Weiter geht es mit der Folge 6 vom Kamerun-Report vom 21. September 2008:
--------------------------------------------------
Kamerun 6
Vier Tage war es mir nicht moeglich meine emails abzurufen. Die Internet Verbindungen in Kamerun lassen, gelinde ausgedrueckt, sehr zu wuenschen uebrig. Eine bessere Internet Verbindung in meiner kleinen Wohnung zu installieren ist teuer. In dieser Hinsicht werde ich also erstmal weiterhin inprovisieren muessen. Es ist mir kaum moeglich mich in die verschiedenen Internet Platformen einzuloggen und meine Kontakte so zu pflegen wie ich das gerne tun wuerde. Ich bitte dafuer um Verstaendniss.
Die letzten Tage hat es taeglich, zum Teil sehr heftig, geregnet. Die Strassen werden dann schnell zu Baechen oder kleinen Fluessen. In den betroffenen Gebieten herrscht dann relativer Stillstand.
Die beste und ueblichste Art sich in den Staedten Kameruns fortzubewegen ist mit den allgegenwaertigen Sammeltaxis. Dabei muss man allerdings auch in Kauf nehmen in den kleinen Toyoto Corrolas den vorderen Sitz mit einer gut genaehrten Dame zu teilen um sich voruebergehend in die Lage einer eingedosten Sardine zu begeben. Die Preise fuer den Transport sind dementsprechend moderat. Fuer einige Strecken gibt es Linienbusse.
Im Zentrum der Staedte findet man dann auch gut sortierte Geschaefte und Supermaerkte die in aller Regel von Indern betrieben werden. Man kann handeln und Preisnachlaesse bis zu 30% sind moeglich.
Ueber Land bewegt man sich am besten mit dem Bus und fuer einige wenige Strecken existiert ein Schienennetz. In entlegenen Gebieten kann das schwierig werden und je nach Jahreszeit sind viele Ziele nur mit einem Allrad getriebenen Fahrzeug zu erreichen.
Ausser den Schulprojekten sind einige andere Aktionen in der Planung. Da es sich hier zum Teil um sehr brisante, um nicht zu sagen gefaehrliche Aktionen handelt, bitte ich hier weiterhin um Geduld. Zu gegebener Zeit werde ich ausfuehrlich berichten. Jedenfalls kann ich versprechen das es sich um spannende Angelegenheiten handelt.
Am Donnerstag war wieder „Environmental Education“ auf dem Programm. Ich habe zusammen mit Vivian, Emmanuelle und seiner Frau drei Klassen hintereinander unterrichtet und die Begeisterung und das Interesse der Kinder war riesengross. Die Kinder sind aufnahmefaehig und den Problemen um die es geht sehr aufgeschlossen gegenueber. Die letzte Klasse war franzoesisch sprachig und nur durch die Hilfe von Emmanuelles Frau war der Unterricht durchzufuehren. Das Interesse der Kinder, insbesondere der franzoesisch sprachigen, hat mich tief beruehrt.
Bei diesen Unterichtsstunden ging es definitiv um das Problem Bushmeat. Ich habe versucht das Problem sehr anschaulich darzustellen und den Kindern erklaert das auch Tiere Gefuehle haben, Glueck und Schmerz empfinden, Traeumen und ueber eine eigene Sprache verfuegen.
Dazu habe ich den Kindern die Fotos gezeigt die ich letzte Woche von den Gorillas in der Auffangstation machen konnte. Das Vivian in Stuecke zerteilt, gewuerzt und gegrillt ebenso gut schmeckt wie Gorilla- und Schimpansenfleisch hatte Wirkung. Niemand wollte da auf die beliebte Lehrerin verzichten zumal es in Kamerun genuegend Proteinlieferanten wie Huhn, Rind, Schwein und Fisch gibt.
Es ging darueber hinaus auch um die Artenvielfalt und darum das ein Regenwald ohne Tiere ein kranker Regenwald ist. Die Kinder haben das sehr gut verstanden.
Viele Menschen hier sehen die Natur als eine Bedrohung.
Keines der Kinder war jemals im Regenwald. Nur wenige Kinder haben einen Gorilla oder Schimpansen, im Wildlife Center in Limbe, schon einmal lebend gesehen! Die meisten der Kinder haben aber bereits Gorilla- oder Schimpansenfleisch verzehrt und sich niemals vorher darueber ernsthafte Gedanken gemacht. Der Envorinmental Education Unterricht von WPE hat das geaendert. Alle Kinder (ca. 120) haben ihren Kenntnisstand und ihr Bewusstsein fuer die Natur bereits veraendert und tragen Ihre neuen Erkenntnisse weiter an die Eltern, Freunde und Verwanden.
In Zukunft werden wir hier in Kamerun, wie erwartet, nicht nur mit den Kindern kommunizieren sondern uns auch mit den Erwachsenen, den Eltern und Verwanden der Kinder, auseinandersetzen muessen.
Wirklich schwierig fuer die Durchsetzung der WPE Plaene wird es genau an diesem Punkt. Bei einigen Erwachsenen kommt genau das ueberhaupt nicht gut an. Wir werden deshalb auch Elternabende durchfuehren und im gegebenen Fall auch Eltern besuchen um in Einzelgespraechen fuer Verstaendniss unserer Aktivitateten zu werben.
Die Probleme die hier in Zukunft zu erwarten sind waren schon bei der Planung absehbar.
Mindestens 10 der Kinder haben darueber berichtet das Nachbarn oder Bekannte Affen (illegal) unter aeusserst fragwuerdigen Bedingungen halten. Die Kinder haben ein grosses Vertrauen zu mir und den anderen aktiven WPE Mitgliedern vor Ort und berichten uns von diesen Dingen.
Die Missionare der Vergangenheit haben in Afrika ganze Arbeit geleistet. Der Glaube an Jesus und Maria sitzt tief. Das Verstaendniss zum Umgang mit der Natur ist dabei leider komplett auf der Strecke geblieben und die Naturreligionen in Vergessenheit geraten.
Ich bin weiterhin damit beschaeftigt das Netzwerk sowohl international als auch, ganz besonders wichtig, hier in Kamerun weiter auszubauen. Um gegen illegalen Tierhandel, Wilderei etc. massiv vorzugehen ist die Registrierung von WPE als Organisation in Kamerun immens wichtig. Der Umgang mit den Behoerden ist buerokratisch, wie man das auch bei uns kennt, und dadurch bedingt das die Uhren in Kamerun viel langsamer laufen und das Land durch und durch von Korruption durchsetzt ist, eine sich dahin schleppende Angelegenheit. Ich hoffe im Laufe der naechsten Woche auf Ergebnisse.
Die Unterstuetzung aus aller Welt ist Grundlage fuer den Erfolg. Sobald die Registrierung amtlich ist wird es, ausser den Schulprojekten, auch Aktionen geben, die sich direkt gegen die Tiermafia richten.
Ich freue mich sehr in den letzten zwei Wochen drei neue Mitglieder aus der Schweiz und Deutschland bei WPE begruessen zu koennen und versichere mit allem Nachdruck das unsere Arbeit hier aus tiefster Ueberzeugung um die Liebe zur Natur stattfindet. Ich bitte deshalb weiterhin um Unterstuetzung in jeglicher Form fuer unsere Projekte.
Durch die Hilfe einiger engagierter Freunde ist es gelungen die Situation in Kamerun stabil zu gestalten. Ich habe eine kleine Wohnung gemietet die auch als WPE Office genutzt wird. Es gibt einen kleinen Raum der als Gaestezimmer allen Besuchern jederzeit zur Verfuegung steht. Die Kosten wurden dadurch erheblich gesenkt und die Moeglichkeiten die sich bieten um vor Ort erfolgreich zu arbeiten sind erheblich gestiegen.
Nach wie vor waere es von grossem Nutzen WPE im schweizerischen Handelsregister einzutragen und einen Verein auch in Deutschland und evtl. auch in weiteren Laendern zu gruenden. Dazu sind engagierte Menschen noetig die sich dann auch um die Belange des Vereins kuemmern.
Ich erinnere das wir alle die gleiche Luft atmen und die wird zu einem wesentlichen Teil in den tropischen Regenwaeldern produziert. Diese sind aber immens gefaehrdet und gehen uns alle etwas an. WPE hat jedenfalls ein erfolgversprechendes Konzept und je mehr Menschen daran teilhaben desto mehr koennen wir erreichen.
Aeusserst wichtig fuer die Zukunft der Natur in Kamerun ist der Oeko Tourismus. Hierzu gibt es einige Aktivitaten und in Kuerze wird darueber in einem ausfuehrlichen Report berichtet.
Am WPE Projektbestandteil Oeko Produkte wird ebenfalls gearbeitet und auch dazu gibt es in Kuerze mehr.
Mit neuen Fotos ist ab Ende dieser Woche zu rechnen. Der Report Kamerun 7 wird sich vorwiegend mit der Schimpansenauffangstation in der Naehe von Edea befassen.
Aufgrund der Bitte einiger WPE Freunde fuege ich die Spendenadresse von WPE an jeden der kommenden Newsletter an. Je mehr Mittel wir zur Verfuegung haben desto erfolgreicher und effektiver koennen wir arbeiten.
Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.
WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 91-503892-6, IBAN: CH89 0900 0000 9150 3892 6, SWIFT: POFI CH BE XXX
Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz
Die letzten Tage hat es taeglich, zum Teil sehr heftig, geregnet. Die Strassen werden dann schnell zu Baechen oder kleinen Fluessen. In den betroffenen Gebieten herrscht dann relativer Stillstand.
Die beste und ueblichste Art sich in den Staedten Kameruns fortzubewegen ist mit den allgegenwaertigen Sammeltaxis. Dabei muss man allerdings auch in Kauf nehmen in den kleinen Toyoto Corrolas den vorderen Sitz mit einer gut genaehrten Dame zu teilen um sich voruebergehend in die Lage einer eingedosten Sardine zu begeben. Die Preise fuer den Transport sind dementsprechend moderat. Fuer einige Strecken gibt es Linienbusse.
Im Zentrum der Staedte findet man dann auch gut sortierte Geschaefte und Supermaerkte die in aller Regel von Indern betrieben werden. Man kann handeln und Preisnachlaesse bis zu 30% sind moeglich.
Ueber Land bewegt man sich am besten mit dem Bus und fuer einige wenige Strecken existiert ein Schienennetz. In entlegenen Gebieten kann das schwierig werden und je nach Jahreszeit sind viele Ziele nur mit einem Allrad getriebenen Fahrzeug zu erreichen.
Ausser den Schulprojekten sind einige andere Aktionen in der Planung. Da es sich hier zum Teil um sehr brisante, um nicht zu sagen gefaehrliche Aktionen handelt, bitte ich hier weiterhin um Geduld. Zu gegebener Zeit werde ich ausfuehrlich berichten. Jedenfalls kann ich versprechen das es sich um spannende Angelegenheiten handelt.
Am Donnerstag war wieder „Environmental Education“ auf dem Programm. Ich habe zusammen mit Vivian, Emmanuelle und seiner Frau drei Klassen hintereinander unterrichtet und die Begeisterung und das Interesse der Kinder war riesengross. Die Kinder sind aufnahmefaehig und den Problemen um die es geht sehr aufgeschlossen gegenueber. Die letzte Klasse war franzoesisch sprachig und nur durch die Hilfe von Emmanuelles Frau war der Unterricht durchzufuehren. Das Interesse der Kinder, insbesondere der franzoesisch sprachigen, hat mich tief beruehrt.
Bei diesen Unterichtsstunden ging es definitiv um das Problem Bushmeat. Ich habe versucht das Problem sehr anschaulich darzustellen und den Kindern erklaert das auch Tiere Gefuehle haben, Glueck und Schmerz empfinden, Traeumen und ueber eine eigene Sprache verfuegen.
Dazu habe ich den Kindern die Fotos gezeigt die ich letzte Woche von den Gorillas in der Auffangstation machen konnte. Das Vivian in Stuecke zerteilt, gewuerzt und gegrillt ebenso gut schmeckt wie Gorilla- und Schimpansenfleisch hatte Wirkung. Niemand wollte da auf die beliebte Lehrerin verzichten zumal es in Kamerun genuegend Proteinlieferanten wie Huhn, Rind, Schwein und Fisch gibt.
Es ging darueber hinaus auch um die Artenvielfalt und darum das ein Regenwald ohne Tiere ein kranker Regenwald ist. Die Kinder haben das sehr gut verstanden.
Viele Menschen hier sehen die Natur als eine Bedrohung.
Keines der Kinder war jemals im Regenwald. Nur wenige Kinder haben einen Gorilla oder Schimpansen, im Wildlife Center in Limbe, schon einmal lebend gesehen! Die meisten der Kinder haben aber bereits Gorilla- oder Schimpansenfleisch verzehrt und sich niemals vorher darueber ernsthafte Gedanken gemacht. Der Envorinmental Education Unterricht von WPE hat das geaendert. Alle Kinder (ca. 120) haben ihren Kenntnisstand und ihr Bewusstsein fuer die Natur bereits veraendert und tragen Ihre neuen Erkenntnisse weiter an die Eltern, Freunde und Verwanden.
In Zukunft werden wir hier in Kamerun, wie erwartet, nicht nur mit den Kindern kommunizieren sondern uns auch mit den Erwachsenen, den Eltern und Verwanden der Kinder, auseinandersetzen muessen.
Wirklich schwierig fuer die Durchsetzung der WPE Plaene wird es genau an diesem Punkt. Bei einigen Erwachsenen kommt genau das ueberhaupt nicht gut an. Wir werden deshalb auch Elternabende durchfuehren und im gegebenen Fall auch Eltern besuchen um in Einzelgespraechen fuer Verstaendniss unserer Aktivitateten zu werben.
Die Probleme die hier in Zukunft zu erwarten sind waren schon bei der Planung absehbar.
Mindestens 10 der Kinder haben darueber berichtet das Nachbarn oder Bekannte Affen (illegal) unter aeusserst fragwuerdigen Bedingungen halten. Die Kinder haben ein grosses Vertrauen zu mir und den anderen aktiven WPE Mitgliedern vor Ort und berichten uns von diesen Dingen.
Die Missionare der Vergangenheit haben in Afrika ganze Arbeit geleistet. Der Glaube an Jesus und Maria sitzt tief. Das Verstaendniss zum Umgang mit der Natur ist dabei leider komplett auf der Strecke geblieben und die Naturreligionen in Vergessenheit geraten.
Ich bin weiterhin damit beschaeftigt das Netzwerk sowohl international als auch, ganz besonders wichtig, hier in Kamerun weiter auszubauen. Um gegen illegalen Tierhandel, Wilderei etc. massiv vorzugehen ist die Registrierung von WPE als Organisation in Kamerun immens wichtig. Der Umgang mit den Behoerden ist buerokratisch, wie man das auch bei uns kennt, und dadurch bedingt das die Uhren in Kamerun viel langsamer laufen und das Land durch und durch von Korruption durchsetzt ist, eine sich dahin schleppende Angelegenheit. Ich hoffe im Laufe der naechsten Woche auf Ergebnisse.
Die Unterstuetzung aus aller Welt ist Grundlage fuer den Erfolg. Sobald die Registrierung amtlich ist wird es, ausser den Schulprojekten, auch Aktionen geben, die sich direkt gegen die Tiermafia richten.
Ich freue mich sehr in den letzten zwei Wochen drei neue Mitglieder aus der Schweiz und Deutschland bei WPE begruessen zu koennen und versichere mit allem Nachdruck das unsere Arbeit hier aus tiefster Ueberzeugung um die Liebe zur Natur stattfindet. Ich bitte deshalb weiterhin um Unterstuetzung in jeglicher Form fuer unsere Projekte.
Durch die Hilfe einiger engagierter Freunde ist es gelungen die Situation in Kamerun stabil zu gestalten. Ich habe eine kleine Wohnung gemietet die auch als WPE Office genutzt wird. Es gibt einen kleinen Raum der als Gaestezimmer allen Besuchern jederzeit zur Verfuegung steht. Die Kosten wurden dadurch erheblich gesenkt und die Moeglichkeiten die sich bieten um vor Ort erfolgreich zu arbeiten sind erheblich gestiegen.
Nach wie vor waere es von grossem Nutzen WPE im schweizerischen Handelsregister einzutragen und einen Verein auch in Deutschland und evtl. auch in weiteren Laendern zu gruenden. Dazu sind engagierte Menschen noetig die sich dann auch um die Belange des Vereins kuemmern.
Ich erinnere das wir alle die gleiche Luft atmen und die wird zu einem wesentlichen Teil in den tropischen Regenwaeldern produziert. Diese sind aber immens gefaehrdet und gehen uns alle etwas an. WPE hat jedenfalls ein erfolgversprechendes Konzept und je mehr Menschen daran teilhaben desto mehr koennen wir erreichen.
Aeusserst wichtig fuer die Zukunft der Natur in Kamerun ist der Oeko Tourismus. Hierzu gibt es einige Aktivitaten und in Kuerze wird darueber in einem ausfuehrlichen Report berichtet.
Am WPE Projektbestandteil Oeko Produkte wird ebenfalls gearbeitet und auch dazu gibt es in Kuerze mehr.
Mit neuen Fotos ist ab Ende dieser Woche zu rechnen. Der Report Kamerun 7 wird sich vorwiegend mit der Schimpansenauffangstation in der Naehe von Edea befassen.
Aufgrund der Bitte einiger WPE Freunde fuege ich die Spendenadresse von WPE an jeden der kommenden Newsletter an. Je mehr Mittel wir zur Verfuegung haben desto erfolgreicher und effektiver koennen wir arbeiten.
Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.
WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Swiss Post, PostFinance, CH-3030 Bern, Konto-Nr.: 91-503892-6, IBAN: CH89 0900 0000 9150 3892 6, SWIFT: POFI CH BE XXX
Empfänger: WPE - Wild Planet Ecoproject Schweiz, Alte Landstrasse 370, Männedorf 8708, Schweiz
--------------------------------------------------
Verfolgt die WPE-Aktion bei Naturtipps mit über das Stichwort "WPE-Projekt" oder besucht die Projektseite: “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hallo!
Danke, daß Du die Natur aktiv mitschützt!