Für mehr Frieden auf der Erde und ein Leben hin im Einklang mit der Erde.
Guten Rutsch wünsch ich allen mit dieser Eiskunst,
Gundula
Mittwoch, 31. Dezember 2008
294) Guten Rutsch!
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Mittwoch, Dezember 31, 2008
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Sonntag, 28. Dezember 2008
293) Online-Aktion: Keine Gentech-Kartoffel mit Cholera-Gen
Bild: Umweltinstitut München e.V.. Cholera-Kartoffeln verhindern!
Erst 1034 Teilnehmer hat die Aktion?!
Worum es geht?
Betreff: Cholera-Kartoffeln verhindern: Stopp für genmanipulierte Pharma-Pflanzen!
Das Umweltinstitut München e.V. hat eine Online-Aktion gestartet, Zitat:
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Fordern Sie von Landwirtschaftsministerin Aigner einen Stopp für den Freilandversuch mit Pharmazeutika bzw. Plastik produzierenden Kartoffeln und ein totales Anbauverbot für genmanipulierte Pharma-Pflanzen!
Erheben Sie Einwand bei der Genehmigungsbehörde!
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Worum es genau geht, könnt Ihr auf der oben verlinkten Aktionsseite des Instituts oder unter "Hintergründe zu dem geplanten Versuch" nachlesen! Interessant ist auch die Institutsseite über "Pharma-Pflanzen".
Und wie heißt es noch auf der Aktionsseite:
Wiederstand gegen Gentechnik lohnt sich!
Sicher -
Cholera ist gerade jetzt wieder ein akutes Problem - aber sind gentechnische Freilandversuche mit ihren unbekannten Risiken wirklich der richtige Weg im Kampf gegen sie?
Solange es dazu kein definitives uneingeschränktes "Ja" geben kann:
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Sonntag, Dezember 28, 2008
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Sonntag, 21. Dezember 2008
WPE: Kamerun-Report 12
Kaum sind bei Naturtipps alle bisherigen Kamerun Reporte online gegangen, kommt von Wolfgang auch schon die Nummer 12. Hier also der aktuelle Bericht über WPE:
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Kamerun Report 12
Die Bevoelkerung Kameruns ist auf ca. 60 Millionen Menschen angewachsen. Die meisten Kameruner leben in den Staedten, die einem staendigen Wachstum unterworfen sind. Bei ueber 250 ethnischen Gruppen in Kamerun ist die kulturelle Vielfalt sehr gross.
Belabo (Bertoua Distrikt).....
...... ist mit dem Zug oder per Bus zu erreichen. Die kleine Stadt liegt im Uebergangsgebiet zwischen Steppe/Savanne und Wald. In der Gegend finden sich noch ueppige immergruene Waelder, bevor sie im Norden in Steppe und Savanne und im Sueden in die verschiedenen Regenwaldregionen uebergeht. Der Sanagha River ist hier noch nicht ganz so breit wie weiter unten bei Edea. Krokodile sieht man mit viel Glueck und sogar Flusspferde soll es noch geben.
Auf dem Wege nach Belabo sieht man immer wieder Zuege und grosse LKW´s mit langen Haengern die grosse Baumstaemme mit mehreren Metern Durchmesser transportieren. Jahrmillionen waehrende Evolution wird hier innerhalb weniger Minuten zunichte gemacht.
In Belabo gibt es eine grosse Pumpstation, von Exxon betrieben, fuer die Pipeline die vom Tschad bis nach Kribi in Kamerun fuehrt. Hier trifft man mitten in Afrika auf amerikanische Verhaeltnisse. Man ist aeusserst zuvorkommend und gestattet NGO´s die kostenlose Nutzung von Internet.
Das Schimpansencamp „Sanagha Yong“ liegt knapp 30km entfernt von Belabo. Entlang der Piste, gibt es nur noch kleine Doerfer. Die meisten der Doerfer haben keinen Anschluss an das Stromnetz sind aber ausgesprochen sauber und die Menschen sehr freundlich und aufgeschlossen. Der Haupterwerbszweig fuer die meisten Bewohner ist der Kaffee und Kakaoanbau.
Die wenigen Schulen sind nur franzoesischsprachig und bestehen meist aus nicht mehr als einem Dach ueber dem Kopf. Lehrer sind engagierte Menschen aus der Gegend und nicht als Lehrer ausgebildet. Schulmaterial gibt es keines und viele Kinder muessen sehr weite Wege gehen.
Sanagha Yong ist ein grosses Gelaende mit viel Wald. Der Fluss ist etwa 7 km entfernt. Das Projekt wurde 1999 von Dr. Sheri Speede ( IDA-Africa) gegruendet und beherbergt heute 66 Schimpansen in verschiedenen Gruppen und grossen Freigehegen. Es sind etwa 25 Menschen beschaeftigt. Davon besteht ein Teil aus Volunteeren aller Nationen. Sanagha Yong ist die erste Auffangstation in Kamerun die auch aeltere und sogar einen blinden Schimpansen beherbergt.
Schimpansen koennen eine Lebenserwartung von 60 Jahren erreichen und aeltere Schimpansen, besonders Maennchen, gelten als schwierig und sogar gefaehrlich. Schimpansen sind wesentlich kraeftiger und reaktionsschneller als Menschen. Einige der Schimpansen haben sich darauf spezialisiert mit Steinen zu werfen was durchaus ins Auge gehen kann. Andere nehmen gerne Stoecke um damit gegen unbekannte Eindringlinge vorzugehen.
Sanagha Yong wird professionell betrieben. Fuer Volunteers gibt es jede Menge zu tun. Die Regeln, als Volunteer aufgenommen zu werden, sind strikt. Das ist dringend noetig, da eine fuer uns harmlose Grippe fuer einen Schimpansen, sogar die gesamte Population, toedlich sein kann.
Es kommmen gelegentlich noch wilde Schimpansen in die Naehe des Camps. Auch von Spuren von Gorillas wird berichtet aber seit langem hat niemand Gorillas gesehen. Waldelefanten findet man nur noch auf der anderen Seite des Flusses.
Im Vergleich zu anderen Waeldern ist der Wald in dieser Gegend sehr arm an Tieren. Wilderei und Fallen haben ihr Tribut gefordert. Die betroffenen Populationen sind nicht mehr in der Lage, sich zu regenerieren und sterben aus.
Im Rahmen der WPE Kooperationen werden auch hier Bildungsprogramme etabliert. Das erfordert den Einsatz lokaler, bilingualer Lehrer.
Environmental Education
Die Schulen, mit denen wir bereits in diesem Jahr zu arbeiten begonnen haben, werden weiterhin regelmaessig besucht und die Projekte zum Naturschutzunterricht muessen durch regelmaessige Besuche und auch in Form von anschaulichem, praxis- und realitaetsbezogenem Unterricht nachhaltig etabliert werden. Termine in den verschiedenen Ministerien stehen an und es ist viel unspektakulaere Arbeit zu tun.
Im kommenden Jahr soll es - auch durch die Kooperation mit anderen Organisationen - gelingen noch viel mehr Kinder anzusprechen. Die Projekte beziehen auch Erwachsene mit ein.
In Kamerun gibt es noch sehr viel einzigartige und schuetzenswerte Natur. Diese zu erhalten ist eine wichtige Aufgabe. Naturschutzunterricht „Environmental Education“ einzufuehren ist einer unserer Beitraege dazu.
Essen in Kamerun
Die Kameruner Kueche ist ueberall in Afrika bekannt, ist recht vielfaeltig und bietet leckere Gerichte aus verschiedensten Regionen. Das findet man am besten heraus, wenn man privat eingeladen ist. Restaurants, die auf „Auslaender“ eingestellt sind, haben ein hohes Preisniveau. Das einheimische Essen, angeboten entlang der Strassen, kann Risiken mit sich bringen. Man muss schon wissen oder herausfinden wo man hingeht und was man isst.
Je weiter man in die Provinz geht, desto mehr Bushmeat ist im Angebot der zahllosen kleinen Restaurants. Rohrratten, Stachelschweine, Schlangen, Guerteltiere, Antilopen, Affen und nahezu alles, was man in den Regenwaeldern an Tieren findet, steht auf dem Speiseplan. Viele Restaurants in Yaounde und allen Staedten im Land bieten Bushmeat an. (Lesen Sie dazu den Bushmeat Report im WPE Forum)
Tourismus in Kamerun
Kamerun wird als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet. Tatsaechlich findet man in Kamerun alles was man sich unter Afrika vorstellen kann in einem einzigen Land. Neben den grossen Problemen mit der Umweltzerstoerung hat Kamerun immer noch von allem etwas uebrig. Dichte Regenwaelder mit Gorillas, Schimpansen und vielen anderen, fuer den Regenwald typischen Tieren und Pflanzen im Kongo Becken, („Reserve de Dja“, „Dzangha Sangha“, Regenwaelder entlang der Grenzen zu Nigeria, Gabun, Kongo und zur Zentralafrikanischen Republik). Es gibt Gebirge und Vulkane (Mt. Cameroun) und eine abwechslungsreiche Kuestenlinie (Kribi, Limbe) wo Regenwaelder noch bis zum Strand reichen. In den Steppen und Savannenlandschaften („Waza“) kann man die grossen Tiere, wie Loewen, Geparden, Hyaenen, Giraffen und Elefantenherden sehen. Dazu eine bunte Kultur mit ueber 250 ethnischen Gruppen.
Der Tourismus in Kamerun liegt in einem Dornroeschenschlaf. Zurzeit ist man in Kamerun sehr bestrebt das zu aendern.
Der Eco-Tourismus ist das wirksamste Werkzeug, das Verhalten im Umgang mit der Natur zu aendern und Natur nachhaltig zu schuetzen. WPE wird sich im Jahr 2009 intensiver darum bemuehen, oekologisch und sozial vertraeglichen Tourismus zu etablieren.
Das Jahr der Gorillas
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2009 zum Jahr des Gorillas erklaert.
WPE wird im Rahmen der „The Great Ape Campaign“ die Bildungsprojekte ausweiten und die dramatische Problematik bezueglich unserer engsten Verwandten publizieren, um die Oeffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, wie dringend noetig wirkungsvolle Aktionen sind, um unsere engsten Verwandten vor dem endgueltigen Aussterben zu bewahren.
Viele neue Fotos zum Kamerun Report 12 sind in allen Kategorien der WPE Fotogalerie zu sehen.
Wir, das WPE Team in Kamerun, bedanken uns sehr herzlich fuer all die Unterstuetzung, um Plaene zur Realitaet werden zu lassen. Fuer Weihnachten und das kommende Jahr wuenschen wir allen Mitgliedern und Freunden alles alles Gute.
Wolfgang
WPE -Wild Planet Ecoproject
Team Kamerun
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Naturtipps wünscht allen WPE-Aktiven und -Freunden ebenfalls ein ruhiges Weihnachtsfest - ob auf diesem Kontinent oder auf jenem:
Es seien Euch schöne Weihnachtstage gegönnt!
Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”
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Sonntag, Dezember 21, 2008
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292) Keine Palmölkerzen für Kirche und Haus
Weihnachtszeit - Kerzenzeit
Kerzenzeit - Palmölzeit
Palmölzeit - Feuerzeit
Es ist wirklich traurig, wie schwer es ist, in unserer Wirtschaft ein nachhaltiges Leben zu leben! Manchmal könnte man wirklich verzweifeln - z.B., wenn sogar die Opferkerze flammende Urwälder hinter sich herziehen kann, wenn sogar die Kerzen am Adventskranz indigenen Völkern die Heimat nehmen können. Bereits im vergangenen Jahr gab es bei Naturtipps den Post 037) Aktion: Kein Palmöl in Kerzen
mit einer Unterschriftenaktion von dem Verein Rettet den Regenwald e.V.
Und dieses Jahr ist es wieder Thema, gibt es wieder eine Unterschriftenaktion gegen Palmöl in Kerzen - das gleiche Problem, aber eine andere Firma... Zitat:
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In Deutschland brennen Palmölkerzen - in Indonesien Regenwälder
In Deutschland brennen nicht nur zu Weihnachten Palmölkerzen, sondern in Kirchen sogar das ganze Jahr. Das Kölner Traditionsunternehmen Kerzen Schlösser beliefert kirchliche Einrichtungen in der gesamten Bundesrepublik. Für Palmöl werden in Asien die Regenwälder abgefackelt, eine Katastrophe für die Artenvielfalt, die dort lebenden Menschen und das Weltklima. Kerzen Schlösser ist sich des Problems bewusst, aber aus Kostengründen setzt die Firma auf billiges Palmöl aus Asien.Protestaktion
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Übrigens gibt es beim Kauf von Kerzen noch mehr zu beachten - denn sie können auch ganz akut Schadstoffe beinhalten, die beim Verbrennen dann in die Raumluft gelangen. Mehr dazu im Post 046) Kerzen gießen und BUND Ökotipp: Kerzen aus schadstoffarmen Rohstoffen
Und diesen Sommer werde ich mir endgültig etwas zum solaren Kerzenschmelzen bauen. Von Imkern kenne ich solche Kästen zum Schmelzen der Wachswaben. Sie sind innen schwarz, oben ist eine Glasscheibe drauf und wenn die Sonne scheint, wird es darin so heiß, daß die Waaben schmelzen... Hat vielleicht jemand eine Bauanleitung dazu, oder einen kleinen alten solaren Schmelzer abzugeben? Und dann muß ich unten nur Kerzenformen mit Docht aufstellen, in welche das Wachs laufen kann - aber das ist mit dem Sandkerzentipp im Post 046) ja auch kein Problem...
Und die Kerzen können dann im kommenden Jahr zu Weihnachten verschenkt werden - vielleicht sogar an die Menschen, die vorher Wachsreste "gespendet" haben ;-)
Also ran, Wachsreste sammeln!
Im Sommer heißt es dann: Kerzenreste recyclen!
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Sonntag, Dezember 21, 2008
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Freitag, 19. Dezember 2008
WPE: Kamerun-Report 10
Die Liste schließt ihre Lücke, nun müßten alle Reporte beisammen sein, denn heute kommt der 10., und den 11. gab es ja schon aktuell...
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Kamerun Report 10
by Wolfgang on Sun Nov 02, 2008 6:44 pm
Yaounde ist eine Stadt, erbaut auf Huegeln, im ehemaligen Regenwald. Ueber 3 Millionen Menschen leben hier. Je weiter man in die Randbezirke kommt, desto laendlicher wird alles. Ausserhalb des Stadtgebietes findet man Yaounde umgeben von zerstoertem Regenwald ohne Tiere.
Yaounde kommt einem, mehr als andere Staedte dieser Welt, wie ein grosses Dorf vor. Verlaesst man die Hauptstrassen findet man sich in einem afrikanischen Dorf wieder. Ueberall geht es steil, auf ungepflasterten Wegen oder Pfaden, nach oben oder unten.
Schulen verschiedener Kategorien sind ueber das gesamte Stadtgebiet verteilt.
Schulen in Kamerun
In Privatschulen sind die Klassen kleiner als in den staatlichen wo oft ueber 100 Kinder in einem Raum unterrichtet werden. Trotzdem gibt es in der Qualitaet der Privatschulen sehr grosse Unterschiede die sich vor allem im Preis bemerkbar machen. Kameruner Eltern sind darauf bedacht ihren Kindern die bestmoegliche Ausbildung zu geben und dementsprechend hoch ist die Zahl an privaten Schulen in den Staedten.
In der Schule „Le Printemps“, an der Vivian, unsere WPE Koordinatin, unterrichtet, zaehlen die Klassen max. 40 Schueler, aber die Raeume sind sehr klein und nur mit dem Allernotwendigsten ausgestattet. Die einzelnen Klassenraeume sind zum Teil nur durch duenne Bretterwaende getrennt und dunkel ohne elektrisches Licht. Es ist laut, da die Bretterwaende kaum einen Schallschutz darstellen.
In der Ferienzeit wurden einige Umbauarbeiten vorgenommen, so dass die Situation dort jetzt etwas besser ist. Man darf sich hier allerdings keinerlei Luxus vorstellen.
Das Babtisteninternat ist in der hoeheren Kategorie angeordnet und mit guten Klassenraeumen, Schlafsaelen etc. und eigener Kapelle ausgestattet. Die Kinder sind die gesamte Schulzeit ueber auf dem Gelaende und brauchen eine Genehmigung, um dieses verlassen zu koennen. Einmal im Monat ist Elternbesuchstag.
Staatliche Schulen in den Staedten sind sehr gross und bieten vielen hundert Schuelern Platz.
Auf dem Land sieht das anders aus. Schulen sind oft nicht mehr als ein Dach ueber dem Kopf und die Lehrer sind engagierte Privatpersonen ohne entsprechende Ausbildung. Die meisten Schulen sind bilingual. Es wird entweder franzoesischer oder englischer Unterricht abgehalten. Meist ist die eine, groessere, Haelfte der Schule fuer franzoesisch sprechende Kinder und der andere Teil fuer die englischsprachigen. Es werden Moeglichkeiten geboten, um beide Sprachen zu lernen. Die meisten Kameruner sprechen mehrere Sprachen.
WPE Aktionen
Zukuenftig werden die Bildungsprogramme von Wild Planet Ecoproject auch an staatlichen Schulen eingefuehrt. Der Anfang ist gemacht. In der Schule Biyem Assi werden die ersten vier Klassen ab sofort Environmental Education im Stundenplan haben. Der Headmaster (Direktor) der Schule hat mich bereits persoenlich dort eingefuehrt. Die Projekte stossen auf grosse Resonanz und Interesse von seiten der Schueler.
Weitere Plaene sehen vor, einen Environmental Club zu gruenden und den Schulhof zu begruenen. Da der Headmaster auch zustaendig fuer alle anderen staatlichen Schulen im Bezirk ist, koennen jetzt reibungslos viele weitere Schulen integriert werden. Damit sprechen wir tausende von Kindern an.
Das Babtisteninternat wird ebenfalls den Environmental Education Unterricht, gemeinsam mit Wild Planet Ecoproject, gestalten.
Einladungen zu Schulen in entlegenen Gegenden haben wir bereits. Teilweise gibt es dort keine Lehrer. Eltern und engagierte Privatpersonen helfen aus, um die grundlegendsten Kenntnisse zu unterrichten. Hier ist die Front der Umweltzerstoerungen. Darum wird in diesen Gebieten die Arbeit von Wild Planet Ecoproject in den nächsten Jahren besonders wichtig sein. Noch sind Projekte in diesen Gebieten aufgrund der Reisekosten nur sehr eingeschränkt durchführbar. Bei zunehmender finanzieller Unterstützung wird dies aber ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit sein.
Kooperationen
Um die Effektivitaet der Bildungsprogramme noch zu steigern, haben wir einige Kooperationen mit anderen Organisationen bereits ins Leben gerufen und arbeiten daran, das auszuweiten.
Die lokale Organisation „Better World“ befasst sich bereits seit Jahren mit Programmen zur Foerderung von Umweltbewusstsein. Es gibt ein kleines Education Center und einen tropischen Garten, der leider durch die Fluten ziemlich zerstoert wurde. Better World hat ausserdem eine Theater und eine Tanzgruppe gegruendet, die den Environmental Education Unterricht in Zukunft noch anschaulicher machen wird, was bei den Kindern sehr gut ankommt.
Die Organisation BDCP (Bioressources Development and Conservation Programme) wird ebenfalls Teil der Kooperation sein. Mehr zu der Arbeit dieser Organisationen, in Kuerze, auf der WPE Homepage unter dem Link Partner und in den kommenden Kamerun Reporten.
Umweltverstaendniss
Die Aktionen unter dem Namen, "The Great Ape Campaign" sehen als ersten Schritt vor, Kindern mehr Verstaendniss zum Umgang mit der Natur nahe zu bringen. Dazu gehoeren auch Aktionen wie die umliegende Gegend von Plastikmuell usw. zu befreien. Biologische Abfaelle gehen zurueck zur Natur. Wie man Muell vermeidet, trennt, kompostiert und pflanzt ist Bestandteil des Unterrichts in Schulen.
Auch dadurch wird das Verstaendnis zum Umgang mit der Natur nachhaltig gefoerdert.
Schimpansen
An dem Fall des Schimpansencamps Papaye France in Pongo Songo (Kamerun Report) wird weiterhin gearbeitet.
Neben dem Mfou Nationalpark, dem Wildlife Center in Limbe gibt es noch ein weiteres, von einer Amerikanerin vorbildlich geleitetes Wildlife Waisenhaus in der Nahe von Bertoua. Ein Besuch an beiden Orten ist jetzt sehr wichtig, da man auch dort an einer Zusammenarbeit, besonders im Bereich Bildung und Ecotourismus, sehr interessiert ist.
ChimpanzeeDie Organisation LAGA konnte im Kampf gegen die Wilderei und den Handel mit Bushmeat und lebenden Tieren einige beachtliche Erfolge registrieren. Schimpansenhaendler konnten dingfest gemacht und ins Gefaengniss verbracht werden. Mit LAGA gibt es bislang die beste Kooperation, die man sich vorstellen kann. Der Gruender und Direktor Ofir Drori hat sehr viel fuer das Land Kamerun und seine Natur getan. Regenwaelder und Naturschutzgebiete, die heute in Kamerun noch erhalten sind tragen seinen Namen.
Ein Beispiel, welches Schicksal Tiere hier erleiden: Ein, waehrend der letzten LAGA Aktion gerettetes Schimpansenbaby erlag seinen Verletzungen, mutwillig herbeigefuehrt von Menschen. Das arme Tier hatte, unter anderem, Verbrennungen, die vom Uebergiessen mit kochendem Wasser herruehrten.
Schulfeier
SchoolDie Woche war sehr erfolgreich. Zum Abschluss ist eine Zusammenarbeit auch in der staatlichen High School Lycee Bilingual mit ueber 3500 Schuelern realisiert. An der Schule gibt es bereits einen Environmental Club und die Kinder sind sehr engagiert. Es gibt franzoesische und englische Klassen. Die Schueler sind hier zwischen 9 und 17 Jahre alt.
Eingeladen war ich zur alljaehrlichen Schulfeier, arrangiert von Vivian, unserer WPE Koordinatin. Es gab Fussballspiele, den Lieblingssport der Kameruner. Es wurde gesungen und getanzt und die Kinder hatten Lieder und Theatervorfuehrungen eingeprobt und auf ueberzeugende Art dargeboten.
Die 50 Kinder vom Environmental Club haben ein Lied mit dem Titel „ Environmental song“ selbst komponiert und ganz toll vorgetragen.
Es ist beeindruckend auf welch grosse Resonanz die Umweltprobleme bei den Kindern stossen. Die Kinder sind so engagiert, dass es auch auf die Erwachsenen, die Eltern, die Verwandten und Freunde Einfluss ausuebt.
Regen
Die Regenzeit geht dem Ende zu. Trotzdem regnet es zurzeit fast taeglich mindestens einmal. Einige der Regenguesse der letzten Tage waren so heftig, dass es zu laengeren Stromausfaellen kam und die Internetverbindungen, dementsprechend, ausfielen oder mal wieder sehr langsam waren.
Strassen verwandeln sich innerhalb von Minuten in kleine Fluesse. Einige Gegenden in Kamerun gehoeren zu den niederschlagsreichsten unserer Erde. Seitdem der Wald verschwindet regnet es jetzt insgesamt viel weniger als frueher, behaupten Einheimische. Die Wuesten noerdlicher wachsen. Der Tschadsee ist am Versiegen.
Wolfgang
WPE -Wild Planet Ecoproject
Team Kamerun
WPE - Wild Planet Ecoproject
WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 85-203180-2, IBAN: CH35 0900 0000 8520 3180 2, SWIFT: POFI CH BE XXX
Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz
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Hiermit also hat sich der Kreis geschlossen, seid Ihr auf dem Laufenden. Wann immer es neues von Wolfgang gibt, bei Naturtipps werdet Ihr es lesen. Und in Anbetracht der Tatsache, daß 2009 das Jahr des Gorillas ist, bekommt WPE noch eine neue Dimension - ich wünsche Wolfgang von hier aus viel Erfolg und weiterhin die Energie zum Aufbau von WPE!
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Freitag, Dezember 19, 2008
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Donnerstag, 18. Dezember 2008
WPE: Kamerun-Report 9
Noch zwei Nachträge von dem WPE-Projekt und Ihr seid ganz auf dem Laufenden. Also gebe ich gleich die Zeilen weiter an Wolfgang und seiner Kamerunzeit:
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Kamerun Report 9
by Wolfgang on Sun Nov 02, 2008 6:41 pm
Kamerun Report 9Der letzte Sonntag war landesweiter, alljaehrlicher 'Teachers Day'. Vivian, die Wild Planet Ecoproject Projekt-Managerin fuer Schule und Bildung, ist Lehrerin an der Le Printemps Schule. Dort haben wir zusammen mit den anderen Lehrern den Nachmittag verbracht. Es gab selbst zubereitete Snacks, Getraenke und nette Gespraeche.
Montag Vormittag war ein heftiges Unwetter und blieb somit den Offline Arbeiten am Computer vorbehalten. Am Nachmittag hatte ich die Gelegenheit, ein Gespraech mit einer Mitarbeiterin der 'Gorilla Foundation' zu fuehren. Hier hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit. Unter anderem verfuegt die 'Gorilla Foundation' ueber ausgezeichnetes Schulmaterial, das ich hoffe, fuer unsere Schueler nutzen zu koennen.
Am Dienstag waren Behoerdengange faellig. Bei der Deutschen Botschaft habe ich meine Registrierung erledigt und Kontakte zu deutschen Angestellten geknuepft. Wir brauchen die Unterstuetzung der Botschaft, um beispielsweise gespendete Computer und Schulmaterial ohne hohe Kosten ins Land zu bekommen. Weitere Gespraeche werden folgen.
Die Gesellschaft fuer Technische Zusammenarbeit (GTZ) betreibt mehrere Bueros, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, in Yaounde. Gleich neben der Botschaft befindet sich ein gemeinsames Buero von 'GTZ' und 'Ministry for Wildlife and Forestry'. Die richtige Anlaufstelle, um auch hier erste Gespraeche zu fuehren. Es bleibt zu hoffen, dass daraus eine gute Zusammenarbeit waechst.
Ein Beschwerdebrief bezueglich der schlechten Verhältnisse im Schimpansencamp 'Papaye France' (ich hatte es vor kurzem besucht und an dieser Stelle darüber berichtet, unter anderem über das Schimpansenbaby Liberty) wurde an entsprechende Stellen weiter geleitet.
WPE FlyerDieudonne, der Wild Planet Ecoproject Projekt-Manager Oeffentlichkeitsarbeit, und ich haben intensiv an den Uebersetzungen der Registrierungs-Dokumente ins Franzoesische gearbeitet. Alle verlangten Dokumente sind jetzt komplett und die weiteren Dinge nehmen ihren Lauf.
Die neuen Wild Planet Ecoproject Flyer sind auf der Homepage in englisch, franzoesisch und deutsch zum Download bereit gestellt.
The Great Ape CampaignDie 'Squirrel Campaign' wurde sinnvollerweise in 'The Great Ape Campaign' umbenannt. Wild Planet Ecoproject wird sich um eine Zusammenarbeit mit kompetenten Organisationen bemuehen.
Intensiv arbeite ich im Moment an einem Leitfaden 'Environmental Education' (Leitfaden zum Naturkunde-Unterricht). Das wird jetzt kontinuierlich weiter ausgefuehrt und moeglichst bald vielen Schulen zur Verfuegung gestellt. Die Aktion 'The Great Ape Campaign' wird eine Kooperation verschiedener NGO´s (non-government organizations), um die Bildungsprogramme landesweit einzufuehren.
Samstag war der monatliche Elternbesuchstag im Internat, an dem die Kinder Wilfried, Christelle und Mirvelle unterrichtet werden. Die beiden sind dem WPE-Team bekannt, da sie vormals an den Ferienkursen in der Le Printemps Schule waren, an der Vivian, unsere Koordinatorin und Projekt-Managerin Schule und Bildung, lehrt. So hatte ich die Gelegenheit die Eltern der Kinder zum Besuchstag zu begleiten.
Auch hier konnte ich mich mit einer der Lehrerinnen unterhalten. In Kuerze wird Wild Planet Ecoproject auch dort die Bildungsprogramme einfuehren. Unser Programm ist sehr willkommen, zumal es hier schon einen 'Environmental Club' gibt, der dadurch ausgebaut werden wird.
Wilfried, Christelle und Mirvelle aus dem Internat abzuholen und ins Cyber Cafe zu begleiten ist sehr schwierig. Die Schule liegt sehr weit von meiner Wohnung entfernt. Um den Kindern trotzdem das Gefuehl zu vermitteln nicht vergessen zu sein, werden Mirella und Silvio, 2 Kinder aus Oesterreich, die bereits eine Internet-Konversation mit den Kindern begonnen hatten, erstmal auf dem regulaeren Postweg weiterkommunizieren.
Unsere Projekt-Managerin fuer Schule und Bildung, Vivian und auch die Lehrer Emmanuelle, seine Frau, die anderen Lehrer und die Schulleiterin sind sich einig, dass unser 'Unterrichts-Projekt: Environmental Education "The Great Ape Campaign", (Naturkunde Unterricht) guten Anklang bei den Schuelern, der Le Printemps Schule, findet. Jetzt geht es richtig los.
Einige Kinder aus Vivians Schule haben sich im Kinderforum auf der WPE - Wild Planet Ecoproject Homepage neu angemeldet. Und werden in der naechsten Woche beginnen zu posten.
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Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”
In eigener Sache:
Die Naturtipps-Post im gewohnten Stil gibt es aus Zeitgründen ab Januar wieder - bis dahin wünsche ich Euch viel Freude mit den übernommenen Reportagen und dem Surfen in den alten und doch immer wieder aktuellen Naturtipps-Posts!
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Montag, 15. Dezember 2008
291 b) Amaranth und seine Eigenschaften
Der Post 291 a) stellt ausführlich das Projekt "El Pan Alegre" vor. Dabei geht es auch um das "Powerkorn" Amaranth mit seinen landwirtschaftlichen und ernährungsmäßigen tollen Eigenschaften. Zu den ausführlichen Informationen zum Amaranth dort gibt es in diesem Folgepost nun noch einige ergänzende Diagramme zur besseren Übersicht (die Tabellen im Post 291 a) waren leider technisch bedingt nicht voll zu sehen):
Hier also die Daten in übersichtlichen Grafiken (Quelle: Centro de Desarrollo Comunitario A.C. Mexico):Grafik 01:
Vergleich 01 von Amaranth zu Getreide (Kohlenhydrate, Brennwert, Eisen, Kalzium)Grafik 02:
Vergleich 02 von Amaranth zu Getreide (Ballaststoffe, Fett, Eiweiß)Grafik 03:
Vergleich 03 von Amaranth zu Getreide (Eiweiß, Ballaststoffe, Fett, Kohlenhydrate; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)Grafik 04:
Vergleich 04 von Amaranth zu Getreide (Kalzium, Eisen; aufgeschlüsselt nach Reis, Weizen, Mais, Hafer, Amaranth)
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Montag, Dezember 15, 2008
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Sonntag, 14. Dezember 2008
291 a) Aktive Hände 06: Amaranth für El Pan Alegre / Das Fröhliche Brot
Bild: Madeleine Porr - über den Amaranth arbeitet sie mit ihren Händen an einem ehrgeizigen Projekt mit
Amaranth - ein gesundes Korn, das mir bisher durch die Lappen gegangen ist...
Aber durch eine Vermittlung über Blog Blogpatenschaften gibt es jetzt diesen Beitrag für die Naturtipps-Aktion "Aktive Hände" und da ist Amaranth ein ganz wichtiger Punkt. Lest selber, welche ehrgeizigen Ziele Madeleine Porr zusammen mit anderen Aktiven mit dem Amaranath verfolgt. Wie Ihr feststellen könnt, hat sie mir eine sehr ausführliche Ausarbeitung zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich auf jeden Fall, alles zu lesen:
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Meine Hände arbeiten daran, mit dem Powerkorn Amaranth und der Biogas-Energie aus organischen Hausabfällen ein Kreislauf-Projekt für Wohnbezirke und Kommunen auf die Beine zu stellen (s. Abb. 1).
Der Projekt-Trägerverein „En Buenas Manos“ e.V. unterstützt dafür zur Zeit den Amaranth-Anbau und die Entwicklung eines lokalen Biogas-Kreislaufs in Kuba. Es gibt auch erste Anfragen aus Deutschland, wo Mehrgenerationen-Projekte und Bioenergie-Dörfer lokale Kreislauf-Lösungen für ihren Energie-Bedarf suchen.
Wie sieht der vorgeschlagene Kreislauf aus?
Wenn in einem Wohnbezirk der Kreislauf in Gang gekommen ist, trennen in den Haushalten die Familienmitglieder, in den Schul-, Universitäts- und Firmenkantinen die KüchenmitarbeiterInnen und auf dem Markt die VerkäuferInnen die organischen von den übrigen Abfällen.
Die organischen Abfälle werden täglich von geschulten Transport-Fachleuten eingesammelt und einer lokalen Biogas-Anlage zugeführt, wo spezialisierte TechnikerInnen ihre fachgerechte Aufbereitung garantieren und über direkte Gas-Leitungen den Ofen der lokalen Bäckerei mit Biogas versorgen. Der bei diesem Prozess sozusagen nebenbei abfallende hochwertige organische Dünger kommt der (örtlichen) Landwirtschaft zugute – und hier auch dem Amaranth-Anbau –, das Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet.
Warum Amaranth anbauen und essen?
Die Körner dieser außergewöhnlichen Pflanze (s. Abb.2), als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit über die ganze Welt verteilt, haben enorme Qualitäten. 1975 von der US-National Academy of Sciences als bestes pflanzliches Nahrungsmittel für den Menschen öffentlich wiederentdeckt und hervorgehoben, ist Amaranth auch ausdrücklich zur Bekämpfung des Welthungers empfohlen und fliegt bei der NASA seit 1985 als Controlled Ecological Life Support System regelmäßig mit in den Weltraum.
Zudem besitzt er die Fähigkeit, auch auf trockenen und salzhaltigen Böden zu gedeihen und diese Böden dann auch für andere Kulturen (wieder) fruchtbar zu machen. Damit ist die Pflanze in der Lage, gezielt der zunehmenden Versandung von Böden in einem immer breiter werdenden Gürtel entlang des Äquators entgegenzuwirken.
Warum Hausabfälle zu Biogas verarbeiten?
Sie stinken weltweit zum Himmel: die organischen Haushaltsabfälle. Immer noch verrotten sie überwiegend auf Müllhalden, einfach am Straßenrand oder an Flussufern. Das schädigt nicht nur Boden, Wasser und Ozonschicht, sondern ist noch dazu eine enorme Verschwendung, sind doch die organischen Reste des Essens und seiner Vorbereitung, Papier und Gartenabfälle eine Energiequelle erster Güte: Aus ihnen kann das kostbare Biogas gewonnen werden.
Die kleinen Lebewesen, die das können, gehören zu den ältesten auf der Erde: Methanbakterien. Sie sind die erfahrensten Energie-Produzentinnen aller Zeiten – wir menschliche „Energie-Grünschnäbel“ sollten sie also selbstverständlich im Team haben, wenn wir unsere Abhängigkeit von Erdöl, Gas und Kohle beenden wollen.
Lokaler Kreislauf auch beim Austausch Wertstoff gegen Wertmarken
Sinnvollerweise fließen in das Kreislaufkonzept von „EL PAN ALEGRE“ auch die positiven Erfahrungen der Stadtverwaltung in der brasilianischen Millionenstadt Curitiba ein. Um der stetig anwachsenden Müllberge in den Randbezirken Herrin zu werden, entwickelte sie vor über zwanzig Jahren ein äußerst erfolgreiches System („Müll ist kein Müll“), in dem das getrennte Sammeln und Abliefern von recyclebaren Wertstoffen mit Gutscheinen für den öffentlichen Nahverkehr, Saatgut, Bücher, Schulhefte und Bleistifte oder Essen entgolten wird.
Nachhaltig sein heißt die Kinder einbeziehen
In allen Projekt-Teilbereichen von „EL PAN ALEGRE“ werden insbesondere die Kinder als die hauptsächlichen zukünftigen NutznießerInnen mit einbezogen, so dass sie das Ineinandergreifen bzw. Vernetzen verschiedener Kreisläufe mit eigenen Händen lernen können.
Sie säen, betreuen und ernten die Pflanzen (s. Abb.3), aus deren Körnern später das Mehl gewonnen wird; sie bereiten selbst den Teig mit Amaranth-Mehl zu und backen Brot und Kekse.
Und sie tragen mit dazu bei, die zum Backen notwendige Energie zu produzieren, indem sie aktiv die „Müll“-Trennung lernen, die Weiterverarbeitung sehen und so ein Verständnis für den Stoff-Kreislauf organischer Materie entwickeln. Ihr Bewusstsein wird gestärkt, direkt Einfluss auf ihre Lebensbedingungen nehmen zu können.
Zum Trägerverein
Der gemeinnützige Verein „En Buenas Manos“ e.V. arbeitet geschlechter-demokratisch zusammen mit dem IKN (Internationales Süd-Süd-Nord-Wissens-Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung) und der FNBB e.V. (Förder-Gesellschaft für Nachhaltige Biogas- und Bioenergie-Nutzung).Dann möchte ich noch hinzufügen dass der Verein seine Arbeit bislang nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und wir uns deswegen über jede Spende als Unterstützung freuen (natürlich gegen Spendenbescheinigung).
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2) Informationen zum Amaranth
Der Amaranth (Pseudogetreide, aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse; bot.: Amaranthus spp.)
Die Amaranth-Pflanzen haben einen Saatkopf mit wenig Seitenzweigen, der bis zu 50cm lang wird. Der Samen ist kaum größer als ein Senfkorn, ist cremefarben, golden oder rosa. Eine Pflanze aus so einem kleinen Korn bringt ungefähr 50.000 neue Samenkörner hervor!
Amaranth ist eine der wichtigsten konzentrierten Quellen für Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine wie A, B1, B2, B3 und C; außerdem für Folsäure, Kalzium, Eisen und Phophor. Und er besitzt in außerordentlich hohem Maße essentielle Aminosäuren wie das Lysin, ebenso wie – die gesunden – mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Im Amaranth finden sich doppelt so viel Eiweiß wie in Mais und Reis bzw. 60-80% mehr als im Weizen sowie ein hoher Anteil an Ballaststoffen.
Achtung: da die Tabellen technisch bedingt nicht ganz zu sehen sind, gibt es sie im Folgepost 291 b) Amaranth und seine Eigenschaften als Grafiken abgebildet. Die Tabellen lasse ich hier jedoch stehen, damit sie maschinell ausgelesen werden kann, was mit den Grafiken ja nicht möglich ist.
Amaranth hat einen Proteingehalt von ca. 17% (Weizen nur 12-14%, Reis 7-10% und Mais 9-10%).
Verglichen mit anderen Getreidearten ist der Gehalt der essentiellen Aminosäure Lysin ebenfalls sehr hoch (9,28%). Der Nährwert des Amaranth-Proteins liegt bei 75%. Der Vergleich mit Milch (73%), Gerste (62%), Weizen (56%) und Mais (44%) zeigt den hohen Grad biologischer Verwertbarkeit des Proteins.
Amaranth enthält dazu doppelt soviel Kalzium wie Milch. Amaranth sollte mit Milchprodukten zubereitet werden, damit der Darm sie besser verarbeiten kann. Der hohe Eisengehalt und die Aminosäure Lysin machen Amaranth besonders wertvoll.
Die Körnchen können zu Mehl verarbeitet und z.B. Brot, Keksen und Spaghetti beigefügt werden. Aber sie können auch wie Maiskörner »gepoppt« werden (nussiger Geschmack) und dann z.B. Süßspeisen, Müsli, Joghurt, Suppen und Soßen bereichern.
In Deutschland sind Amaranth-Körner roh ebenso wie verarbeitet in der Zwischenzeit in allen Bioladen-Ketten, Bioläden und Reformhäusern zu kaufen.
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Die Amaranth-Pflanze ist in der Lage, sich auch in trockenen und salzhaltigen Böden zu entwickeln. Wenn sie ausgekeimt hat, wächst sie auch ohne künstliche Wasserzufuhr weiter. Mit ihren vielen Blättern und ihren Wurzeln bietet sie Sonnenschutz und (neue) Lebensgrundlagen für Mikroorganismen in der Erde, so dass sie wieder fruchtbar wird – auch für andere Bodenfrüchte.
In Lateinamerika war der Amaranth bei den Mayas, Inkas und Azteken bereits 4.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein fester Bestandteil ihrer Hochkultur, neben Mais und Bohnen. Wegen ihres schon damals bekannten hohen Nährwerts wurden die Körner wie Gold gehandelt – Powernahrung für starke Völker.
Die Pflanze selbst wurde zum Symbol für Unsterblichkeit, denn die Rispen mit den Blüten – einmal abgeschnitten – halten sich noch lange Zeit (Amaranth > griech. = Pflanze, die nicht verwelkt).
Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der spanische Invasor Hernán Cortés bei Androhung der Todesstrafe den Anbau und den Verzehr von Amaranth verbieten. Katholische Priester hatten sich an den religiösen Zeremonien gestört, bei denen Amaranth-Gebäck dargereicht wurde. Vor allem aber hatten sie herausgefunden, dass der Widerstand der Bevölkerung gegen die spanische Gewaltherrschaft mit den kleinen Amaranth-Körnern genährt wurde.
Für 400 Jahre geriet Amaranth in Lateinamerika nahezu vollständig in Vergessenheit.
In Deutschland wird Amaranth immer bekannter; in Lateinamerika haben nur mexikanische Kleinbauern das alte Wissen bewahrt, während z.B. in Peru ökologisch zertifiziert nur für den Export angebaut wird.
Dass Amaranth ein wahres Natur-Dopingmittel ist, muss dort wie hier noch viel lauter gesagt werden. Vor allem den Kindern und Frauen. Denn sie profitieren am meisten von seiner Kraft.
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Rezeptbeispiele:
1. Etwas Süßes, ganz leicht zu machen:
Alegría (= Freude)
6 TL Honig und 1 EL Butter vermischen und unter Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen. Wenn die Masse goldbraun ist, 1 Tasse gepoppten Amaranth natur mit einem Holzlöffel einrühren.
Nach Geschmack Sonnenblumenkerne, Kokosflocken, Cornflakes oder Rosinen unterrühren. Die Mischung auf ein Backblech streichen, in Würfel schneiden und abkühlen lassen.
2. Etwas leckeres Herzhaftes:
Amaranth-Mangold-Auflauf
Zutaten für 2 Portionen
- 100 g Amaranth-Körner (roh)
- 1/4 l Gemüsebrühe
- 300 g Mangold
- 1 Fenchelknolle
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Olivenöl
- Salz
- Muskatnuss, frisch gerieben
- 2 EL Crème fraîche
- 2 EL Zitronensaft
- 1 Ei
- 50 g Haselnussblättchen
- 2 EL frisch geriebener Parmesan
- Öl für die Form
Schritt 1
Amaranth in einem Sieb mit heißem Wasser kurz abspülen. Mit Gemüsebrühe aufkochen, bei schwacher Hitze 40 Min. quellen lassen.
Schritt 2
Mangold waschen und putzen. Die Stiele klein würfeln, die Blätter in breite Streifen schneiden. Fenchel waschen, putzen, halbieren und ohne den mittleren Strunk in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen, fein würfeln. Öl erhitzen. Knoblauch, Fenchel und Mangoldstiele 2-3 Min. andünsten, Mangoldblätter unterrühren. Mit Salz und Muskat würzen.
Schritt 3
Backofen auf 200° vorheizen. Eine feuerfeste Form einfetten. Crème fraîche mit Zitronensaft und Ei verrühren. Die Hälfte des Gemüses in die Form geben. Amaranth darauf verteilen, mit der Hälfte der Haselnussblättchen und 1 EL Parmesan bestreuen. Mit dem Rest Gemüse abdecken. Crème fraîche darüber gießen. Mit übrigen Haselnussblättchen und Parmesan bestreuen. Im Ofen (Mitte, Umluft 180°) 20 Min. backen.
Haselnussblättchen und Parmesan krönen diesen wunderbar aromatischen Auflauf als Knusperkruste - da greifen nicht nur Vegetarier gerne zu!
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Zubereitungszeit: unter 30 min
Schwierigkeitsgrad: einfach
Kalorien: 640 kcal pro Portion
Saison oder Anlass: Winter, Herbst
Menüfolge: Hauptspeise
Gerichttyp: Auflauf
Verschiedenes: Gut vorzubereiten, vegetarisch, ohne Alkohol, Glyx
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3) Informationen zum Biogas
Biogas
Biogas besteht hauptsächlich aus Methan (CH4, Anteil: mindestens 60%) und Kohlendioxid (CO2) sowie den Spurengasen Schwefelwasserstoff (H2S), Ammoniak (NH3), Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2).
Unter Luftabschluss zersetzen Methan-Bakterien organische Materie und verwandeln sie seit über 3,5 Millionen Jahren in Biogas und hochwertigen organischen Dünger. Damit sind sie die erfahrensten Energieproduzentinnen auf der Erde.
Biogasanlagen weltweit machen sich dieses Wissen zunutze, bislang in der Mehrzahl mit
Gülle aus der Viehzucht als Ausgangsmaterie. Auch aus den organischen Hausabfällen auf den offiziellen und den wilden Mülldeponien entweicht Biogas – unkontrolliert. Es steigt in die Atmosphäre auf und schädigt dort die Ozonschicht.
In Europa existiert seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts ein regelrechter Boom beim Biogas-Anlagenbau. Auch in Kuba rückt diese Energiequelle immer stärker in den Mittelpunkt der Bemühungen, in der nationalen Energieversorgung Alternativen zum Erdöl zu fördern. So wurde zum Jahresbeginn 2007 eine nationale interdisziplinäre Biogas-Kommission eingerichtet, die die langjährigen Erfahrungen bündeln und extensiv ausbauen soll – auch und gerade mit neuen Ausgangsmaterialien.
Die steigende Bevölkerungszahl und damit auch die zunehmende Menge ihrer Abfälle machen veränderte Entsorgungskonzepte unumgänglich. Wie in anderen Zusammenhängen auch müssen nachhaltige Lösungen lokal ausgerichtet und verankert sowie in Kreisläufen organisiert sein.
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Der Verein verfolgt wirklich sehr ehrgeizige Ziele und ich wünsche ihnen, daß sie über "El Pan Alegre" viele Freunde erreichen können :-) Und wenn es die ersten Amaranth-Ernten des Vereins in Deutschland zu kaufen gibt, erfahrt Ihr es gewiß über Naturtipps...
Amaranth - eine gesunde Kostergänzung, die auch noch bei der Zurückgewinnung versteppter Flächen helfen und die Versteppung aufhalten kann!
Übrigens:
Verschenkt doch als Geschenkidee einfach mal Amaranthprodukte - das ist lecker und gesund - und fairtrade auch noch sozial und bio auch noch nachhaltig :-)
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Sonntag, Dezember 14, 2008
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Freitag, 12. Dezember 2008
WPE: Kamerun-Report 8
Weiter geht es mit Wolfgang und seinem unermüdlichen Einsatz in Kamerun - wann kann man schon so hautnah eine Aktion mitverfolgen... Hier sein Bericht vom 7. Oktober 2008:
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Kamerun 8
by Wolfgang on Tue Oct 07, 2008 5:22 pm
Kamerun 8Endlich habe ich einen Mitbewohner. Der erste Gecko hat sich eingefunden. Ich hoffe das kleine Tier findet schnell einen Partner und gruendet eine Familie, die mir herzlich willkommen ist. Geckos verzehren all die laestigen Insekten wie Moskitos etc., die hier aber gluecklicherweise nicht zu haeufig vorkommen. Muss mir deshalb ueber eine Zufuetterung ernsthafte Gedanken machen.
Der vorletzte Samstag Abend wurde mit Ofir und Ian Redmond bei mir zuhause verbracht und hatte einige neue Erkenntnisse zur Folge ueber die ich im Laufe des Reports berichte.
Der Sonntag morgen wurde zum Waeschetag, auf den Kirchgang habe ich deshalb verzichtet.
Am Sonntag Nachmittag hatte ich mich mit Ofir und Ian bei einer befreundeten Kameruner Familie getroffen und wurde dort sehr nett verkoestigt. Danach ging es zum zweitenmal in den Mefour Nationalpark um mit Ian die Gorillas und Schimpansen zu besuchen. Ian beschaeftigt sich seit langem mit den uns so aehnlichen Tieren und hat erst kuerzlich ein Buch geschrieben. Der Yaounde nahe gelegene Nationalpark ist nur etwa 1000 qkm gross und beherbergt eine Affenauffangstation die vom CWAF vorbildlich betrieben wird. Das Gebiet ist geschuetzt aber vom Regenwald ist nicht mehr viel uebrig, immerhin gibt es aber noch Regen der uns auch an diesem Tag nicht verschont hat. Total durchnaesst haben wir dann am spaeten Nachmittag die Rueckfahrt angetreten. Ian fliegt am naechsten Tag zurueck nach England.Der Besuch im DHL Office beanspruchte fast den ganzen Montag Vormittag und brachte leider keine positiven Ergebnisse. Von dem uerpruenglich aufgerufenen Betrag wollte man nicht abweichen, koennte das angeblich nicht, da der Betrag bereits vom Zoll deklariert wurde. Der Wert des Pakets wurde in Österrich mit 180 Euro angegeben. Der aufgerufene Betrag besteht aus Zoll plus Steuern. Ich bin bei meiner Haltung, nichts zu bezahlen, nicht abgewichen. Das Paket ist somit verloren und der Inhalt wird vom Zoll versteigert.
Meine Berichtigung zur Schimpansenauffangstation und dem Dorfchef in Songo Bongo ist noch radikaler als meine ersten Eindruecke.
Ich erwaehnte Ofir gegenueber das die Misstaende wohl durch die Abwesenheit Patricias zu erklaeren seien, worauf Ofir meinte das wohl eher das Gegenteil der Fall waere. Angeblich kauft Patricia die Schimpansenbabys und der Verlust von Schimpansen ist Regelfall und kam schon oft vor.
MilkMir fiel auf das die Babys nur eine Milchration taeglich bekamen wobei mindestens drei noetig waeren. Bananen waren an dem Tag als ich dort war angeblich nicht zu bekommen und andere Fruechte gab es keine. Stattdessen werden wohl taeglich (?) Donuts fuer die Schimpansen gebacken. Selbst fuer das Oel zum backen war kein Geld vorhanden und ich hatte das ausgelegt. Nun kommen im natuerlichen Speiseplan von Schimpansen Donuts nicht vor. Die Primaten ernaeheren sich von allerlei Fruechten, Gruenzeug und Insekten.
Die fehlende Aufmerksamkeit ganz besonders Liberty gegenueber hatte ich bereits im Kamerun Report 7 erwaehnt. Ein Baby in diesem Alter braucht die staendige Fuersorge einer Person.
Auf einige Fragen zu Schimpansen bekam ich ausserdem inkorrekte Antworten was jegliche fachliche Kompetenz ausschliesst.
In Patricias Dschungelcamp werden 2 verschiedene Schimpansenunterarten unter fragwuerdigen Bedingungen gehalten.
Das eine der aelteren Schimpansenweibchen auf der Insel schwanger ist duerfte ebenfalls ein Geruecht sein. Auch hier leben zwei verschiedene Unterarten was von Fachleuten strikt abgelehnt wird. Die sehr kleinen Futterrationen die man auf die Insel gebracht hat waren bei weitem nicht ausreichend.
Da an dem Tag als ich mit Louis in Pongo Songo zu Besuch war, bereits kein Geld da war darf man sich vorstellen was an den Tagen nach unserer Abreise geschah.
Ich moechte wetten das die 10.000 CFA fuer den Dorfchef niemals seine Bestimmung fanden und kann nur hoffen das die Schimpansen wenigstens einen Teil davon abbekommen haben.
Zu Beginn des Projekts wurde das Dorf Pongo Songo in die Plaene von Patricia mit einbezogen. Der Dorfchef und die Bewohner waren sehr kooperativ und haben sogar aus eigenen Mitteln UnterkuenftePrison fuer Touristen gebaut. Urspruenglich lag das Schimpansencamp naeher am Dorf.
Ausser den obligatorischen Flaschen Whisky fuer den Dorfchef gab es aber in der Folge keine Fortschritte und keine nennenswerte Zusammenarbeit von Patricias Seite aus. Die wenigen Besucher sind am Dorf vorbei sofort zu Particia und das Dorf hatte von alledem bislang keinerlei Vorteile.
Meine Frage nach den monatlichen Aufwendungen fuer die Schimpansen wurde mit 1.2 Millionen CFA beziffert. Ich hatte das bereits dort vor Ort ueberschlagen und diese Summe ist um ein vielfaches zu hoch, selbst wenn man die relativ hohen Loehne der drei Angestellten mitrechnet.
Die verstockte Einstellung des Dorfchefs zu Besuchern ist diesen Erkenntnissen zufolge nachzuvollziehen. Von Ofir wird der Chef als gemaessigter Mann im Gegensatz zu anderen Dorfchefs bezeichnet.
Von Liberty gibt es weiterhin keine Spur. Es ist anzunehmen das der naechtliche Gewehrschuss dem Baby galt.
Das Dorf Pongo Songo und das Dschungelcamp von Patricia wird zukuenftig im besonderen Blickfeld der WPE Arbeit stehen.
Zur Loesung des Problems stehen nur zwei Moeglichkeiten offen.
1.Die Schimpansen werden Patricia entzogen und an anderer Stelle versorgt.
2.Fuer das Schimpansencamp und die Schimpansen auf der Insel wird eine neue Administration vor Ort eingesetzt.
In jedem Fall sollte Patricia die Auflage erhalten sich nicht mehr um Tiere kuemmern zu duerfen.
Vor meiner Abreise hatte ich von Gilbert noch sehr schoen gemachte Flyer ueber das Schimpansencamp namens „Papaya France“ erhalten. Man darf annehmen das Patricia in Frankreich finanzielle Mittel fuer ihre fragwuerdige Arbeit sammelt. Was mit diesen Mitteln geschieht sei ebenfalls dahingestellt. Offenbar verfuegt Patricia ueber eine gute Verbindung zu einer hochgestellten Person in einem Kameruner Ministerium.
Sanaga RiverHabe ein Schreiben an den Minister fuer Wildlife verfasst der von Ofir weiter geleitet wird. Kopien des Schreibens gehen ebenfalls an die Deutsche Botschaft, den WWF und weitere Institutionen. Ofir hatte bereits in der Vergangenheit durch Schreiben ans Ministerium auf die Zustaende in Pongo Songo aufmerksam gemacht. Zum Wohle der Schimpansen ist es dringend erforderlich das da schnellstens etwas passiert bevor noch weitere Babys den Tod finden.
Desweiteren werde ich den Fall mit Aisha diskutieren um schnellstens eine Loesung des Problems herbeizufuehren.
Weiteres zu Pongo Songo und Patricias Schimpansencamp in den naechsten Kamerun Reporten.
Vivian hatte am Dienstag einen Anruf von DHL um dort vorstellig zu werden. Am Mittwoch, nach dem Schulunterricht, begleitete ich unsere engagierte WPE Lehrerin dann nochmals zur Zollstelle. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Nach kurzer Diskussion haendigte man uns das Paket aus ohne das ich auch nur ein CFA bezahlt wurde. Meine harte Haltung dem Zoll gegenueber hat sich also ausgezahlt und als richtig erwiesen was Bewunderung und eine grosse Freude Vivians zur Folge hatte, die ja vorher meiner Haltung gegenueber eher skeptisch war. Natuerlich habe auch ich mich sehr gefreut.
In der Schule konnte ich nahtlos an Vivians Unterricht mit ihrer Klasse zum Thema Klima unterrichten um dann auch noch auf die Schimpansen zurueck zu kommen. Die Kinder waren von den Fotos, besonders denen mit Schimpansen auf meinem Arm, ziemlich beeindruckt.
SchuleNach Vivians Klasse habe ich dann noch mit einer neuen Klasse begonnen. Am Freitag ist dann endgueltig eine neue Schule geplant um den Kindern die bereits im Forum gepostet haben endlich die Gelegenheit zu geben weiter zu machen. Viele Kinder haben mich zwischenzeitlich darum gebeten auch ins Cyber Cafe mitgehen zu duerfen. Da die Resonanz im deutschsprachigen Raum allerdings bislang eher verhalten ist muss ich das vorerst ablehnen.
Um hier vorran zu kommen brauchen wir mehr Kinder aus anderen Laendern die sich virtuell austauschen wollen. Ich bitte deshalb alle Eltern die Kontakte zu Schulen und Kindern haben hier aktiv mitzumachen.
Nach der Schule und dem oben erwaehnten Besuch bei DHL war ein erneuter Besuch bei LAGA auf dem Tagesplan. Hier konnte ich mich mit Evelyn einer Mitarbeiterin des Wildlife Center Limbe zum Thema „Environmental education“ austauschen. WPE wird zukuenftig mit dem Wildlife Center eng zusammenarbeiten und sobald als moeglich damit beginnen, gemeinsam mit dem Wildlife Center, Schulen im Raum Limbe zu unterrichten. Das Wildlife Center hatte bereits in der Vergangenheit aehnliche Aktivitaeten auf dem Plan. Durch diese Zusammenarbeit wird die Arbeit an Effektivitaet zunehmen. Zu diesem Zweck werde ich in ca. 2 Wochen fuer einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen nach Limbe gehen um dort intensiv zu arbeiten. Danach geht es wieder fuer eine Zeitlang nach Yaounde zurueck um dann weitere Projekte zu starten.
Zum Abschluss des Tages war dann noch ein Besuch bei Louis angesagt um einige Fotos des Neugeborenen zu schiessen.
In meiner Abwesenheit wird Vivian oder Ruth im WPE Office wohnen und eine der beiden wird sich um die wichtigsten Dinge kuemmern. Vivian wird den Unterricht an den Schulen in dieser Zeit ohne mich weiter fuehren. Doydonne bleibt weiterhin damit beschaeftigt die Registrierung von WPE als Organisation in Kamerun vorran zu bringen.
Ofir von LAGA hatte fuer die LAGA Registrierung uebrigens ein komplettes Jahr gebraucht und uns darauf aufmerksam gemacht das wir da noch mit etlichen Huerden und Kosten zu rechnen haben.
Freitag war Schultag in der "ecole de Printemps". Vivian hatte starke Zahnschmerzen und der komplette Unterricht wurde von mit alleine gefuehrt. Nicht ganz einfach fuer mich da ich ja kein Lehrer bin. Dementsprechend schwierig war es den Kindern Aufmerksamkeit abzuverlangen.
Wie ich jetzt von Susanne erfahren habe hat Sie den vom Kameruner Zoll geforderten Preis in Oestereich nachbezahlt. Die Aushaendigung hat also nichts mit meiner starren Haltung zu tun. Um der Authenzitaet willen belasse ich die Zeilen so wie urspruenglich geschrieben. Zu diesem Thema sind also dringende Loesungen erforderlich da ich in der Zukunft mit weiteren Geschenken fuer die Schulen und Kinder rechne. Ich hoffe da Unterstuetzung von Seiten Der Deutschen Botschaft oder der GTZ zu bekommen.
Bislang war es mir noch nicht moeglich dort vorstellig zu werden. Habe das aber jetzt endgueltig auf meinen Terminkalender fuer die naechste Woche gesetzt.
Ein Leitplan fuer den WPE „environmental education“ Unterricht ist in Arbeit. Dieser Leitplan wird dann so vielen Schulen und Lehrern wie moeglich zugaenglich gemacht. Selbstverstaendlich werde ich einen Download einrichten und ihr koennt euch das ansehen.
Das gleiche gilt fuer den neuen WPE Flyer. Der ist jetzt in englisch und deutsch fertig. Der Flyer steht als Download im PDF Format ueber die WPE Homepage, Rubrik Info & Aktionen zu eurer Verfuegung.
Die Aktion „Project Squirrel Campaign“ wird demnaechst in „The great ape campaign“ umbenannt. Diese Kampagne laeuft bereits. Der Naturkunde Unterricht ist ein Teil dessen. Aktionen folgen bedürfen aber weiterer finanzieller Unterstuetzung.
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Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”
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Freitag, Dezember 12, 2008
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WPE: Kamerun-Report 7
Weiter geht es mit dem Kamerun-Report von Wolfgang. Diese Folge ist vom 28. September 2008:
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Kamerun 7
by Wolfgang on Sun Sep 28, 2008 11:21 am
Kamerun 7Ende vorletzter Woche ist ein kleines Paket aus Oestereich, von Susanne, versendet ueber DHL, in Yaounde angekommen. Der Zoll wollte stolze 102.000 CFA von Vivian. Musste dann selbst zur Zollstelle und habe dort tuechtigen Wirbel gemacht woraufhin man angeblich eine Rueckfrage nach Oestereich stellte ob denn wirklich alles bezahlt sei. In dem Paket war lediglich ein gebrauchtes paar Schuhe von mir, ein USB Stick, eine Landkarte, eine CD, einige Fotos und ein Schluesselanhaenger als Geschenk fuer Brunhilda. Musste mit Ministerium und Botschaft drohen um den verschlafenen Zoellner aus seinen Tagtraeumen zu wecken. Ich nehme an das Paket in den naechsten Tagen dann ohne weitere Bezahlung abholen zu koennen.
Bei WPE Kamerun hatte ich einige strukturelle Aenderungen vorgenommen da ich mit dem schleppenden Fortgang der Dinge nicht mehr weiter einverstanden war.
Vivian hat jetzt die Position des Projectmanagers for Environmental Education und Doydonne uebernimmt den Job des Projectmanagers fuer Public Affairs. Sein Einstand beim Ministerium war sehr gelungen und wir koennen jetzt davon ausgehen das in Kuerze die Registrierung als Organisation in Kamerun amtlich ist. Dazu haben wir ausserdem eine Genehmigung um Naturreservate zu besuchen. Weitere Genehmigungen werden dann nach und nach realisiert.
Alles in allem bin ich mit dem Fortgang der Dinge in Bezug auf den Umgang mit den Behoerden sehr zufrieden. Aus Sri Lanka war ich schlimmeres gewohnt denn dort ging gar nichts. Die Uhren in Kamerun laufen langsamer als bei uns aber selbst wenn alles doch noch laenger dauert als erwartet, sind wir hier auf dem richtigen Weg.
Aisha die in gehobener Position im Ministerium for Forestry and Wildlife taetig ist und fuer uns alles arrangiert hat ist jetzt Mitglied bei WPE. Ein gelungener Schachzug der uns weitere Tueren oeffnet.
Edea und Marienberg
Mit Louis ging es am Dienstag morgen in einem recht komfortablen Bus nach Edea, ca. 220 km von Yaounde entfernt am Sanaga Fluss gelegen. Die zweieinhalb stuendige Fahrt ging entlang von Regenwaeldern die ihrer grossen Baeume und ihrer Tierwelt weitestgehend beraubt wurde. Immer wieder machen die Waelder grossen Oelpalmplantagen und Kautschukwaeldern Platz um den unstillbaren Hunger der Menschen zu befriedigen. Die Fahrt ueber hat Louis viel zu erzaehlen. Er ist im Tourismus taetig, hat fuer einige Reporterteams, unter anderem BBC, alles in Kamerun arrangiert und weiss viele Geschichten zu erzaehlen die ich zum Teil an einem spaeteren Zeitpunkt und anderer Stelle versuche wieder zu geben.
Edea ist eine kleine huegelige, gruene und saubere Stadt am Sanaga River einem grossen, breiten Strom gelegen. Mit kleinen chinesischen Motorraedern lassen wir uns dann von Edea zur Haltestation in Richtung Marienberg fahren. Marienberg ist eine ehemalige deutsche Mission und hier steht die alteste Deutsche Kirche aus dem 19. Jahrhundert die noch immer fuer Gottesdienste genutzt wird. In einem restlos ueberfuellten Minibus geht es dann die ca. 35km, entlang des Sanaga Flusses in Richtung Marienberg um kurz vor dem Dorf ein Paddelboot zur Ueberquerung des Flusses zu bekommen. Die ganze Zeit ueber regnet es leicht und die Daemmerung steht kurz bevor.
Kurz vor Marienberg hat die Fahrt fuer uns ein Ende und wir begeben uns ans Ufer des gewaltigen Flusses um hier einen Einbaum fuer unsere Ueberfahrt zu mieten.
Songo Bongo
Etwa in der Mitte des Flusses liegt eine Insel die ca. 1 km lang ist. Die vorlaeufige Heimat der heranwachsenden Schimpansen. Vorbei an der Insel legen wir dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit am Ufer an. Der Chef des Dorfes Songo Bongo ist schon von weitem zu sehen und wartet auf seine obligatorische Flasche Whisky die wir Ihm dann auch sofort uebereichen. Zu Fuss mit einem Fuehrer geht es danach sofort weiter zu Patricias Dschungelcamp das sich jetzt weiter entfernt vom eigentlichen Dorf befindet. Der Fluss zur linken, gesaeumt von hohen Schilfgraesern und landwirtschaftlichen Anbauflaechen, kleinen Ansiedlungen und Regenwald machen den Fussmarsch im Halbdunkel zu einem Erlebniss.
Im Camp angekommen begruessen uns zuerst die zwei Hunde mit lautem Gebell und danach sofort auch die Schimpansenbabys mit lautem Gebruell. Dann stehen wir vor dem Holzverschlag in dem sich 8 junge Schimpansenbabys befinden. Alle strecken mir ihre Haende entgegen und jedes einzelne Baby begruesst mich mit Handschlag und Haendeklatschen ganz so wie es unter Menschen ueblich ist.
Einige meter weiter steht dann das Holzhaus von Patricia die sich leider zur Zeit in Frankreich aufhaelt. Der Verantwortliche Gilbert begruesst uns sehr herzlich. Mit den beiden Hunden hatte ich mich in der Zwischenzeit bereits angefreundet und jetzt kam auch noch Bob dazu. Ein junger White nose monkey der von der Huendin gesaeugt wird und als Hundebaby anerkannt wurde. Auch mit Bob konnte ich schnell Freundschaft schliessen. Fortan war Bob staendig mit mir am spielen und hat mich sehr an meine Aeffchen in Sri Lanka erinnert.
Die Nacht war dann eher etwas ungemuetlich und verging recht schnell. Am naechsten morgen konnte ich dann sofort die Babys besuchen und auch hier Freundschaften schliessen. Die Begeisterung der Schimpansen war so gross das man mir mein altes T-Shirt in Streifen vom Leib gerissen hat.
Gilbert hat in der Zwischenzeit bereits die Milch fuer die Babys vorbereitet die dann auch schnell ausgetrunken ist. Wir hatten fuer uns gluecklicherweise noch zwei trockene Brote so das wir zumindest dem Hungertod ein Schnaeppchen schlagen konnten. Zwischenzeitlich hatten uns Sandfloehe die man nicht sieht und nicht spuert dermassen attackiert das meine Beine ab den Knien und meine Unterarme aussahen als haette ich die Masern. Das grosse Jucken blieb gluecklicherweise erstmal aus und plagte mich erst nachdem ich in Yaounde zurueck war.
Die naechsten Stunden war spielen mit den Schimpansenbabys angesagt. Bei all dem traurigen Hintergrund fuer die Babys war das aber dann doch ein toller Spass wie man den zahlreichen Fotos entnehmen kann. Das juengste der Babys mit Namen Liberty war nicht mehr von mir fortzubekommen und es zeigte sich das dieses Baby ganz besondere Aufmerksamkeit braucht die es hier offensichtlich nicht findet. Es war auch nicht moeglich Liberty an jemand anderen zu geben und das Baby wollte nur bei mir bleiben.
Liberty ist etwa 1.5 Jahre alt. Die Mutter wurde erschossen und verzehrt. Auch Liberty hatte eine Kugel im Bein und ist leicht gehbehindert. Irgendwie ist das Baby dann bei Patricia gelandet. In einem spaeteren Report komme ich noch einmal darauf zurueck. Nach ca. drei Stunden Spiel muessen die Babys dann zurueck in den Holzverschlag. Liberty schreit wie am Spiess und ist nicht von mir zu trennen. Ich muss mit in den Holzverschlag und mit schwerem Herzen das Baby bei den anderen Schimpansen lassen. Nur eines der etwas aelteren Weibchen kuemmert sich um das Kleine. Mir bricht es fast das Herz. Haette ich geahnt was spaeter passiert haette ich das Baby nicht mehr aus meinen Armen gelassen und waere so lange im Camp geblieben bis Patricia zurueck ist. Sie wird am Mittwoch in der naechsten Woche erwartet und telefoniert taeglich mit Gilbert.
Die Schimpanseninsel
Nachdem Gilbert fuer jeden Schimpansen auf der Insel ein sehr kleines Fresspaket geschnuert hatte konnte ich mit Ihm und einem weiteren der insgesamt drei Beschaeftigten zurueck zum Dorf laufen und von dort mit dem Einbaum zur Insel paddeln. Das Wetter war den ganzen Tag ueber sehr freundlich und es gab kaum eine Wolke am Himmel. Leider haben sich die Schimpansen nicht blicken lassen und sich vermutlich an einem anderen Teil der Insel aufgehalten. Insgesamt leben hier neun der aelteren Schimpansen und sind mittlerweile schon wieder sehr wild. Die Dorfbewohner lassen die Schimpansen in Ruhe. Das aelteste der Weibchen ist schwanger wie man mir berichtete.
Ueber die Plaene zur Auswilderung der Schimpansen berichte ich spaeter. Die Insel gibt nicht genuegend Futter fuer die Tiere her und muessen deshalb taeglich beigefuettert werden. Ich konnte dann noch die Gunst der Stunde nutzen und im Sanaga River ein Bad nehmen so wie es auch die Schimpansen getan hatten. Krokodile sind hier wegen der Jagd sehr selten geworden und man trifft sie nur noch in den Sumpfgebieten an. Grosse Pythons soll es hingegen noch geben.
Die kommende Nacht sollen Louis und ich in der Naehe des Dorfes verbringen da wir noch in der Dunkelheit um 5 Uhr frueh mit dem Einbaum zum anderen Ufer muessen um dort den einzigen Mini Bus nach Edea zu bekommen. Um unsere Sachen zu packen geht es deshalb nochmals zurueck zum Dschungelcamp und den Schimpansenbabys. Ich sollte eigentlich im Dorf warten wollte aber die Babys nochmal sehen da ich ohnehin plane in Kuerze fuer laengere Zeit dorthin zu gehen.
Zurueck im Camp sind die Schimpansen frei. Das Zelt von Louis ist zerstoert und es ist keine Aufsichtsperson ist da. Liberty ist nicht zu finden. Wir schreien und suchen nach Ihr aber leider ohne Erfolg. Nach Einbruch der Dunkelheit hat das Suchen keinen Sinn mehr und wir geben auf.
Gilbert erzaehlt uns dann das Liberty schon einmal ausgerissen ist. Sie wurde eine Zeitlang spaeter weit entfernt, in schlechtem Zustand, gefunden und man musste wieder viel Geld bezahlen um sie ueberhaupt zurueck zu bekommen.
Wie sich spaeter herausstellte hatte der dritte Mitarbeiter die Schimpansen frei gelassen und Liberty alleine im Holzverschlag hinterlassen. Sie konnte sich durch ein loses Brett am Dach selbst befreien und ist gefluechtet, wahrscheinlich auf der Suche nach Ihren Eltern oder Patricia.
Liberty ist alleine nicht ueberlebensfaehig und befindet sich in einer feindlichen Umwelt unter Kannibalen die das Baby sofort fressen wuerden. Ich habe eine Stinkwut im Bauch. Auch Louis ist total schockiert.
Jetzt bleibt nur zu hoffen das einer der Dorfbewohner das Baby sieht und sich eine Bezahlung erhofft die mehr einbringt als der Verkauf des toten Babys als Bushmeat. Nach Liberty zu suchen gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen und ist nahezu unmoeglich. Louis und ich bleiben deshalb weiterhin bei unserm Plan zurueck nach Yaounde zu fahren da Er sich um seine Frau und sein Baby kuemmern muss. Ich telefoniere mit Gilbert und versuche herauszufinden ob Liberty gefunden wurde. Sollte das der Fall sein werde ich zurueck fahren und mich um das Baby kuemmern bis Patricia zurueck ist.
Songo Bongo
Den Abend verbringen wir im Dorf mit einigen Bewohnern und dem Chef. Auf der Insel gibt es keinen Strom und demzufolge nur warmes Bier. Da wir beide den ganzen Tag beinahe nichts gegessen und getrunken hatten war das warme Bier eine Wohltat.
Im Kreis sitzend diskutieren wir jetzt ueber die WPE Projekte der Schulung und auch der Projekte wie z.B. Eco Tourismus und Huehnerfarmen um das Bushmeat Problem einzudaemmen. Louis uebersetzt immer wieder da die Gespraeche in franzoesisch gefuehrt werden. Der uneinsichtige Chef des Dorfes kommt immer wieder darauf zurueck Geld zu wollen und jegliche Weisheit ist bei Ihm verloren gegangen. Gastfreundschaft scheint in seinem Wortschatz nicht vorzukommen. Einige Dorfbewohner sind wesentlich aufgeschlossener dem gegenueber. Es scheint schon eine sehr grosszuegige Geste zu sein das man die Schimpansen auf der Insel nicht verzehrt. Einzig die Hoffnung das immer mal wieder ein Besucher etwas springen laesst scheint diesen uneinsichtigen Mann davon abzuhalten seine Jaeger loszuschicken.
Am Abend faellt dann auch noch ein Gewehrschuss und Louis hat bei allem kein gutes Gefuehl. Ich hoffe der Schuss galt nicht unserem Baby Liberty.
Bei all den Diskussionen sind wir aeusserst behutsam und zu guter Letzt bekommt Gilbert 10.000 CFA um den Betrag an den Chef zu uebergeben um uns in guter Erinnerung zu behalten. Diese Zahlung war mir total zuwieder und normalerweise spiele ich da nicht mit. Wir muessen allerdings vorsichtig sein und wollen die Situation fuer Patricia und die Schimpansen nicht erschweren.
Weiteres zu Liberty und dem Dschungelcamp fuer Schimpansen deshalb in einem spaeteren Report.
In der spaeten Nacht, nach kurzem Schlaf ging es dann wieder mit dem Einbaum zurueck ans andere Ufer. Unterwegs haben wir noch einen total geistig matten jungen Mann gesehen der ein junges Krokodil an der Leine hatte. Die weitere Rueckfahrt war ansonsten ereignislos und Louis und ich hatten die traurigen Erlebnisse noch nicht verarbeitet.
Die WPE Projekte auch in Songo Bongo zu etablieren erscheint als sehr sinnvoll. Weitere Aktivitaeten um das zu realisieren koennen nur in Kooperation mit Patricia erfolgen. Auch Ofir, der Chef von LAGA, hat da einiges mitzureden da Er die Situation dort genau kennt.
Ofir ist morgen mit einem weiteren Gast bei mir zum Essen eingeladen. Ueber den Fortgang der Plaene und Libertys Schicksal werde ich in Kuerze berichten.
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Das Abendessen mit Ofir und Ian hat bereits vor der Veroeffentlichung dieses Kamerun Reports stattgefunden. Ian arbeitet mit verschiedenen Organisationen zusammen und ist mit der Situation in Zentralafrika sehr vertraut. Mehr dazu im naechsten Report.
Was ich von Ofir ueber Patricia und die Schimpansen erfahren habe hat mich schlichtweg schockiert und ich muss die neuen Erkenntnisse ersteinmal verarbeiten. Eigentlich waere es angesagt den Kamerun Report 7 komplett zu ueberarbeiten aber um die Authenzitaet zu wahren und dabei auch die Situation in Kamerun anschaulicher zu machen belasse ich den Report so wie ich ihn urspruenglich, mit viel Ruecksicht auf Patricia geschrieben habe.
Meine Eindruecke vom Chef des Dorfes muss ich komplett revidieren.
Liberty wurde uebrigens bis heute nicht gefunden.
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Freitag, Dezember 12, 2008
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Mittwoch, 10. Dezember 2008
290) Angela Merkel jetzt sofort anrufen?
Tja, so schnell kann es kommen, daß Du gebeten wirst, "ganz oben" anzurufen...
Worum es geht?
Das steht genauer im Utopia-Forum unter "JETZT Merkel anrufen und das EU-Klimapaket retten" und ist in einem dazugehörigen YouTube-Video zu sehen.
Dort gibt es den Aufruf auch noch für andere Europäische Länder.
Was meint Ihr?
Abheben, Nummer des Kanzleramtes wählen und die Meinung sagen?
Oder lieber nicht die Leitung blockieren?
Welche friedlichen Alternativen gibt es sonst noch, um kurzfristig noch vor der Entscheidung die Meinung durchzugeben?
Oder haben wir gar kein "Klimaproblem"?
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Mittwoch, Dezember 10, 2008
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WPE: Kamerun-Report 6
Weiter geht es mit der Folge 6 vom Kamerun-Report vom 21. September 2008:
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Kamerun 6
by Wolfgang on Sun Sep 21, 2008 4:49 pm
Die letzten Tage hat es taeglich, zum Teil sehr heftig, geregnet. Die Strassen werden dann schnell zu Baechen oder kleinen Fluessen. In den betroffenen Gebieten herrscht dann relativer Stillstand.
Die beste und ueblichste Art sich in den Staedten Kameruns fortzubewegen ist mit den allgegenwaertigen Sammeltaxis. Dabei muss man allerdings auch in Kauf nehmen in den kleinen Toyoto Corrolas den vorderen Sitz mit einer gut genaehrten Dame zu teilen um sich voruebergehend in die Lage einer eingedosten Sardine zu begeben. Die Preise fuer den Transport sind dementsprechend moderat. Fuer einige Strecken gibt es Linienbusse.
Im Zentrum der Staedte findet man dann auch gut sortierte Geschaefte und Supermaerkte die in aller Regel von Indern betrieben werden. Man kann handeln und Preisnachlaesse bis zu 30% sind moeglich.
Ueber Land bewegt man sich am besten mit dem Bus und fuer einige wenige Strecken existiert ein Schienennetz. In entlegenen Gebieten kann das schwierig werden und je nach Jahreszeit sind viele Ziele nur mit einem Allrad getriebenen Fahrzeug zu erreichen.
Ausser den Schulprojekten sind einige andere Aktionen in der Planung. Da es sich hier zum Teil um sehr brisante, um nicht zu sagen gefaehrliche Aktionen handelt, bitte ich hier weiterhin um Geduld. Zu gegebener Zeit werde ich ausfuehrlich berichten. Jedenfalls kann ich versprechen das es sich um spannende Angelegenheiten handelt.
Am Donnerstag war wieder „Environmental Education“ auf dem Programm. Ich habe zusammen mit Vivian, Emmanuelle und seiner Frau drei Klassen hintereinander unterrichtet und die Begeisterung und das Interesse der Kinder war riesengross. Die Kinder sind aufnahmefaehig und den Problemen um die es geht sehr aufgeschlossen gegenueber. Die letzte Klasse war franzoesisch sprachig und nur durch die Hilfe von Emmanuelles Frau war der Unterricht durchzufuehren. Das Interesse der Kinder, insbesondere der franzoesisch sprachigen, hat mich tief beruehrt.
Bei diesen Unterichtsstunden ging es definitiv um das Problem Bushmeat. Ich habe versucht das Problem sehr anschaulich darzustellen und den Kindern erklaert das auch Tiere Gefuehle haben, Glueck und Schmerz empfinden, Traeumen und ueber eine eigene Sprache verfuegen.
Dazu habe ich den Kindern die Fotos gezeigt die ich letzte Woche von den Gorillas in der Auffangstation machen konnte. Das Vivian in Stuecke zerteilt, gewuerzt und gegrillt ebenso gut schmeckt wie Gorilla- und Schimpansenfleisch hatte Wirkung. Niemand wollte da auf die beliebte Lehrerin verzichten zumal es in Kamerun genuegend Proteinlieferanten wie Huhn, Rind, Schwein und Fisch gibt.
Es ging darueber hinaus auch um die Artenvielfalt und darum das ein Regenwald ohne Tiere ein kranker Regenwald ist. Die Kinder haben das sehr gut verstanden.
Viele Menschen hier sehen die Natur als eine Bedrohung.
Keines der Kinder war jemals im Regenwald. Nur wenige Kinder haben einen Gorilla oder Schimpansen, im Wildlife Center in Limbe, schon einmal lebend gesehen! Die meisten der Kinder haben aber bereits Gorilla- oder Schimpansenfleisch verzehrt und sich niemals vorher darueber ernsthafte Gedanken gemacht. Der Envorinmental Education Unterricht von WPE hat das geaendert. Alle Kinder (ca. 120) haben ihren Kenntnisstand und ihr Bewusstsein fuer die Natur bereits veraendert und tragen Ihre neuen Erkenntnisse weiter an die Eltern, Freunde und Verwanden.
In Zukunft werden wir hier in Kamerun, wie erwartet, nicht nur mit den Kindern kommunizieren sondern uns auch mit den Erwachsenen, den Eltern und Verwanden der Kinder, auseinandersetzen muessen.
Wirklich schwierig fuer die Durchsetzung der WPE Plaene wird es genau an diesem Punkt. Bei einigen Erwachsenen kommt genau das ueberhaupt nicht gut an. Wir werden deshalb auch Elternabende durchfuehren und im gegebenen Fall auch Eltern besuchen um in Einzelgespraechen fuer Verstaendniss unserer Aktivitateten zu werben.
Die Probleme die hier in Zukunft zu erwarten sind waren schon bei der Planung absehbar.
Mindestens 10 der Kinder haben darueber berichtet das Nachbarn oder Bekannte Affen (illegal) unter aeusserst fragwuerdigen Bedingungen halten. Die Kinder haben ein grosses Vertrauen zu mir und den anderen aktiven WPE Mitgliedern vor Ort und berichten uns von diesen Dingen.
Die Missionare der Vergangenheit haben in Afrika ganze Arbeit geleistet. Der Glaube an Jesus und Maria sitzt tief. Das Verstaendniss zum Umgang mit der Natur ist dabei leider komplett auf der Strecke geblieben und die Naturreligionen in Vergessenheit geraten.
Ich bin weiterhin damit beschaeftigt das Netzwerk sowohl international als auch, ganz besonders wichtig, hier in Kamerun weiter auszubauen. Um gegen illegalen Tierhandel, Wilderei etc. massiv vorzugehen ist die Registrierung von WPE als Organisation in Kamerun immens wichtig. Der Umgang mit den Behoerden ist buerokratisch, wie man das auch bei uns kennt, und dadurch bedingt das die Uhren in Kamerun viel langsamer laufen und das Land durch und durch von Korruption durchsetzt ist, eine sich dahin schleppende Angelegenheit. Ich hoffe im Laufe der naechsten Woche auf Ergebnisse.
Die Unterstuetzung aus aller Welt ist Grundlage fuer den Erfolg. Sobald die Registrierung amtlich ist wird es, ausser den Schulprojekten, auch Aktionen geben, die sich direkt gegen die Tiermafia richten.
Ich freue mich sehr in den letzten zwei Wochen drei neue Mitglieder aus der Schweiz und Deutschland bei WPE begruessen zu koennen und versichere mit allem Nachdruck das unsere Arbeit hier aus tiefster Ueberzeugung um die Liebe zur Natur stattfindet. Ich bitte deshalb weiterhin um Unterstuetzung in jeglicher Form fuer unsere Projekte.
Durch die Hilfe einiger engagierter Freunde ist es gelungen die Situation in Kamerun stabil zu gestalten. Ich habe eine kleine Wohnung gemietet die auch als WPE Office genutzt wird. Es gibt einen kleinen Raum der als Gaestezimmer allen Besuchern jederzeit zur Verfuegung steht. Die Kosten wurden dadurch erheblich gesenkt und die Moeglichkeiten die sich bieten um vor Ort erfolgreich zu arbeiten sind erheblich gestiegen.
Nach wie vor waere es von grossem Nutzen WPE im schweizerischen Handelsregister einzutragen und einen Verein auch in Deutschland und evtl. auch in weiteren Laendern zu gruenden. Dazu sind engagierte Menschen noetig die sich dann auch um die Belange des Vereins kuemmern.
Ich erinnere das wir alle die gleiche Luft atmen und die wird zu einem wesentlichen Teil in den tropischen Regenwaeldern produziert. Diese sind aber immens gefaehrdet und gehen uns alle etwas an. WPE hat jedenfalls ein erfolgversprechendes Konzept und je mehr Menschen daran teilhaben desto mehr koennen wir erreichen.
Aeusserst wichtig fuer die Zukunft der Natur in Kamerun ist der Oeko Tourismus. Hierzu gibt es einige Aktivitaten und in Kuerze wird darueber in einem ausfuehrlichen Report berichtet.
Am WPE Projektbestandteil Oeko Produkte wird ebenfalls gearbeitet und auch dazu gibt es in Kuerze mehr.
Mit neuen Fotos ist ab Ende dieser Woche zu rechnen. Der Report Kamerun 7 wird sich vorwiegend mit der Schimpansenauffangstation in der Naehe von Edea befassen.
Aufgrund der Bitte einiger WPE Freunde fuege ich die Spendenadresse von WPE an jeden der kommenden Newsletter an. Je mehr Mittel wir zur Verfuegung haben desto erfolgreicher und effektiver koennen wir arbeiten.
Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.
WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 91-503892-6, IBAN: CH89 0900 0000 9150 3892 6, SWIFT: POFI CH BE XXX
Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz
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Mittwoch, Dezember 10, 2008
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Sonntag, 7. Dezember 2008
WPE: Kamerun-Report 5
Ihr wundert Euch vielleicht, daß ich so intensiv die Berichterstattung über das WPE-Projekt üernehme und darüber informiere. Nun, ich habe Wolfgang persönlich kennengelernt und sein Engagement gespürt. Ein Mensch, der monatelang mit jungen Affenwaisen am und im Arm rumläuft (siehe Bild unten), intensiv Elternersatz spielt und sie schließlich wieder auswildert - der ist mit ganzem Herzen dabei!
Hinzu kommt die gut überlegte Arbeit des WPE. Wie aus den Berichten auch hervorgeht, arbeitet der Verein erfolgreich mit Multiplikatoren. So können mit relativ wenig Geld viele Menschen erreicht werden. Außerdem bereitet er über die Schulaktionen und Unterrichtsangebote die folgende Generation auf einen sensibleren Umgang mit ihrer Heimat vor. Und über sie erreicht der Naturschutzgedanke dann auch die Eltern der Kinder - Kinder als Multiplikatoren.
Die WPE-Mitarbeiter schaffen es, die Kinder für die Tiere und Pflanzen ihrer Heimat zu begeistert - sie säen Liebe zur Natur. Es ist ihnen von ganzem Herzen zu wünschen, daß die Kinder später auch noch Natur haben werden, die sie schützen können und nicht alles neu aufbauen müssen, weil Erwachsene alles geplündert haben.
Dies sind einige der Gründe, warum ich meine, daß es sich lohnt, über das Projekt möglichst viel zu erfahren - und vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere, der mitmacht oder mithilft :-)
Im folgenden also Wolfgangs Kamerun-Report 5 vom 21. September 2008 von WPE:
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Kamerun 5
by Wolfgang on Sun Sep 21, 2008 4:48 pm
Endlich war die Wohnungssuche erfolgreich. Das warten, das teure telefonieren, die Taxis und der Einsatz etlicher Freunde hat sich gelohnt. Im Stadtteil Medong, etwas ausserhalb der City, konnte ich jetzt ein kleines Apartment bestehend aus drei kleinen Raeumen, einer Toilette und Dusche sowie einer winzigen Kueche, anmieten. Die kleine Wohnung dient fortan auch als Buero fuer WPE Kamerun.
Die monatlichen Fixkosten sind jetzt wesentlich reduziert und das Leben insgesamt ist komfortabler. Die Wohnung liegt an einem Berghang und der Weg nach oben zur Hauptstrasse ist sehr steil und demzufolge mit mehrmaligem taeglichem Trainingsprogramm verbunden. Es ist ruhig und fast laendlich. Viele farbenfrohe Voegel, Froesche und Huehner wecken mich bereits am sehr fruehen morgen auf.
Die nicht vorhandenen Buergersteige werden schon am fruehen Abend hochgeklappt.
Nicht viel weiter endet das staedtische Yaounde und es gibt sekundaeren Regenwald in dem sogar noch kleine Affenarten vorkommen.
Ausser den Voegeln und Froeschen sieht man auch kleine Echsen und ab und an kommen auch noch Schlangen vor die aber von den Einheimischen sofort getoetet werden. Meist handelt es sich um gruene Mambas oder Vipern.
Auch hier sieht man selten einen „le blanc“, einen Weissen. Die Menschen in Yaounde kommen aus allen Landesteilen und man kann an der Hautfarbe, den Gesichtszuegen und der Statur erkennen das Yaounde ein Schmelztiegel vieler verschiedener ethnischer Kulturen ist. Nicht weit entfernt leben die kleinen Pygmaen in den Regenwaeldern und hoeher im Norden Menschen die schon mal weit ueber zwei Meter hoch gewachsen sind.
Der Medong Markt ist nur ca. einen Kilometer entfernt. Ganz in der Nahe gibt es ein Spezialitaetenrestaurant in dem Bushmeat angeboten wird. Auf der Speisekarte stehen Vipern, Affen, Stachelschweine und viele andere wilde Tierarten. Ich versuche ein Foto der Speisekarte heimlich aufzunehmen und veroeffentliche das demnaechst. Geraeucherte Affen gibt es auf jedem Markt in Yaounde zu kaufen. Das Fotografieren ist allerdings brisant.
Nach all den freundlichen Bekanntschaften musste ich gegen Ende der letzten Woche auch die Bekanntschaft mit einem weniger netten Mann machen. Beim sitzen im Strassencafe und heimlichen fotografieren von Passanten stand ploetzlich jemand laut schimpfend vor mir. Die Situation war nicht ungefaehrlich und nur durch eine zur Schau gestellte Teilnahmslosigkeit meinerseits unter Kontrolle zu halten. Mama Afrika mit ihren Pfunden konnte den aufgebrachten Mann dann aber weiter schicken.
Wie ich spaeter erfuhr hat der gleiche Mann es grundsaetzlich auf Weisse abgesehen. Erst kuerzlich soll er einen Mann bedroht und geschlagen haben und die Situation fuer den Weissen wurde erst durch die Zahlung von Geld an den Mann beendet. Eine solche Loesung von Problemen kommt allerdings fuer mich in keinem Fall in Frage.
Wie ueberall auf der Welt gibt es unter all den friedfertigen Menschen eben auch solche die es nicht sind. Man muss deshalb versuchen solche Menschen zu meiden und z.B. Blickkontakte zu vermeiden. Sich auf Diskussionen einzulassen hat niemals ein positives Ende.
Am gleichen Tag, etwas spaeter, standen wir waehrend einer Taxifahrt in einer verrufenen Gegend im Stau. Auch dort waren einige Menschen nicht gerade freundlich auf Weisse eingestellt wie man unschwer spueren konnte. Ich hatte bereits vorher darauf hingewiesen das man als Weisser einige Stadtteile besser meidet. Oft ist es hier auch fuer Einheimische nicht ungefaehrlich. Armut trifft hier mit Dummheit und Alkoholismus zusammen.
Der vorletzte Sonntag war dazu bestimmt in einen der Nationalparks in Yaoundes Naehe zu fahren. Hier gibt es eine Auffangstation fuer Gorillas, Schimpansen und andere Affenarten. Innerhalb des etwa 1000 Hektar grossen Sekundaer Regenwaldes werden verschiedene Gehege, abgesichert mit Hochspannung, betrieben. Zwischenstation fuer konfiszierte Tiere. Insgesamt geht es den Tieren dort besser als Tieren im Zoo. Sie leben in ihrer natuerlichen Umgebung in relativ grossen Gehegen. Trotzdem sollten diese Tiere in Freiheit leben nur leider besteht dort die Gefahr das die Tiere sofort wieder Opfer der Wilderer oder einer der unzaehligen grausamen Fallen werden. Viele der Tiere haben ausserdem keinen Bezug mehr zur wirklichen Wildniss und sind durch die Erlebnisse des Todes der Elterntiere traumatisiert.
Genaugenommen ist der Besuch solcher Einrichtungen depremierend. In dem kleinen Nationalpark gibt es ein Education Center und die Mitarbeiter sind gut geschult und darauf eingestellt unsere Schulklassen, bei Einzelaktionen, naturnah zu unterweisen. Einige Freiwillige, Volunteers, kuemmern sich um die Schimpansenbabys.
Einer der Projektbestandteile von WPE ist betroffenen Tieren Alternativen zu bieten. Die Einrichtung weiterer Auffangstationen in natuerlicher Umgebung ist Teil der WPE Projekte in Planung bedarf aber massiver finanzieller Unterstuetzung.
Das zur Zeit wichtigste WPE Projekt der Schulung ist und bleibt der wichtigste Schritt um diese Tiere wenigstens indirekt und nachhaltig zu schuetzen. Bei den Kindern stoesst das auf eine sehr hohe Resonanz.
Zur Zeit arbeite ich, zusammen mit Vivian und Emmanuelle, mit Kindern in zwei englischsprachigen Klassen. Der normale Schulunterricht nach den Ferien hatte letzten Montag begonnen.
Man muss sich vorstellen das die meisten der Kinder nie ihrem Leben im Regenwald waren, praktisch keinerlei Kenntnisse ueber die Natur in der sie leben besitzen und niemals einen Gorilla, Schimpansen oder Elefanten lebend gesehen haben. Die Natur mit ihren Bewohnern wird von den Menschen eher als Bedrohung verstanden.
Der „Environmental Education“ Unterricht in dieser Woche ist wieder auf eine unbeschreiblische Begeisterung bei den Kindern gestossen die Ihre Erfahrungen auch an die Eltern weiter geben. Man kann diese Begeisterung an den Fotos nachvollziehen. Mit Mitgliedsbeitragen und gespendeten Geldern werden deshalb in Kuerze auch Aktionen finanziert die den Kindern ermoeglichen Klassenfahrten in den Regenwald zu unternehmen.
Bereits jetzt sind einige Kinder soweit beeindruckt das diese, sollte von den Eltern Affenfleisch serviert werden, die Kinder die Nahrung verweigern.
Der WPE Naturschutz Unterricht wird in Kuerze auch in abgelegenen Regenwald Gebieten etabliert. In dieser Zeit ist keine Internet Verbindung moeglich und ich bitte schon jetzt um Geduld. Die Berichterstattung wird dann etwas zeitverzoegert stattfinden.
Volunteers zur Unterstuetzung der Bildungsprojekte sind jederzeit herzlich willkommen. Die Projekte stossen auch auf offizieller Kameruner Seite auf eine hohe und aeusserst positive Resonanz.
Die letzten Tage gab es wieder haeufigen Regen. Die anfaengliche Begeisterung bezueglich der besseren Internet Verbindung in einem der Cyber Cafes in der Nahe ist blosser Ernuechterung gewichen. Uebers Wochenende war die Verbindung teilweise gar nicht vorhanden und es war nicht moeglich meine emails abzurufen geschweige mich irgendwo einzuloggen.
Ich gehe davon aus das mit den naechsten Sonnenstrahlen auch die Internet Verbindung wieder besser ist.
Der naechste Report Kamerun 6 erscheint vermutlich etwas spaeter verspricht aber viel Abwechslung und es wird ueber abgelegene Regenwald Gebiete, eine Schimpansen Auffangstation und ueber den Fortgang der Bildungs Projekte in abgelegenen Regenwald Gebieten berichten.
Fotos zu allen Themen, wie ueblich in der Rubrik Fotogalerie, auf der WPE Homepage: http://www.wildplanetecoproject.org
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Sonntag, Dezember 07, 2008
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WPE: Kamerun-Report 4
Weiter geht es mit dem Kamerun Report von Wolfgang über die Entwicklung des WPE-Projektes in Kamerun. Hier kann einmal hautnah miterlebt werden, wie ein Umweltschutz-Projekt sich langsam aufbaut und entwickelt:
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Kamerun 4
by Wolfgang on Wed Sep 10, 2008 8:35 pm
Der Alltag in Kamerun hat Einzug gehalten. Nach wie vor sind sowohl Vivian als auch ich dabei Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knuepfen.
Erwaehnenswert ist sicherlich der vorletzte Sonntagabend an dem Hans mich zu seinem Abschied zusammen mit Polizeioffizier Patrick eingeladen hatte. Auf einige Biere ging es in Yaoundes Vergnuegungsviertel. Hier sollte man sich als Weisser nicht unbedingt alleine herum treiben.
Selbst Kameruner werden hier oft Opfer von Dieben. Entlang der Strasse treiben sich Prostituierte in allen Gewichtsklassen herum. HIV inklusive. Die statistische Aids Rate wird mit 8% angegeben. Strassencafes, Berge von Fleisch und Kameruner Musik bestimmen das Bild.
Ansonsten sind die Tage mit offline Arbeiten am Computer ausgefuellt um den Rest der Welt auf dem laufenden zu halten. Da in dieser Woche keine Schule ansteht, sind Termine bei Ministerien und Wohnungssuche etc. auf dem Wochenprogramm.
Silvio und Mirella, die zwei oesterreichischen Kinder und juengsten WPE Mitglieder, haben, nachdem Sie aus dem Urlaub zurueck sind, im WPE Kinderforum geposted. Sobald unsere finanzielle Situation wieder etwas besser ist werden wir die Kameruner Kinder wieder ins Cyber Cafe begleiten.
Die Suche nach einem guenstigen und sicheren Apartment hat in dieser Woche Prioritaet. Ganz einfach ist das in Yaounde nicht. Davon abgesehen gibt es innerhalb Kameruns ein starkes Preisgefaelle. In Baminda zahlt man beispielsweise fuer ein Hotel oder ein Apartment der gleichen Kategorie nur etwa den halben Preis. Trotzdem bleibt Yaounde fuer die Anfangszeit der Dreh- und Angelpunkt denn nur hier gibt es all die Voraussetzungen wie Registrierung und Genehmigungen die fuer alle weiteren Vorgehen noetig sind. Baminda, um nur ein Beispiel zu nennen, ist dementsprechend, aufgrund seiner Hoehenlage und des damit verbundenen kuehlen Klimas der bevorzugte Aufenthaltsort fuer NGO´s aus aller Welt.
Die Wildlife Fotografie und Berichte aus entlegenen Gegenden und Schulen muessen noch etwas auf sich warten. Es stehen nach wie vor noch viele Termine an und die Wohnungssuche bleibt erstmal das wichtigste.
Nebenbei fotografiere ich solange Menschen und Strassenszenen.
Erwaehnenswert erscheinen mir hier die tollen Frisuren der Damen und Maedchen. Manchmal ist hier allerdings mehr Schein als Sein der Fall. Viele der tollen Frisuren sind Peruecken oder Haarteile. Genauere Untersuchungen an den Koepfen der beeindruckenden Damen blieben mir bisher allerdings mehr oder weniger verwehrt. Ob die Haarpracht denn echt oder falsch ist bleibt deshalb der Phantasie des Betrachters ueberlassen. Um auch die Friseure und Hairstylisten aus unseren Breitengraden auf dem laufenden zu halten werde ich die naechsten Tage weitere Fotos in der WPE Homepage einstellen.
„Die Europaeer haben die Uhr (erfunden), die Kameruner haben die Zeit.“ Der Dienstag war sehr ausgefuellt. Ueberwiegend mit warten! Eine Disziplin mit der ich noch immer meine Schwierigkeiten habe. Neben der allgegenwaertigen Korruption sicherlich eine der Hauptursachen dafuer das Zentral Afrikanische Laender mehr oder weniger still stehen.
Mehr als ein Termin beim Ministerium fuer Wildlife und Forestry war deshalb nicht drin. Nach mehr als 3 Stunden warten gab es dann aber einen Termin beim Director und die wichtige Unterschrift fuer die Genehmigungen um Nationalparks und Natur Reservate mit amtlicher Beglaubigung besuchen zu koennen wurde erteilt. Das ist wichtig um kleinen diensteifrigen und korrupten Beamten aus der Provinz die Luft aus den Segeln zu nehmen. Man koennte auch sagen um Geld zu sparen.
Die handgeschriebenen Dokumente werden in den naechsten Tagen mit Schreibmaschine oder Computer auf offizielle Papiere getippt und koennen in der naechsten Woche abgeholt werden. Zumindest teilte man uns das so mit.
Bei nachfolgenden Gespraechen mit fuehrenden Mitarbeitern des Ministeriums wurde uns die Unterstuetzung der WPE Projekte zugesichert. An den in Kamerun geltenden Gesetzen gibt es trotz alledem kein vorbei. Um in Nationalparks und Naturreservaten Fotos zu machen ist eine separate Genehmigung noetig die jaehrlich ca. 250 Euro kostet. Die Genehmigung Filme zu drehen kostet ca. 1500 Euro. Zusaetzlich sind Eintrittspreise in Hoehe von bis zu 8 Euro pro Tag fuer Nationalparks zu entrichten.
Das ist soweit ok, denn die Erhaltung und die laufenden Kosten der Parks sind hoch. Man bekommt hier viel mehr geboten als das sonst irgendwo der Fall ist und die Natur bleibt wenigstens hier einigermassen geschuetzt. An der Zahlung zur Genehmigung des Fotografierens geht wohl kein Weg vorbei. Die Gebuehren gehen allerdings, wenn ich das richtig verstanden habe, an das Finanzministerium.
Unsere Kontakte sind jetzt so gut ausgebaut das wir jederzeit alle Arrangements fuer interessierte Reporter Teams treffen koennen.
Grosswildjagd
Noch immer ist die Jagd fuer Trophaeen ein eintraegliches Geschaeft in Kamerun und anderen afrikanischen Laendern. Verschiedene Parks in Kamerun sind leider speziell fuer diese hirnlose Jagd ausgewiesen.
Fuer den Abschuss der einzelnen Tierarten gelten unterschiedliche Preise. Der Elefant ist am teuersten. Ich habe eine Kopie der Preisliste angefordert und veroeffentliche diese demnaechst. Weiteres zum Thema Grosswildjagd dann in Kuerze.
Anfragen fuer Grosswildjaeger werden von WPE prinzipiell negativ beantwortet. Das sei nebenbei erwaehnt damit hier keine Míssverstaendnisse entstehen.
Schulsystem
Aktion Eichhoernchen
Die Aktion „ Kinder machen Wald“ macht in europaeischen Breiten sicherlich viel Sinn. In Zentral Afrika herrschen jedoch andere Gesetze. Fuer den Wald sind die Tiere verantwortlich. Viele Baumarten lassen sich nur vermehren indem sie vorher durch den Darm eines Tieres gewandert sind. Zum Beispiel die des Elefanten. Das koennen Kinder nicht nachmachen.
Die Aktion macht trotzdem Sinn um den Kindern ein Gefuehl fuer die Natur zu vermitteln. Im Rahmen der WPE Bildungsaktionen werden dementsprechende Einzel Aktionen in Kuerze duchgefuehrt.
Fuer Kinder in den Schulen der Staedte werden im Rahmen des Naturkunde Unterrichst Aktionen und Ausfluege in stadtnahe Narurreservate und in den Zoo organisiert.
Moskitos
Nach beinahe vier Wochen Aufenthalt, ueberwiegend in Yaounde, wurde heute der erste Moskito mein Opfer. Eiskalt im Flug erwischt. Das Tier erlag sofort seinen Verletzungen!
Es ist durchaus erstaunlich das diese Plagegeister hier kaum vorkommen. Selbst in der Daemmerung sind diese gefaehrlichen Tiere kaum vorhanden. Selbst Fliegen machen sich hier rar.
In Douala und anderen flach gelegenen Gegenden sieht das anders aus. Hier gibt es jede Menge Moskitos, die Malaria grasiert und ist immer noch die gefaehrlichste und toedlichste Krankheit im Land. Neben der Malaria sind die verschiedenen Moskito Arten fuer etliche andere Tropenkrankheiten verantwortlich.
Moskitos gehoeren demzufolge nicht zu den schuetzenswerten Tieren der WPE Projekte.
Einkaufen in Kamerun!
Das ganze Land gleicht einem riesigen Markt. Ueberall entlang der Strassen sitzen Menschen und verkaufen die Dinge die am noetigsten sind. Ansonsten bestimmen Strassenhaendler, ihre Lasten auf dem Kopf tragend, das Bild. Die beste Art einzukaufen ist es sich in eines der unzaehligen Strassencafes zu setzen und zu warten bis der Haendler mit dem, was man braucht, vorbei kommt.
Gut sortierte Geschaefte wie im Rest der Welt sind in Kamerun eher eine Seltenheit.
Wegen der mittlerweile erfolgreichen Wohnungssuche ist der Kamerun Report 4 etwas verzoegert. Die monatlichen Fixkosten konnten durch das kleine Apartment drastisch gesenkt werden. Ein weiterer Grund fuer Verzoegerungen ist die schlechte Internet Verbindung. Zwar gibt es sehr viele Cyber Cafes die aber in aller Regel sehr schlecht ausgestattet sind und ueber eine mehr als maessige Verbindung verfuegen. Der wieder etwas interessantere Report Kamerun 5 erscheint bereits in den naechsten Tagen. Die WPE Homepage wurde teilweise aktualisiert und auch im englischen gab es Fortschritte. Neue Fotos sind in der Fotogalerie zu sehen.
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Freitag, 5. Dezember 2008
WPE: Kamerun 3
Weiter geht es mit den Anfängen von Wolfgang mit WPE in Kamerun im August vor Ort:
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Kamerun 3
by Wolfgang on Sat Aug 30, 2008 5:06 pm
Die Zwischenzeit wird jetzt genutzt um einen Unterrichtsplan zu erstellen und alle noch ausstehenden Verbindungen zu knuepfen. Vivian bereitet ausserdem einen Report ueber das Schulsystem in Kamerun vor. Die kommende Woche stehen Besuche bei der Botschaft, der GTZ und Kameruner Ministerien an. Einige Termine konnten in der letzten Woche, aus zeitlichen Gruenden, noch nicht wahrgenommen werden.
Zwischenzeitlich wurden und werden bereits bestehende Verbindungen gepflegt und der WPE Terminkalender ist voll.
Moeglicherweise wird Naturkunde Unterricht noch an einer zweiten Schule in Yaounde eingefuehrt da einige Kinder der Ferienkurse sich auf verschiedene Schulen aufteilen.
Der WPE Plan sieht vor Naturkunde Unterricht an Schulen in laendlichen Gegenden durchzufuehren. NGO´s die sich mit Bildungsprojekten befassen konzentrieren ihre Arbeit meist auf die Staedte und umliegenden Gegenden. Die Schulen ausserhalb bleiben meist unberuecksichtigt. Genau dort aber machen solche Projekte am meisten Sinn. Auch trifft man hier auf vollkommen andere Umstaende. Die Schulen sind meist nicht mehr als ein Dach ueber dem Kopf und verfuegen oftmals ueber keinerlei Mobiliar wie Schulbaenke etc.. Die Akzeptanz fuer WPE Projekte liegt hier noch hoeher als in den Staedten.
Es gibt sehr viele Internet Cafes in Yaounde aber die Verbindung ist meist so schlecht das es mehrerer Minuten bedarf um eine einzige mail zu oeffnen. Der upload von Files ist dementsprechend schlecht und an vielen Tagen unmoeglich. In der naechsten Woche wird wahrscheinlich ein kleines Apartment angemietet da die Hotelkosten auf die Dauer zu hoch sind. Eine feste Internet Verbindung ist vergleichsweise zu Europa sehr teuer. Ich bitte daher um Verstaendniss fuer weiterhin verspaetete Antworten. Das einzige Internet Cafe in dem ich mein Laptop einloggen kann ist etwas entfernt von meinem derzeitigen Standort und auch dort ist die Verbindung oftmals miserabel. Die besten Erfahrungen habe ich an Sonntagen gemacht.
Auch die finanzielle Situation ist miserabel. Bei aller Sparsamkeit werden monatlich ca. 500 Euro benoetigt um die Projekte am laufen zu halten und die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu sichern. Vivian arbeitet sehr zuverlaessig und ehrenamtlich. Die entstehenden Spesen sind allerdings das mindeste was ich zu tragen habe.
Langfristig sehe ich die finanzielle Situation als nicht sehr schwierig und gehe davon aus Unterstuetzung von uebergeordneten Stellen zu erhalten. Im Vergleich zu anderen Projekten ist der Bedarf von WPE relativ geringfuegig. Zu geringfuegig um von gewissen, zustaendigen, Stellen Unterstuetzung zu bekommen. Zur Zeit ist WPE deshalb weiterhin, dringend auf jede finanzielle Hilfe angewiesen. Die derzeitigen Mittel reichen noch fuer max. eine Woche.
Langfristig werden sich zustaendige Stellen den erfolgreichen und sinnvollen WPE Aktionen nicht verschliessen koennen.
Einige Mitglieder haben den Mitgliedsbeitrag noch immer nicht ueberwiesen. Ich bitte das nachzuholen da ich hier absolut auf diese Hilfe angewiesen bin. Studenten und Schueler sind vom Mitgliedsbeitrag befreit und werden hier nicht angesprochen. Die Ueberweisung ist denkbar einfach und kann ueber das Internet, jede Bank und Poststelle vorgenommen werden. Es entstehen keine Gebuehren.
Ein Bericht ueber die Lage der letzten grossen Menschenaffen ist in Bearbeitung. Neue Fotos stehen auf der WPE Homepage zur Ansicht bereit.
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Donnerstag, 4. Dezember 2008
WPE: Kamerun - Taten statt Worte
Es ist wieder ein aktueller Bericht von Wolfgang aus Kamerun über die WPE-Aktion angekommen. Erstaunlich, wie effektiv er es schafft, Multiplikatoren zu aktivieren:
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Taten statt Worte
Mit sehr wenigen Mitteln und einigem an Engagement und Aktionen konnten wir in den letzten ca. vier Monaten sehr viel erreichen. Wir haben angefangen, sinnvolle Projekte zu testen und auszufuehren. Unsere Erwartungen wurden in einigen Bereichen von der Realitaet uebertroffen. Kamerun ist das richtige Land um diese angefangenen Aktivitaeten jetzt auch weiter zu fuehren und daraus nachhaltige Projekte zu etablieren.
Bildungsprogramme wie "environmental education", unter dem Namen "The Great Ape Campaign" einzufuehren, hat sich als richtig erwiesen. Schueler und Lehrer sind gleichermassen begeistert. Wir tragen damit zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur bei.
WPE hat jetzt auch ein Vorzeigeprojekt. Die nursery and primary bilinguale Government Schule G.B.P.S in Byiem Assi, in der auch unsere erste pressewirksame Aktion stattfand. "The Great Ape Campaign" mit verschiedenen Bildungsangeboten zum Thema Naturschutz und Leben mit der Natur (siehe Report "The Great Ape Campaign").Wir sprechen, gemeinsam mit den involvierten Lehrern, tausende von Kindern an. Eine gruene Schule mit von uns allen gepflanzten Baeumen und Bueschen entsteht Schritt fuer Schritt. Das muessen wir weiter pflegen und wachsen lassen zu einer gruenen Schule mit Kindern die ein hohes Umweltbewusstsein entwickeln.
Hier vor Ort werden die Bildungsprojekte am allernoetigsten in abgelegenen Gebieten gebraucht.
Es wird in Zukunft auch mehr um die weiteren Projektbestandteile gehen. Die zukuenftige Arbeit schliesst die Dorfbewohner und vor allem die "Chefs" der Doerfer mit ein. Loesungen muessen angeboten und mit beruecksichtigt werden.
Wir koennen aktiv dazu beitragen das Bushmeat Problem zu mindern um Arten zu schuetzen die vom Aussterben bedroht sind.
Ein Etappenziel ist, Projekte zu etablieren die nachhaltig sind und sich moeglichst auch, nach einer gewissen Zeit, selbst tragen. Schulprojekte, die am meisten Sinn machen, sind zwar nachhaltig und bewirken viel, solange wir uns darum kuemmern, sind aber finanziell immer ein Kostenfaktor und von Foerdermitteln abhaengig.
Sicher werden wir in absehbarer Zeit Foerdermittel fuer das eine oder andere Projekt bekommen. Ganz so weit sind wir allerdings noch nicht.Mit der Hilfe unserer Mitglieder, der Mitgliedsbeitraege und Spenden von Mitgliedern und vieler Freunde und Utopisten wurde das alles moeglich gemacht. Wir hatten viel Hilfe seitens lokaler Freunde.Viel wichtige Arbeit haben auch all die Freunde die geholfen haben, uns durch das Internet und durch das Weitersagen bekannt zu machen, geleistet.
Jeder hat seinen Teil zu den Erfolgen beigetragen.
Ohne euch alle waere das nicht moeglich gewesen. Dafuer ein herzliches Danke, vor allem im Namen der Kinder und Lehrer aus den Schulen hier in Kamerun.
Um unsere Arbeit hier effektiver zu gestalten haben wir begonnen, Kooperationen mit verschiedenen Organisationen (NGO´s), die alle im Artenschutz und in der Bildung taetig sind, zu gruenden. Das ist eine WPE Initiative die viel Erfolg verspricht.
Institutionen, Organisationen und selbst Ministerien kooperieren. Wir haben es geschafft, die lokale Presse auf uns aufmerksam zu machen.
Institutionen und verschiedenste Organisationen schliessen eine Zusammenarbeit nicht mehr aus.
Die Living Earth Foundation hat uns professionelles Schulmaterial zur Verfuegung gestellt.Wir werden der Ape Allianz (www.4ape.com) beitreten, einer Koalition aus ueber 80 Organisationen und vielen Menschen, die um die letzten grossen Menschaffen und die Natur als ganzes besorgt ist.
Wir werden eine Ehrenmitgliedschaft einfuehren.
Bis Januar wird sich also vermutlich noch einiges tun.
Lasst uns jetzt gemeinsam die naechsten Schritte gehen, damit auch das Jahr 2009 zu einem Erfolg wird.
Wolfgang
WPE -Wild Planet Ecoproject
Team Kamerun
WPE - Wild Planet Ecoproject
WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 85-203180-2, IBAN: CH35 0900 0000 8520 3180 2, SWIFT: POFI CH BE XXX
Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz
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WPE - Wild Planet Ecoproject
http://www.wildplanetecoproject.org
Email: contact@ecoproject.info
Übrigens:
Wolfgang sucht noch Kontakt mit Schulklassen/ Schülern für seine Schulkinder, zum gemeinsamen Surfen. Wer Interesse hat, kann mit ihm über die obenstehende Mailadresse Kontakt aufnehmen.
Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt".
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Donnerstag, Dezember 04, 2008
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Mittwoch, 3. Dezember 2008
WPE: Kamerun - Die zweite Woche
Kamerun - Die zweite Woche
by Wolfgang on Sat Aug 30, 2008 5:03 pm
Die Kinder zeigen weiterhin grosses Interesse und die fuenf aeltesten Kinder haben jeweils einen Aufsatz ueber sich selbst im WPE Kinder Forum verfasst. Jetzt liegt es an der Resonanz aus Europa um den Kindern ein nachhaltiges Erlebniss zu sichern und langfristig angelegte Freundschaften zu etablieren.
Die Kinder waren zum ersten Mal im Cyber Cafe und konnten mit der Unterstuetzung von Vivian, Emmanuelle einem der Lehrer und mir, die Registrierungen im WPE Forum hinter sich bringen, Ihre Story schreiben und Silvio und Mirella antworten. Sowohl die Kinder als auch die Lehrer und ich selbst waren voll bei der Sache. Die Aktionen werden jetzt regelmaessig stattfinden. Naturkunde und Naturschutz sind jetzt fester Unterrichtsbestandteil. Vivian wird das neue Fach uebernehmen und von mir entsprechend angewiesen. In der ersten Zeit werde ich auch selbst die Kinder mit unterrichten und meine Kenntnisse weiter geben. Die Schulleitung stimmt mit den Plaenen ueberein und ab September, dem offiziellen Schulbeginn nach den Ferien, steht Naturschutz fest auf dem Stundenplan. Damit ist das WPE Projekt Bildung wahrscheinlich die erste Einrichtung dieser Art in Kamerun wenn nicht sogar im gesamten Afrika. Viele NGO´s haben Bildungsprojekte auf dem Plan aber keines ist so spezifisch. Alle beteiligten WPE Mitglieder sind sehr stolz auf das was hier in kuerzester Zeit erreicht wurde.
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Naturkunde- und Naturschutz Unterricht in Schulen landesweit und insbesondere in Gegenden die dem Regenwald naheliegen zu etablieren ist die effektivste Methode um die Natur und Ihre Bewohner zu schuetzen. Die Aktionen werden unterstuetzt durch weitere Projekte und Zusammenarbeit mit LAGA um auch Wilderer zum umdenken zu bewegen oder im gegebenen Fall auch den Behoerden auszuliefern. Natuerlich werden auch Loesungen erarbeitet und Alternativen geboten wie z.B. die Foerderung von Huehnerfarmen. (WPE Projektbestandteil, siehe Homepage.)
Ueber neue Freundschaften konnten Beziehungen zu hochrangigen Persoenlichkeiten hergestellt werden und dadurch wird meine Person einigermassen geschuetzt. Zukuenftig reicht ein Anruf auf meinem Handy zu einer der bei mir gespeicherten Telefonnummern um niedrig rangigen Beamten die Grenzen zu weisen.
Desweiteren war ein Besuch im Forschungszentrum von Prof. Victor Anomah Ngu auf dem Programm. Der Professor ist weltbekannt und befasst sich mit Virologie im speziellen um die HIV Forschung. Moeglicherweise wird der Professor zukuenftig als WPE Ehrenmitglied gefuehrt.
In der zweiten Woche durchgefuehrte Recherchen und Interviews belegen die Reporte ueber Bushmeat und die desolate Situation um den Artenschutz.
Fotografieren
Wie dem Report ueber die erste Woche in Kamerun zu entnehmen ist muss man mit dem Fotografieren in Kamerun etwas vorsichtig umgehen. Zum einen sind da Einrichtungen wie militaerische Anlagen wo fotografieren grundsaetzlich verboten ist. Schnell sitzt man dann hinter schwedischen Gardinen der Spionage verdaechtigt. Gefaengnisse hierzulande versprechen nicht gerade luxurioese Bedingungen. Kommt man denn einmal in eine solche Situation kann man das ueber die allgegenwaertige Korruption allerdings meist zur Zufriedenheit von jedermann loesen. Den Zahlenden moeglicherweise ausgeschlossen. Auch Maenner lassen sich nicht gerne fotografieren. Ganz schnell fuehrt das zu einem grossen Palaver was letztendlich auch nur durch Zahlungen zu beenden ist. So hat eben alles sein System.
Sehr fotogen sind hingegen die Damen. Hier sind kaum Probleme zu erwarten. Im Gegenteil wird man dazu aufgefordert weitere Fotos zu schiessen. In aehnlicher Weise sind die Kinder gerne dazu bereit sich fotografieren zu lassen.
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Mittwoch, Dezember 03, 2008
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Dienstag, 2. Dezember 2008
WPE: Kamerun - Die erste Woche
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Kamerun - Die erste Woche
by Wolfgang on Sat Aug 30, 2008 5:02 pm
Die Ankunft im Airport Douala war das unorganisierte Chaos. Veraltete Gebaeude und ein Gedraenge in einer viel zu kleinen Wartehalle waren der erste Eindruck. Der Zoll zeigte keinerlei Interesse an mir und die ersten Menschen die ich kennen lernte waren sehr nett und der englischen Sprache vertraut. Die erwartete Abholung ist, warum auch immer, fehlgeschlagen. Vivian war unter den vielen Menschen einfach nicht auszumachen. Nach einiger Zeit warten und dem Umtausch von Euro in die Landeswaehrung geht es dann mit dem Taxi in das nahegelegene Jet Hotel. Die Menschen sind auch hier sehr freundlich das Hotel ist gut aber zu teuer.
Die ersten Eindruecke setzen einen um Jahrzehnte in die siebziger Jahre zurueck waere da nicht dann und wann auch mal ein moderneres Auto der letzten Jahrgaenge zu sehen. Kurze Zeit spaeter trifft Vivian, die WPE Koordinatin mit Freundin und Familienmitgliedern ein. Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Douala ist nicht sehr beeindruckend und hektisch. Am naechsten morgen geht es deshalb mit dem Linienbus weiter nach Yaounde. Gute Strassen und Reste des urspruenglichen Regenwaldes, rechts und links der Strecke, machen die rund 4 stuendige Fahrt recht angenehm. Yaounde praesentiert sich vollkommen anders als Douala. Malerisch auf 7 Huegeln im Bergland zwischen 700 und 900 Metern gelegen macht die Stadt einen sauberen, bunten und betriebsamen Eindruck.
Das von Vivian ausgesuchte Hotel kostet „nur“ knapp ein Drittel dessen was ein Hotel mit gleichem Standard in Douala kostet und ist zudem ruhig gelegen. Besser geht es kaum.
Vivian zeigt sich als absoluter Gluecksfall fuer die WPE Projekte und auch fuer mich. Die Frau ist intelligent und hoch motiviert. Ihre Person entspricht haargenau den Vorstellungen die ich mir nach den vielen Monaten Skype und chatten im Internet machen konnte. Schwergewichtig setzt Vivian sich fuer die Sache ein und beweist dabei sehr gute organisatorische Talente.
So geht es dann auch gleich in die Schule um den ersten Projektbestandteil der Bildung in die Realitaet umzusetzen. Die Kinder sind begeistert von den WPE Plänen zum Naturschutz und besonders darueber mit Kindern anderer Nationen Kontakte aufzunehmen. Bei der Gelegenheit konnte ich die Begeisterung der Kinder auf Fotos festzuhalten. Auch die Schulleiterin konnte Ihre Begeisterung nicht zurueckhalten und so steht den Anfaengen nichts im Wege. Fuer einen virtuellen Austausch im WPE Kinderforum wurden die vier aeltesten Kinder ausgewaehlt.
Die Offenheit und Herzlichkeit die man hier antrifft ist einzigartig und in keinem anderen Land in dem ich bisher war kam das so offensichtlich zum tragen. Auch beim herumsitzen in den unzaehligen Strassencafes habe ich sofort nette Leute kennen gelernt und konnte sehr wertvolle Bekanntschaften machen.
Am Abend sitze ich oft bei Mama Afrika im Strassencafe. Hier schmeckt das Essen was man Mama deutlich ansieht. Die korpulente, warmherzige und lebenslustige Frau ist eine perfekte Wirtin und koestliche Unterhalterin. Ihr Traum ist ein weisser Mann mit dem Sie jede Minute ihres Lebens Liebe machen kann.
Bei einer Besichtigungstour in der Innenstadt mit Vivian und Doydonne, einem der Studenten vom WPE Netzwerk, mussten wir dann auch schnell Bekanntschaft mit der in Kamerun allgegenwaertigen Korruption Bekanntschaft machen.
Beim Laufen in der Naehe des Hilton Hotels schiest Vivian Fotos und ploetzlich stehen 5 aufgebrachte Militaers vor uns. Spionageverdacht! Es entsteht ein riesen Palaver und man will uns die Paesse abnehmen und inhaftieren. Um dem aus dem Wege zu gehen war es notwendig knapp 20 Euro zu bezahlen. Fuer absolut nichts. Vivians Fotos waren vollkommen harmlos.
Mit dem Fotografieren in Kamerun muss man grundsaetzlich vorsichtig sein. Nicht nur Militaer und Polizei reagieren empfindlich auch viele Maenner versuchen daraus Kapital zu schlagen.
Ich nehme die Kamera deshalb nicht immer mit und bin bei der Auswahl meiner Motive sehr vorsichtig.
Der einzige Weg sich vor der Korruption und der Beamten Willkuer zu schuetzen sind Kontakte zu hoch gestellten Personen. Ein Hinweis auf einen Anruf bei Minister Beispiel laesst jeden korrupten Beamten schnell klein und hoeflich werden.
An einem Abend der letzten Woche fand dann auch ein Treffen der Mitglieder des WPE Kamerun Lehrer und Studenten Netzwerks statt. In lockerer Atmosphaere wurden die Plaene und Vorgehensweise von WPE diskutiert. Auch hier zeigte sich Vivians Organisationstalent. Die bestehenden Plaene und Vorgehensweisen wurden allgemein angenommen. Bei wenigen Drinks und einigen Snacks hatte ich dabei die Gelegenheit afrikanische Spezialitaeten zu testen. Erdnuesse und gegrilltes Fleisch aber auch dicke weisse, gegrillte Maden, waren durchaus wohlschmeckend. Auf den Verzehr von Termiten hatte ich dann aber an diesem Abend verzichtet und das auf einen spaeteren Zeitpunkt verschoben.
Im kleinen Zoo von Yaounde konnte ich einige sehr gute „Wildlife-Aufnahmen“ machen.
Beim zweiten Schultag hatte ich das Laptop dabei und den begeisterten Kindern die Fotos vom ersten Schultag gezeigt. Dazu gab es Unterricht zum Thema WPE und Naturschutz. Das wurde sehr interessiert aufgenommen und wird fortan fester Unterrichtsbestandteil sein. Besser geht es kaum.
Nach der Schule besuchte ich mit Doydonne das Justizgebaeude um erste Kontakte mit hochgestellten Personen zu knuepfen. Auch das wird jetzt kontinuierlich ausgebaut.
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Die ersten Tage in Kamerun waren teuer. Das ist immer so. Noch sitze ich in einem Hotel fuer 13 Euro die Nacht. Vivian schaut sich bereits nach einer guenstigen Wohnung um. Lebt man, so wie ich das tue, mit den Einheimischen und wie die Einheimischen, ist das Leben insgesamt recht guenstig. Ich konzentriere mich auf die Arbeit und verzichte auf teure Treffpunkte fuer Auslaender genauso wie auf erotische Abenteuer. Vivian ist zu ihrem Leidwesen nicht mein Typ. Auch moechte ich ganz bewusst arbeit und privates strikt trennen. Die teilweise sehr huebschen Afrikanerinnen sind mir verboten. Vivian schlaeft auch nachts, ganz ohne Erotik, bei mir im Hotel und hat ein wachsames Auge auf mich geworfen.
In den naechsten Tagen sind Besuche bei der Deutschen Botschaft und der GTZ geplant. Die Kontakte zu hochgestellten Personen werden weiter ausgebaut. Der naechste Schultag ist fuer morgen angesetzt. Die vier aeltesten Kinder haben dann Ihren Aufsatz fuer das WPE Kinderforum fertig und am Nachmittag geht es mit den Kindern ins Cyber Cafe.
Ausfluege in den Regenwald und zum Schimpansen Waisenhaus sind derzeit wegen des Regens und der beaengstigend knappen finanziellen Situation noch nicht moeglich.
Ich bitte Alle, insbesondere Lehrer und Eltern um ihr Engagement. Wir brauchen Computer fuer die Schulen und auch finanzielle Unterstuetzung fuer die Arbeit von WPE. Registrierungen und Eintragungen auch als Verein in Deutschland kosten Geld und braucht engagierte Menschen die mitmachen. Ich hoffe auf etwas Unterstuetzung von Seiten der Deutschen Botschaft um z.B. gebrauchte Computer nach Kamerun zu befoerdern. Die GTZ unterstuetzt WPE nicht da die Projekte zu klein sind. Fragt man Kameruner ob sie die GTZ kennen erhaelt man immer wieder den Verweis auf den grossen Fuhrpark neuer toller Autos.
Die weiteren Plaene von WPE sehen vor Naturschutz auch in den Schulen nahe dem Regenwald zu etablieren. Wichtig bleibt nach wie vor die Publicity. Zum Thema Bushmeat und dem Einsatz von Entwicklungsgeldern um schoene Strassen fuer den Holztransport zu bauen wird es in Kuerze weitere Berichte geben.
Verfolgt die Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt".
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Dienstag, Dezember 02, 2008
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