Weiter geht es mit dem Kamerun Report von Wolfgang aus dem Verein WPE:
Kamerun Report 2b - 2009
Der Monat Januar begann mit einem erwarteten finanziellen Engpass. Mit der engagierten Hilfe einiger Mitglieder, Freunde und Utopisten steht WPE jetzt wieder stabil da, zumindest fuer die naechsten Wochen. Zeit genug, weitere Schritte zu gehen und daran zu arbeiten, WPE zu einer dauerhaften Einrichtung zu machen. WPE-Aktivitaeten werden im neuen Jahr, wie geplant, ueber die Schulprojekte hinaus ausgedehnt.
Am Donnerstag, dem 12.02.09, waren die Aktivitaeten in Kamerun ein halbes Jahr alt. Am gleichen Tag wurde mir ein Residenzvisum fuer 2 Jahre erteilt, was massgeblich zur Stabilisierung unserer Organisation beitraegt.
Utopia (www.utopia.de), die deutsche Internet-Plattform fuer nachhaltigen Konsum, war seit dem WPE-Anfaengen, ein fast taegliches Arbeitsfeld. Viele der WPE-Mitglieder sind Utopisten und die meisten Freunde sind das auch.
WPE bedankt sich fuer die Mitarbeit und Hilfe durch weitere nachhaltige Aktionen.
Environmental education
Durch die aktive Mitwirkung einer Volunteer aus Israel kann der Naturschutzunterricht jetzt weiter ausgebaut werden. Hagit war bereits vorher in Kamerun und hatte an aehnlichen Projekten gearbeitet. Ein Kameruner Student, der in Deutschland an einer Universitaet fuer Umweltwissenschaften studiert, wird gegen Ende des Monats erwartet, um ein Praktikum zu absolvieren und um damit unser aktives Team zu erweitern.
Durch eine Kooperation mit CWAF (Cameroon Wildlife Aid Fund), der lokalen Organisation fuer Wildlife Konservation ist es jetzt moeglich, Schulklassen in den Mfou Nationalpark und den Yaounde Zoo zu bringen.
Hierueber wird in einem aktuellen Newsletter berichtet.Im Januar hatten wir bereits begonnen, Kontakte zu weiteren Schulen zu knuepfen. In der Jumping Jack Schule wurden uns beste Bedingungen eingeraeumt und unsere Arbeit dort beginnt in der kommenden Woche. Weitere Aktionen sind fuer die naechsten Wochen geplant.
Auf der Spur der Tiermafia
Wir konnten im Februar die ersten Rettungsaktionen starten. Tipps, oftmals von Kindern, bringen uns auf die Spur von Tieren in Not und Tierhaendlern.
Durch einen solchen Tipp konnten wir ein Baboon (Pavian) Weibchen, in einem kleinen Kaefig, vermutlich seit Jahren alleine eingesperrt, ausfindig machen. Baboons sind Bewohner des noerdlicheren Kameruns und gelten als schwierig. Eine direkte Auswilderung kommt zurzeit nicht in Frage und waere der Tod des Tieres. Der Baboon ist nicht auf der Liste der bedrohten Arten - noch nicht. Der „Besitzer“ des Baboons ist zur Kooperation nicht bereit und hat das Baboonweibchen mitsamt dem Kaefig bei Nachbarn versteckt.
Fuer das Baboonweibchen gibt es in ganz Kamerun keinen Platz. Gemeinsam mit anderen Organisationen versuchen wir in diesen Tagen, eine zumindest temporaere Loesung zu finden.
Um ein wildes Tier zu halten, bedarf es einer Genehmigung. Fuer Tiere die als Class A auf der CITES Liste eingestuft sind gibt es keine Genehmigungen. Nicht einmal in Kamerun.
Ein zweiter Tipp hat uns zu einem jungen Mandrill-Maennchen gebracht. Der Mandrill ist auf der CITES Liste als Class A als unmittelbar vom aussterben bedroht, eingestuft. Der junge Primat ist an einer Hundehuette mit einer kurzen Kette festgemacht. Der Bewegungsraum betraegt weniger als einen halben Meter.
Ermittlungen sind im Gange und es wird zu einem spaeteren Zeitpunkt berichtet.
Der illegale Handel mit wilden Tieren hat aehnliche Dimensionen wie der Waffen- und Drogenhandel angenommen. Es geht um sehr viel Geld.
Viele Tiere werden in Kamerun privat gehalten und weisen Verstuemmelungen auf. Der Schwanz oder sogar Beine oder Arme werden abgehackt und Zaehne gezogen damit die arme Kreatur eindeutig als Eigentum einer bestimmten Person zu identifizieren ist. Die Grausamkeit der Menschen kennt keine Grenzen.Viele Tiere weisen Verstuemmelungen durch Schnappfallen auf.
WPE Tierwaisenhaus
Das WPE Tierwaisenhaus ist eine Vision. Die Situation in Kamerun macht diese Vision allerdings zu einem dringenden Anliegen. Die bestehenden Tierwaisenhaeuser sind zum bersten voll und ausserdem meist nur auf wenige Arten wie Gorillas und Schimpansen spezialisiert.
Auf der CITES Liste der vom Aussterben bedrohten Arten sind ueber 3000 Spezies gelistet. In Kamerun findet man mehr betroffene Arten als sonst irgendwo auf der Welt.
Fuer die meisten Primaten sieht es duester aus. Fuer Gorillas und Schimpansen ist es schon lange eng. Der Genozid an unserer Natur geht unvermindert weiter.
Die Unterstuetzung bestehender Tierauffangstation sowie die Einrichtung einer weiteren Station bleiben deshalb weiterhin fester WPE Projektbestandteil und bekommen im Jahr 2009 eine hoehere Prioritaet.Wildlife Action Group
Bereits 1994 gruendeten Georg Kloeble und Susanne Kneissl die Wildlife Action Group-Malawi. (www.wildlifeactiongroup.org) Nach einem Besuch in Malawi gründeten Heike und Werner Fricke einen Verein gleichen Namens in Deutschland, der die WAG-Malawi bei ihrer Arbeit finanziell unterstützte und freiwillige Helfer organisierte, die in Malawi in den Projekten mitarbeiteten.
Seit Beginn der Arbeit in Malawi konnte die Wildlife Action Group vieles bewegen. Im August 1996 startete die WAG, in Zusammenarbeit mit der Malawischen Forstbehörde, ein im Ansatz neues und erfolgreiches Schutz- und Rehabilitationsprogramm im über 19.000 ha großen Thuma Forest Reserve, das in relativ kurzer Zeit Modellcharakter erhielt. Die Wildlife Action Group-Malawi etablierte auch ein Wildtier-Waisenhaus und führte Wiederauswilderungs-Maßnahmen für ehemalige Zootiere und Tiere, die in Gefangenschaft aufwuchsen, erfolgreich durch.
Einkommen schaffende Maßnahmen, wie das Flußpferd-Projekt oder ein 15 km langer Elefanten-Elektrozaun, um die Felder der anliegenden Bauern zu schützen, und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen für diese Projektmaßnahmen, wurden von den Menschen mit Wohlwollen und Unterstützung honoriert.
WPE arbeitet eng mit der Wildlife Action Group zusammen und Georg Kloeble und Susanne Kneissl nemen eine beratende Stellung ein so wie aktuell beim Problem der Baboons fuer die es in Kamerun keinen Platz gibt.
Neue Fotos finden Sie wie ueblich in der WPE Fotogalerie.
Wolfgang
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WPE -Wild Planet Ecoproject
Team Kamerun
*WPE - Wild Planet Ecoproject
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WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 85-203180-2, IBAN: CH35 0900 0000 8520 3180 2, SWIFT: POFI CH BE XXX
Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz
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Soweit zu seiner Arbeit - ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg!
Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

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Hallo!
Danke, daß Du die Natur aktiv mitschützt!