Übrigens: Das parallel zu diesem Blog erstellte Soziale Netzwerk Naturtipps ist nicht länger aktiv. Die Einträge können jedoch weiterhin abgerufen und eingesehen werden unter http://naturtipps.ning.com/

Freitag, 27. Februar 2009

298) Ideen aktiv umsetzen: Schülerpower für Windkraft

Bei dem Thema "Nachhaltigkeit" sind nicht nur die Politiker und die Wirtschaft gefragt. Die Naturtipps zeigen ja immer wieder Ideen und Möglichkeiten auf, was jeder einzelne im Alltag machen kann für ein nachhaltigeres Leben.

Der 17jährige Schüler Nico Schreitling hat sich jetzt hinaus ein großes Ziel gesetzt für seinen Beitrag für eine lebenswertere Welt: er spart auf eine Windkraftanlage.

Keine kleine für den Garten - nein, eine richtig große im Wert von 1,4 Millionen Euro. Wie ein Schüler das schaffen kann? Das weiß er noch nicht so genau - aber er hat die Baugenehmigung dazu erkämpft, er hat die Kontakte dazu geknüpft und er hat das ganze soweit konkretisiert, daß die Windräder (ja, es sind mittlerweile 2!) auf alle Fälle diesen Sommer gebaut werden - mal schauen, ob eins davon dann seins ist :-)

Ober er seinen Willen durchsetzen kann bis zum Ende?
17-Jähriger Schüler will eigene Windkraftanlage

Ich wünsche es ihm!

Mehr Information gibt es auf der dazu erstellten Webseite. Dort bietet er auch eine Uhr an zum wertsteigernden Tausch, damit er seinem persönlichen Ziel näherkommt: www.meinemuehle.de

Also, resignieren ist leicht - aber motiviert anfangen: das hilft weiter!

Wer eine Idee hat, die das Leben nachhaltiger gestaltet könnte: redet darüber, entwickelt sie weiter, sucht Euch Mitstreiter - fangt an.

Hier noch ein Energie-Projekt, wo angefangen wurde und noch Mitstreiter gesucht werden: Mitstreiter für Solar-Genossenschaft gesucht

Werdet aktiv - setzt Eure Ideen zu einem nachhaltigeren Leben um!
Macht alle Mit!

Und wer aktiv ist - stellt Euer Projekt bei Naturtipps im Rahmen der Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" vor - dafür gehört Euch dann ein eigener Post hier - und wenn es weitergeht auch mehr :-)

So kamen auch die Naturtipps online, durch das aktive Umsetzen einer Idee - allerdings ohne Mitstreiter :-)

Samstag, 21. Februar 2009

297) 1000 gute Nachrichten...

...gibt es noch nicht auf der Seite "Reporter positiver Nachrichten" - aber immerhin ist sie mittlerweile 1 Jahr alt und hat dazu eine Blog-Parade gestartet. Dabei geht es um zwei Fragen, die ich unten versuche zu beantworten - denn sie zeigen auch ein Ziel von Naturtipps ...


1. Was machen gute Nachrichten mit euch?

Gute Nachrichten motivieren!!!
Deshalb sind sie total wichtig!!!
Bei den Naturtipps versuche ich darum auch immer wieder, durch die Tipps Hoffnung zu machen, zum Mitmachen zu motivieren! Es wird nur über ein Thema berichtet, wenn es auch einen Tipp zum Umsetzen im eigenen Leben gibt, der in eine bessere Richtung weiterhelfen kann. Denn hinter jedem Naturtipp steckt der Gedanke - wir können etwas machen! Es gibt keinen Bericht ohne einen Hoffnungsschimmer am Ende - und wenn es der Aufruf zu einer Online-Aktion ist. Also sind es im Endeffekt kleine positive Berichte, die Hoffnung geben sollen :-)

Denn ohne Hoffnung auf eine gesündere Welt würde es sich doch gar nicht lohnen, ein nachhaltigeres Leben führen zu wollen ;-)

2. Warum brauchen wir 2009 mehr davon - auch und vor allem in den großen Medien?
Negative Berichterstattung demotiviert und zieht runter - das können wir auf Schritt und Tritt ja beobachten. Denn davon gibt es schließlich genug in den Medien. Positive Berichte jedoch zeigen, daß es weitergeht. Und wenn sie dann noch Dinge aufzeigen, die nachgemacht werden können, umso besser - deshalb brauchen wir 2009 mehr davon. Was helfen uns die ganzen negativen Problemberichte und Katastrophenmeldungen denn weiter? Wir sind weit genug unten!
Prägt unser Denken nicht unser Leben? Wie sollen wir denn positiv hoffen und leben können, wenn wir dauernd über negative Meldungen stolpern?

Stell Dir vor, die großen Medien rufen zum Lachen auf und Deutschland lächelt sich endlich wieder an auf der Straße - das wäre schön, denn dann käme endlich wieder ein positives "Wir schaffen das"-Gefühl auf :-)

Positiv denken und Energie haben - für ein langfristig nachhaltigeres und zufriedeneres Leben miteinander - dafür brauchen wir 1000 und noch mehr gute Nachrichten!
Macht alle Mit! :-)

Donnerstag, 19. Februar 2009

Kamerun Report 2b - 2009

Weiter geht es mit dem Kamerun Report von Wolfgang aus dem Verein WPE:

Kamerun Report 2b - 2009

Der Monat Januar begann mit einem erwarteten finanziellen Engpass. Mit der engagierten Hilfe einiger Mitglieder, Freunde und Utopisten steht WPE jetzt wieder stabil da, zumindest fuer die naechsten Wochen. Zeit genug, weitere Schritte zu gehen und daran zu arbeiten, WPE zu einer dauerhaften Einrichtung zu machen. WPE-Aktivitaeten werden im neuen Jahr, wie geplant, ueber die Schulprojekte hinaus ausgedehnt.

Am Donnerstag, dem 12.02.09, waren die Aktivitaeten in Kamerun ein halbes Jahr alt. Am gleichen Tag wurde mir ein Residenzvisum fuer 2 Jahre erteilt, was massgeblich zur Stabilisierung unserer Organisation beitraegt.

Utopia (www.utopia.de), die deutsche Internet-Plattform fuer nachhaltigen Konsum, war seit dem WPE-Anfaengen, ein fast taegliches Arbeitsfeld. Viele der WPE-Mitglieder sind Utopisten und die meisten Freunde sind das auch.

WPE bedankt sich fuer die Mitarbeit und Hilfe durch weitere nachhaltige Aktionen.

Environmental education

SchoolDurch die aktive Mitwirkung einer Volunteer aus Israel kann der Naturschutzunterricht jetzt weiter ausgebaut werden. Hagit war bereits vorher in Kamerun und hatte an aehnlichen Projekten gearbeitet. Ein Kameruner Student, der in Deutschland an einer Universitaet fuer Umweltwissenschaften studiert, wird gegen Ende des Monats erwartet, um ein Praktikum zu absolvieren und um damit unser aktives Team zu erweitern.

Durch eine Kooperation mit CWAF (Cameroon Wildlife Aid Fund), der lokalen Organisation fuer Wildlife Konservation ist es jetzt moeglich, Schulklassen in den Mfou Nationalpark und den Yaounde Zoo zu bringen.
Mfou
Hierueber wird in einem aktuellen Newsletter berichtet.

Im Januar hatten wir bereits begonnen, Kontakte zu weiteren Schulen zu knuepfen. In der Jumping Jack Schule wurden uns beste Bedingungen eingeraeumt und unsere Arbeit dort beginnt in der kommenden Woche. Weitere Aktionen sind fuer die naechsten Wochen geplant.

Auf der Spur der Tiermafia

Wir konnten im Februar die ersten Rettungsaktionen starten. Tipps, oftmals von Kindern, bringen uns auf die Spur von Tieren in Not und Tierhaendlern.

BaboonDurch einen solchen Tipp konnten wir ein Baboon (Pavian) Weibchen, in einem kleinen Kaefig, vermutlich seit Jahren alleine eingesperrt, ausfindig machen. Baboons sind Bewohner des noerdlicheren Kameruns und gelten als schwierig. Eine direkte Auswilderung kommt zurzeit nicht in Frage und waere der Tod des Tieres. Der Baboon ist nicht auf der Liste der bedrohten Arten - noch nicht. Der „Besitzer“ des Baboons ist zur Kooperation nicht bereit und hat das Baboonweibchen mitsamt dem Kaefig bei Nachbarn versteckt.

Fuer das Baboonweibchen gibt es in ganz Kamerun keinen Platz. Gemeinsam mit anderen Organisationen versuchen wir in diesen Tagen, eine zumindest temporaere Loesung zu finden.

Um ein wildes Tier zu halten, bedarf es einer Genehmigung. Fuer Tiere die als Class A auf der CITES Liste eingestuft sind gibt es keine Genehmigungen. Nicht einmal in Kamerun.

MandrillEin zweiter Tipp hat uns zu einem jungen Mandrill-Maennchen gebracht. Der Mandrill ist auf der CITES Liste als Class A als unmittelbar vom aussterben bedroht, eingestuft. Der junge Primat ist an einer Hundehuette mit einer kurzen Kette festgemacht. Der Bewegungsraum betraegt weniger als einen halben Meter.

Ermittlungen sind im Gange und es wird zu einem spaeteren Zeitpunkt berichtet.

Der illegale Handel mit wilden Tieren hat aehnliche Dimensionen wie der Waffen- und Drogenhandel angenommen. Es geht um sehr viel Geld.
Viele Tiere werden in Kamerun privat gehalten und weisen Verstuemmelungen auf. Der Schwanz oder sogar Beine oder Arme werden abgehackt und Zaehne gezogen damit die arme Kreatur eindeutig als Eigentum einer bestimmten Person zu identifizieren ist. Die Grausamkeit der Menschen kennt keine Grenzen.

Viele Tiere weisen Verstuemmelungen durch Schnappfallen auf.

WPE Tierwaisenhaus

PrisonerDas WPE Tierwaisenhaus ist eine Vision. Die Situation in Kamerun macht diese Vision allerdings zu einem dringenden Anliegen. Die bestehenden Tierwaisenhaeuser sind zum bersten voll und ausserdem meist nur auf wenige Arten wie Gorillas und Schimpansen spezialisiert.

Auf der CITES Liste der vom Aussterben bedrohten Arten sind ueber 3000 Spezies gelistet. In Kamerun findet man mehr betroffene Arten als sonst irgendwo auf der Welt.

Fuer die meisten Primaten sieht es duester aus. Fuer Gorillas und Schimpansen ist es schon lange eng. Der Genozid an unserer Natur geht unvermindert weiter.
Die Unterstuetzung bestehender Tierauffangstation sowie die Einrichtung einer weiteren Station bleiben deshalb weiterhin fester WPE Projektbestandteil und bekommen im Jahr 2009 eine hoehere Prioritaet.

Wildlife Action Group

WildlifeactiongroupBereits 1994 gruendeten Georg Kloeble und Susanne Kneissl die Wildlife Action Group-Malawi. (www.wildlifeactiongroup.org) Nach einem Besuch in Malawi gründeten Heike und Werner Fricke einen Verein gleichen Namens in Deutschland, der die WAG-Malawi bei ihrer Arbeit finanziell unterstützte und freiwillige Helfer organisierte, die in Malawi in den Projekten mitarbeiteten.

Seit Beginn der Arbeit in Malawi konnte die Wildlife Action Group vieles bewegen. Im August 1996 startete die WAG, in Zusammenarbeit mit der Malawischen Forstbehörde, ein im Ansatz neues und erfolgreiches Schutz- und Rehabilitationsprogramm im über 19.000 ha großen Thuma Forest Reserve, das in relativ kurzer Zeit Modellcharakter erhielt. Die Wildlife Action Group-Malawi etablierte auch ein Wildtier-Waisenhaus und führte Wiederauswilderungs-Maßnahmen für ehemalige Zootiere und Tiere, die in Gefangenschaft aufwuchsen, erfolgreich durch.

Einkommen schaffende Maßnahmen, wie das Flußpferd-Projekt oder ein 15 km langer Elefanten-Elektrozaun, um die Felder der anliegenden Bauern zu schützen, und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen für diese Projektmaßnahmen, wurden von den Menschen mit Wohlwollen und Unterstützung honoriert.

WPE arbeitet eng mit der Wildlife Action Group zusammen und Georg Kloeble und Susanne Kneissl nemen eine beratende Stellung ein so wie aktuell beim Problem der Baboons fuer die es in Kamerun keinen Platz gibt.

Neue Fotos finden Sie wie ueblich in der WPE Fotogalerie.
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Wolfgang
WPE -Wild Planet Ecoproject
Team Kamerun

*WPE - Wild Planet Ecoproject
*
WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 85-203180-2, IBAN: CH35 0900 0000 8520 3180 2, SWIFT: POFI CH BE XXX

Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz


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Soweit zu seiner Arbeit - ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg!

Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

Dienstag, 17. Februar 2009

296) WikiWoods sucht Baumpflanzer im Raum Hamburg

Bei Blogpatenschaften habe ich gerade den folgenden Post gefunden. Und er erinnert mich daran, daß nicht nur Zeit zum Bäume fällen ist - wie es gerade in Frankfurt geschieht - sondern vor allem auch die richtige Jahreszeit zum Bäume pflanzen!!!
Und dazu ruft aktuell WikiWoods auf - und wer dort nicht mitmachen kann, findet vielleicht woanders noch einen passenden Platz zum Pflanzen oder auch Säen von Bäumen (zum Beispiel schnell noch ein paar einheimische Walnüsse oder Eicheln aus dem Herbst "verbuddeln" :-))

Der folgende Text und das Foto können gern weiter verbreitet werden! DANKE!

Ökostrom hast du schon, ein Fahrrad sowieso und für deine Flugmeilen zahlst du Geld an CO2-Kompensationsprojekte. Zurücklehnen? Nein! Klimaschutz selbst in die Hand nehmen - Wald pflanzen. Wie? Ganz einfach, WikiWoods organisiert alles was du dazu brauchst: Kleine Bäumchen, Spaten, ausreichend Fläche und viele andere Menschen die mit dir pflanzen. Ganz aktuell:

    7./8. März
    Schwarzenbek bei Hamburg
    über 1000 Schwarz-Erlen

Du musst nur noch auf unsere Website www.wikiwoods.org gehen, dir weitere Infos holen und dich anmelden. Du bekommst dann vor der Pflanzung eine Mail mit den genauen Informationen zu Treffpunkt und ggf. gemeinsamer Anreise per Bahn - was für ein Service!

9nov08_spaten_baum1Wikiwoods ist eine junge Initiative, die sich dem Klimaschutz durch Schaffung naturnaher Wälder verschrieben hat. Jeder gepflanzte Baum bindet CO2 und hat eine Vielzahl anderer positiver Wirkungen auf unsere Mitwelt. Auf der Internetseite Wikiwoods.org vernetzen sich Freiwillige, Experten oder Sponsoren online, bevor sie tatsächlich zur Tat schreiten - offline und draußen! WikiWoods ist eine ehrenamtliche Initiative und arbeitet zur Finanzierung und nachhaltigen Sicherung der Pflanzungen stets mit einem Partner vor Ort zusammen. Bei dieser Aktion ist es die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, auf deren Flächen Wald gepflanzt wird.

Bisher hat WikiWoods mit über 400 registrierten Freiwilligen in sechs Pflanzungen 11000 Bäume gepflanzt. Im Jahr 2007 wurde die Initiative ausgezeichnet mit dem Jurypreis der Mission Sustainability vom Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung. Im November letzten Jahres erhielt WikiWoods den muna-Preis (Mensch und Natur), der von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem ZDF jährlich vergeben wird.

Alle Pflanzungen werden auf wikiwoods.org dokumentiert, so dass Freiwillige in anderen Regionen eine Anleitung finden, nach der sie ebenfalls eigene Pflanzaktionen organisieren können. Und wer an diesem Wochenende keine Zeit hat, kann seine E-Mail-Adresse auf der Seite hinterlassen, um zu den nächsten Pflanzaktionen der Initiative eingeladen zu werden.

Euer WikiWoods-Team

info@wikiwoods.org


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Übrigens, wer lieber im großen Maßstab Bäume sät als pflanzt, kann sich an den Verein Waldsaat e. V. wenden. Sie unterstützen z.B. die Organisation von bei Baumsaataktionen mit Schulklassen.

Freitag, 6. Februar 2009

295) Flughafenausbau Frankfurt: Was machen heimatlose Eichhörnchen im Winter?

Der letzte Absatz sagt mehr als 1000 Worte...
Es muß beklemmend sein, solche Besucher zu bekommen...

Aktueller Pressetext von Robin Wood zum Flughafenausbau Frankfurt:

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* Walddorf gegen Ausbau des Frankfurter Flughafens bekommt neuen Nachbarn
* AusbaugegnerInnen wollen Zelte am Rande der Rodungsfläche aufschlagen

WaldschützerInnen, darunter einige ROBIN WOOD-AktivistInnen, werden heute Abend Zelte im Kelsterbacher Wald aufschlagen. Das Zeltlager soll als Anlaufstelle für GegnerInnen des Flughafenausbaus dienen. Dieser zusätzliche Anlaufpunkt ist notwendig, weil viele Menschen durch das massive Auftreten von Polizei und privatem Sicherheitsdienst vom Besuch des Kelsterbacher Stadtwaldes und des Protestcamps gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens abgeschreckt werden. Das Zeltlager wird rund 50 Meter vom Walddorf entfernt an der Gelbegrundschneise zwischen dem Parkplatz an der Okrifteler Straße und dem Mönchwaldsee errichtet. Die Schneise begrenzt das Waldgebiet, das für den Bau einer vierten Landebahn am Frankfurter Flughafen gerodet werden soll.

Das seit Mai 2008 bestehende Dorf der WaldbesetzerInnen liegt auf dem Gelände der geplanten vierten Landebahn. Es ist seit dem 20. Januar 2009 umzäunt. Polizei und ein privater Sicherheitsdienst überwachen das Walddorf rund um die Uhr und kontrollieren alle BesucherInnen. Die Polizei filmt die BewohnerInnen, hat das Dorf mehrfach durchsucht und
speichert die persönlichen Daten aller Angetroffenen.

Seit der Zaunziehung hat die Polizei zahlreichen BesucherInnen Platzverweise und Aufenthaltsverbote für den Wald erteilt. Mehreren BürgerInnen wurde mit dem Hinweis auf das angebliche Hausrecht der Flughafengesellschaft Fraport eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs
angedroht. Einzelne Pressevertreter berichten, die Polizei habe von ihnen verlangt, sie hätten sich vor Betreten des Walddorfes bei Fraport zu akkreditieren.

„Die Polizei behandelt den gesamten Kelsterbacher Stadtwald wie Privatgelände der Fraport“, sagt Monika Lege, ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin. „Bis heute hat Fraport aber nur eine
Besitzeinweisung für einen genau ausgewiesenen, 90 Hektar großen Teil des Waldes. Der Wald ist öffentlicher Raum und nicht das Wohnzimmer von Fraport.“

Heute Abend befassen sich der Bau- und Planungsausschuss sowie der Finanzausschuss der Stadt Kelsterbach in einer gemeinsamen Sitzung mit einem „Eckpunktepapier“, in dem es um den Verkauf des Stadtwaldes an Fraport geht. Die Entscheidung darüber soll am kommenden Montag fallen.

Unterdessen schreitet die Zerstörung des Waldes auf einer über 250 Hektar großen Fläche voran. „Die Rodungsflächen sind vom Walddorf aus zu sehen. Im Walddorf sind immer mehr Eichhörnchen und so viele Vögel, dass es wie Frühling erscheint“, berichtet Erik Mohr aus dem ROBIN WOOD-Baumhaus. Die Tiere suchen Zuflucht in den noch verbliebenen
Bauminseln.

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Was machen eigentlich Eichhörnchen im Winter, wenn ihnen ihr Winterquartier geraubt wird??? In Süden fliegen???

Aktuelle Berichte, Faktenblatt zum Ausbau (pdf, rd. 20 kB) und
Wegbeschreibung samt Karte zum Wald-Camp unter
http://www.robinwood.de/stopp-flughafenausbau


Ein weiterer Post über den geplanten Flughafenausbau: 252) "Aktive Hände" 04: Zupacken gegen Flughafenausbau

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