Montag, 16. März 2009

300) Wildkräuterzeit beginnt

Die Natur läßt wieder das Grün sprießen - die Wildkräuterzeit beginnt in der Küche - der Speiseplan wird wieder bunter, grüner und abwechslungsreicher :-)

Aktuell sind bei mir wieder auf dem Speiseplan Brennesseln für das Mittagessen und eine blutreinigende Teekur und Giersch als Rohkost zum Butterbrot und gekocht mit Mittagessen. Das Echte Lungenkraut ist im Garten und wird aktuell bei uns für Tee gegen festsitzenden Husten genutzt.

Leider habe ich keine Vogelmiere in Reichweite - sie kann in milden Wintern den ganzen Winter über geerntet werden - vielleicht siedelt sie sich ja noch in meinem neuen Gemüsegarten an :-) Aktuell ziehe ich aus dem dort wachsenden Löwenzahn "Bleichlöwenzahn" (eigene Wortkreation :-)). Er soll so ähnlich wie Chicoree sein. Dazu wird kopfüber über die Plfanze ein großer Blumentopf mit Loch gestellt. Der Löwenzahn wächst dann zum Lichtloch, bleibt recht bleich durch den Lichtmangel, schmeckt dadurch wohl weniger bitter und hat ein wärmeres, wachstumsförderndes Klima unter dem Topf. Mal schauen, abgedeckt sind bei mir aktuell 8 kräftige Pflanzen.

Übrigens:
Bei der Nutzung von Wildkräutern bitte beachten:
- nur ernten, wo reichlich übrig bleibt
- keine geschützen Pflanzen ernten
- am Besten nicht aus der Natur holen
- auf "saubere" Ernteplätze achten, keine verseuchten Böden, nicht vom Straßenrand, keine Gassistrecken

In dem Sinne wünsche ich ein gesundes Jahr mit vielen leckeren Wildkräutern :-)

Kommentare:

  1. Öhm, so gerne ich Deine Posts lese, aber in diesem Fall muss ich mich fragen, is das nich ein Widerspruch in sich, wenn Du sagst "Wildkräuter nicht aus der Natur". Sind das denn dann noch Wildkräuter, wenn Du sie in Töpfen ziehst? Ich weiss, das is wohl eher ne philosophische Frage, aber egal. Ich wünsch Dir einen bald eintreffenden Frühling (hier tut sich noch nix, leider, obwohl ich schon heftigst an Heuschnuppen leide) und noch viel Spass,
    Thialfi

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  2. Hallo Thialfi,
    danke fürs Philosphieren ;-)

    So ist das mit den Wildkräutern - Sie siedeln sich an, wo sie wollen und wachsen problemlos auch im eigenen Garten - dann heißen sie nur häufig plötzlich "Unkräuter" und sind nicht mehr erwünscht...

    Falls Du Dich bei den Töpfen auf den Löwenzahn beziehst, ihn ziehe ich auch nicht "im Topf" sondern "unterm umgestülpten Topf", dort, wo er im Garten gerade wild wächst ;-)

    Was m.E. tatsächlich zu bedenken ist, ist die Frage, wieweit kultivierte Wildkräuter an Inhaltsstoffen gegenüber ihren "wilden Artgenossen" verlieren. Denn dann haben sie sich ihren Standort ja nicht mehr selber gesucht und werden durch Düngung und möglicherweise unpassenden Standort im Wachstum und in der Nährstoffaufnahme beeinflußt. Dazu weiß ich jedoch nichts genaues. Wenn ich etwas in den eigenen Garten übernehme, versuche ich immer einen passenden Standort zu finden - und als Dünger gibt es bei Bedarf Mulch, den die Regenwürmer mit ihren Freunden langsam umsetzen...

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Hallo!
Danke, daß Du die Natur aktiv mitschützt!