Übrigens: Das parallel zu diesem Blog erstellte Soziale Netzwerk Naturtipps ist nicht länger aktiv. Die Einträge können jedoch weiterhin abgerufen und eingesehen werden unter http://naturtipps.ning.com/

Samstag, 23. Mai 2009

312) "vielfaltleben", große Biodiversitätskampagne in Östereich - Ideen für Deutschland?

In Österreich begann am 22. Mai 2009, dem Internationalen Tag der
Biodiversität eine interessante Aktion. Im Folgenden ein Auszug aus der
Pressemeldung von der Seite vielfaltleben.at:

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Umweltminister Berlakovich „Gemeinden sind wichtige Partner im Artenschutz“

"Presseinformation 20. Mai 2009 Umweltminister Berlakovich am
Internationalen Tag der Artenvielfalt: „Gemeinden sind wichtige Partner
im Artenschutz“ Kampagne vielfaltleben bietet umfangreiche
Möglichkeiten und Hilfestellung dazu.
„vielfaltleben, die große Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums
gemeinsam mit NATURSCHUTZBUND, WWF und BirdLife, braucht die Gemeinden
als zentrale Partner.“ Mit diesem Aufruf wendet sich Umweltminister
Niki Berlakovich am internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai
mit einem Schreiben an alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Denn
sie können auf ihrer Fläche wichtige Maßnahmen für den Schutz der
Biologischen Vielfalt setzen.

Gemeinden haben vor Ort einen großen Einfluss auf die Entwicklung der
Biologischen Vielfalt. Dies kommt bei der Gestaltung von Grünflächen
zum Tragen, aber auch bei der Frage, ob und wie Flächen bebaut werden,
welche Straßenbeleuchtung gewählt wird u.v.m. Auch als
Informationsdrehscheibe und Vorbild haben Gemeinden große Bedeutung..."

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Der original Artikel führt die Aktion noch weiter aus.
Mich interessiert in dem Zusammenhang, was es in Deutschland für
Aktionen innerhalb von Gemeinden gibt, um die Artenvielfalt zu
erhöhen... wer weiß da Aktionen, zum Beispiel in seiner Gemeinde.

Ich kenne z.B. Baumscheibenpatenschaften zur Förderung von Grün in der Stadt.

Was gibt es noch und wo?
Es wäre toll, wenn Anregungen und Links zusammenkämen, mit denen
man dann auch mal an die eigene Stadt herantreten kann. Oder gibt es
vielleicht sogar auch solch Städteübergreifenden Aktionen, z.B. von
Land oder Bund?

Oder Aktionen von Naturschutzverbänden für Gemeinden?

Übrigens gibt es auch regelmäßige Newsletter zu "vielfaltleben", sie können über die oben verlinkte Seite angefordert werden.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Kamerun Report 5/2009

Bereits am 23. April gab es von Wolfgang den 5. Kamerun Report dieses Jahres - hier gibt es ihn nun auch endlich bei Naturtipps zu lesen:

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Volunteer
CinthiaÜblicherweise bieten fast alle Organisationen Volunteer-Programme. Auch bei WPE kann man als Volunteer aktiv etwas zum Artenschutz beitragen. Leider verwechseln viele Freiwillige diese Arbeit mit Urlaub machen. Das funktioniert nicht. Zudem ist das Volunteering mit nicht unbeträchtlichen Kosten verbunden.
Die Mindestzeit, um bei WPE als Volunteer teilzunehmen, sind zwei Monate. Teilnahmebedingungen sind auf der WPE Homepage veröffentlicht. Wer als Volunteer aktiv dabei sein möchte, wird verpflichtet sich an diese Vorgaben zu halten.

Gemeinsam mit Betterworld Cameroon haben wir ein lokales Volunteer Programm gestartet. Studenten und junge Lehrer können hier praktische Erfahrungen sammeln. Die zwei ersten Volunteers haben in diesen Tagen die Arbeit aufgenommen. Die Kameruner Volunteers sind begeistert bei der Arbeit. SettaWir bieten den Volunteers die Möglichkeit, nach der freiwilligen Arbeit, fest als Lehrer, bei WPE eingestellt zu werden. Um das zu realisieren sind jedoch Fördermittel dringend notwendig.

Diese Woche hatten wir Kindern, in der Jumping Jack Schule, den Film Titus vorgeführt. Setta, unser Volunteer, hatte in der Zwischenzeit einen von Ihm komponierten "Environmental Song" mit den Kindern einstudiert. Tief beeindruckend und professionell gemacht. Der Song wird wahrscheinlich in einem Tonstudio aufgenommen und, da bin ich mir sicher, in ganz Afrika bekannt. Zusammen mit den Kindern ist es ein richtiger Ohrwurm. Setta und die Kinder studieren zur Zeit alles ein. Wir werden in Kürze, vorab, eine MP3 Version auf der WPE Homepage veröffentlichen.


Environmental Education

Environmental education wird es in Kürze auch für Erwachsene geben. Die Projekte mit den Kindern haben zwar ein sehr gutes Feedback und sind nachhaltig, ändern aber an der momentanen, desolaten Situation wenig. Dazu müssen die Erwachsenen mit einbezogen werden. Vorbereitungen um zukünftig auch in die Kirchen zu gehen um die Erwachsenen anzusprechen werden zur Zeit realisiert. In den Kirchen trifft man die meisten Erwachsenen an.
Hoffentlich hat auch Jesus ein Ohr für uns, denn schließlich geht es um die Schöpfung.

WPE Kooperationen - The Great Ape Campaign
Planting treesDie Aktion "The Great Ape Campaign - Green Schools" geht kontinuierlich weiter. Zwar hat die Regenzeit noch nicht eingesetzt. Das Klima hat sich auch hier in Kamerun längst verändert, aber immerhin regnet es ab und an und die Pflanzen gedeihen. Pflanzaktionen finden deshalb in diesen Tagen häufiger statt.

Das Pflanzen von Bäumen in den Schulen macht sehr viel Sinn und trägt dazu bei, Kinder für die Natur zu sensibilisieren. Leider wurden einige Pflanzen von den wilden Kindern zerstört, so dass zusätzlicher Unterricht in allen Klassen nötig war, um alle Kinder mehr in die Aktionen mit einzubinden und mit verantwortlich zu machen.
Die Pflanzaktionen werden gemeinsam mit Betterworld Cameroon realisiert und bleiben, wegen den knappen Finanzen, erstmal auf die Schule in Byem Assi konzentriert.


Wer einen Baum pflanzt gewinnt den Himmel (Konfuzius 479 - 551 v. Chr.)

Ein Baum macht keinen Wald.
Wald wird von den Tieren gemacht. Bei großen NGO´s trotzdem besonders beliebt ist das Bäumepflanzen.
Letztendlich entstehen durch solche Aktionen "sterile Wälder", eine andere Art der Monokultur. Außerdem geht es bei solchen Aktionen oft nur darum, Aufmerksamkeit zu erregen um Spendengelder und Fördermittel zu erhalten. Es ist viel wichtiger, bestehende Wälder und die Tiere zu schützen. Selbst auf frisch gerodeten Gebieten entsteht neuer, sekundärer Wald, wenn es die dafür zuständigen Tiere noch gibt.
Menschen können keinen gesunden Wald machen. Zumindest nicht in den Tropen. Man kann der Natur helfen und die Entstehung neuer sekundär Wälder fördern. Das lässt sich allerdings nicht von Aircon Büros in Europa oder Amerika planen und steuern. Die Menschen die das organisieren könnten sind hier vor Ort.

Big Game

Mit Big Game bezeichnet man das Töten von Tieren aus Spaß. Sogenannte Game Parks sind Gebiete, speziell für die Jagd ausgewiesen.

RhinoEs gibt noch immer Menschen, die sich oder Ihr Heim gerne mit einer Trophäe schmücken. Für die verschiedenen Tierarten werden unterschiedliche Preise für den Abschuss berechnet. Hierbei geht es um viel Geld.
Es scheint noch immer eine Heldentat, mit einem großkalibrigen Gewehr, eines dieser Tiere, feige, abzuknallen. Besonders beliebt sind Elefanten und Löwen, aber auch Antilopen. Das Nashorn ist in Kamerun bereits nicht mehr existent, war aber bei den Großwildjägern besonders beliebt.

Viele Tiere stehen auf der offiziellen Preisliste des Wildlife Ministeriums. Tiere der Class A wie z.B. Elefanten dürfen offiziell nicht gejagt werden. Wie das inoffiziell gehandhabt wird darf man nur vermuten. Das Ministerium für Forestry und Wildlife ist zuständig für den Artenschutz aber auch für das sinnlose Abknallen. Hier beruft man sich auf die enormen Einkünfte durch die Jagd. Diese Finanzen stellen ein nicht unbeträchtliches Einkommen für das Ministerium dar.

Handel mit Tieren
Der internationale Handel mit Bushmeat, aber auch mit lebenden Tieren, hat enorme Dimensionen angenommen und steht direkt hinter dem Drogen- und Waffenhandel. Fragt man auf den afrikanischen Märkten nach Gorillas und Schimpansen, oder auch jeglichen anderen Tieren, bekommt man immer irgendwo positive Auskünfte. Alle Tiere, auch die vom Aussterben bedrohten, sind im illegalen Handel erhältlich. Tot oder lebendig.

Cimpanzee in cageGorilla- und Schimpansenbabys sowie andere Primaten werden hoch gehandelt.
Viele der Tiere überleben die Reise nicht. Man schätzt, dass 9 von 10 Tieren während der Reise elend verenden.

(Quelle; eigene Ermittlungen und der BBC Dokumentarfilm Cairo Connection)

Internet
Das Internet ist das wichtigste Werkzeug um die massiven Umwelt-Probleme zu dokumentieren. Public Relation ist deshalb eines der wichtigsten WPE Projekte. Die Naturzerstörung muss ständig dokumentiert werden. Verantwortlich für die massive Zerstörung unserer Lebensräume sind in den meisten Fällen multinationale Firmen mit Stammsitz in Europa, Amerika und Asien. Das muss aufgedeckt werden und es ist dringend nötig auf diese kriminellen Firmen Druck auszuüben. Beim Einkauf von Holzprodukten ist unbedingt darauf zu achten nur FSC zertifizierte Produkte zu erstehen.
Das die Internet Arbeit von WPE, nach wie vor, auf Cyber Cafes angewiesen ist bleibt ein untragbarer Zustand den es zu ändern gilt. Verantwortlich hierfür ist ebenfalls die desolate finanzielle Situation.

WPE Projekte
Wir können die Welt nicht retten. Dieser Anspruch wäre zu hoch. Retten, was es zu retten gibt, ist die Devise.
In diesem Rahmen konnten wir über die vergangenen Monate einiges bewegen. Mit weiteren, zum Teil neuen Aktivitäten, geht es voran. In diesen Tagen sieht es mal wieder sehr schlecht aus. Momentan ist die finanzielle Lage wieder einmal angespannt und die Fortführung der Arbeit nur noch für die nächsten Tage gesichert. Die Mithilfe von jedermann ist nötig, anders geht es nicht voran.


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Soweit zu seiner Arbeit - ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg!

Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

Freitag, 1. Mai 2009

311) Müllsammlung per Kanu

Der erste Mai ist dieses Jahr wieder mit wunderschönem Wetter angetreten bei uns - für die ersten reichte es schon zum Baden. Und für viele andere doch wenigstens zum Sonnen am Rhein-Herne-Kanal. Dazu noch ein paar Flaschen Trinken, etwas zum Essen, und fertig ist der perfekte Tag... Die Stimmung ist gut, die Laune steigt - so macht das Leben Spaß :-)

Ja, so macht das Leben Spaß, denke auch ich und mache eine kleine Kanutour über das stille Wasser und unter der warmen Sonne. Der Tag neigt sich dem Ende zu, es ist eine tolle Atmosphäre auf dem Wasser... abgesehen von den Überresten mancher Sonnengäste - im Wasser schwimmen mal wieder Flaschen und anderer Verpackungsmüll, wie nach jedem schönen warmen sonnigen freien Tag.

Meinen Gedanken kreisen um die riesen Plastikmüllflächen, die auf den Meeren langsam entstehen, ich denke an den Sand, der immer mehr aus kleinen Plastikpartikelchen besteht anstatt aus Muschelschalen und zerriebenen Steinen...

Ich denke an die Forumsdiskussion auf Utopia dazu: "Plastik im Meer"

Und dann lasse ich das Kanu von Müll zu Müll gleiten und sammel ein - es sind erstaunlich viele Pfandflaschen dabei... Auf diese Art komme ich in der einstündigen Bootsfahrt natürlich nicht weit und es wird immer enger an Bord. Aber das kenne ich schon vom vergangenen Sommer, als ich ebenfalls immer mal wieder als "Müllsammlerin" unterwegs war ;-)

Also Kanu- und Bootsfreunde, wenn es bei Euch ebenso aussieht, dann legt doch auch immer mal wieder eine "Faulenzerfahrt" ein und sammelt die Hinterlassenschaften - denkt einfach daran, daß Plastik im Wasser nur seeeeeeeehhhhhr langsam verrottet und eher in Minikügelchen zerrieben wird, als sich zersetzt - dann tut jede gesammelte Tüte gut.

Übrigens:
Da es sich im großen und ganzen um Verpackungsmüll handelt ist die Entsorgung ganz einfach - im gelben Sack zum Recycling beim nächsten Abfuhrtermin derselbigen mit an die Straße stellen. Und die Pfandflaschen bringe ich weg - das Geld werde ich dieses Jahr mal sammeln für eine Umweltschutzgruppe. Mal schauen, wieviel da den Sommer über zusammen kommt ;-)



Also lieb Ausflüger - nehmt alle bitte Euren Müll wieder mit - und den der anderen auch ruhig ;-)

Macht alle Mit!

"Danke", sagt dafür die Natur

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