gibt es im Live Blog und bestimmt noch viele Infos in den kommenden Tagen auf Utopia.de... In Berlin wird nun noch lange gefeiert, in den verschiedensten Redaktionen werden die Texte zum Award in die Tasten gehauen - aber hier ist Schluß für heute liebe Leute!

Naturtipps gratuliert allen Geehrten und hofft, daß "die Welt" auch etwas davon hat...
Macht weiter!

Und an alle Leser:
klickt die Links durch und sucht Euch passendes für Euer Leben, es sind viele gute Ideen dabei!
Macht alle Mit!

284a) 1 Jahr UTOPIA.de - Liveblogging von der Konferenz

Nein, kein Liveblogging von Naturtipps... aber es gibt Liveblogging von KarmaKonsum und Liveblogging direkt von Utopia. So ist das Utopia-Konferenz Programm also gut live mitzuverfolgen...

Es wird ein langer und interessanter Tag mit hochkarätigen Referenten:
- Daryl Hannah
- Greg Craven#
- Dr. Amory Lovins
- Prof. Dr. Michael Braungart
- Dr. Carsten Gerhardt
- Rolf Schumann
- Michael Anthony
- Robert Rubinstein
- Mick Bremans

Übrigens:
Im Rahmen der Veranstaltung werden am Abend mit den Utopia Awards Vorbilder, Unternehmen, Ideen, Initiativen und Produkte ausgezeichnet, die wirklich etwas verändern.


Bleibt auf dem Laufenden - klickt rein und werdet am Besten auch gleich Utopia-Mitglied - für einen kleineren Fußabdruck jedes einzelnen von uns auf dieser einmaligen Welt.
Macht alle Mit!

283) Für effiziente Holzöfen in Afrika spenden

Bild: WWF - Holzöfen für die Flüchtlinge im Kongo und den Wald vor Ort

Krieg bringt Elend und Not - das wissen wir alle
Krieg bringt Elend und Not - nicht nur den Menschen
Krieg bringt Elend und Not - der WWF will im Kongo beides ein wenig lindern

Dazu kam jetzt in einem Newsletter folgender Aufruf:

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Notruf aus dem Kongo: Helfen Sie den Flüchtlingsfamilien



Mehr als 50.000 Menschen wurden durch die jüngsten Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Osten der Demokratischen Republik Kongo nach Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu vertrieben.

Dadurch ist die Zahl der Familien, die bereits unter unerträglichen Bedingungen in Flüchtlingscamps zwischen Goma und dem Virunga-Nationalpark leben, dramatisch angestiegen.

Bitte spenden Sie JETZT!

Der WWF will den Menschen in akuter Not rasch und ganz direkt helfen: Mit Ihrer Spende von 48 Euro können wir zwei Familien mit einem kleinen Ofen und Feuerholz für ein halbes Jahr ausstatten.

Weitere Informationen >>

Spenden Sie JETZT: Für 48 Euro können Sie zwei Familien mit einem kleinen Ofen und Feuerholz für ein halbes Jahr ausstatten.
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Wer zum Jahresende noch etwas spenden möchte - dies ist eine Möglichkeit, um Menschen und Wald schnell und unbürokratisch zu helfen...

Übrigens:
Eine andere Holzofenaktion in einer friedlichen Region Afrikas, in Nigeria kann unterstützt werden über waswirtun auf waswirtun.de. Im Folgenden ein Textausschnitt von der Seite. Die Aktion unterstützt eine Aktion von atmosfair:

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Effiziente Brennholzkocher in Nigeria, atmosfair gGmbH

 Kochen und ... © atmosfair
© atmosfair

Das Nachfolge-Projekt ist unter Federführung der atmosfair gGmbh (siehe Link-Galerie) die Versorgung der Bevölkerung in Nigeria mit effizienten Brennholzkochern. Diese sparen 80% an Energie ein, verursachen weniger Rauchentwicklung und helfen die Abholzung und Versteppung der Landschaft zu vermeiden. Sie funktionieren Tag und Nacht und sind an die Kochgewohnheiten der Nutzer angepasst.
Die Gesamteinsparung dieses Projekt wird mit 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr, gemittelt über 10 Jahre, beziffert. Ein Kocher spart ca. 2 Tonnen pro Jahr ein.

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Macht alle Mit, die Ihr noch spenden möchtet...

Montag, 10. November 2008

Ihr vermißt einen neuen Post?

Dies Wochenende surfe ich zu jeder freien Minute nach neuen Informationen über den Castortransport und twitter ein wenig dazu - mit Naturtipps geht es morgen weiter.

Hier 2 interessante Twitteradressen:
http://search.twitter.com/search?q=%23castor
http://twitter.com/castor2008

Es ist klasse, was dort oben so passiert - und mit so viel Phantasie!!!

Im NATURTIPPS NACHRICHTENTICKER unten rechts könnt Ihr automatisch aktualisierte Artikel zu "castor" lesen.

Atomkraft nein Danke!

Also, bis morgen!

Nachtrag in der Nacht:
laut castor-getwittere ist der Castor-Transport um 00.30 Uhr in der Nacht zum 11. November 2008 in die Zwischenlagerstätte Gorleben eingefahren.

Montag, 3. November 2008

277) Berichterstatter und Sprüche für "Republik Freies Wendland" gesucht

Bild: © michael berger/ PIXELIO
Strohhäuser gegen den Castortransport und für ein ganzjährig freies Wendland...


Gorleben Demonstration
Online Eil-Aktion

und jetzt noch folgende Protestveranstaltung gegen den Castortransport:

Ein symbolischer Wiederaufbau der Hauptstadt (Dorf) der Freien Republik Wendland

Hier eine Pressemeldung zu der angemeldeten friedlichen Veranstaltung weit abseits der Transportstrecke und weit abseits der Verbotszonen für jegliche Demonstrationen. Genauer gesagt bei Gedelitz, 3-4 KM südwestlich von Gorleben (Lüchow-Dannenberg):

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Republik Freies Wendland

Pressemitteilung
Friedliche Wiederbelebung der „Republik Freies Wendland“

Nach fast 30 Jahren wollen wir die „Republik Freies Wendland“ wiederbeleben. Aus Anlass des Castor-Transportes wird ein Dorf aus Strohballen als Symbol für gewaltfreies Bürgerengagement und demokratische Mitbestimmung aufgebaut und belebt. Am Ortsrand von Gedelitz wird ab Montag, dem 3.11., aus Strohballen ein Dorf aus sechs kleinen Häusern und einem großen Freundschaftshaus aufgebaut. Direkt an der Hauptstrasse nach Gorleben, jedoch außerhalb der Sperrzone, soll die „Republik Freies Wendland“ wiedererwachen.

Eröffnung der Republik ist am Freitag, dem 7.11. um 15:00 Uhr mit einer Pressekonferenz. Hier werden alle relevanten Informationen über die Wendenpässe und den WendenPresse-Ausweis mitgeteilt. Des Weiteren folgt, zeitgleich mit dem Erscheinungstag, die Präsentation des Buches „ÜberMacht und Phantasie“ durch die Autoren Susanne Kamien und Max Rheinländer, in welchem der Werdegang der Castor-Transporte, des „Endlagers“ und des Widerstandes dokumentiert sind.

Ab dem späten Abend wird ein 1000 m langes Transparent aus Baumwollnessel als Ausdruck der Gewaltfreiheit und des Bürgerwillens mit Frieden stiftenden Symbolen und Sprüchen bemalt und beschriftet. Ab 12.15 Uhr werden wir mit den Menschen, die zur Auftaktkundgebung unterwegs sein werden, mittels einer La Ola-Welle eine Qualitätskontrolle durchführen. Da dieses Transparent für die Nachwelt erhalten bleiben soll und auf eine Tour durch Europa gehen soll, ist es notwendig, dass es noch weiteren Qualitätsprüfungen unterzogen werden muss.

Im Dorf gibt es eine Volxkantine und einen Teesalon/Café, das „Haus der alten Republik“ mit Infos zur Geschichte der „Republik Freies Wendland – 1980“, das Infohaus mit Bildern des aktuellen Castortransportes und der begleitenden Aktionen.
Workshops im Freundschaftshaus ergänzen das Programm der Veranstaltung vom 7. bis 10.11.2008.

Für Fragen steht Ihnen Bürger Jochen an unserem wendischen Republik-Telefon unter 05841-
9798-16 zur Verfügung.

Friedliche wendische Grüße
Heinrich Kranz
Veranstalter

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Es werden noch Berichterstatter für diese Aktion am kommenden Wochenende gesucht!
Zitat aus dem Aufruf im Utopia-Forum:

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........Seid Ihr reif genug, um journalistisch zu berichten über eine ganz, ganz kleine Revolution, ganz friedlich, ohne Gewalt, ohne Putsch, ohne Parteien, ohne Verbände und ohne schlechtes Gewissen? Wir brauchen viele, viele Beobachter und Berichterstatter, Utopisten mit journalistischem Auftrag!

Wer fühlt sich berufen oder angesprochen? Ich stehe für Fragen gern zur Verfügung.

Nachhaltige Grüsse,
Heinrich

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Bestimmt sind auch Nicht-Utopisten willkommen - ruft einfach Jochen unter der angegebenen Tel. Nr. an.

Oder schaut so bei dieser ein einmaligen Protestveranstaltung vorbei - viele Informationen dazu findet Ihr in dem Link ganz oben oder klickt Euch gleich hier zum Utopia-Forenstrang rüber: Aufruf/Hilfe: Utopisten = Berichterstatter
Dort findet Ihr auch Busse aus vielen städten Deutschlands, die zu dem Wochenende des Castortransportes ins Wendland fahren.

Übrigens werden auch noch Sprüche für ein 1.000 Meter langes Protesbanner gesucht! Als "Utopist" einfach in dem Aufruf oben eintragen oder, für alle anderen, bei Jochen unter der oben angegebenen Nummer telefonisch durchgeben.

Friedlich gegen Atomkraft - friedlich gegen Castortransporte!
Dafür mit viel Phantasie -
Such Euch Eure passende Veranstaltung aus und

Macht alle Mit!

Nachtrag am 5. November 2008:
Bild: Jochen Walter, utopist
4. November: Die ersten Ballenwände entstehen - im Hintergrund ist die kontrollefahrende gewissenhaft auftragsausführende Polizei zu sehen...

Bild: Jochen-Walter, utopist
5. November: Das Dorf wächst und wird sogar mit Stoffbanderolen verschönert!

Wie der aktuelle Stand der Aktion ist, könnt Ihr jederzeit im Forenstrang "Aufruf/Hilfe: Utopisten = Berichterstatter" auf Utopia mitverfolgen. Dort berichtet Heinrich Kranz als Initiator und Veranstalter sowie Jochen Walter regelmäßig, wie der Stand der Dinge ist.

Nachtrag am 6. November 2008 aus dem Blog des Utopisten Jochen Walter:

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Im oberen Bild seht ihr alle Häuser und die Strohballen-Menschen, unsere Botschafter - leider noch ohne Gesicht, nach der Fertigstellung. Sie sind nun bezugsfertig!

Im unteren Bild könnt ihr sehen, wie das Dorf von innen aussieht - von links nach rechts: Mehr dazu morgen!

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Und im Forenstrang gibt es auch wieder neue Details zu lesen: http://www.utopia.de/forum/showthread.php?p=30013#post30013

Freitag, 31. Oktober 2008

276) 1. November ist Welt-Vegan-Tag

Bild: © Marco Barnebeck(Telemarco) / PIXELIO
1 Tag vegan - 1 Tag symbolische Ruhe für unsere Nutztiere

Veganer zeigen, was im direkten Einsatz möglich ist, um der Welt ein Stück weniger zur Last zu fallen...
Veganer haben Respekt vor dem Leben...
Ich habe größten Respeckt vor Veganern!

Und jetzt haben sie ihren großen Tag: den Welt-Veganer-Tag. Im Folgenden eine Pressemeldung dazu von der TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.:

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(prcenter.de) Am 1. November ist Welt-Vegan-Tag

Frankfurt / Darmstadt · Zum Welt-Vegan-Tag führen Tierrechtsgruppen weltweit Veranstaltungen und Aktionen durch. In Frankfurt und Darmstadt wird die TIRM in der Innenstadt über Veganismus aufklären. Neben diesen Möglichkeiten, sich über die Bandbreite tierleidfreier Lebensweise zu informieren, gibt es am Abend noch die »Welt-Vegan-Tag-Party«: Im Darmstädter Szene-Lokal Habibi werden kulinarische Köstlichkeiten, Musik von veganen Künstlern und ein visueller Rückblick der letzten 8 Jahre Tierrechtsarbeit im Rhein-Main-Gebiet geboten.

Veganismus ist eine Lebenseinstellung, deren Ziel die konsequente Vermeidung von Tierleid ist. Denn nicht nur für Fleisch werden Tiere getötet, auch die Produktion von Milch und Eiern geht - neben den anderen moralischen und ethischen Problematiken - stets damit einher. In beiden Fällen werden die betroffenen Tiere getötet, sobald ihre »Leistung« nachlässt. Für die Milchproduktion müssen Kühe ca. jedes Jahr ein Kalb bekommen, wessen sich der Farmer meist möglichst bald nach der Geburt durch Schlachtung entledigt. Die männlichen Nachkommen von Legehennen werden kurz nach dem Schlüpfen durch Zerhacken, Vergasen oder Ersticken getötet.

Neben dem ethischen Aspekt bietet der Veganismus aber noch weitere Vorteile: Durch das Vermeiden von Tierprodukten nehmen vegan lebende Menschen weit weniger gesättigte Fettsäuren als Mischköstler und gar kein unnötiges oder gar schädliches Cholesterin auf. Veganerinnen und Veganer leiden durchschnittlich seltener an Bluthochdruck, Diabetes, Prostata- oder Dickdarmkrebs und sterben seltener an Herzinfarkt.

Ökologisch gesehen bringt die vegane Ernährung ebenfalls Vorteile: Es ist durchschnittlich 10mal effektiver, pflanzliche Nahrung wie z.B. Soja direkt zu verzehren, als es Tieren zu verfüttern und dann die Tierprodukte zu konsumieren. Auch die Umweltverschmutzung durch Gülle sowie die Zerstörung des südamerikanischen Urwaldes für Futtermittel-Anbauflächen könnte durch Veganismus gestoppt werden. Gerade im Hinblick auf die Diskussion rund um Klimawandel, CO2- und Methangas-Ausstoß sollte man veganer Ernährung mehr Beachtung zukommen lassen.

Im November 1944 wurde in Großbritannien die Vegan Society gegründet, eine Gesellschaft, die der Förderung der veganen Lebensweise gewidmet ist. Anlässlich ihres 50jährigen Bestehens wurde 1994 der 1. November zum Welt-Vegan-Tag ausgerufen. Am nächsten Sonntag werden wieder einmal Veganerinnen und Veganer auf der ganzen Welt diesen Tag nutzen, um ihre Lebensweise bekannter zu machen und über deren Vorzüge zu informieren.

Veganes Probe-Schlemmen in der City
1.11.08, 12-16h: Frankfurt, Hauptwache
1.11.08, 13-17h: Darmstadt, Luisenplatz
Feiern und Networking
1.11.08, 18-23h: Café Habibi, Landwehrstr. 13, Darmstadt

Weitere Informationen: www.veganparty.tirm.de
- Allgemeine Infos zum Welt-Vegan-Tag im Internet unter: www.vegan-tag.de
- Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat: Vegan Brunch im TIRM-Vereinsraum: www.tirm.de/brunch
- Merken! 22.11.08: Soli-Konzert in Darmstadt für österreichische Tierrechtler: www.justice-beatz.de

Angaben zum Autor:
TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.
Pressestelle - Viola Kaesmacher
Idsteinerstr. 77
60326 Frankfurt am Main
Telefon 0173/4148256
presse@tirm.de - www.tirm.de
Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist ein Zusammenschluss von aktiven Tierrechtlerinnen und Tierrechtlern aus dem Rhein-Main-Gebiet und Umgebung. Durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit weist sie auf die alltäglich stattfindende Ausbeutung von wehrlosen Tieren in unserer Gesellschaft hin. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist seit Mitte 2005 ein Verein und wurde vom Finanzamt Frankfurt/Main als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

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Weitere Aktionen zum Welt-Vegan-Tag in Deutschland findet Ihr z.B. auf vegan-tag.de

Gebt den Tieren einen Tag frei - macht mit bei dem Welt-Vegan-Tag und schickt die Welt-Vegan-Tag-E-Card von peta.de mit einem einprägsamen Aufruf zum Mitmachen an alle Eure Freunde! Und hier der entsprechende Peta-Aufruf:
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Der Welt-Vegan-Tag steht vor der Tür und diese E-Card soll Sie und Ihre Freunde dazu ermutigen, den täglich leidenden Tieren einen Tag Ruhe zu geben und sich am 1. November komplett vegan zu ernähren.

Vielleicht nehmen sie den Tag auch zum Anlass, Ihre Ernährung komplett umzustellen. Unter www.goveggie.de finden Sie viele tolle Rezepte.

Für die Neueinsteiger gibt es natürlich immer noch das kostenlose Veggie-Starter-Kit

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Das Veggie-Starter-Kit von Peta steht auch als pdf-Datei zum Download bereit! Und einen PETA-Newsletter könnt Ihr auch bestellen.

Macht alle Mit!

Für die ersten Rezeptideen gibt es hier noch die Google-Liste zu "Vegane Rezepte" oder versucht eins der 275 veganen Rezepte auf chefkoch.de.

1 Tag vegan - 1 Tag "frei" für die Tiere

Übrigens:
Aktuelle Nachrichten zu den Stichworten "vegan" und "vegetarisch" findet Ihr rechts ganz unten im Naturtipps-Nachrichtenticker.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

275) Lecker! Schwarzwurzelzeit!

Bild: © Michael Franke / PIXELIO
Karamelisierte Schwarzwurzel mit roten Kartoffeln - etwas für die Gourmetküche ;-)


Jetzt bestelle ich sie gerne wieder über die Biokiste: die Schwarzwurzel.

Sie heißt nicht etwa so, weil die Hände beim Schälen "schwarz" werden können, sondern weil sie eine schwarze Schale hat.
Dabei ist das mit dem Schälen ganz einfach - schält man sie unter Wasser, verkleben keine Hände, braucht man keine Handschuhe und muß sie auch nicht erst kochen vor dem Schälen. Ich schneide sie in ca. 10 cm lange Stücke und schäle sie dann in einer Schüssel Wasser - und ausgetrickst.
Danach können sie roh oder gekocht weiterverarbeitet werden, und das lohnt sich!
Denn der aus Spanien stammende "Spargel des armen Mannes" ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Nicht nur, daß er das für Diabetiker leicht verdauliche Inulin enthält, nein, er hat noch viele andere tolle Inhaltsstoffe und einen mit den Erbsen und Bohnen vergleichbaren Nährwert :-) Auf Lebensmittellexikon.de z.B. gibt es alles ganz genau zum Nachlesen.
Und Wikipedia hat schöne Bilder von der Wurzel und der Blume als oberirdischen Teil. Wer weiß schon, daß die Schwarzwurzel zu den Korbblütler gehört und blüht wie z.B. das kleine Habichtskraut?

Mir jedenfalls war das oberirdische Erscheinungsbild der Pflanze noch vor diesem Post unbekannt. Nun weiß ich, daß die als Gemüse angebaute Pflanze meist zweijährig ist und im ersten Jahr geerntet wird.

Bild: © Kurt F. Domnik / PIXELIO
Eine Deutsche Wildform - "Rote oder Violette Schwarzwurzel", sie steht mittlerweile auf der Roten Liste
Bild: © Kurt F. Domnik

Übrigens:
Die Kinder essen sie bei uns auch gerne - ein Grund mehr, der für sie spricht. Sie kann z.B. auch in Teig getaucht und in Fett ausgebacken werden - vielleicht nicht sooo super gesund, aber als Besonderheit lecker...

Also, wer einheimische Abwechslung auf dem Speiseplan sucht, kann den Winter über die Schwarzwurzel mitkochen - denn die ist lecker, aus regionalem Angebot erhältlich und gesund! Sucht Euch eins der leckeren Rezepte z.B. im Internet aus und

Macht alle Mit!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

274) Bis 31.10. anmelden zum Vorlesetag!

Bild: © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO
Vorlesen bringt die Welt ins Kinderzimmer...


Vorlesen macht Spaß - ich mache es selber jede Woche bei uns im Kindergarten. Die Kinder sind voller Eifer dabei und fiebern mit den jeweiligen "Helden" mit. Da ist der "Kartoffelkönig" ebenso beliebt, wie die Geschichte von der ungeduldigen Schneeglöckchenzwiebel oder ein schönes Tier-/ Kräutermärchen.

Vorlesen ist einfach klasse - für die Kinder, die zuhören dürfen. Jedesmal knubbeln sie sich begeistert, wenn es soweit ist. Manchesmal fragen sie auch zwischen durch, ob ich "heute Vorlese".

Und wer vorliest, kann auch zeigen, was wichtig ist - denn mit den Geschichten werden die Gedanken der Kinder geprägt. So lese ich gerne Geschichten vor, in denen Tiere oder Pflanzen eine gute Rolle spielen oder in denen einheimische Tiere und Pflanzen vorgestellt werden. Gerne rede ich dann auch über sie ein wenig.

Vorlesen ist eine Chance - zu zeigen was gut und wichtig ist.

Deshalb versuche ich noch schnell eine Aktion zum 5. bundesweiten Vorlesetag zu organisieren - ich habe leider selber erst heute davon gelesen - im Blog "Reporter Positiver Nachrichten"... Aber morgen spreche ich mit der Kindergärtnerin und dann wird schnell noch angemeldet - Eltern zum Mitlesen suche ich danach ;-)

Erst einmal anmelden - denn es gilt, Zitat von der Seite:

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Der bundesweite Vorlesetag am 20. November 2008 - Anmeldung jetzt möglich!

Alle, die sich für die Stärkung der Vorlesekultur aktiv einsetzen möchten, können sich nun zum diesjährigen Vorlesetag anmelden. In diesem Jahr findet er am 20. November statt, die Anmeldung ist bis zum 31. Oktober möglich.

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Also, gebt den Kindern die Zeit und
Macht alle Mit!

Es gibt sooooo viele Bücher, die es wert sind, Kindern vorgelesen zu werden!

Und wer ein besonders tolles Kinderbuch weiß, kann es gerne hier im Kommentar vorschlagen!

Sonntag, 26. Oktober 2008

271) NAJU mit neuem Internetauftritt

Bild: NAJU/ der neue Internetauftritt der NAJU ist online


Das Greenteam
Die Waldjugend
Der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtungen
LiLu Panda
Die Naturschutzjugend

...das alles und noch viele mehr - es gibt reichlich Jugend- und Kinderumweltgruppen in Deutschland. Die einen sind "Ableger" großer Gruppen, die anderen sind, z.T. regionale, eigenständige Gruppen. Zum Glück gibt es sie alle - denn es ist wichtig, das schon die Kinder lernen, wieviel Spaß Natur macht und wie wir ihr helfen können. Ein Leben mit und in der Natur macht einfach mehr Spaß, als ein egoistischer Trip durch die Konsumtempel...

Die Natur hat es verdient, daß wir Rücksicht nehmen - und nur dann schaffen wir es gemeinsam, in einer lebenswerten Welt zu leben - und wenn Kinder mit dem Gedanken schon aufwachsen, dann ist es für sie später kein Problem mehr!

Und die Naturschutzjugend, der Jugendbereich des NABU, hat jetzt einen neuen Internetauftritt - unabhängig von den "Großen" haben sie ihn gemeinsam geplant und umgesetzt.

Übrigens:
...von dort könnt Ihr auch tolle NAJU-E-Cards mit Herbstmotiven an Freunde losschicken! Und auf Wunsch gleichzeitig den NAJU-Newsletter bestellen...

Klickt rein, schaut Euch um - falls Ihr noch in keiner Umweltgruppe seid, vielleicht findet Ihr dort Freunde!

"Mach mit!", ist eine Devise der Jugendlichen und Kinder dort.

Da schließt Naturtipps sich gleich an:
Macht alle Mit!, wenn nicht dort, dann in einer anderen, für Euch passenden Kinder-/ Jugendumweltgruppe - denn Tier-, Natur- und Umweltschutz macht gemeinsam gleich doppelt Spaß :-)

Und für die Erwachsenen:
Am 28. Oktober 2008 geht der neue Online-Auftritt des NABU online ... Wir dürfen also auch gespannt sein ;-)

Donnerstag, 23. Oktober 2008

270) "Aktive-Hände" 05: Zum Schutz der Delphine

Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine
Die Hände Rollo Gebhards wurden aktiv, weil er dem sinnlosen Sterben der Delphine in Treibnetzen nicht länger zusehen wollte!

Er sah sie dort, in den Treibnetzen - gestorben für nichts
Er sah sie sinnlos dahinschweben - Geisternetze
Er wußte - hier mußte er handeln
Er wußte - sein Leben gehört zukünftig den Delphinen


Rollo Gebhard
Aus dem dreifachen Weltumsegler wurde der Gründer von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.


Im Folgenden ein kurzer Bericht von Ulrich Karlowski, Mitarbeiter der Gesellschaft zur Rettung der Delphine. Er wählte auch das Bild für den Bericht unter dem Motto "Aktive Hände" aus:

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Erschüttert vom millionenfachen Sterben der Delfine in den Treibnetzen der Thunfischfänger gründete Weltumsegler Rollo Gebhard 1991 die GRD. Seitdem schlossen sich über 95 % des deutschen Thunfischhandels dem SAFE-Programm für delfinsicher gefangenen Thunfisch an. SAFE ist das umfassendste Meeresschutzprogramm der Welt.

GRD – Weltweiter Einsatz für bedrohte Meeressäuger:

Deutschland – Thunfisch-Kontrollprogramm (SAFE): SAFE bewahrt Tausende Wale und Delfine vor dem grausamen Beifangtod. Publikation einer Verbraucher-Checkliste mit den bestätigten delfinsicheren Thunfischmarken

Peru: Kampf gegen die illegale Delfinjagd, Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung. Projektpartner: ACOREMA (Meeresschutzorganisation, Peru)

Adria (Kroatien): Schutzprojekt zur Rettung der letzten ca. 220 Adria-Delfine. Projektpartner: Delfinschutzorganisation VAL (Zagreb), tierärztliche Fakultät der Universität Zagreb

Spanien / La Gomera: Aufbau von ökologischem Wal- und Delfinbeobachtungstourismus, Einrichtung eines Delfinschutzzentrums. Projektpartner: M.E.E.R.e.V. (Berlin)

Mosambik: Einrichtung eines Schutzgebiets für eine kleine Population von Indopazifischen Buckeldelfinen bei der Inhaca-Insel (Bucht von Maputo). Projektpartner: Universität Maputo, Naturhistorisches Museum Maputo

Dominica: Aufbau und Einrichtung der ersten Walforschungsstation in der Karibik, Etablierung eines Pottwal- und Meeressäugerschutzgebietes

Nord- und Ostsee: Schutz unserer bedrohten heimischen Schweinswale. Projektpartner: NABU, BUND, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere, lokale Behörden und Nationalparkverwaltungen.

„Um Hilfe können Delfine nicht rufen, aber die Signale sind deutlich: ihre Anzahl geht weltweit zurück“, warnt Rollo Gebhard. Helfen Sie mit, das Aussterben der sympathischen Meeressäuger in den Weltmeeren zu verhindern. Werden Sie Förderer, helfen Sie mit Ihrer Spende oder übernehmen Sie eine Delfinpatenschaft.


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Viele weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite der Gesellschaft zur Rettung der Delphine: www.delphinschutz.org.

Auch in verschiedenen Naturtippsposts findet Ihr Informationen über Aktionen von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine:
268) Offshore Windanlagen nur bei lärmarmem Aufbau!
163) (Weser-) Sichtungen des Ostsee-Schweinswales melden
061) Unkonventionelle Spendenaktionen
054) Jahr des Delfins 2007 wurde um ein Jahr velängert

Übrigens:
"Delphinpate" werden könnt Ihr hier:

Geschenkidee:
Im Online-Delphinshop der Gesellschaft gibt es zahlreiche Geschenkartikel für Jung und Alt.

Diese Hände eines waschechten "Seebärens" ;-) freuen sich über jeden, der sie unterstüzt -
Macht alle Mit!

Dienstag, 21. Oktober 2008

268) Offshore Windanlagen nur bei lärmarmem Aufbau!

Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.

Lärm kann krank machen!
Lärm kann töten!

Nicht nur uns Menschen, auch die Tiere - im Meer zum Beispiel die Delphine!
Und sie leiden immer mehr unter dem Bau von Offshore Windanlagen. Denn es gibt zwei Möglichkeiten, sie zu bauen: durch Schwerkraftfundamente oder durch lautes Einrammen in den Meeresboden.

Wie das so ist - das laute Rammen ist günstiger.
Wie das so ist - es ist beliebter beim Bau von Anlagen.
Wie das so ist - es sind noch gaaaaaaanz viele solcher Anlagen geplant!

Da hilft nur eins:
Wer Geld anlegen möchte in Offshore-Windanlagen:
nur in leise gebaute investieren - bitte!
Oder eben nur unter der Bedingung investieren, daß die Anlage lärmarm erbaut wird!
Denn nur über das Geld verstehen die Erbauersolcher Anlagen, daß Lärm auch im Meer unerwünscht und lebensgefährlich ist!

Im Folgenden eine Pressemeldung von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.:
Auf der Seite gibt es noch weitere interessante Pressemitteilungen zu dem Thema!

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Klimaschutz | Offshore-Windenergie: Bundesumweltministerium verabschiedet sich vom Schutz der Schweinswale

Blasenschleier aus der Luft08.10.2008; Neumünster | München | Quickborn – Die Naturschutzverbände Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD), Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) und NABU Schleswig-Holstein erneuern ihre Forderung nach einem effektiven Schallschutz bei allen schallintensiven Arbeiten im Meer. Zur Gründung von Offshore-Anlagen sollten zudem bevorzugt Schwerkraftfundamente zum Einsatz kommen, um Lärm weitgehend zu vermeiden. Explosionen, Rammarbeiten, Sonar und seismische Untersuchung gefährden die heimischen Schweinswale, Kegelrobben und Seehunde. Meeressäuger werden nachhaltig aus ihrem Lebensraum vertrieben und können gravierende Hörschäden erleiden.

Es bleibt ein deutlicher Unterschied, ob Schweinswale einem einzelnen Schallimpuls, oder - wie bei FINO 3 - mehreren tausend Schallimpulsen ausgesetzt sindAnlass für die erneute Forderung sind Ergebnisse von Schallmessungen der Rammarbeiten beim Bau der westlich von Sylt errichteten Windenergie-Forschungsplattform FINO 3, die heute im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg vorgestellt werden. Im Vorwege hatte sich ein Vertreter des Bundesumweltministeriums am Rande der Messe "Husum Wind Energy" so geäußert, dass Rammarbeiten bei Offshore-Projekten angeblich für Schweinswale unproblematisch seien, weil bei FINO 3 ein vorgeschriebener Wert von 160 dB im Abstand von 900 bis 1.000 m eingehalten wurde. Es reiche daher aus, Schweinswale aus diesem Gefahrenbereich zu vergrämen. Man könne so auf weiteren Lärmschutz verzichten.

Wenn in den nächsten Jahren, wie von Teilen des Bundesumweltministeriums gewünscht, tausende Windenergieanlagen im Meer installiert werden, ist allerorten mit enormem Krach zu rechnen. Schweinswale können diesem Lärm dann nicht mehr entkommen.Dieser Einschätzung widersprechen die drei Verbände heftig. "Es ist keine Wissenschaft, vorgefertigte Meinungen aus den Untersuchungsergebnissen herauszulesen", kommentiert Ulrich Karlowski, Biologe der GRD, die Äußerung von Ministerialrat Udo Paschedag. Der vom Umweltbundesamt (UBA) geforderte Grenzwert für den Einzelereignispegel von 160 dB in 750 m Abstand wurde zwar nur um 2 dB überschritten, jedoch nur aufgrund des Einsatzes eines Blasenvorhanges mit 140 m Durchmesser. Ohne Blasenvorhang ergibt sich dagegen eine Überschreitung des Grenzwertes um 14 dB. Dies entspricht wegen der logarithmischen Skalierung einer etwa 25-fach höheren Schallleistung. Der Spitzenpegel überschreitet den Grenzwert von 170 dB sogar um 25 dB.

Insgesamt werten die Verbände die Ergebnisse der Schallmessungen bei Offshore-Rammarbeiten prinzipiell als positiv. Blasenvorhänge sind für den Schallschutz geeignet. Die Verringerung des Breitband-Schalldrucks um bis zu 12 dB durch einen Blasenvorhang verringert die Fläche des Gefahrenbereichs für Meeressäuger um 97 %.

Beim Bau des belgischen Windparks ‚Thornton Bank‘ wurden aber Schwerkraftfundamente in 25 m Wassertiefe eingesetzt, die ohne einen einzigen Rammschlag auskommen. Innovativere Lösungen zur Vermeidung unnötigen Lärms sollten nach Meinung der Verbände daher bei der Bauausführung oberste Priorität haben. Bei unvermeidlichem Lärm müssen die bereits mehrfach erfolgreich erprobten Lärmminderungsmaßnahmen zum Einsatz kommen.

Denn neuere amerikanische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Gefährlichkeit für Meerestiere mit der Anzahl der Rammschläge steigt. "Es bleibt ein deutlicher Unterschied, ob Schweinswale einem einzelnen Schallimpuls, oder - wie bei FINO 3 - mehreren tausend Schallimpulsen ausgesetzt sind", erläutert Biologin Petra Deimer von der GSM. Die Energie von Schallimpulsen addiert sich im Ohr. Dieser Umstand ist im derzeitigen Grenzwert des Umweltbundesamtes noch nicht berücksichtigt. Hier muss nach Ansicht der Verbände nachgebessert werden.

Der UBA-Grenzwert berücksichtigt zudem in keiner Weise die Vertreibung der Schweinswale durch lärmintensive Arbeiten aus ihrem Lebensraum. Auch kumulative Wirkungen wurden bislang nicht in die Betrachtung einbezogen. "Wenn in den nächsten Jahren, wie von Teilen des Bundesumweltministeriums gewünscht, tausende Windenergieanlagen im Meer installiert werden, ist allerorten mit enormem Krach zu rechnen. Schweinswale können diesem Lärm dann nicht mehr entkommen", erklärt Hermann Schultz, Landesvorsitzender des NABU.

-> -> Karte des BSH: "Nordsee Offshore-Windparks; geplant, genehmigt, abgelehnt, im Bau, in Betrieb" (pdf 200kb)

-> -> Watten-Rat: E.ON verlegt Kabel für Offshore-Windpark


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Also - gebt den Delphinen eine Chance:
- laute Arbeiten im Meer nur wenn es nicht anders geht!
- laute Arbeiten im Meer nur mit Blasenvorhang!

Dafür setzt sich die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V
u.a. auch ein - helft Ihr dabei, denn wie so oft, immer ist es ein schwieriger Einsatz gegen die Großen!

Geschenkidee:
Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.

Der GRD-Delfinkalender 2009 (Pressemeldung) ist da! Das ideale Geschenk für Meeresfreunde, und gleichzeitig eine finanzielle Unterstützung für den Verein.

Bild: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.
Geocoin der Gesellschaft

Und für Freunde des Geocachings gibt es sogar Geocoins zur Unterstützung des Vereins!

Macht alle Mit!

Montag, 20. Oktober 2008

267) Kreative Postkartenserie von EuroNatur

Bild: www.euronatur.org/ Postkarten, die zum Nachdenken anregen sollen...


Mit umgewandelten Sätzen aus altbekannten Kinderliedern und dazu passenden nachdenklichen Fragen lenkt die Postkartenserie von EuroNatur die Aufmerksamkeit auf bestimmte in Europa bedrohte Tierarten. Die 5 Motive machen Lust auf mehr, Lust auf eine persönliche Begegnung mit den Tieren - wenn es sie nur häufiger gäbe...
Und genau dafür setzt sich Euronatur ein - bei dieser Postkartenaktion geht es speziell um die finanzielle Unterstützung von Projekten der Stiftung für Robben, Luchse, Kraniche (Zugvögel), Bären und Wölfe.

Wo es die Postkartenserie aus der nachhaltig produzierenden Stiftungs-Druckerei gibt, geht aus dem Ankündigungstext der Stiftung hervor:

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Kampagne zum Schutz europäischer Wildtiere

Die Postkartenserie finden Sie deutschlandweit in bekannten Zoologischen Gärten, Wildparks und Aquarien. Bei der Auswahl der Kampagnen-Partner standen deren Einsatz für Natur- und Artenschutz sowie die Unterbringung der Zootiere im Vordergrund.

Mit unserer Kampagne machen wir auf die Situation sowie den Schutzbedarf von Wildtieren in Europa aufmerksam und regen zum Nachdenken an. Ziel ist es, vor allem auch jüngere Generationen zu motivieren, das kostbare europäische Naturerbe für ihre Nachkommen zu bewahren.

Falls Sie die Postkartenserie anfordern möchten, senden Sie bitte eine kurze Email mit Angabe Ihrer vollständigen Postadresse an kerstin.sauer@euronatur.org. Wir freuen uns auf Sie!

Link zur Kampagne

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Übrigens gab es jetzt aktuell eine Meldung von der NABU über die Zugvogeljagd auf Malta - nach einem gesetzlich erzwungenen ruhigeren Frühjahr ist es nun wohl schlimmer als zuvor:

Zugvogeljagd auf Malta blutiger denn je
Traurige Bilanz beim Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel

Also, schreibt oder spendet mal wieder - zum Schutz der einheimischen Tierwelt!
Macht alle Mit!


Postkartenserienverlosung:
Übrigens könnt Ihr eine von drei Postkartenserien hier bei Naturtipps gewinnen:
schreibt dazu Eure Meinung zu solchen Tierartenorientierten Schutzaktionen auf. Sind sie sinnvoll oder nicht und warum? Schreibt Euren Kommentar dazu unter diesen Post. Am 27.10.2008 gibt es dann die Auslosung unter allen Kommentatoren - es sollte also eine Rückverfolgung möglich sein. Anonyme Kommentare können nicht gewinnen...
Und wie ist das - der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen ;-)