Und der erste Kamerun Report für 2009 ist per mail eingegangen:
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Wir, das WPE Team, wünschen allen Mitgliedern und Freunden ein gesundes, glückliches Jahr des Gorillas.
Zu Beginn des Jahres 2009 befindet sich die ganze Welt inmitten einer oekologischen Katrastrophe. Der Ausverkauf der Natur, die Zerstoerung der Regenwaelder und das Toeten ihrer Bewohner ist in der Endphase. Irreparabel. Nicht einmal die Nationalparks sind vor der Zerstoerung geschuetzt. Es fehlt an wirkungsvollen, nachhaltigen Projekten und an Touristen und Devisen. Bei dieser Krise ist ein Ende nicht in Sicht.
Afrika in Miniatur
Kamerun ist ein reiches Land. Alles was man sich unter einem afrikanischen Land vorstellen kann, trifft man hier noch an. Tropische Regenwaelder und eine unvergleichbare Artenvielfalt. Zwei der drei grossen Menschenaffen, Waldelefanten und viele andere vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen kommen hier, im Kameruner Teil des Kongo Beckens, noch vor. Die Regenwaelder sind Jahrmillionen alt und bieten eine einzigartige Artenvielfalt.
Kameruns Norden ist die Heimat von Elefanten, Nashoernern, Giraffen, Zebras, Loewen, Leoparden, Geparden und Antilopen, so wie man sich Afrika vorstellt.
Fruechte und Gemuese wachsen im suedlichen Kamerun in sehr reicher Auswahl und sehr guter Qualitaet. Tropenhoelzer, Bananen, Kaffee, Kakao und Tee aber auch Kautschuk sind Exportartikel. Die Tropenhoelzer und auch Bushmeat sind jedoch Artikel im Schlussverkauf.
Das Land besitzt Rohstoffe wie Erdoel, Aluminium, Bauxit, Eisenerz und einige andere Schaetze mehr.
Vergleicht man Kamerun mit einem rohstoffarmen Land wie z.B. Deutschland, muesste man meinen, dass hier, bei all der rigorosen Ausbeutung der Reichtum herrscht. Fehlanzeige. Etwa 40% der Kameruner leben unter der Armutsgrenze.
Was stimmt hier nicht?
Kameruner sind friedliebende Menschen, aber die meisten Kameruner sind arm. Das Leben ist teuer.
Autos, Kuehlschraenke und andere Luxusartikel kosten doppelt bis dreimal soviel wie vergleichsweise in Europa. Auch Medizin ist ein Luxusartikel und die Pharmakonzerne verdienen sehr gut an der Armut. Speiseoel, Konserven, Kaese und viele andere, fuer uns selbstverstaendliche, Artikel des taeglichen Lebens kosten zwei- bis dreimal soviel wie in Europa.
Gemuese und Fruechte gibt es dagegen in grosser Auswahl, von hoher Qualitaet und billig. Eine Kameruner Ananas ist unvergleichlich im Geschmack und kostet zwischen 20 und 80 Cent. Fuer 80 Cent gibt es z.B. auch 6 saftige, dicke Grapefruits.
Vergleicht man die Preise mit den Einkommen, ist Kamerun im Vergleich zu anderen Laendern teuer.
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Kolonialismus ist Vergangenheit. Heute nennt man es Neokolonialismus, dazu eine Korruption, die kaum zu ueberbieten ist und den Menschen in Zentralafrika nur wenig Chancen gibt.
Die Natur, die fuer uns alle so wichtig ist, geht wegen der Profitgier einzelner unwiderruflich verloren. Die Regenwaelder, die ueber Jahrmillionen faehig waren, ihre Bewohner zu ernaehren, sind zu einem grossen Teil verschwunden und die noch bestehenden Waelder fast leer gejagt. Viele Arten stehen vor der endgueltigen Ausrottung. Kameruns Kuestengewaesser sind von den Chinesen ueberfischt. Die Ausbeutung zugunsten von multinationalen Konzernen und wenigen Superreichen ist in der Endphase. Das Land befindet sich im Ausverkauf und der ist die Natur betreffend dem Ende nahe.
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Deutschland war seit dem 5. Juli 1884 die erste Kolonialmacht. 1918, nach dem verlorenen ersten Weltkrieg, uebernahmen die Franzosen und Briten die Macht. 1960 wurde die Republik Franzoesich Kamerun unabhaengig und die anderen Teile schlossen sich nach und nach an.
Hinter dem Wort Kolonialismus verbirgt sich nichts anderes, als rigorose Ausbeutung mit einer Gegenleistung, die so gering wie moeglich ist. Die Ressourcen der koloniasierten Laender waren in dieser Zeit ein Selbstbedienungsladen, Sklaven inklusive. Deshalb war man hier.
War? Man ist immer noch hier. Heute nennt man es Neokolonialismus. Grosse Konzerne haben globale wirtschaftliche Macht und beuten den Planeten weiterhin ohne Gewissensbisse aus - bis zum letzten. Die Regierungen sind von der Wirtschaft abhaengig und zudem meist korrupt und gefuegig.
In der westlichen Welt sind die Probleme publik, doch man kann es sie sich kaum noch vorstellen. Wir leben in einer globalisierten Welt, sind aber von den Medien uebersaettigt und sehen die Gefahr nicht mehr. Immerhin zeigen sich erste Vorboten der Katastrophe im weltweiten Klimawandel.
Was koennen wir tun?
Die Zeit draengt. Es muss viel getan werden, um wenigstens einige Naturraeume und Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Hier so viel wie moeglich zu tun, ist unser Anspruch.
Wir muessen die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft ziehen, aber wir muessen auch mit den betroffenen Menschen arbeiten, um Natur zu schuetzen und zu retten. Mit den Kindern haben wir Akzente gesetzt und koennen das in der Zukunft weiter ausbauen. Das ist nachhaltig und bewirkt ein Umdenken in der Bevoelkerung. Dies allerdings reicht nicht und die Zeit ist knapp.
Fest steht, dass wir auf dem richtigen Weg sind und wir etwas bewegen koennen. Trotzdem muss viel mehr passieren.
Ich bin zufrieden das bislang alle WPE Aktivitaeten gut ankamen und die erste Zeit sinnvoll genutzt wurde. Sehr gluecklich bin ich ueber das Vertrauen das mir entgegengebracht wurde. Trotzdem reicht es nicht. Es muss viel mehr passieren.
Nicht alles ist so einfach, wie es sich liest. Kamerun ist ein schwieriges Land, deshalb habe ich es ausgewaehlt. Kaum sonst irgendwo haben WPE-Projekte so viel Dringlichkeit wie hier. Im Jahr des Gorillas kommt es deshalb darauf an, die WPE-Projekte auch in den entlegenen, von der Zerstoerung am meisten betroffenen Gebieten zu etablieren. Dazu brauchen wir eure Unterstuetzung auch im Jahr 2009 und darueber hinaus.
Dringend werden Menschen gesucht, die sich durch aktive Mitarbeit engagieren. Wir brauchen ehrenamtliche Mitarbeiter, die regelmaessig Uebersetzungsarbeiten uebernehmen. Wir brauchen Hilfe in den Bereichen Fundraising und Marketing. Volunteers zur Betreuung von Schulen sind immer willkommen.
Um WPE zu einer sich selbst tragenden Organisation zu machen, brauchen wir Investitionen im Eco Tourismus und fuer die Herstellungvon oekologischen Produkten.
WPE Projekte
Fuer Projekte wie die Herstellung von Papier aus Pflanzenfasern werden Investoren gesucht. Fuer Farmprojekte zur Optimierung der Ertraege, Huehnerfarmen gegen das Busmeat Problem usw. brauchen wir Foerdermittel.
Die Schulprojekte auch in entlegenen Gebieten zu etablieren ist mit den derzeitigen finanziellen Mitteln nicht zu realisieren.
Wie bereits im Dezember angekuendigt, wird es im Januar keine spektakulaeren Dinge zu berichten geben. Zu den Schulprojekten kommen einige weitere Schulen im Stadtgebiet Yaounde hinzu. Es ist geplant im neuen Jahr mindestens einen Lehrer fest einzustellen.
Teuer und zeitaufwendig und unsere Hauptbeschaeftigung im Januar sind die Behoerdengaenge. Die WPE-Registrierungen sind noetig, um an den entsprechenden Stellen Foerdermittel zu beantragen. Leider ist das in Kamerun eine langwierige Angelegenheit.
Im Jahr des Gorillas werden wir mit weiteren WPE-Aktionen im Rahmen der "The Great Ape Campaign", unser Bestes geben, um unseren Verwandten ein Ueberleben auch fuer die Zukunft zu sichern.
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Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

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Hallo!
Danke, daß Du die Natur aktiv mitschützt!